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NDS Puzzle City DS
 
 
Puzzle City DS - NDS
Kilian Pfeiffer (10.03.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: rondomedia
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 5-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Puzzle-Spiele gibt es zwischenzeitlich wie Sand am Meer. Neuheiten sind darunter nur bedingt auszumachen. Schwer ist es ebenfalls, interessante Konzepte neu zu verpacken und sie an den Mann respektive die Frau zu bringen. „Puzzle City" für Nintendo DS ist der aktuelle Vertreter von „rondomedia". Allein dem Namen nach also ein Titel, der sich dem Puzzle-Genre verpflichtet fühlt, aber einige witzige Einfälle mit sich bringt, die wir bislang in dieser Form nicht kannten. Ob das Spielprinzip aufgeht und der Titel unsere Erwartungen erfüllt, zeigen wir Euch in unserem Test zum Spiel.

Menus und die Story....

„Puzzle City" kombiniert Puzzle-Spiel und Aufbau-Simulation. Letztere allerdings in sehr beschränkter Art und Weise. Denn das Aufbau-Feature ist nur ein bloßes Zweckwerk, um den Titel überhaupt in die Kategorie der Aufbauspiele drängen zu können. Aber dazu später mehr! Was uns gleich zu Beginn auffiel: Ein Mehrspieler-Modus fehlt. Also handelt es sich um einen Titel, der speziell nur für einen einzigen Spieler gedacht wurde. Durchaus gesegnet mit motivierendem Inhalt, aber gleichzeitig auch mit einem deftigen Schwierigkeitsgrad, der sich wirklich gewaschen hat. Jener ist es auch, der den Titel nicht für jeden Spieler interessant erscheinen lässt. Denn die komplette Zeit daran zu knabbern, ob man nun den nächsten der insgesamt 48 Levels besteht, sollte nicht Ziel einer spielbaren Software sein. In „Puzzle City" werdet Ihr allerdings des Öfteren mit genau dieser Situation konfrontiert.

Wie bereits erwähnt, ist das Ziel die Errichtung einer Stadt. Jeder Level für sich aufs Neue! Häuser sollt Ihr bauen, Fabriken, Einkaufszentren, Schulen, Feuerwehr- und Polizeistationen. Jedoch nicht wie gewohnt, also nicht im Stile eines „Sim City". Sondern nur beiläufig neben dem eigentlichen Puzzeln. Denn: Puzzelt Ihr korrekt, wird Eure Stadt nach und nach wachsen, florieren und irgendwann das Bild der Stadt vermitteln, das man sich als deren Erschaffer erträumt. Nicht nur in gewöhnlichen Umgebungen gilt es seinem Handwerk nachzugehen, sondern auch Wüsten wollen erobert und Berge besiedelt werden. Das Wichtigste und gleichzeitig das größte Ziel der Menschheit: der Mond! Dort eine eigene Siedlung zu errichten, gehört mit zum Größten überhaupt! Ob Ihr allerdings so weit kommen werdet, steht bislang noch in den Sternen. Viel Kombinationsgabe, ein wenig Geschick und vor allem das Talent der Auffassung solltet Ihr Euer Eigen nennen, wenn Ihr es bis auf den Erdtrabanten schaffen wollt.

Technik und Gameplay....

Drei Profile stehen Euch zur Verfügung. Jedes einzelne dürft Ihr dazu benutzen, einen eigenen Spielstand anzulegen. Habt Ihr Euch für einen entschieden, wartet die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Unter dreien gilt es zu wählen, wobei Ihr Euch mit bestem Gewissen für den leichtesten entscheiden solltet. Dieser beeinflusst insbesondere die verfügbaren Blöcke mit denen es zu puzzeln gilt, ebenso aber die restliche, zur Verfügung stehende Zeit pro Level. Miss Towers, eine erfolgreiche Städteplanerin, ahnt Euch in ihren Fußstapfen. Ihr solltet ihre Ratschläge also ernst nehmen und zu Beginn gut aufpassen, was diese, als Eure Mentorin, Euch mitzuteilen hat.

Beherrscht Ihr einmal die Grundlagen des Spieles, ist „Puzzle City" ein durchaus zu beherrschendes Produkt – aber nur bis zu einem bestimmten Grade. Denn gerade höhere Levels werden zu einem derartig deftigen Unterfangen, dass man oftmals kurz davor ist, klein beizugeben. Jeder einzelne Level setzt sich aus einer Baustelle zusammen, die eines einzigartigen Grundrisses unterliegt. Auf jener Baustelle sollen im Puzzle-Aufbau-Part all jene Gebäude gebaut werden, die zum erfolgreichen Abschluss des jeweiligen Levels erforderlich sind. Auf dem Touchscreen erkennt Ihr die jeweilige Baustelle, die es mit Gebäuden aller Art zu bepflastern gilt. Weil aber die jeweiligen Felder nur mit bestimmten Formen gefüllt werden können, müsst Ihr wählen, was für die aktuelle Baustelle vonnöten ist. Dazu erkennt Ihr am unteren Rand des Bildschirms eine Aufführung von vier Blöcken, die als nächstes als Füllmaterial für die Baustelle in Frage kommen. Um solche Blöcke zu platzieren, zieht Ihr diese mithilfe des Touchpens zum Zielort hin. Ein Beispiel verdeutlicht Euch das Vorgehen: Ein vier mal vier Felder großes Baustellen-Stück ist mit Blöcken zu füllen. Zur Verfügung stehen Euch zwei Blöcke (bestehend aus je vier Teilen in Reihe) sowie zwei Blöcke mit je zwei mal zwei Teilen). Ordnet Ihr diese korrekt an, könntet Ihr das Baustellenfeld mit einem Mal füllen und das Level abschließen. Immer wieder stoßt Ihr jedoch auf die Situation, dass sich ein gewisser Block nicht für den Bau eignet. Wiederum existiert aber auch die Möglichkeit, dass gleich mehrere Blöcke verwendet werden dürfen.

Selbstverständlich erscheinen Blöcke in den verschiedensten Farben, die wiederum das jeweilige Bauland repräsentieren sollen. So stellen grüne Blöcke Wohnhäuser dar, wohingegen gelbe Blöcke Fabriken symbolisieren (Die Farbe Blau entspricht Geschäftsgebäuden). Ist es also so, dass gewisse Baustellen mit einer Farbe hinterlegt sind, gilt es, nur die der Farbe entsprechenden Klötze zu verwenden. Gar nicht so einfach, denn wie zuvor erwähnt, sind es lediglich vier gleichzeitig darstellbare Blöcke, die sich zunutze gemacht werden dürfen. Allerdings – und das ist der Clou an der Sache – gibt es Werkzeuge, die Euch beim spielerischen Unterfangen hilfreich unter die Arme greifen. Wie wäre es beispielsweise mit dem „Radiergummi", der einen bereits verbauten Block (um genauer zu sein, ein einzelnes Teil des Blockes) wegradiert. Dies kann hilfreich sein und nutzt Euch in einer Notsituation sehr viel. Alternativ lassen sich Klötze, die derzeit nicht in Euer Konzept passen, in den „Recycler" werfen, um eine neue Form anzunehmen. Vielleicht dann eine, die auf der aktuellen Baustelle eine Verwendung findet. In den „Mülleimer" werft Ihr hingegen Blockformen, die vollkommen uninteressant erscheinen. Diese werden dann sofort durch einen neuen Klotz ersetzt. Zu achten gilt es jedoch darauf, dass jedes Werkzeug nicht beliebig häufig angewendet werden kann, sondern nur zeitlich begrenzt. Ergo: Zwischen jeder Anwendung liegen einige Sekunden Überbrückungszeit, die es abzuwarten gilt. Mit dem Hammer schlagt Ihr einen Block in ein einzelnes Teil, das sich hervorragend als Füllmaterial eignet. Mit dem Dynamit sprengt Ihr gleich mehrere Blöcke in die Luft, um Raum für neue Bauteile zu gewinnen. Und wie sollte es anders sein? Mittels Spraydosen färbt Ihr jedes Bauteil um, um es für die Baustelle passend zu machen. Klar, es gibt Baugrund, wo jeder x-beliebige Block verarbeitet werden kann, aber eben auch solche, die eine bestimmte Farbe erfordern. Je nachdem welchen Klotz Ihr in die Baustelle integriert, erhaltet Ihr Bonuspunkte. Bei erfolgreichem Abschneiden warten Medaillen, die aber zusätzliche Aufgaben erfordern.

Grafik & Sound....

Ein Puzzle-Spiel eine grafische Granate zu nennen, dürfte den meisten wohl recht schwer fallen. Bei „Puzzle City" gestaltet sich dies nicht viel anders. Der Arbeitsbereich ist übersichtlich, aber nur wenig hübsch, auch die Baustellenübersicht mit den gerade eben hochgezogenen Gebäuden ist nicht gerade ein Hingucker. Aber eben zweckmäßig und ansehnlich. Nicht gerade ein optischer Überflieger, aber auch keine Bruchlandung im klassischen Sinne.

Soundtechnisch: saxophonlastige, jazzige Einlagen, die Lust auf mehr machen. Atmosphärisch kann sich „Puzzle City" durchaus als Sympathieträger erweisen, der das akustische Kleid hübsch angelegt hat. Hier und da sitzt es zwar nicht so, wie man sich das vorstellt, der Großteil ist aber schon ganz gut gelungen.

Fazit....

Wenn doch die ganzen Werkzeuge nicht so vielfältig wären… Da kommt man im ganzen Trubel ziemlich schnell durcheinander und verliert nach kurzer Zeit den Überblick, was als nächstes zu tun wäre. Soll ich nun den blauen Klotz verbauen oder doch zunächst den grünen Block mit dem Hammer bearbeiten? Oder vielleicht mithilfe des Dynamits alle Bauteile in die Luft jagen und durch neue ersetzen? Das ist die Frage aller Fragen… Vor allem sitzt Euch das ständig nach unten tickende Zeitlimit im Rücken. Das erschwert das Gameplay zusätzlich und macht es für Einsteiger beinahe schon uninteressant. Richtig knackig kann das Gameplay werden, so, dass selbst Vollprofis eine Menge Schweiß verlieren dürften, bis alles nach ihrem Gusto klappt. Potenzial hätte der Titel nämlich genug, nur ausbalancierter müsste er sein, um eine bessere Wertung kassieren zu können.

 

+ gute Puzzle-Idee
+ acht Werkzeuge
+ Medaillenjagd
- ziemlich fix sehr fordernd
- nervendes Zeitlimit
- man verliert die Übersicht
- zu wenig Spielbalance

GRAFIK: 56%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 63%

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