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NDS I wanna be a Popstar
 
 
I wanna be a Popstar - NDS
Kilian Pfeiffer (29.09.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Tivola
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Den Traum vom Popstar haben nicht nur jene pubertierenden Jungs und Mädels, die derzeit auf Pro7 zu sehen sind, nein, auch Mädchen jüngeren Alters können sich in diese Lage versetzen. Der Traum vom Popstar ist also allgegenwärtig. Tivola sorgt für Abhilfe und lädt junge Mädels zum Girlsband-Contest: „I wanna be a Popstar".

Menus und die Story....

Dass die Story in vorliegendem Titel nicht den Stellenwert einnimmt, den man sich als Tester vielleicht wünschen würde, ist nicht weiter schlimm. Es reicht ja zu wissen, dass Ihr das angehende Pop-Sternchen am Firmament sein könntet. Was also liegt näher, als sich in die Arbeit zu stürzen und mit den Bandkollegen kräftig das Sammelsurium an Instrumenten zu bedienen? Zunächst gilt es jedoch, sein eigenes Profil zu erstellen, in sehr minimalistischer Weise einen Charakter zusammenzustellen und dann in die Klampfe zu hauen.

Technik und Gameplay....

Das „Tonstudio" ist leider nicht das, was man sich darunter erwartet. Zwar könnt Ihr auf verschiedenen Instrumenten Tonfolgen aufnehmen und diese dann parallel abspielen, ob das aber auf Dauer – auch, weil es relativ unkomfortabel gestaltet ist – Unterhaltung bietet, sei mal dahingestellt. Eine Möglichkeit, die Instrumente strukturiert übereinander zu legen, gibt es nicht. Dafür aber einen Schwierigkeitsgrad, den Ihr manuell einstellen dürft. Drei Optionsmöglichkeiten stehen Euch hier zur Verfügung.

In der Karriere selbst sind die Mädels unter sich und müssen eine ganze Reihe an Dingen vollführen, um als Girlsband bestehen zu können. Das beginnt beim Tanzen, bei dem Ihr auf dem Bildschirm erscheinende Sterne, sobald sie grün aufleuchten, berühren müsst. Erschwerend hinzu kommt die Einblendung von Pfeilen, deren Richtung Ihr dann mit Hilfe des Steuerkreuzes nachverfolgen müsst. Auch das Gitarrenspiel gehört zu Euren Aufgaben. Erneut müsst Ihr das Steuerkreuz – je nach Situation - gleichzeitig bedienen und mit dem Touchpen über die Saiten schrammen. Leider zeigt auch der Einsatz des Keyboards nur marginale Unterschiede zum Tanzen. Dort sollt Ihr nämlich die Sterne auf den Tasten berühren, sobald sie grün aufleuchten. Beim Schlagzeug bedient Ihr Trommel und Becken dann, wenn die farbigen Scheiben, die auf Euch zukommen, einen Ring komplett ausfüllen. Das gibt am meisten Punkte. Jedes Spiel zieht eine Bewertung Eurer Leistung nach sich, die von „A" bis „E" reicht, wobei erstere die beste Auszeichnung ist. Je nachdem, ob Ihr die Trommel, die Saite oder die Klaviatur rechtzeitig anschlagt, fällt das Herz, das bei einem erfolgreichen Treffer erscheint, kleiner oder größer aus. Der Energiebalken vergrößert oder verkleinert sich je nachdem wie gut Ihr Euch anstellt. Skill-Punkte und Pop-Punkte erhaltet Ihr für die Performance, aber auch die Spielweise und die gewählten Outfits.

Mit verdientem Geld dürft Ihr shoppen gehen und auf diesem Wege Euch neue Outfits zulegen, in der Garderobe könnt Ihr Euch jederzeit umziehen. Leider bleibt der Titel durch seine beschränkten Möglichkeiten weit hinter dem zurück, was man sich als spielendes Mädchen erhoffen würde. Die Abwechslung während der Geschichte fehlt einfach, mit seinen acht Musikstücken ist der Titel auch nicht gerade sehr umfangreich ausgefallen.

Grafik & Sound....

Grässlich ist das, was sich auf dem Bildschirm abspielt. Die Figuren wirken grausam verzerrt, ein Comic-Look ist etwas anderes, was das bei „I wanna be a Popstar" sein soll, entzieht sich unserer Vorstellung. Einfach lieblos wirkt der Titel im Gesamten, schnell zusammengeschustert und ab damit unter das nach neuer Software dürstende Spielevolk.

Würden sich die teils bekannten Songs nach den Originalen wenigstens anhören, wären wir ja schon zufrieden. Allerdings wirkt die Akustik zusammengeschnitten und erinnert alles andere als an das Original. „Toxic" von Britney Spears hört sich auf CD dann doch etwas anders an. Im Gesamten können sich die Melodien aber hören lassen, da sie größtenteils von bekannten Künstlern stammen.

Multiplayer....

Leider eignet sich der Mehrspieler-Modus in „I wanna be a Popstar" nur bedingt für das eine oder andere Match. Zwar könnt Ihr Euch bandtechnisch auf die Bühne wagen, in der direkten Herausforderung aber (in welcher es um Punkte geht!) geht die Lust am Weitermusizieren schnell flöten. Schön, dass man den Multiplayer-Part auch im Einzelspiel angehen darf!

Fazit....

„I wanna be a Popstar" vermittelt bedauerlicherweise nichts des Glanzes, was ein wirkliches Pop-Sternchen am Zenit der eigenen Karriere erleben darf. Technisch ist der Titel reine Makulatur, das Instrumentenspiel beschränkt sich auf einfachste Reaktionsspielchen, denen man ähnlich schon tausend Mal begegnet ist. Wenn doch wenigstens eine anständige Story um das Machwerk herum gestrickt worden wäre, hätte man sich ja noch mit dem Gezeigten anfreunden können, so verkommt das Spielerische aber und geht im unteren Mittelfeld des Mittelmaßes unter. Tivola hat da schon eindeutig Besseres im Programm!

 

+ Reaktionsspiele,...
+ Einzelkarten-Spiel möglich
- ...die langweilig umgesetzt sind
- Songauswahl zu gering
- technisch schlecht

GRAFIK: 34%

SOUND/EFFEKTE: 59%

MULTIPLAYER/: 60%

GESAMTWERTUNG: 53%

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