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NDS Prince of Persia: The Fallen King
 
 
Prince of Persia: The Fallen King - NDS
Kilian Pfeiffer (20.01.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Ubisoft
GENRE: Action Jumper
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-4
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Verfechter des Prinzen nennen wir uns! Der Prinz hat bei uns im Mag’64 einen besonderen Stellenwert, nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Auftritte auf Nintendos Würfelkonsole, dem Gamecube. Auch der Auftritt auf der Wii konnte überzeugen, wobei es sich bedauerlicherweise „nur" noch um ein Remake einer bereits veröffentlichten PSP-Umsetzung handelte. Dass der Prinz aus Persien sein aktuellstes Heimkonsolen-Abenteuer nicht mehr auf der Wii erleben kann, macht uns gewissermaßen unglücklich. Denn: Der Königssohn hätte es definitiv verdient, auch auf der Wii aufzutreten. Nintendorianer müssen sich dieses Mal mit einem exklusiven Nintendo DS-Titel begnügen. Ob dieser ähnlich eindrucksvoll daherkommt, wie die vergangenen Gamecube-Teile, wird sich zeigen. Wir haben uns für Euch durch „Prince of Persia – The Fallen King" durchgesäbelt.

Menus und die Story....

Als Videospiel-Redakteur gilt es sich, jeden Tag aufs Neue umzustellen. Wenn man eine Serie bislang immer auf einer Heimkonsole gespielt hatte und nun auf den Handheld wechseln muss, ist die Situation eine gewöhnungsbedürftige. Vor allem, wenn es sich um den Prinzen aus Persien handelt. Dem akrobatischen Helden des Orients wurden einige sehr spezielle Eigenheiten spendiert, mit denen man sich auf dem Nintendo DS auseinandersetzen muss. Denn: Die gesamte Steuerung wird mithilfe des Touchpens bewältigt. Knöpfchendrückerei: Fehlanzeige! Die Bedienung darf also ohne weiteres als innovativ bezeichnet werden. Doch dazu später mehr!

Wie so oft ist das Königreich bedroht. Die Dunkelheit, erschaffen von Ahriman, dem Gott des Chaos, könnte über die Welt und alles Gute hereinbrechen. Nur der Prinz ist in der Lage, das Böse abzuwenden und mittels seiner für unmöglich gehaltenen Fertigkeiten ein Konzept zu finden, das erfolgversprechend ist. Bewaffnet ist er mit einem Säbel sowie einem Handschuh, dessen Kräfte unermesslich sind. Denn auch im vorliegenden Abenteuer ist der Prinz in der Lage, akrobatische Körperkünste zu vollführen. Mit im Gepäck hat er Zal, den Magier des Königs...

Technik und Gameplay....

„Prince of Persia – The Fallen King" ist ein reines Solospiel – ein Mehrspieler-Modus ist nicht enthalten. Allerdings dürft Ihr einem interessierten Freund über die drahtlose Verbindungsmöglichkeit eine Demo-Version zusenden, so dass sich dieser einen Eindruck vom Spiel verschaffen kann. Die Serie bleibt ihrem Ursprung treu: Noch immer ist der Prinz ein Künstler im Bewältigen von Hindernissen, das Augenmerk wird also noch immer auf die Gestaltung der Levels gelegt. Weniger auf die Vielfalt der Feinde, die dem Helden während des Spielverlaufs begegnen werden. Wie zu vernehmen ist, ist der aktuelle „Prince of Persia"-Teil für die Next Gen-Konsolen ein relativ dünn besiedelter Software-Vertreter, was die Anzahl der Gegnerschaft betrifft. Ein Kritikpunkt, den man auch auf den DS-Ableger ummünzen könnte. Denn die Handvoll an Rivalen ist zum einen kaum mit Hirn gesegnet worden, zum anderen ist deren Bekämpfung relativ unspektakulär. Tippt Ihr den Feind mit dem Touchpen an, holt der Prinz zum Säbelschwung aus und schlägt auf sein Gegenüber ein. Damit ist der Opponent ausgeschaltet. Eigentlich läuft ein jeder Kampf nach diesem Schema ab. Oftmals blockieren temporäre Hindernisse ein Weiterkommen. Erst wenn alle Gegner vom Screen beseitigt wurden, lösen sich die Barrieren in Luft auf.

Über 50 Spielabschnitte werdet Ihr im Laufe des orientalischen Abenteuers hinter Euch bringen müssen, die Spielzeit beläuft sich auf rund zehn bis zwölf Spielstunden, was für ein Handheld-Abenteuer anständig ist. Beklagen, dass man nach kurzer Zeit den Abspann über den Bildschirm flimmern seht, könnt Ihr Euch nicht. Auf einer Level-Übersichtskarte erkennt Ihr alle Örtlichkeiten, dies es zu besuchen gilt. Ein Klick darauf und Ihr befindet Euch mitten im Geschehen. Anders als bei seinen vergangenen 3D-Abenteuern, schlägt sich der Prinz aus Persien nun durch ein waschechtes 2D-Spiel, dessen 3D-Effekt dank des Grafikstiles angedeutet wird. Allerdings bewegt Ihr Euch linear durch die Stages, klassisch von links nach rechts.

Gesteuert wird, wie gesagt, mittels des Stylus. Der Prinz bewegt sich beispielsweise, indem Ihr den Touchpen ein paar Zentimeter vor ihm auf den Screen tippt. Ein Sprung wird ausgeführt, wenn der Protagonist an einer Kante steht und Ihr die gegenüber liegende Seite antippt. Ähnlich verhält es sich mit den klassischen Mauerläufen und den Absprüngen. An Simsen krallt sich der Prinz fest, an Stangen und Seilen kann er hin- und herschwingen, um größere Abgründe zu überwinden. Genial inszeniert sind die diversen Wandsprung-Säbelangriffe, mithilfe derer das Gegenüber sofort ausgelöscht wird. Ebenso einfach funktioniert die eigene Deckung. Dazu berührt Ihr den Prinzen, so dass er seinen Säbel nutzt, um geschützt vor gegnerischen Angriffen zu sein.

So dass sich „Prince of Persia – The Fallen King" abwechslungsreicher seinen Fans präsentiert, hat man Zal, den Magier des Königs, ins Spiel integriert. Dieser folgt dem Prinzen auf Schritt und Tritt. Allerdings ist er fähig, Zauber zu sprechen, die dem blaublütigen Perser helfend zur Hand zu gehen. Zal ist in der Lage magische Schüsse abzufeuern, um verfluchte Pflanzen eingehen zu lassen. Später im Spiel gelingt es ihm, Feinde durch elastische Objekte außer Gefecht zu setzen. Bewegliche Ebenen in den Missionen lassen sich verschieben. Somit schafft Ihr Wege für den Prinzen, die vormals noch nicht existierten. Weiterhin ist es Zal möglich, verfluchte, flüssige Oberflächen zu verfestigen. Überall findet Ihr versteckte Schatzkisten und Goldmünzen. Letztere dienen dazu, sich neue Zugänge zu bislang versperrten Gebieten zu sichern. Gesundheitspunkte und Wiederbelebungen vereinfachen das Vorankommen.

Grafik & Sound....

Atmosphäre muss man „Prince of Persia – The Fallen King" definitiv zusprechen. Alle Missionen besitzen ein orientalisches Flair. Die Ausgestaltung ist hervorragend gelungen, alle Umgebungen sind ansprechend gestaltet und es bereitet einfach einen Heidenspaß, durch die vielfältigen Stages zu hetzen. Der Grafikstil ist comichaft gehalten, erinnert in vielen Momenten an die Cel-Shading-Szenen des „The Legend of Zelda"-Teils für den Gamecube, der für so viel Aufruhr gesorgt hatte. Auch die Unterhaltungen der einzelnen Charaktere sind optisch hübsch.

Ähnlich atmosphärisch wie schon die Präsentation fällt auch die Akustik des Titels aus. Oftmals fühlt man sich in den fernen Orient versetzt. Die Klänge aus 1001 Nacht erzeugen genau jenes Gefühl, das man sich von einer solchen Umsetzung erhofft. Besonders spektakulär sind die musikalischen Sequenzen, in denen die Spannung vorangetrieben wird. Hervorragend! Auch die vielen Effekte sind nicht von schlechten Eltern.

Fazit....

„Prince of Persia – The Fallen King" erzeugt ein zwiespältiges Gefühl in der Magengegend. Von den klassischen Abenteuern auf dem Gamecube ist nicht mehr viel übrig geblieben. Der Titel verkommt ein wenig im durchschnittlichen Jump’n Run-Allerlei. Klar, die Steuerung ist innovativ, die Atmosphäre hervorragend. Aber im Endeffekt dirigiert Ihr den Prinzen nur durch architektonisch unterschiedliche Orientalbauten, ab und zu besiegt Ihr einen der immer wieder auftauchenden Gegner. Spaß macht das Ganze schon, auch die Spielzeit stimmt. Für eine bessere Wertung hätten wir uns allerdings mehr charakterabhängige Gameplay-Möglichkeiten gewünscht. So ist der Prinz auf dem Nintendo DS etwas besseres Mittelmaß!

 

+ tolle Gesamtatmosphäre
+ innovative Steuerung
+ Zal als Zusatzcharakter
+ über 50 Levelkarten
+ gute Spielzeit
+ taktische Boss-Gegner
- wenige verschiedene Feinde
- kaum abhängig Aufgaben/Rätsel
- zu viel bloßes Jump’n Run

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 70%

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