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NDS Pokemon Ranger
 
 
Pokemon Ranger - NDS
Jens Morgenschweiss (05.05.2007)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Nintendo
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
Wi-Fi: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Wieder einmal strecken die Pokémon ihre Hände nach uns aus. Doch diesmal erwartet uns ein etwas abgewandelteres Format. Zum Beispiel gibt es bei Pokémon Ranger ein Storyende, was eigentlich für Pokémonspiele untypisch ist. Manchmal drängt sich der Verdacht auf, das der Begriff Pokémon für so ziemlich jedes Szenario herhalten muß und somit automatisch für Erfolg steht. Ob dem wirklich so ist, werde ich Euch im Laufe des Textes versuchen darzulegen.

Menus und die Story....

Nachdem ihr euch für ein Geschlecht entschieden habt, werdet ihr nach einer kurzen Einführung in den Hintergrund nach einem Namen gefragt, den Ihr über das Touchpad eingeben könnt. Für das Spiel ist es (natürlich) unerheblich ob ihr als Junge oder Mädchen spielt. Der Storyverlauf wird in keinsterweise davon beeinflusst. Über das Options Menu könnt ihr lediglich Einfluß nehmen, was die Textgeschwindigkeit betrifft und den optischen Textrahmen. Wenn ihr ein gespeichertes Spiel fortsetzt, wird euch ferner angezeigt, wie lange ihr insgesamt schon an diesem Spiel werkelt.

Die Pokémon Ranger sind eine Gruppe von Leuten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Frieden in der Fiore Region zu schützen. Ihr als Spielfigur möchtet unbedingt einer dieser Leute werden. Ihr schreibt Brief um Brief an einen der Ranger Anführer, der euch auch einlädt einmal vorbei zu schauen. So werdet ihr ein Pokémon Ranger und Euer Abenteuer beginnt.

Anders als bisher ist es, die wilden Pokémon nicht zu fangen und zu behalten, sondern sie werden gefangen, katalogisiert und können euch begleiten, wenn ihr das möchtet. Doch nur für die Region, in der ihr sie gefangen habt. Geht ihr in eine neue Region über, müßt ihr sie freilassen. Es gibt natürlich auch noch eine Gruppierung, die nichts gutes im Schilde führt - die Power Rock Bande. Sie treibt wiederum ihr Unwesen und versucht Pokémon zu fangen und für Ihr schändliches Vorhaben einzusetzen. Sie wollen die Pokémon Ranger ablösen und selbst an ihre Stelle treten.

Technik und Gameplay....

Die Steuerung erfolgt über das Touchpad beziehungsweise das Steuerkreuz. Für die Charaktersteuerung sollte man das Kreuz bevorzugen, sie ist ein stückweit exakter und man kann diversen Aufeinandertreffen mit Pokémon leichter ausweichen. Der Kampf mit den Pokémon wird allerdings ausschließlich mit dem Touchpad geführt. Mit Hilfe einer Fangleine werden Kreise um das Pokémon gezogen. Und zwar solange, bis die erforderliche Anzahl ununterbrochen erreicht wurde. Das Handicap liegt in dem Begriff - ununterbrochen!!! Man zieht mit dem Touchpen kreisende Bewegungen um das Pokémon, so das sich die Linien wieder berühren. Daraufhin erscheint über dem Pokémon eine Zahl, die die erforderlichen "Umkreisungen" angibt. Hinderlich an den Fangversuchen ist, das sich die Pokémon bewegen und auch ihre Fähigkeiten einsetzen. Wenn ein Pokémon seine Angriffe einsetzt, erscheint über ihm eine Blitzsymbol. Nun sollte man sich entweder beeilen oder den Touchpen vom Screen heben um den Fangversuch zu unterbrechen. Unterbricht man damit den Fangversuch, muß man beim nächsten mal wieder von vorn beginnen. Möchte man allerdings versuchen den Fang zu beenden und wird daraufhin von der Attacke berührt, verschinden einige Balken der Energie unseres Fangcoms. Das Fangcom ist ein Gerät, mit dem wir wichtige Daten einsehen können. Man aktiviert es in der linken oberen Bildschirmecke und kann nun durch die verschiedenen Menus schlendern. Auf dem oberen Bildschirm sehen wir unseren Ranger Status. Mit Namen und ID Nummer, was wir gerade tun (Mission, Patrouille) unseren momentanen Levelstand und wie viel Punkte zum nächsten Level fehlen.

Auf dem Touchscreen können wir zwischen den Optionen, dem Speichern und der Karte von Fiore wechseln, sowie Pokémon freilassen, dem Pokémon Verzeichnis und dem Glossar wählen. Das Pokémon Verzeichnis gibt Aufschluß darüber, welchem der 212 Pokémon wir noch nicht begegnet sind bzw. die wir noch nicht gefangen haben. Das Glossar dient dazu, uns Spielern noch einmal wichtige Begriffe zu erläutern und deren eventuelle Notwendigkeit darzulegen. Der meist genutzte Punkt wird aber die Freilassung sein. Da wir nur eine begrenzte Zahl an Pokémon´s mit uns führen dürfen, kommt sehr schnell der Punkt, wo wir uns von einem oder mehreren Pokémon trennen müssen. Die Auswahl der Trennung muß aber auch gut durchdacht sein. Denn jedes von uns gefangenen Pokémon wandert in unsere Mitte und steht für helfende Aufgaben zur Verfügung. Sei es nun für Aufgaben im Spiel, wo evt. Bäume gefällt oder Steine zertrümmert werden müssen. Normalerweise befindet sich an einem solchen Punkt auch ein entsprechendes Pokémon, welches wir fangen und exakt für diese Aufgabe einsetzen müssen. Aber die Mitgeführten Pokémons helfen euch auch bei den Fangversuchen anderer wilder Pokémons. Ihre Unterstützung bezieht sich auf deren Fähigkeiten, die ihrer Gattung entsprechen. So kann man mit einem Wasser Pokémon Blasen erzeugen, die ein wildes Pokémon einschließen oder mit einem Geist Pokémon Nebel herbeizaubern, welcher die Bewegung der wilden Rackers behindert. Die Dauer der Hilfe richtet sich nach der Entwicklungsstufe des Pokémons.

So kann zum Bsp. ein Quapsel nur kurze Zeit helfen, während sich bei Quaputzi schon deutlich mehr Zeit niederschlägt. Und beim Quappo hat man dann schon richtig viel Zeit, seine Unterstützung zu nutzen. Man muß aber bedenken, das die Pokémon, deren Hilfe man in Anspruch genommen hat, daraufhin verschwinden. Für jedes gefangene Pokémon bekommen wir Erfahrungspunkte, was sich dann auf die Energie von unserem Fangcom und die Länge unserer Fangleine auswirkt. Haben wir die uns gestellten Aufgaben und Missionen erfolgreich absolviert, treffen wir mit dem Sektionsleiter der jeweiligen Ranger Basis zusammen, der uns dann aller Wahrscheinlichkeit nach befördern wird. So klettern wir dann nicht nur Rangmäßig sondern uns werden in Abständen auch Besonderheiten zu Teil. So können wir dann leichter von Stadt zu Stadt reisen, an Fangwettbewerben teilnehmen und das wichtigste, wir dürfen mehr Pokémon mit uns führen.

Zum Anfang sind die uns gestellten Aufgaben sehr leicht und dienen eigentlich mehr zum lernen der Einzelheiten des Spiels. Später werden die Herausforderungen schon etwas schwerer ohne allerdings schwierig zu sein. Lediglich der Final Fight mit den legendären Pokémon birgt eine gewisse Schwierigkeit. Man kann sich zwar frei bewegen, auch wenn man eine Mission zu erfüllen hat, doch man wird immer wieder an die Hand genommen, wenn man sich zu weit von der Mission entfernt. So darf man den bereich nicht verlassen, dann wird einem freundlich aber bestimmt mitgeteilt, das man noch etwas zu tun hat. Dadurch ist das Spiel natürlich nicht sonderlich kompliziert.

Grafik & Sound....

Die Darstellungen der Pokémons sind sehr schön gelungen, was auch deren Bewegungen betrifft. Die Umgebungen im Spiel erfreuen sich einer gewissen Abwechslung (Wälder, Städte oder Berge), auch wenn alles etwas zu klein in seinen Ausmaßen geraten ist. Die treffende Bezeichnung wäre "Zweckmäßig" und für ein Pokémonspiel völlig ausreichend. Denn besondere Effekte erwartet der Spieler nicht, wenn die Bezeichnung Pokémon im Titel vorkommt.

Beim Sound warte ich weiterhin auf ein Spiel, das mich wenigstens ein bisschen anspricht. Es ist immer wieder das gleiche Dudeln, was einem den Lautstärkeregler auf Minimum stellen läßt. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Irgendwann wird man auch mich Soundtechnisch zufrieden stellen... Irgendwann.

Fazit....

Nicht überall, wo Pokémon draufsteht, ist auch das erwartete drin. Bei Pokémon erwartet man mittlerweile fast endlosen Spielspaß mit verschiedensten Umgebungen die etliche Unterschiede mitbringen. Hier hingegen läuft das Geschehen recht linear ab und vor allem hat es ein Storyende, welches nach relativ kurzer Spielzeit erreicht ist. Für ein Pokémonspiel ist eine Spieldauer von etwa 10 - 15 Stunden völlig inakzeptabel. Auch wenn nach Abschluß des Spiels noch einige Spezialmissionen aufwarten, bringt es nicht die erforderliche Herausforderung. Wer eingefleischter Pokémonfreund ist und zum Bsp. Mystery Dungeon sein eigen nennt, wird bitter enttäuscht. Vielleicht wollte man ausschließlich die junge Generation damit ansprechen, für die diese Anforderungen ausreichen.

 

+ leichte Steuerung
+ für junge Zielgruppe geeignet
+ Unterstützung durch gefangene Pokémon
- viel zu kurze Spieldauer
- Kämpfe zu leicht
- zu kleine Locations
- zu lineare Strukturen

GRAFIK: 60%

SOUND/EFFEKTE: 51%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 57%

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