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NDS Need for Speed Undercover
 
 
Need for Speed Undercover - NDS
Matthias Engert (29.11.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

In den letzten 3 Monaten eines Spiele Jahres gibt es immer wieder unzählige Testberichte, in denen man sich mit Nachfolgern oder Neuauflagen diverser Spiele Serien beschäftigt. Mal ein Fluch und mal ein Segen für den Redakteur. Dieses Gesetz der Serie gilt auch 2008 einmal mehr und wir beschäftigen uns unter anderem auch wieder mit dem Thema Need for Speed. Eine Serie die seit Jahren jedes Jahr einen neuen Ableger bekommen hat. Und wie jedes Jahr versucht EA, Ubisofts Asphalt Urban GT Serie vom Thron zu stoßen. Wobei diese Gewichtung natürlich meine persönliche darstellt. Dennoch hat es bis heute kaum ein Titel geschafft, den Spaß dieser schon länger erhältlichen Titel zu übertrumpfen. Das es möglich ist, zeigt speziell auf dem DS EA selber, als man im letzten Jahr mit Pro Street einen wirklich guten Racer auf die DS Gemeinde losgelassen hatte. In diesem Jahr versucht man es also nun mit Undercover. Wie bei allen Serien, die man jährlich auf den Markt bringt, war man auch dieses Jahr wieder gespannt was es Neues gibt und was der neueste Need for Speed Teil bietet. Nicht lange mit Geplänkel aufgehalten und wir schauen mal etwas genauer hin.

Menus und die Story....

Die Entwicklung in der Szene, die eigenen Core Titel in fremde Hände zu geben ist in letzter Zeit vermehrt zu sehen gewesen. Wie bei aktuell manchen Wii Titeln aber z.b. nicht immer die idealste Lösung, trifft dieser Umstand hier nicht zu. Denn zwar ist auch Undercover kein EA Inhouse Produkt mehr, dafür hat man sich aber einen etablierten Entwickler gesucht um das Spiel zu entwickeln. Denn die Software Schmiede Firebrand ist alles andere als ein Unbekannter dürfte vielen von den Race Driver Titeln oder einem Ferrari Challenge her gut bekannt sein. Machte natürlich Hoffnung auf einen spielerisch gelungenen Titel. Keine Sorgen muss man sich um die Rahmenbedingungen machen. Das beginnt beim komplett deutschen Inhalt, einem bequemen Batteriespeicher via Autosave und endet im enthaltenen Multiplayer und dem wieder eingebundenen Wi-Fi Modus für Rennspielaction gegen Gegner aus aller Welt. Wie immer findet Ihr dazu im Wi-Fi Special ein paar gesonderte Zeilen. Zusätzlich unterstützt der Titel in diesem Jahr auch das DS Rumble Pak, auch wenn die Stärke durchaus hätte höher ausfallen können. Eines kann sich EA mit der NfS Serie seit langer Zeit auf die Fahnen schreiben. Nämlich den Umstand in einem Rennspiel auch eine Story mit zu bringen. Spätestes seit Underground 2 und Most Wanted fast schon nicht mehr weg zu denken. Und positiver weise orientiert man sich spielerisch und storytechnisch auch an diesen beiden Highlights der Serie. Der Titel Undercover ist natürlich bewusst gewählt und bezeichnet den Inhalt der Geschichte. Nämlich einen als Rennszenen Freak eingeschleusten Undercover Cop in die High Speed Szene von Tri-Cities. Eure Aufgabe soll es sein die einzelnen Banden der Szene dingfest zu machen. Da Ihr als Undercover Cop agiert, dürft Ihr nicht auf die Hilfe der Polizei bauen und habt auch diese im Spiel gegen euch. Das gibt Raum für Rennspielaction und bietet auch dadurch einen Hauch von Most Wanted.

Auch schon stilles Gesetz ist der einführende Hinweis seitens EA, doch bitte die Straßenverkehrsordnung zu beachten. ;-) Schade das es hier keinen actiongeladenen Vorspann gibt, der sich in Spielen wie diesem immer anbietet. So landet man relativ fix auf dem Hauptmenu, das euch 4 verschiedene Menupunkte anbietet. Neben einem schnellen Rennen für Rennspielaction Just for Fun, wartet der Karriere Modus als Kern des Spiels, sowie der Multiplayer als Single und Multicartridge Varianten, samt Wi-Fi Modus und alles endet auf dem Hauptmenu in den Optionen. In diesen könnt Ihr neben Sound und Kameraeinstellungen auch den Namen für das Online Spiel ändern und die Steuerung auch für Links und Rechtshänder anpassen. Dazu könnt Ihr die Sprache verändern, das Rumble Pak aktivieren und natürlich auch alle Daten löschen. Denn wie immer werden Erfolge und Fortschritte in einem Profil gesichert. Spätestens wenn man die Karriere beginnt wird dies schnell deutlich. Also halten wir uns hier nicht lange auf und starten eine Karriere als Undercover Cop.

Technik und Gameplay....

Wählt Ihr den Punkt Karriere an, so startet das Ganze mit einem weiteren Auswahlmenu. Hier könnt Ihr spielerisch die Karriere starten oder fortsetzen und dürft die Garage besuchen. Dazu könnt Ihr unter dem Punkt Rekorde viele kleine Statistiken zur Fahraction in Augenschein nehmen. Der Punkt Garage spielt nicht nur in der Karriere eine Rolle, sondern beeinflusst auch die Fahrzeugwahl im Multiplayer und dem Online Modus. Hier könnt Ihr die verfügbaren Fahrzeuge begutachten oder Tunen, sowie natürlich neue Kaufen. Aber das sollte man erst nach ein wenig Arbeit in der Karriere tun. Allein schon weil einem das nötige Kleingeld zunächst fehlt. ;-) Beginnt man die Karriere zeigt sich schnell das System des Spiels und wie man an Inhalte heran kommt. Im Gegensatz zum Freien Modus der GCN oder Wii Versionen werden hier die spielbaren Inhalte über Events abgedeckt, die man schön nacheinander in Reihenfolge fahren darf. Dabei bietet die Location Tri-Cities 10 verschiedene Orte, die man nacheinander als Cop besuchen wird. Innerhalb dieser 10 Orte der Stadt warten immerhin knapp 70 Events auf euch darauf gelöst zu werden. Dabei bauen diese aufeinander auf und man kann beileibe nicht alles sofort fahren. Hier ist es in der Tat so gelöst, das man innerhalb eines der 10 Stadtgebiete freien Zugang zu den dort als Punkten dargestellten Events besitzt, aber erst beim Lösen eines bestimmten davon die jeweils nächste Location öffnet und anwählbar macht. Das heißt aber auch, man muss nicht alle Events sofort zwingend lösen. Lohnenswert aber dennoch um Kohle abzugreifen, von der man hier nicht genug haben kann. Positiv das man während der Karriere jederzeit zu alten Events zurück kann. So gibt es schon in den ersten Locations diverse Events die schwer machbar sind. Einfach gesagt weil man z.b. in einem Time Trial Event einfach noch keinen schnellen Wagen zur Verfügung hat um hier zu bestehen. Später und nach einigen Stunden Spielzeit hat man den und holt sich relativ Easy die dort noch zu holende Kohle.

Zu Beginn ist man bei allem natürlich eher dürftig ausgestattet. Wenig Kohle, die "gerade mal" für einen Golf reicht und vor allem keinen Ruf in der Szene und bei der Polizei, die durchaus auch ein Spielziel darstellt. Also muss man sich zu Beginn des Spiels in den ersten Events erstmal einen Namen machen und durch diverse Rennsiege, wie auch Auseinandersetzungen mit der Polizei beweisen das man in die Streetracer Szene auch hinein gehört. Also gilt es die Events anzugehen. Diese werden euch auf dem Touch Screen über eine Karte als Punkte angezeigt, während der Top Screen über Art des Events, welchen Rennmodus und die Belohnungen informiert. Die Art und Weise der Events erinnern nun sehr an die alten Need for Speed Teile. So gibt es natürlich die Rundkurse über mehrere Runden, die Sprint Variante von A nach B, sowie weitere alte Bekannte wie die Eliminierung oder eben das Zeitrennen. Speziell in Undercover kommen nun weitere dazu, die dem Spiel auch gut tun. Beispiele sind Auftragsjobs, bei denen Ihr bestimmte und fremde Fahrzeuge zu einem Punkt bringen müsst, ohne von der Polizei geschnappt zu werden. Ebenso gilt es Umgebungen mit Schadenszielen in Dollar zu Verwüsten, aber auch um selber einen Polizeiwagen zu steuern. Die Abwechslung ist also auch hier durchaus wieder vorhanden. Klar ist aber das Spieler mit einem Hang zu Meisterschafts Gameplay in Undercover wieder eher falsch sind. Wenn dann deckt man diese Dinge eher im Multiplayer oder vor allem im Wi-Fi Modus ab. Hier gilt es eben nach speziellen Vorgaben Erfolge einzufahren. Schauen wir uns anhand eines normalen Sprint Events das Grund Gameplay einmal genauer an. Man wählt den gewünschten Event über die Karte auf dem Touch Screen an. Danach erwartet euch der Fahrzeug Bildschirm. Anfänglich wie schon erwähnt gibt es nur 1 Wagen, den Ihr euch kaufen könnt. Wie so oft ist der Golf die beste Alternative. Alle Fahrzeuge besitzen nachvollziehbare Stats in Form von Leisten samt Zahlenwerten von 0-100. Hier erreicht der Golf z.b. knapp die 50er Marke, wenn man alle Werte vermischt. Erst mit der Zeit werden es mehr Fahrzeuge die man frei schaltet und zudem erst noch kaufen muss. Dabei spielt gewonnenes Geld nicht nur hier eine Rolle, sondern auch beim Thema Tuning das wieder enthalten ist. Zwar ist da nicht alles Gold was glänzt, aber dennoch ausreichend enthalten. Denn Ihr könnt neben den üblichen Karosserie Kits und Farbveränderungen auch in Sachen Leistung Hand anlegen.

Allerdings nur über sogenannte Stufen, die erst zu bestimmten Events frei geschaltet sind. Und wenn man 10 mal soviel Geld hätte, Stufe 3 gibt es erst nach Event 64. Das ist dann der Haken und Kritikpunkt an der Sache. Ich möchte eigentlich dann tunen wenn ich das Geld dafür habe. Das gilt hier nur für Gestaltung und Design, aber nicht für die Leistung. Aber immer noch besser als gar kein Tuning, was jahrelang vernachlässigt wurde. Ok Ihr habt euren Wagen gewählt und wollt loslegen. Gewöhnt euch einmal mehr an Ladezeiten. Zwar nicht ewig lang, aber dennoch deutlich spürbar und in letzter Zeit vermehrt zu beobachten bei einigen DS Spielen. Danach werden per Kamerafahrt die Kontrahenten vorgestellt, bis die Kamera am Ende des Feldes auch euren Boliden ins rechte Licht rückt. Klar ist ab sofort die Screenaufteilung. Während oben die Fahraction abgeht, zeigt der Touch Screen eine Draufsicht auf die Location und markiert darin die Streckenführung. Sehr gelungen und der Übersicht durchaus zuträglich. Natürlich werden auch die Gegner auf dieser als farbige Punkte dargestellt. Was mir nicht gefällt ist die Tatsache das man an der Anzahl der CPU Gegner wieder nach unten gedreht hat. Maximal 4 CPU Gegner hat man in den Rennen. Wo sind die Zeiten der 7 Gegner hin? Überall wird technisch draufgepackt in den DS Spielen. Bei dem Thema geht es ja eher rückwärts. Kein schöner Trend. Dabei passt zunächst vieles. Die Übersicht ist nicht nur durch die Screenaufteilung sehr gut, auch die 3 verfügbaren Kameraperspektiven gehören zur Oberklasse. Ideal eingebettet auch von den Proportionen her und eingebettet in die wichtigsten Anzeigen wie Tacho, Zeiten und dem NfS typischen Nitro. Ebenfalls klarer Pluspunkt ist die Steuerung. Firebrand typisch gehört diese zu den weich zu steuernden Varianten auf dem DS. Die Wagen knicken sichtbar ein, was die Lenkumsetzung unterstützt.

Knallhartes Einlenken nach hartem Bremsmanöver ist genauso möglich, wie beim Einsatz der L-Taste und damit der Handbremse auch leicht driftend um die Kurven zu kommen. Viele langgezogene Kurven lassen sich exzellent fahren, aber auch verwinkelte Kurse sind nicht das Problem. Ansonsten ist die Steuerung wie bei vielen Spielen dieser Art. Logisch das man mit dem Kreuz lenkt, während A und B für Gas und Bremse zuständig sind. Die X-Taste deckt den Nitro ab, während in Undercover mittels der Y-Taste auch der Speedbreaker enthalten ist, bei dem man im Zeitlupentempo knifflige Stellen meistern kann. Per R-Taste schaut man nach hinten, während Select die Sichtweise abdeckt. Easy zu bedienen und eine sehr schöne Steuerung im Gesamten. Ebenso passen die Streckendesigns. Knapp 20 verschiedene inklusive Sprint und Rundkursabschnitte sind mehr als im Vorgänger, auch wenn Pro Street teils noch breitere und vor allem längere Strecken bot. Thematisch hat man hier nun aber mehr Stadtfeeling und eher selten wartet ein gewisses Highway Feeling auf den Spieler. Ganz ohne Kritikpunkt geht aber die Rennaction nicht durch. Und leider patzt man hier ein wenig beim wichtigen Thema KI. Eigentlich Firebrand untypisch. Zu oft sind die Rennen zu künstlich spannend gemacht. Auf der einen Seite ist es sehr schwer Vorsprung heraus zu fahren, um auf der anderen Seite via Handicap sehr schnell Rückstände wieder aufzuholen. Gerade wenn man denkt jetzt hat man einen schnellen und getunten Flitzer und zeigt den Gegnern mal so richtig wie schön die eigenen Rücklichter sind, bleiben sie dennoch immer irgendwie dran. Egal wie gut man fährt, man hat immer das Gefühl das die Gegner einfach zu künstlich an einem dran bleiben. Spannung ist also nicht immer gleich Spannung, auch wenn es mir natürlich lieber ist alle Runden zu Kämpfen, als gelangweilt vorne weg zu fahren. Aber der Mittelweg wäre besser. Mit den Race Driver und dem Ferrari Titel hat Firebrand eigentlich auch durchaus gezeigt, das sie es drauf haben. Kostet dem Spiel trotz guter Steuerung und passender Strecken im Core Gameplay einige Punkte. Hier muss ich sagen gefällt mir Pro Street nicht nur in diesem Bereich um einiges besser.

Das man im Spielverlauf aber zumindest einen verkappten Freien Fahrt Modus hat, liegt an den Polizei Events. Egal ob Ihr einen solchen Wagen steuert oder eben auch gejagt werdet. Denn in diesen Varianten könnt Ihr frei alle Locations der Stadt frei befahren und entdecken. Wobei im Modus Zerstörung auch tierisch getrickst werden kann. Denn hier geht es darum nach Zeit frei in Tri-Cities herum zu düsen und alles mögliche wie Papierkörbe, Laternen oder Wartehäuschen zu zerstören. Alles bringt 2 oder 3stellige Beträge und man muss innerhalb der Zeit einen bestimmten Betrag zerstört haben. Hier kann man aber z.b. einen unbeteiligten Verkehrsteilnehmer einfach solange simpel gesagt Rammen bis dieser Zerstört ist und man ist um 1000 Dollar reicher. Zu simpel und zu einfach. Gut gemacht sind die Verfolger Missionen, bei denen Ihr selber im Polizeifahrzeug Platz nehmt. Nicht nur weil die Fahrzeuge ungeheuer schnell sind, sondern auch weil man hier einen Gegner nach Zeit durch die Stadt hetzt und versuchen muss diesen so oft zu Rammen, bis deren sichtbare Energieleiste auf Null ist. Hier gehört auch eine gute Fahrzeug Beherrschung dazu. Ansonsten kann man aber klar sagen das man bei wenigen eigenen Fahrfehlern zügig durch das Spiel kommt, auch wenn man mit knapp 15 Stunden durchaus gut bedient ist. Hier greift dann einfach die Masse mit knapp 70 Events. Auch wenn man einige mit Tricks innerhalb weniger Minuten klären kann. In Sachen Dauermotivation und den wichtigen Gameplay Facetten Steuerung, Strecken und Gegner KI punktet Undercover nur in 2 von 3 Punkten richtig gut. Im Vergleich zum eigenen Vorgänger zieht man den Kürzeren. Spaß macht auch Undercover und man freut sich über neue Wagen und die Möglichkeit ihn zu verändern. Denn spätestens beim Online Vergnügen nutzt man dies auch und bekommt gerade hier einen besseren Modus an die Hand.

Gott sei dank hat man sich von überflüssigen Dingen aber auch verabschiedet. Der absolut deplatzierte Hydraulik Modus aus dem letzten Jahr ist hier nicht mehr enthalten, auch wenn man sich abseits der Events und des schnellen Rennens Zugaben schon wünscht. Und wenn es nur die Möglichkeit ist kleine Meisterschaften zu fahren. Das fehlt auch in diesem Jahr zumindest Offline wieder. Wie gesagt sieht das ganze Online anders aus. Aber das könnt Ihr im entsprechenden Abschnitt ja auch nachlesen. Eher schwach umgesetzt ist die Story. Hier bilden simple Bildchen der Beteiligten das Gerüst dieses Teils des Spiels. Was auf den TV Konsolen voll über Sequenzen gelöst ist, wird hier auch technisch bedingt dennoch sehr trocken erzählt. Alles in allem aber ein solider und unterhaltsamer Racer mit ein paar Schwächen, die im Falle der Gegner KI aber stark auf die Wertung drückt.

Grafik & Sound....

Grafisch gefällt auch Undercover recht gut und punktet hier vor allem durch angenehm gestaltete Texturen und abwechslungsreiche Streckendetails. Gerade durch viele Stadtrennen ist die Gefahr eigentlich groß, das man hier zuviel Einheitstexturen zu sehen bekommt. Dem ist nicht so und die Streckenführungen sind grafisch wie baulich gelungen. Zwar gibt es sehr wenig Auf und Ab, dafür sind viele breite Abschnitte enthalten. Die Proportionen sind wie schon erwähnt durchaus gelungen und die klare und dennoch farbenfrohe Gesamtgrafik gehört zum Besseren auf dem DS. Klares Highlight ist die Technik. Das gilt nicht nur Offline, sondern vor allem auch für die Online Inhalte. Ab der Hälfte des Spiels werden die Fahrzeug sehr schnell, ohne das auch nur ein Hauch von Frameraten Problemen auftritt. Sehr flüssig und auch beim Thema Kollisionsabfrage sehr genau ist der Titel gelungen. Hier meldet sich, abgesehen von harten Bremsmanövern, auch das Rumble Pak mal vermehrt. Im gesamten kann die Grafik aber punkten, auch wenn man hier wieder gegenüber seinem eigenen Vorgänger etwas schlechter abschneidet.

Beim Sound punktet das Spiel besonders durch den eingebauten Surround Klang, der in den Rennen vor allem die Richtungen und Positionen der Gegner hervorragend rüber bringt. Wobei die Fahrzeug Geräusche an sich auch zum besseren gehören. Hier hat Firebrand in seiner Historie auch schon Licht und Schatten abgeliefert. Manche Fahrzeuge klingen zwar durchaus etwas blass. Wo es sich aber anbietet röhren sie auch schön daher. Die "Jets" wie beim Firebrand Game DTM Race Driver 3 bekommt man hier nicht zu hören. Die Musik im Spiel ist von der Allerweltssorte und bietet quer durch verschiedene Genre diverse Stücke. In den Rennen dreht man sie aber dennoch etwas leiser, weil die Fahrgeräusche eben zum besseren gehören. Hier also weder ein Highlight noch etwas Schlechtes.

Multiplayer....

Wo das Spiel allerdings am meisten bringt ist der Multiplayer. Wobei vor allem der Online Modus zu nennen ist, zu dem Ihr euch ja im entsprechenden Wi-Fi Special informieren könnt. Aber auch die Offline Variante weiß schon zu gefallen. Auch deshalb weil man euch wieder neben der Multi Karten Variante auch die billige Einzelkarten Umsetzung anbietet. Unterschiede zwischen beiden Modi ist natürlich die Auswahl an Inhalten. Steht euch im Multikarten Modus alles in Sachen Strecken und auch Renntypen zur Verfügung, so ist das bei einer Cartridge eingeschränkt. Nicht nur das man hier nicht seinen eigenen Wagen wählen kann, auch die Streckenauswahl ist begrenzt. Wobei der Lamborghini als Einheitsfahrzeug nicht das schlechteste ist. ;-) Von den üblichen Ladezeiten mal ganz zu schweigen. Dafür und das gefällt eben sehrt, habt Ihr hier die Möglichkeit kleine Meisterschaften von 3 Rennen hintereinander zu fahren. Das ganze mit CPU Gegnern und damit aufgewertet. Lästig sind zumindest im Einzelkarten Modus nur die Ladezeiten, die es vor jedem einzelnen Rennen gibt.

Fazit....

Need for Speed Undercover ist das was man auf dem DS einen soliden und ordentlichen Racer nennen kann. Punkten kann durchaus der Umfang des Spiels, die grafische Präsentation samt gelungenen Strecken. Ebenso gefällt der Multiplayer und hier vor allem die Online Variante mit den verfügbaren Meisterschaften. Ein hoher Game Speed im Verlauf des Spiels runden diesen guten Eindruck ab. Eher negativ fallen die lasche Präsentation der Story auf und vor allem die teils schlechte Gegner KI. Auch die Tatsache das nur maximal 4 Gegner am Start sind, gehört eher in die Rubrik Ziel verfehlt. Teils zu künstlich spannend gehaltene Rennen ziehen die Wertung nach unten. Da helfen auch die alternativen Rennmodi nichts, die teilweise ebenfalls durch ein paar einfache Tricks zu leicht werden. Spaß macht der Titel allemal und Rennspielfreunde bekommen schon etwas für Ihr Geld. Dennoch gefällt mir der eigene Vorgänger um einiges besser und ist in meinen Augen die bessere Wahl. Der übliche Schluss Satz, es im nächsten Jahr hier und da besser zu machen, gilt auch hier wieder.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu NfS Undercover.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Gelungene Steuerung
+ Technische Umsetzung
+ Strecken/Rennmodi
+ Klanglich gelungen
+ Ordentliche Spielzeit
+ Tuning Feature
+ Guter MP und Wi-Fi Modus
- Gegner KI zu schwankend
- Ladezeiten
- Schwache Story Präsentation
- Kein Meisterschafts Gameplay

GRAFIK: 80%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER/WI-FI: 79%

GESAMTWERTUNG: 73%

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