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NDS Punkt,Punkt,Komma,Strich - Pinselparty
 
 
Punkt,Punkt,Komma,Strich - Pinselparty - NDS
Kilian Pfeiffer (06.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Sega
GENRE: Zeichenspiele
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: K.A.
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.je 30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Nicht jede Software, die bei uns derzeit in der Redaktion eintrudelt, besitzt Spielcharakter, oftmals handelt es sich hierbei um Programme mit Lehrauftrag, dann wiederum um Trainer für die geistige Fitness. Manchmal gibt es gar Titel, die sich so überhaupt nicht einordnen lassen wollen und uns selbst vor die Aufgabe stellen, wie wir bei deren Bewertung verfahren sollen. „Punkt, Punkt, Komma, Strich - Die Pinselparty" ist ein solcher. Kein wirkliches Spiel, aber eben auch ohne Lehrauftrag. Unterhaltsam schon, aber eine Zielsetzung fehlt. Wie dem auch sei, man spricht hier größtenteils jung gebliebene Jugendliche an, aber vor allen Dingen diejenigen User, die gerne in der Gruppe unterhalten werden wollen. Denn hierzu eignet sich das Produkt beinahe schon optimal.

Menus und die Story....

„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht!". So wurde es mir als Kind vermittelt. Die ersten Schritte, ein Gesicht auf einem Blatt Papier zu verewigen, gestalteten sich damals gar nicht so einfach. Daher war es jene Weisheit, die mich anscheinend bis heute begleiten sollte. Obwohl ich des Zeichnens noch immer nicht mächtig bin und es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch niemals sein werde. Umso besser, denn vorliegendes „Sega"-Produkt verlangt dieses Können von seinen Nutzern definitiv nicht, vielmehr ist es der unkomplizierte Umgang mit dem Stift, der den Titel für seine Zielgruppe interessant gestaltet.

Dass vor allen Dingen Gruppenspieler auf ihre Kosten kommen werden, sollte sich erst im Verlauf unserer Testsession herauskristallisieren. Die Anleitung, die in ausführlicher Weise auf den Inhalt eingeht, ließ beim ersten Studium bereits Rückschlüsse zu, dass insbesondere die Multiplayer unter Euch aufhorchen sollen. Wie üblich, widmen wir uns zunächst aber dem generellen Prinzip des vorliegenden Titels und wollen mal schauen, was den geneigten Nintendo DS-Besitzer bei der unüblichen Software alles erwartet.

Technik und Gameplay....

Unter einer Pinselparty versteht man nichts anderes, als ohne Konventionen drauflos zu malen, frei von gesteckten Grenzen, ganz ohne Vorgaben. Im Grunde ist das auch möglich, wenigstens innerhalb der „Galerie", in welcher Ihr den Stift nach Lust und Laune schwingt. Ob dick, ob dünn, ob schwarz oder bunt – in eingeschränkter Umgebung lassen sich immerhin ein paar nette Zeichnungen anfertigen. Zwar sind die zur Verfügung gestellten Farbpaletten stark zusammengestrichen worden, aber was soll’s. Denn das Hauptaugenmerk liegt nun mal auf der eigentlichen Pinselparty. Doch bevor es losgeht, wartet eine ausführliche Software-Anleitung darauf, studiert zu werden. „Wie man malt", lautet diese und in der Tat erwarten Euch hier dutzende Tiere, Nahrungsmittel, konventionelle Dinge aller Couleur sowie ein paar unkonventionelle Malvorlagen. Schon einmal einen „Handstand" gezeichnet? Wir bislang noch nicht. Was uns äußerst gut gefällt, ist die Art und Weise, wie das Programm vornehmlich Anfänger empfängt und diese Schritt für Schritt bei ihren Ausführungen begleitet. So wird beim „Handstand" zunächst in simpler Machart ein kreisrunder Kopf auf dem Topscreen gezeichnet, den Ihr nun auf dem Touchscreen nachmalen müsst. Im Folgenden hängt Ihr den Körper sowie die Beine dran – und fertig ist das erste Kunstwerk. Jede Zeichnung wird anhand knapper Sätze beschrieben, so dass selbst vollkommen unbegabte User Erfolge feiern dürften. Wie gesagt, die Zielgruppe ist eine in besonderem Maße junge – für Erwachsene ist der Titel definitiv nicht geeignet. Wenn, dann in bedingter Form innerhalb des Multiplayers. Aber dazu später mehr!

Widmen wir uns also der Pinselparty, einem aus 300 Zeichnungen bestehen Rätselwettbewerb. „Just for fun" – so könnte das Motto dieses Modus’ lauten. Bevor Ihr Euch eines der Fragezeichenfelder anseht, hinter welchen jeweils ein künstlerisches Machwerk versteckt liegt, wird Euch eine Info gegeben, ob das Bild von einer männlichen oder einer weiblichen Person gemalt wurde und wie alt derjenige oder diejenige ist. Live seid Ihr nun dabei, wie das Bild gemalt wird. Meint Ihr zu erkennen, um was es sich hierbei handelt, tippt oder schreibt Ihr die korrekte Lösung auf den Touchscreen und bestätigt Eure Antwort. Die Handschrifterkennung ist im Übrigen überdurchschnittlich gut gelungen. Erratet Ihr die Lösung bereits mit der ersten Antwort, winkt die volle Punktzahl – Fünf Zähler! Benötigt Ihr allerdings mehrere Versuche, verringert sich diese. Was mit den gesammelten Punkten angestellt werden darf? Lasst Euch vom Bonus-Content überraschen. Ein Tipp: Es hat etwas mit Malen zu tun ;-) !

Grafik & Sound....

Betrachtet man allein die künstlerischen Bilder der Personen, welche diese für den Titel gestiftet haben, müsste die Wertung ins Bodenlose fallen. Denn ein Kaktus eines Siebenjährigen ist nicht unbedingt ein Feuerwerk an optischer Brillanz. Wirkliche Grafik bietet der Titel sowieso nicht, lediglich das Arbeitsumfeld, auf welchem gezeichnet werden darf. Und einige kindgerechte Zeichnungen in bunter Optik. Demnach war es schon richtig, sich gegen die gewöhnliche Wertungsweise zu entscheiden.

Unterhaltsam ist die Musikuntermalung während der Malwettbewerbe, sei es für den Einzelspieler-, als auch für den Mehrspieler-Modus. Die transportierte Stimmung ist eine gute, wenngleich die Abwechslung größer hätte sein können. Fröhlich gestimmt könnt Ihr Euch allerdings für den Gruppenpart bereit machen, der Euch im Folgenden vorgestellt wird.

Multiplayer....

Freunde des menschlichen Miteinanders werden sich bei „Punkt, Punkt, Komma, Strich - Die Pinselparty" wohl fühlen, denn dieser Optionspunkt ist bei weitem umfangreicher als der Einzelspieler an und für sich. Die Möglichkeiten sind vielfältiger, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Ihr die Pinselparty zu zweit auf einem Nintendo DS spielen dürft. Der eine zeichnet und gibt eine Lösung ein, der andere versucht diese zu erraten. Vergleichbar mit dem Brettspiel „Activity". Im Gruppenspiel kann sich der Titel wirklich sehen lassen, daher empfehlen wir ihn im Besonderen all jenen, die auf das Mehrspieler-Vergnügen aus sind und anhand einiger Regeleinstellungen größtmöglichen Spaß erleben möchten. Ob Einzelkarten- oder Multi-Karten-Spiel – bis zu acht Teilnehmer treffen sich zu den Partien, bei welchen bis zu 3.000 vorgefertigte Wörter parat stehen, die als Malgrundlage fungieren.

Im „Classic-Modus" erraten alle Teilnehmer das vom Spieler gepinselte Bild. Derjenige, der innerhalb des Zeitrahmens als Erster korrekt antwortet, erhält die Punkte auf dem Konto gut geschrieben. Allerdings warten einige Sonderregeln auf Euch, die unbedingt ausgenutzt werden sollten, um den Spielspaß zu maximieren. Beispielsweise seid Ihr dazu verdammt, Bilder zu zeichnen, ohne den Stift abzusetzen – missachtet Ihr die Regel, könnt Ihr Eure Zeichnung nicht mehr fortsetzen. Oder als Zeichner malt Ihr auf einer schwarzen Fläche, mit dem Vorteil (oder ist es doch eher ein Nachteil?), dass die Mitspieler das Gekritzel auf ihren DS-Systemen erkennen können. Spielt Ihr mit etwas Glück, gelingt es Euch manchmal gar, die doppelte Punktemenge abzustauben. Der Zufallsmodus setzt die Ausrichtung des Gezeichneten in beliebige Richtung, was für die Ratenden eine Hürde darstellt, die aber mit ein wenig Vorstellungskraft locker gemeistert werden kann.

Ebenfalls äußerst witzig: Der „Team-Modus", bei dem ein Schiedsrichter bestimmt wird, der gewisse Wörter verbieten darf, um den anderen Teams das Raten zu erschweren. Beim „Malwettbewerb" wird immer aufs Neue wieder Eure Rangfolge bestimmt, der „Bildmarathon" nimmt zwei Teilnehmer in eine Gruppe, um in Teamarbeit das Ziel zu erreichen, bevor Penzel, Eurem Kompagnon, die Luft ausgeht. Diesen müsst Ihr immer im Auge behalten. Schlussendlich werden bis zu acht Mitspieler in der „Bilderpost" dazu aufgefordert, gezeichnete Gegenstände weiterzutragen, so dass der Vorletzte Spieler das Gemalte erraten kann. Natürlich unterliegt auch dieser Modus einem selbst gesteckten Zeitlimit – je schneller die Lösung zustande kommt, desto besser für das eigene Punktekonto.

Fazit....

„Punkt, Punkt, Komma, Strich - Die Pinselparty" ist im tiefsten Inneren ein wachechter Multiplayer-Titel, der für bis zu acht Spieler geeignet ist und in jenen Modi auch eine Menge Spaß macht – wenngleich der Inhalt eher für eine jüngere Zielgruppe geeignet sein dürfte. Eigentlich ist der Singleplayer ein reiner Zusatz ohne großartige Abwechslung. 300 Bilder möglichst beim ersten Mal zu durchschauen, ist zwar unterhaltsam, irgendwann ist aber die Puste einfach mal raus. Nichtsdestotrotz: Seid Ihr auf der Suche nach einem zünftigen Titel ohne viel Schnickschnack, dafür einem gelungenen Mehrspieler-Part – und habt die Volljährigkeit noch nicht erreicht ;-) -, dürft Ihr gerne zuschlagen!

 

+ toller Mehrspieler-Modus
+ 300 Zeichnungen
+ einfache Handhabung
- zielgruppenspezifisch
- kein Spielziel

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG:
Empfehlenswert

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