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NDS Pimp My Ride: Street Racing
 
 
Pimp My Ride: Street Racing - NDS
Kilian Pfeiffer (24.07.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Activision
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-7
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Für weltweiten Erfolg hat damals „Pimp My Ride" auf dem Musiksender MTV gesorgt. Das Aufpimpen der eigenen Karre, das Veredeln des fahrbaren Untersatzes machte die Sendung zu einem Programmpunkt, an dem beinahe kein Jugendlicher vorbeikam. Nun gibt es das Machwerk auch in versofteter From – der Name: „Pimp My Ride – Street Racing". Wir haben uns die Nintendo DS-Version angesehen und konnten uns überzeugen, ob man hier einem Namen hinterherfährt oder wirklich auf den großen Spuren der Kultsendung wandelt.

Menus und die Story....

Wie kann man es wagen, dem Spieler eine derartig dürftige Anleitung vorzusetzen? Eine Seite zum Inhalt, der Rest sind Kundendienst-Infos und Lizenzdinge, die den Normal-Spieler nicht im Geringsten interessieren. Warum ist man nicht auf inhaltliche Aspekte eingegangen und hat sich lediglich mit der Aufzählung des Hauptmenüs beschäftigt? Leider können wir die Gedankengänge der Manual-Ersteller nicht verfolgen, denken aber, dass es eine Menge mit dem zugrunde gelegten Budget zu tun haben dürfte. Dass es nicht mal eine Story gibt, ist die Krönung innerhalb einer insgesamt eher dürftigen Umsetzung, die zwar einen bekannten Namen mit sich bringt, spielerisch aber nur bedingt zu überzeugen weiß.

Technik und Gameplay....

„Pimp My Ride – Street Racing" ist ein Rennspiel, nicht mehr und nicht weniger. Natürlich wurde – gemäß der Fernsehsendung - das Pimpen integriert. Jedoch ist selbst dieses in einem „Need For Speed"-Ableger besser umgesetzt worden, als beim großen Vorbild höchstpersönlich. Ein „Schnelles Rennen" ist eines von zwei zur Verfügung stehenden Spielmodi. Interessanter dürfte „Pimp My Ride" sein, in dem Ihr von ganz unten durch eine fiktive Umgebung rast, immer mit dem Ziel vor Augen, den obersten Treppchenplatz einzunehmen. Zunächst erkennt Ihr über eine banale Karte die Schauplätze, die es im Laufe der Zeit zu befahren gilt. Der Großteil ist zunächst noch nicht zugänglich, wird aber nach und nach für die Raser dieser Welt freigeschaltet. Die Wagenauswahl fällt relativ dürftig aus, echte Lizenzen kommen in „Pimp My Ride – Street Racing" nicht zum Zug. Wie es sich für einen Raser gehört, unterscheiden sich alle Fahrzeuge in vier verschiedenen Fahrzeugaspekten (Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Lenkverhalten, Bremsverhalten). Jedoch wird auf der Strecke schnell klar, dass die Steuerung per Steuerkreuz alles andere als intuitiv ausfällt.

Je nachdem wie viel Scrilla (Währung) Ihr verdient habt, desto mehr Verbesserungen dürft Ihr in Euren Pimp-Einkaufswagen legen. Wie wäre es mit ein paar neuen Felgen, einem Heckteil oder doch etwa besseren Reifen? Ein bisschen an der Aufhängung feilen oder vielleicht doch eine Sportbremse gefällig? Mit Geld erfüllt Ihr Euch jeden Wunsch – Voraussetzung ist, dass Ihr so lange durchhaltet. 59 Teile warten insgesamt darauf, erworben zu werden. Innerhalb der Meisterschaft geht es dann an’s Eingemachte. Jeder Wettbewerb setzt sich aus insgesamt vier Abschnitten zusammen, zunächst drei Strecken, die unter verschiedenen Bedingungen erledigt werden müssen, später wartet dann noch ein besonderer Wettbewerb auf dessen Absolvierung. Eine Herausforderung liegt zunächst darin, einen guten Platz abzustauben, aber eben auch, alle Scrilla-Münzen einzusammeln und gleichzeitig Erster zu werden. Oder wie wäre es, sich an die Rundenbestzeit heranzuwagen, vielleicht gar als Erster über die Ziellinie zu fahren, ohne den eigenen Wagen zu Schrott gefahren zu haben? Gleichgültig, was das eigentliche Ziel auch ist, die Hauptaufgabe ist immer die Bändigung des eigenen Wagens. Wenn dies doch nicht so unpräzise vonstatten gehen würde. Mit dem Steuerkreuz lenkt es sich nun mal nicht sehr bestimmt, eine Randberührung gehört bei „Pimp My Ride – Street Racing" zum guten Ton. Hin und wieder warten einige Abkürzungen darauf, entdeckt zu werden, anderenfalls ist es schwierig, immer als Sieger in’s Ziel zu fahren.

Grafik & Sound....

In Sachen Grafik ist „Pimp My Ride – Street Racing" gar nicht schlecht geworden. Zwar gefallen uns persönlich Nachtfahrten besser als diejenigen am Tage, insgesamt ist die Optik aber ansehnlich und kann gefallen. Leider bilden sich in der Grafik immer wieder hässliche Treppchen, die so nicht sein müssten, die aber nicht umgangen werden konnten. Ein Schadensmodell gibt es nicht. Gegnerische Fahrzeuge lassen sich ungeniert „wegkicken" und aus dem Weg räumen.

Spacige Musik, oftmals mit härteren Beats versehen, gehören zum Programm und versüßen Euch die heißen Raser-Schlachten auf glühendem Teer. Die Soundeffekte sind gelungen - ob Motorendröhnen oder Quietschgeräusch ist alles mit von der Partie.

Fazit....

In „Pimp My Ride – Street Racing" hat das Budget nicht einmal für einen Mehrspieler-Modus ausgereicht. Ein solcher wäre jedenfalls wünschenswert gewesen. Online-Duelle und Ähnliches bleiben wohl Wunschgedanken des Spielers. Die Streckenanzahl ist ansehnlich, die Fahrzeuge erzeugen nicht mehr als ein müdes Lächeln. Was fehlt, sind zugkräftige Lizenzen mit Fahrzeugherstellern, die ein jeder kennt. Auch das ist eines der Erfolgsaspekte bei „Pimp My Ride" auf MTV. Hätte man das Bolidenlenken verfeinert, ein Schadensmodell eingebaut und darum eine nette Story gestrickt, hätte durchaus ein gutes Stück Software dabei herausspringen können. So ist es aber nichts weiter als ein sehr durchschnittliches, wenig inspirierendes Machwerk, dem selbst ein Multiplayer verwehrt wurde.

 

+ viele Strecken
+ Pimp-Feature
+ „Pimp My Ride"-Lizenz
- keine Content Lizenzen
- fehlende Story
- Schwach: Anleitung (!)
- teils merkwürdige Steuerung
- „abwesendes" Schadensmodell

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 70%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 60%

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