konsolenkost.de

 
NDS Need for Speed ProStreet
 
 
Need for Speed ProStreet - NDS
Matthias Engert (29.12.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1-8 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 2-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

In den letzten Jahren freute sich jede Racerfan über die Neuauflage der Need for Speed Serie. Kein Wunder, war es jahrelang im Nintendoland meist der einzige "ernsthafte" Racer, der zur Auswahl stand. 2007 ist das ganze ein wenig anders und EA muß sich einiger Konkurrenz im Racergenre stellen. Vor allem auf dem DS, wo in diesem Jahr mehr als genug zur Auswahl für den Racerfan stand. Ob nun DTM, Ferrari Challenge oder ein Juiced 2. Das die Spannung, was den neuen Need for Speed Titel angeht recht hoch war, lag auch an den letzten DS Ausgaben der Serie. Allesamt eher mäßige Vertreter der Rennspielzunft, konnte man fast schon denken EA hat es irgendwie nicht drauf auf dem DS. Nun gut, genug der Vorrede. Wollen wir schauen was uns mit ProStreet auf dem DS erwartet.

Menus und die Story....

Eines konnte man EA bisher nicht vorwerfen. Was das Thema Rahmenbedingungen angeht, gab es auch in den letzten Jahren eigentlich kaum etwas zu bemängeln. Das beginnt auch hier beim Thema Sprache, wo man euch das Game erneut komplett in Deutsch präsentiert, reicht weiter über den Batteriespeicher per Autosave bis hin zum Multiplayer, der Augenscheinlich am meisten in diesem Jahr in Sachen Quantität gewonnen hat. Offline können in ProStreet 8 Spieler wahlweise per Single Card sowie per Multicard Variante gegeneinander spielen. Zusätzlich bietet nun auch die Need for Speed Serie einen Wi-Fi Modus via Internet, so das auch dieses Thema spätestens in diesem Jahr auch die "normalen" Racer abseits eines Mario Kart erreicht. Mit DTM Race Driver und nun auch ProStreet stehen also mittlerweile 2 Touren und Straßenwagen Racer zur Auswahl wenn es um Online Gameplay geht. Wie immer lassen wir uns zu diesem Thema im Wi-Fi Special aus. Den Link gibt es wie immer am Ende des Tests. Mit ProStreet bringt EA einige Veränderungen mit, die hier schon beim Thema Story beginnen. Waren in den letzten Jahren, egal auf welcher Plattform umfangreiche Geschichten enthalten, so hält sich ProStreet hier dezent zurück. Eher eine der gewöhnlichen Racerstorys, sofern man sie so nennen will findet man hier vor. Der Held des Spiels namens Cooper wird hier von euch übernommen. Er kommt als Neuling in die Need for Speed Welt und schickt sich an 5 sogenannten Street Kings das Fürchten zu leeren. Denn das ist eigentlich auch das Spielziel. Ganz unten anfangen und mit zunehmenden Erfolgen auf den Pisten, neuen Fahrzeugen und stetig wachsendem Zaster diese Jungs herauszufordern und der König der Pisten zu werden. Im Vergleich zu den letzten Jahren also eher die "einfache" Story für einen Racer.

Sobald Ihr den DS eingeschaltet habt erscheint der EA typische Hinweis, das hier an den Tag gelegte Rennverhalten eurerseits doch bitte nicht im normalen Straßenverkehr anzuwenden und sich immer schön anzuschnallen. ;-) Ohne großen Firlefanz startet das ganze sofort mit dem Hauptmenu. Hier warten nun einige Menupunkte auf euch. Dabei erhaltet Ihr im Top Screen immer einen gelungenen Blick auf euren aktuell genutzten Wagen. Angeboten werden euch das Quickrace, um ein Rennen Just for Fun zu fahren, sofern Ihr die Inhalte freigefahren habt. Dazu kommen nun der Karriere Modus, der Multiplayer wo man auch die Wi-Fi Connection finden, sowie den Punkt Renntag, wo Ihr die späteren Eventtage auch selber zusammenstellen könnt und die Optionen. Anfangs abgedunkelt ist der Modus Hydraulik. Eine Gameplay Variante über die es noch zu reden gilt...... In den Optionen findet man neben einem guten Tutorial Modus, der euch alle Rennvarianten einmal vorstellt die Credits, das eigene Profil und die Gameplay Einstellungen. Das Profil, von denen 2 separat angelegt werden können, enthält eine Prozentanzeige für den Spielfortschritt und Angaben über erspielte Autos und diverse Erfolge, die man im Spiel erzielen kann. Die Gameplay Optionen bieten neben den Soundeinstellungen die Geschwindigkeitsanzeige was Meilen oder Km/h angeht, läßt euch die Wahl der Schaltung und bietet hier zum festen Einstellen eine der 3 Kameraperspektiven. Allerdings sind diese auch im Rennen einstellbar. Dazu kommen 4 Steuersetups, was die Tastenbelegung angeht. Vertauschte Funktionen und die grobe Einteilung in A/B für Gas und Bremse oder eben L/R samt anderer Tastenbelegungen für die manuelle Schaltung, sofern Ihr das möchtet. Mehr ist zunächst hier nicht wichtig und wir können uns dem Thema Karriere widmen, welche zunächst den Kern des Spiels darstellt.

Technik und Gameplay....

Wählt Ihr eine neue Karriere an erscheint von nun an als Ausgangspunkt für alle spielerischen Elemente auf dem Touch Screen eine sogenannte Eventkarte, die euch im gesamten 38 Events bieten wird. Natürlich ist davon zu Beginn nur der erste Event anwählbar und alles weitere muß über fahrerische Erfolge freigeschalten werden. Dazu könnt Ihr hier nun per Y Taste auf die Garage zugreifen, per B zum Hauptmenu und eben mittels A-Taste einen möglichen Event anwählen und starten. Der Top Screen dient hier nun für diverse wichtige Anzeigen. Neben eurer aktuellen Kohle in Dollar gibt es einen Karriere Überblick. Neben dem Status, der euch die Prozentanzeige für den Spielfortschritt anzeigt, stehen hier auch 2 Einblendungen für die möglichen 38 Events. Einmal die Events die man Gewonnen hat und solche die man Dominiert hat. Ein ganz wichtiger Bestandteil und großer Unterschied im Spiel. Ein früher Blick in die Garage zeigt weitere wichtige Dinge. Zum einen das im Spiel real existierende Fahrzeuge Verwendung finden. Von diversen, eher "einfachen Fahrzeugen" wie dem VW Golf oder einem Nissan 240SX reicht dabei die Spanne über diverse US Kisten wie z.b. der Corvette bis hin zu Edelkarossen wie Porsche oder dem Ford GT. Logisch das Geld eine Rolle spielt und Ihr zu Beginn nur den Golf und den Nissan euer Eigen nennen könnt. Sehr gelungen empfinde ich die Einteilungen der im Spiel enthaltenen 23 Fahrzeuge. Während der Wagen im Top Screen zu sehen ist, erscheinen darüber wahlweise die technischen Daten und die Rubriken was er eigentlich drauf hat. 4 davon sind zu sehen und teilen sich in Speed, Beschleunigung, Bremsen und dem Handling. Maximal die Werte 10.0 kann jede Rubrik haben. So bietet der Golf z.b. beim Speed eine 4.7 oder beim Handling eine 2.9. Also könnt Ihr euch ausmalen was er eigentlich wert ist. ;-) Dazu erscheint ein Balken Schaden. Auch ein wichtiger und neuer Punkt in der NfS Serie. Die Fahrzeuge haben ein Schadensmodell, das zwar weniger visuell im Spiel zu sehen ist, dafür aber extrem das Handling beeinflussen sollte. Anders als sonst ist das Fahrverhalten was Unfälle und Berührungen mit der Umgebung angeht um einiges wichtiger.

Das erspielte Geld setzt man nun eben ein um z.b. den Wagen zu repairieren, einen neuen zu Kaufen oder per A-Taste den Teile Shop zu besuchen. Passend gemacht wie immer, warten hier 9 Leistungsrubriken und 4 verschiedene was die Optik und Karosserie angeht, in die Ihr euer Geld investieren könnt. Veränderungen sieht man sofort und ob sich ein Teil lohnt oder nicht. Selbst unter den einzelnen Rubriken gibt es mehr als nur 1 oder 2 Upgrades, so das man hier viel Zeit und Geld investieren kann. Kommt wie immer der Motivation zugute und sollte auch hier einer der Pluspunkte im Spiel sein. Da Ihr am Anfang kein Geld für einen neuen Wagen habt, müßt Ihr also erstmal mit dem über die Pisten brettern was da ist. Also wieder zurück auf die Eventkarte und wie lassen die Reifen quietschen. Die einzelnen Events teilen sich nun in sogenannte Renntage und Challenge Events auf, zu denen auch die Bosse, sprich Street Kings zählen. Die Events sind dabei mit Linien verbunden und bieten im Verlauf mehrere "Storylines". Einfach gesagt gibt es 5 Wege, die euch eben zu den einzelnen Königen der ProStreet Pisten bringen werden. Hintergrund ist hier das jeder dieser Street Kings in einer der im Spiel enthaltenen Rennmodi der Beste ist. So gibt es den reinen Racerkönig, während ein anderer Weg euch zum Driftmeister führt. Hier nehmen sich die DS und Wii Version kaum etwas. Der erste wählbare Event ist genau das richtige zum Einstieg und läßt euch die Steuerung der normalen Rennaction erleben und ausprobieren. Anhand dieses einen Rennens innerhalb des Events schauen wir uns zunächst mal die Grundsteuerung und das Drumherum an. Zunächst werdet Ihr gefragt ob Ihr den Renntag, sprich den Event starten wollt. Nicht ohne Grund, da Ihr nun auf diesen festgelegt seid und z.b. nicht mehr in die Garage gelangt. Später bei mehreren Rennen pro Event um einiges wichtiger. Einmal drin wird euch nun das hier einzige Rennen anhand der Karte angezeigt. Im gesamten warten im Spiel 8 verschiedene thematische Umgebungen was die Strecken angeht. Dazu wieviele Wagen teilnehmen und was es zu verdienen gibt.

Startet Ihr das Rennen, macht Ihr Bekanntschaft mit einem negativen Punkt des Spiels - Ladezeiten. Zwar nicht ewig lang dennoch auf Dauer etwas nervend. Dazu bekommt Ihr nun Storyschnipsel eingeblendet, die man aber wegdrücken kann. Geht es endlich los wird euch die Strecke anhand einer sehr gelungenen Kamerafahrt gezeigt. Am Ende wandert die Kamera hinter euer Fahrzeug und die Startampel zählt herunter. 3 Perspektiven gibt es mit Weit und Nah hinter dem Fahrzeug und der Stoßstangen Perspektive, die man aber wie immer erst mit einer gewissen Streckenkenntnis ins Auge fassen sollte. Gefahren wird nun auf dem Top Screen, während der Touch Screen eine Karte samt Abbilder der Fahrzeuge bietet, sowie eine Statistikrubrik für die Zeiten. Dazu kommt nun der angesprochene Schadensmodus und neben einem farblich dargestellte Fahrzeugkäfig erscheint nun in Prozent der Status des Schadens an eurem Fahrzeug. Was schnell auffällt ist die angenehm breite Streckenführung, die man fast auf allen Strecken wiederfindet. Gefällt mir sehr gut und bietet allein dadurch mehr Raum für Fahrmanöver. Nachteil das man es hier mit Pseudostrecken zu tun hat. Wer auf reale Pisten wie in DTM Race Driver oder Ferrari Challenge hofft, ist hier fehl am Platz. Der Top Screen bietet nun auch weitere diverse Einblendungen. Neben dem Tacho und der Nitro Anzeige erscheint hier die Position und aktuelle Runde, sowie ein Balken am oberen Bildschirmrand, der die einzelnen Sektoren anzeigt. Nichts was in den reinen Rennen wichtig ist, aber später in einem speziellen Rennmodus um so mehr. Sobald Ihr nun fahren könnt kommt die Steuerung zu ihrem Recht. Ich für meinen Teil halte es mit der Standard Variante, wie ihn viele Racer bieten. Gelenkt wird mittels des Kreuzes, während A und B für Gas und Bremse dienen. Dazu kommen nun die Y und X Taste für die Handbremse und den zuschaltbaren Nitro, sofern Ihr diesen gekauft oder eingebaut habt. Fahrt Ihr mit manueller Schaltung dienen die L und R Tasten dafür. Einen Blick nach hinten habt Ihr ebenfalls zur Verfügung und könnt per zweimaligen Drücken von Kreuz unten schauen wo die Gegner sind. In Sachen Steuerfeeling gefällt mir die DS Version sehr gut. Sie bietet zum einen für die verschiedenen Fahrzeuge auch unterschiedliches Lenkverhalten. Eigentlich fährt sich jeder Wagen etwas anders.

Über allem steht dabei aber das sich die Fahrzeuge sehr weich lenken lassen und je nach Antriebsart sehr zum Unter oder Übersteuern neigen. Das bedeutet auch das EA glücklicherweise auch hier eine sehr gelungene Driftsteuerung bietet, die je nach Fahrzeug ausgeprägt ist. Zwar gibt es auch hier wieder den speziellen Driftmodus, aber auch in den Rennen ist dies ohne Probleme machbar und auch sinnvoll. Die Wagen knicken dabei visuell sehr schön ein und unterstützen das Fahrfeeling so ebenfalls. Die Bremsen greifen gut und um einiges besser als z.b. in DTM Race Driver. Je nach Fahrzeug kann man Bremsen und Einlenken, hat aber auch die komplett andere Variante im Spiel, wo der Wagen partout über die Vorderachse schiebt und nicht sofort beim Bremsen einlenken möchte. Wiegesagt gefallen mir die verschiedenen Lenkvarianten recht gut und bieten viel mehr Möglichkeiten als die teils sehr abstrakten Arcade Varianten in den alten Need for Speed Teilen auf dem DS. Gefahren wird in den reinen Rennen fast immer gegen 5 CPU Gegner. Schade das man auf das gewohnte 7-1 System meist verzichtet, auch wenn die CPU KI mit zunehmendem Spielfortschritt angenehm zunimmt. Anfangs gehen die Rennen dazu meist über 2 Runden, was aber im Verlauf aufgestockt wird. Ziel ist es natürlich zu Gewinnen um das meiste Preisgeld einzufahren. Dabei macht sich nun vor allem das Schadensmodell bemerkbar und man eben nicht mehr über die Pisten brettern kann wie früher. Berührungen mit Gegnern sind in ProStreet passend umgesetzt. Kein abruptes Abstoppen oder sonstige unreale Auswirkungen hat man zu befürchten. Fährt man zu oft den Gegnern hinten drauf leidet irgendwann die Karosse und ab 25% Schaden am eigenen Fahrzeug das Fahrverhalten. Ab 50% wird er langsamer und läßt sich weit mäßiger um die Kurven steuern. Zusammen mit der Steuerung paßt also auch das Schadensmodell recht gut in ProStreet für den DS. Habt Ihr nun das erste Rennen gewonnen schaltet man den ersten "richtigen" Event Tag frei. Wählt man diesen an zeigen sich weitere spielerische Bestandteile. Wie schon weiter oben erwähnt kann man einen Event Tag entweder Gewinnen oder sogar Dominieren. Ein gutes Beispiel ist auch der erste richtige Event Tag. Startet man diesen werden euch im gesamten 6 Rennen angezeigt.

Gewinnt oder löst man 3 davon hat man den Tag gewonnen und bekommt dafür z.b. 2000 Dollar. Schafft man es alle Rennvarianten zu gewinnen hat man den Tag Dominiert und freut sich über eine entsprechende Kennzeichnung und mehr Zaster. Zudem schaltet man dadurch besondere Dinge wie kostenlose Tuning Teile oder neue Fahrzeuge frei. Um in den "Storylines" die Events freizuschalten und voran zu kommen reicht es aber diese zu gewinnen. Was auch gut so ist, denn wieder will ich euch kurz den Hydraulik Modus ins Gedächtnis rufen...... Doch dazu später mehr. Desweiteren zeigen sich nun weitere Rennvarianten, von denen es ja mehr als nur die reinen Rennen gibt. Hier ähnelt das Spiel nun viel mehr der ersten Underground Variante, als dem Storygameplay mit Gesamtwelt wie in Most Wanted oder Carbon. Neben den Rennen warten hier nun alte Bekannte wie der Drift, Drag oder Knockout Modus auf euch, sowie Neuerungen wie der Speed Modus oder eben die Hydraulik Variante. Ebenso neu ist in seiner Umsetzung ist das Sektorrennen. Hier geht es in normalen Rennen über ein paar Runden darum möglichst die Sektoren einer Runde zu gewinnen. Schafft man das wird innerhalb des Balkens im Top Screen der entsprechende Abschnitt mit eurer Farbe eingefärbt. Um zu gewinnen reicht es die Mehrzahl zu schaffen, hat man alle zahlt es sich wie immer im Spiel in barer Münze aus. Weiteres Feature im Spiel ist es das euch je nach Event die Fahrzeugwahl gelassen wird, oder euch ein Fahrzeug gestellt wird, das Ihr nicht einmal besitzt. Nicht ganz so ausschweifend wie in der Wii Version kommen so auch die Handicap Rennen zum Einsatz, wo Rennen mit ganz unterschiedlichen Fahrzeugleistungen zustande kommen. Je besser der Wagen um so weiter hinten steht Ihr und startet auch mit einer Zeitverzögerung. Aber alles nichts was einem Sorgen machen sollte. Je mehr Fahrzeuge man hat um so besser und man tuned mit der Zeit die Wagen für entsprechende Modi. Einen z.b. für reine Rennen, während andere auf Traktion und Beschleunigung für Drag Rennen eingestellt werden. Das gleiche gilt für die Drift Varianten, wo man eines schnell merkt. Ein schneller Wagen muß sich nicht zwangsläufig dafür eignen, so das man hier ganz schön daneben greifen kann.

Beispiel sind die Straßen Drift Rennen, wo es in richtigen Runden darum geht so oft wie möglich zu Driften. Hier einmal den falschen Wagen gewählt und man hat ganz schnell ein Problem, wenn man mit dem vielleicht teuren Wagen von einer Streckenbegrenzung zur nächsten rammelt. Einfach weil der Wagen zu schnell ist und gleich zuviel Power hat. Denn ab der Corvette werden 50% Schaden und höher richtig teuer. Problem 2 ist eben das man während eines Renntages nicht in die Garage kommt, sprich nicht repairieren kann. Wenn man sich dann noch überlegt das man beim einem manuellen Abbruch eines Events alle Erfolge aberkannt bekommt, höchst ärgerlich und eben nicht unwichtig. Man behält zwar die erfahrene Kohle, aber die Häkchen für Siege in den Rennen des Tages sind verschwunden. Wobei das wirklich größte Ärgernis in meinen Augen der Hydraulik Modus ist und für mich der Stolperstein für manche Event Dominanz, wo man eben alle Rennvarianten gewinnen muß. Mit der Zeit habe ich schon mehr geseufzt wenn ich das Symbol für einen Hydraulik Wettbewerb gesehen habe. Diese Variante hat mit Rennen an sich nichts zu tun und ähnelt eher einem Tanzspiel auf dem DS. In diesem Modus wird der Wagen animiert auf dem Top Screen dargestellt. Im Touch Screen existiert nun in der Mitte eine Kreisrunde Anzeige. Sobald das Spielchen beginnt laufen nun von den 4 Seiten Tastensymbole für A,B, X und Y in die Mitte und damit die Kreisanzeige. Sobald drin muß man nun die entsprechende Taste drücken. Schafft man das gibt es einen Multiplikator. Solange einzelne Tastensymbole erscheinen ist das ganze ja noch OK, aber wehe es kommen Wellen an Tasten die man gleichzeitig, also z.b. X+A drücken muß. Einmal daneben und man fängt was den Multiplikator angeht wieder bei Null an. Auch das ist noch nicht so schlimm. Wären da nicht 2 Dinge die massiv den Spielspaß senken. Zum einen die Speedleiste. Je schneller die Symbole kommen und Ihr euch verdrückt um so weniger ist dieser Balken vorhanden. Ist er bei Null ist der Durchgang vorbei. Zum anderen scheinen die Gegner wahre Könner zu sein. Man kommt so gut wie nicht an sie heran und ist nach mehreren Versuchen einfach nur frustriert.

Der Hydraulik Modus ist in meinen Augen dermaßen unpassend in einem Spiel wie Need for Speed, das er allen entsprechenden Event Tagen total die Motivation nimmt. Zumindest ging es mir eben so, der sich eigentlich einredet in diversen Bratz, Barbie oder Spies Spielchen ähnliche Tanzeinlagen gut gelöst zu haben und hier einfach kein Land sieht. Nerv Nerv Nerv......... Das er einem dann eben die Chance nimmt einen Renntag zu dominieren sorgt für Abzüge. Ein absolut überflüssiger Modus in einem Racer. Wirklich schade, da der Rest eigentlich paßt. Die 38 Events dauern und 15 Stunden sitzt Ihr locker am Spiel. Die gute Steuerung, das Schadensmodell und die fordernden und spaßigen Modi abseits des Hydraulik Modus machen Spaß und überzeugen. Ebenso die Garage mit den Tuning Feature, welches sich auch nachhaltig in den einzelnen Rennvarianten auswirkt. Bis auf den Hydraulik Modus qualitativ der beste Need for Speed Teil. Das er was den Einzelplayer angeht nicht ganz an die Größen wie die AUGT Reihe heranreicht liegt an den 8 Strecken Umgebungen. Zwar gibt es verschiedene Pisten pro Umgebung. Ein paar mehr hätten es aber durchaus sein können.

Grafik & Sound....

Auch grafisch ist ProStreet gehobene Klasse auf dem DS und nimmt sich nichts von der Konkurrenz. Dabei gefallen vor allem die Fahrzeugskins. Gute Proportionen und animierte Fahrzeugaction beim Einlenken gefallen. Ebenso die oftmals weiten Strecken, die man auch abseits der reinen Fahrbahn unsicher machen kann. Bis auf die Tokio Strecken auch angenehm breit und somit gut für Überholmanöver geeignet. Teils mit satten Farben ausgestattet sorgen viele Details und ein angenehmer Weitblick für eine sehr schöne Grafik der Umgebung. Dabei läuft alles sehr flüssig ab und in Sachen Framerate gehört das Spiel zum besten was der DS hergibt. Auch sonst sorgen Karambolagen nicht für technische Fehler und sonstige Nachteile. Kleine Effekte wie qualmende Reifen oder kleine Funken bei Berührungen unterstreichen die gelungene Dynamik der Rennen.

Der Sound ist im Vergleich eher als durchschnittlich anzusehen. Auch sollte man von Anfang an die Musik in den Rennen herunter drehen, um die Fahrzeuggeräusche besser zu hören. Die Bremsen kommen mir ein wenig blass daher und auch manche Motorengeräusche könnten kräftiger ausfallen. Die "Jets" wie man sie in DTM Race Driver oft gehört hat sind hier aber nicht an der Tagesordnung. ;-) Musikalisch findet man neben Gitarrenlastigen Klängen auch melodische und rockige Stücke vor. Viele die man auch von der Wii Version her kennt. Im gesamten ist der Soundpart aber in meinen Augen eher DS Durchschnitt.

Multiplayer....

Der Multiplayer gehört nun zu den positiven Punkten des Spiels. Und damit meine ich nicht nur die Wi-Fi Connection, über die wir uns wie immer separat auslassen. Auch Offline bietet man euch einiges an. Mal abgesehen vom unsinnigen Hydraulik Modus, den es auch hier gibt, bietet man euch alle Rennvarianten wie Grip, Drift, Drag oder Speed auch für bis zu 8 Spieler an. Das ganze neben der Multicard Variante ebenso mit nur einer Cartridge. Klar das euch mit kompletter Ausrüstung für jeden Spieler alle Fahrzeuge zur Auswahl stehen. Highlight ist aber die Single Cartridge Variante, an der ebenfalls bis zu 8 Spieler teilnehmen können. Vor allem lohnenswert je mehr Mitspieler man findet. Bei 2 menschlichen Spielern fahren eben auch nur die 2. CPU Gegner werden nicht angeboten. Finden sich aber 8 menschliche Spieler könnt Ihr alle Strecken samt Varianten nutzen. Dabei bis zu 9 Runden fahren und ein wirklich extrem unterhaltsames Multiplayer Rennen erleben. Nachteil ist zum einen die extrem lange Ladezeit auf allen DS Geräten und das eben nur ein Fahrzeugtyp möglich ist. 10 verschiedene sind möglich, wobei der Host den Wagen wählt. Vorteil wiederum das alle unter gleichen Bedingungen fahren und niemand einen Vorteil aufgrund des Wagens hat. Highlight ist der Gamespeed, der auch hier nun nicht ruckelt oder langsamer ist. Was auch nicht verwundert, scheint doch aufgrund der Ladezeit der gesamte Programmcode zu wandern. ;-) Aber eben in der billigen Variante für bis zu 8 Spieler mit Rennaction pur.

Fazit....

Eines kann sich ProStreet auf jeden Fall auf die Fahnen schreiben. Im Vergleich zu allen anderen Need for Speed Teilen auf dem DS, der Erste der überzeugen kann. Ein Karriere Modus an dem man lange sitzt, eine sehr schöne und bei allen Fahrzeugen mehr oder weniger verschiedene weiche Driftsteuerung, über breite Strecken und einem gelungenen Tuning Feature. Viele Fahrzeuge und das gute Schadensmodell runden den positiven Gesamteindruck ab. Mit einer billigen Single Cartrdige Variante für 8 Spieler im Multiplayer fast mit einem Killerfeature gesegnet, verdient auch der Online Modus Lob, auch wenn er teils etwas zerstückelt wirkt. Grafisch gelungen gibt es eigentlich nur 2 Dinge, die mir partout nicht gefallen haben. Zum einen die vielen Ladezeiten und vor allem der Hydraulik Modus, der in einen Racer einfach nicht hineingehört. Hier ist EA über das Ziel hinaus geschossen. Da sich das auch auf den Spielverlauf auswirkt muß er angesprochen werden. Ansonsten könnte es hier und da ruhig noch ein paar mehr Streckenvarianten geben. Dennoch lohnenswert und einer der wirklich gelungenen Racer auf dem DS.

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu NfS ProStreet.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ Gelungene Steuerung
+ Technische Umsetzung
+ Viele Fahrzeuge
+ Verschiedene Rennmodi
+ Spielzeit/Gegner KI
+ Tuning Feature
+ Klasse MP und Wi-Fi Modus
+ Schadens Modus
- Überflüssiger Hydraulik Modus
- Ladezeiten
- Nur 8 Streckenumgebungen

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER/WI-FI: 85%

GESAMTWERTUNG: 79%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de