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NDS Ninja Gaiden - Dragon Sword
 
 
Ninja Gaiden - Dragon Sword - NDS
Kilian Pfeiffer (09.07.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Tecmo
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

„Ubisoft" fällt derzeit verstärkt dadurch auf, dass es vielfältige, kinderfreundliche Software für Kinder auf dem Nintendo-Markt platziert. Ein paar Trainer verschiedener Couleur – und fertig ist das Spiele-Potpourri des französischen Konzerns. Für Microsoft- und Sony-Konsolen schaut es dagegen ganz anders aus, die dortige Software glänzt oftmals durch die ganz klare Ausrichtung auf Core-Gamer. Dass „Ubisoft" nun aber auch den DS mit einem waschechten Hardcore-Spiel beliefert, überrascht zum einen, zeigt zum anderen aber auch, dass man mit ernst zu nehmenden Titeln noch durchaus rechnen kann. Was nicht heißen soll, dass die „Sophies Freunde"-Reihe keine Daseinsberechtigung hätte ;-) , jedoch sehnt sich so mancher Spieler nach Titeln, die jenseits der „Ab 0 Jahren geeignet"-Tauglichkeit daherkommen.

Menus und die Story....

„Ninja Gaiden – Dragon Sword" hat seinen Ursprung in Heimkonsolen-Versionen, daher konnten wir zu Beginn kaum glauben, dass ein reinrassiger Action-Titel für Nintendos Handheld entwickelt würde. Insgesamt 13 Kapitel umfasst das gesamte Abenteuer, das auch, was den Schwierigkeitsgrad angeht, ein wenig vom großen Original abgekupfert hat. Wenngleich man fairerweise sagen muss, dass alle Passagen des Spieles machbar und letzten Endes auch schaffbar ausfallen. Eine Besonderheit fiel uns aber gleich, nachdem wir das Gerät eingeschaltet hatten, auf: Ryu Hayabusa, aus dem gleichnamigen Ninja-Clan, ist der Held unserer heutigen Geschichte, Meister seines Fachs und wird komplett über den Stylus durch die grafisch prächtigen Landschaften gelenkt. Lediglich für taktische Abwehrscharmützel müsst Ihr einen zusätzlichen Knopf bedienen, ansonsten steuert sich der Protagonist über den 90° gedrehten Handheld butterweich und ohne jedwede technische Einschränkung. Ihr habt richtig gelesen: Die komplette Story über haltet Ihr den DS wie ein Buch, auch Linkshänder kommen in den Genuss des „Tecmo"-Ninja-Geschnetzels.

Auch wenn zu Beginn lediglich ein einziger Schwierigkeitsgrad frei zugänglich ist, habt Ihr damit bereits reichlich zu tun. Geschenkt wird Euch im actionlastigen Kampfgeschehen nämlich gar nichts. Hin und wieder vielleicht ein wenig blaue, gelbe oder rote Essenz, um damit Gesundheit wieder aufzutanken, Ausrüstung in Muramasas Laden zu kaufen und Ki-Kraft (Geisteskraft) wiederherzustellen. Jene Dinge werdet Ihr bei der Suche nach den Dunkeldrachensteinen auch dringend benötigen, denn der Sieg über den einstmals mächtigsten aller Drachen, den dunklen Drachen, hat nicht nur die Dunkeldrachenklinge in die Welt gesetzt, sondern erneut Unheil in das Leben friedliebender Menschen gebracht. Obwohl Ryu in einem aussichtslos erscheinenden Kampf die Dunkeldrachenklinge zerstören konnte, wartet abermals eine scheinbar unbezwingbare Macht auf ihre Vernichtung. Der Kampf kann beginnen...

Technik und Gameplay....

Für gewöhnlich nutzt Ihr den Touchpen, um Ryu durch die japanisch angehauchten Areale zu navigieren. In seinem Heimatort erhält der coole Säbelrassler immer wieder nützliche Informationen, auch kann er hier bei Muramasa, einem seiner Vertrauten, nützliche Ninpo-Zauber erstehen, die neben dem Einsatz von Waffengewalt genauso den magischen Aspekt im Spielgeschehen verankern. Eine Ninpo-Anzeige links oben innerhalb des Spielscreens gibt Aufschluss darüber, ob Ihr derzeit in der Lage seid, Ninpo-Zauberformeln zu sprechen. Dazu benötigt Ihr ausreichend Ki-Kraft, die Ihr in brenzligen Situationen zum Besten gebt. Mächtige Künste stehen Ryu zur Verfügung, sei es die „Kunst des Infernos", die „Kunst des Göttlichen Lebens" oder aber die „Kunst der Feuerräder", die in ungemein spektakulären Darstellungen über den Bildschirm rauschen. Besonders im Einsatz gegen riesenhafte, beeindruckende Bossgegner leisten die Ninpos durchschlagende Dienste, können aber nur in unregelmäßigen Abständen zum Einsatz gebracht werden. Ki-Kraft ist rar und kann insbesondere nur bei den großzügig angelegten Speicherstationen „getankt" werden.

Größte Spannung kommt vor allem dann auf, wenn Ryu in einen der zahlreichen Echtzeit-Kämpfe verwickelt wird. Wie gesagt läuft das ganze über den Touchpen ab, Ihr steuert Ryu auf diese Weise, auch die Kämpfe laufen vollkommen ohne Knöpfcheneinsatz ab. Oftmals werdet Ihr in Zufallskämpfe hineingeworfen, aus denen Ihr erst dann entkommt, wenn alle Widersacher vom Bildschirm radiert sind. Angegriffen wird mit einer schlitzenden Bewegung direkt über den jeweiligen Feind. Ryu springt dann in wilder Manier zwischen den Feinden hindurch, setzt sein Ninja-Schwert ein, vollführt tollkühne akrobatische Einlagen und beharkt seine Rivalen bis auf’s Äußerste. Hiebangriffe sind ebenso eindrucksvoll und wirkmächtig wie Komboattacken, die durch zusammengesetzte Touchpen-Bewegungen initiiert werden. Eingängig und intuitiv verlaufen jeweilige Angriffe, besonders imposant wird es aber erst dann, wenn Ihr den später erlernbaren Elite-Smash, eine in zwei Stufen existierende Superattacke, beherrscht. Einige Sekunden ohne Feindkontakt mit dem Stylus über den Bildschirm geschrubbt und schon geschieht die Aufsehen erregende Mega-Kombo, die beinahe alles derzeit Existierende vom Screen fegt. Einfach genial, wie einfach und konsequent die Steuerung in das Spielgeschehen implementiert wurde.

Neben den käuflich erwerblichen Ninpo-Zaubern sind es vor allem gewinnbringende Items, die unter anderen den Drachenschwert-Level erhöhen und Euch somit mächtige Zusatzschäden garantieren, aber auch dauerhafte, die maximale Lebensenergie erhöhende Power-Ups. Des Weiteren bietet man erfolgreichen Ninjas Technik-Schriftrollen, die mit speziellen kämpferischen Scharmützeln dienen. Wurfwaffen wie Shuriken oder Pfeil und Bogen erhaltet Ihr im Laufe der Spielzeit ebenso. Diese sind besonders im Fernkampf von Bedeutung und schalten fiese Bogenschützen oder andere grässliche Widerwertigkeiten aus, die sich in den Landschaften auf ein gemütliches Stelldichein freuen. Über eine Levelkarte, die auf dem Topscreen dargestellt wird, erkennt Ihr den augenblicklichen Aufenthaltsort, zugleich bleibt Ihr überblicksweise informiert, wohin es als nächstes gehen soll. 13 Kapitel sind kein leichtes Unterfangen, da der Schwierigkeitsgrad zum einen teils heftig schwer ist, zum anderen aber auch einige kleinere Rätseleinlagen gelöst werden wollen, die zunächst aber nicht sofort ersichtlich sind. Beispielsweise sollt Ihr mit dem Feuerball-Ninpo zwei Säulen entzünden, um einen weiteren Weg zu öffnen, der Euch schließlich zu einem der prächtigen Endgegner führt. Diese sind überdimensional groß, nehmen teils mehrere Bildschirme ein und unterliegen einer gewissen Taktik, durch welche sie besiegt werden können. Was „Tecmo" hier in technischer Hinsicht auf die Beine gestellt hat, ist fantastisch und zeigt, dass der Nintendo DS durchaus gegenüber einer PSP bestehen kann. Als ungeübter Spieler werdet Ihr circa zehn Echtzeit-Spielstunden in Hayabusa und den angrenzenden fernöstlichen Regionen verbringen.

Grafik & Sound....

Eindrucksvoll sind die statischen Hintergründe immer wieder, da sie an PC-Rollenspiele erinnern, aber auch wegen des Detailreichtums überzeugend sind. Das gesamte Setting wirkt wie aus einem Guss, seien es die atmosphärischen Gebirgszüge, aber auch die von dichter Natur umgebenen Urwald-Passagen. In tiefen Höhlen geht es an’s Eingemachte, gewaltige Hallen vergangener Tage laden zum Kinnladen-nach-unten-klappen ein. Besonders wirkmächtig: Die einmaligen, grafischen Spielereien während der mannigfaltigen, bunt in Szene gesetzten Attacken, die einnehmender nicht hätten ausfallen können.

Speziell der Soundteppich, der sich über die beeindruckenden Welten legt, ist Zeugnis eines fantastischen Handwerks, von dem die Entwickler scheinbar viel Verständnis haben. Orchestral abgestimmt, kommen die durch massig Soundeffekte in Szene gesetzten Kompositionen sehr stimmig daher und zeigen, wie ein Soundtrack auszusehen hat. All das erinnert in gewisser Weise an die „Diablo"-Spielereihe, die ebenfalls dank wunderschöner Musikfarben für ein wohliges Gefühl sorgte, aber auch Spannung aufkommen ließ, wenn diese erwünscht war.

Fazit....

„Ninja Gaiden – Dragon Sword" ist ein Tophit geworden, den wir uns so nicht erwartet haben. Einmal in den DS-Schacht gelegt, fasziniert die spielerische Hochglanz-Komposition bis zuletzt. Trotz fordernden Schwierigkeitsgrades macht auch die x-te Wiederholung noch Spaß, bietet Unterhaltung bis zum Schluss und gleichsam einige der atemraubendsten Endgegner auf Handhelds überhaupt. Die intuitive, technisch bemerkenswerte Steuerung funktioniert wie am Schnürchen, die Technik, sei es die aufsehenerregende Optik, aber auch der vereinnahmende Sound, gehören mit zum Besten, was man bislang am DS gesehen hat. Ob Kampfeseinlagen oder Zauberscharmützel: Ryu Hayabusa, der letzte Nachfahre der Drachenlinie, hat es drauf, weiß mit Hilfe seiner akrobatischen Fähigkeiten zu überzeugen und seine Widersacher zu plätten. Auch wenn ein Multiplayer fehlt und sich der Online-Modus auf einen Abgleich des persönlich erspielten Karma-Highscores beschränkt, solltet Ihr unbedingt zugreifen! Ein Tophit, an dem – wenn überhaupt – nur am Umfang zu mäkeln wäre.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Ninja Gaiden - Dragon Sword.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ geniale Optik
+ hochwertiger Soundtrack
+ einwandfreies Spielgefühl
+ perfekte Steuerungsmechanik
+ staunenswerte Zaubertechniken
+ famose Endbosse
+ großartiges Gesamterlebnis
+ fordernd
- Story so lala
- Umfang könnte komplexer sein

GRAFIK: 86%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 87%

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