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NDS MX vs ATV Untamed
 
 
MX vs ATV Untamed - NDS
Matthias Engert (26.06.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Tantalus
GENRE: Rennspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das Thema Zwei und Vierrad Action im Gelände hat uns in der nahen Vergangenheit öfters mal vor die Screens geholt. Sei es auf den TV Konsolen oder den Handhelden. THQ’s Beitrag zu diesem Thema war der fast schon überraschende Release der MX vs. ATV Reihe. Neben einer Wii Version, die wir euch bereits vorgestellt haben, darf auch der Nintendo DS mal wieder als Plattform herhalten. Vor allem nach dem Skyworks Desaster mit ATV Thunder & Monster Trucks war ich regelrecht scharf auf den Titel. Immer Laune auf Racer, war meine Hoffnung groß hier wohl doch bitte ein besseres Produkt vorzufinden. Meine Hoffnung wurde auch dadurch größer, das mit Tantalus ein gerade in diesem Segment bekannter Entwickler dafür verantwortlich war. So tritt THQ hierzulande also auch wieder als Publisher auf. Was nun drinsteckt in MX Vs ATV Untamed, soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Typisch für die australische Entwicklerschmiede ist das Thema Sprache, welche euch hier ein komplett in Englisch gehaltenes Game präsentieren. Aber wie immer bei Rennspielen eher nebensächlich, da vieles selbsterklärend und damit auch für jüngere Gamer verständlich ist. Beim Rest passt dagegen eigentlich alles. Neben einem bequemen Batteriespeicher, der als Autosave greift, spendiert man euch auch einen Multiplayer für bis zu 4 Spieler. Wenn auch leider nur als Multicard Variante. Wie immer bei einem Racer müssen wir nicht viel Worte über eine Story verlieren. Das übliche Racer Geplänkel um Pokale und Meisterschaften greift auch hier. Ausnahme dabei sind die lizenzierten Fahrer im Spiel, die euch sowohl zum Thema Motocross und Quad Action reale Größen der Szene, wie Ricky Carmichael oder Mark Kendall zur Auswahl geben. Der Rest liegt wie immer bei euch und das fahrerische Geschick entscheidet wie weit man kommt und was man frei schaltet. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz gibt es hier freischaltbare Secrets.

Sobald Ihr das Spiel startet begrüßen euch erneut Gitarren lastige und damit recht passende Stücke. Danach wählt man einen der 3 vorhandenen Speicherplätze an, auf dem von nun an eure Erfolge und Fortschritte automatisch gespeichert werden. Das Hauptmenu erwartet euch in Form einer scrollbaren Leiste, wo man die einzelnen Menupunkte vorfindet. Das beginnt beim Hauptmodus, dem X-Cross Tournament, reicht über die Stunt Challenge spielerisch bis zum Custom Event für ein Rennen Just for Fun und dem Multiplayer. Dazu kommen die Credits und die Optionen, in denen Ihr aber einzig die Soundeinstellungen vornehmen könnt. Dabei geht das Spiel den richtigen Weg wie ich finde und präsentiert nur einen Teil der Inhalte frei verfügbar, während vieles erst frei geschaltet werden muss. Hauptmodus im Spiel ist dabei das X-Cross Tournament, dem wir uns im Gameplay Teil auch zuerst widmen wollen.

Technik und Gameplay....

Wieder ist eine große Stärke des Spiels wie schon bei der Wii Version die Mischung aus den beiden Gefährten Motocross und Quad. Je nach Vorliebe könnt und müsst Ihr die beiden Varianten steuern. Wählt man das X-Cross Turnier an bekommt man ein weiteres Auswahlmenu, bei dem man die Kriterien für die vor euch liegenden Meisterschaften einstellen kann. Zum einen wählt man hier einen von anfänglich 3 Cups aus. Dazu kommt die ganz wichtige Einteilung in Sachen fahrbarer Untersatz. Man kann die Meisterschaften unabhängig voneinander nur mit den Motocross Maschinen fahren, nur mit den Quads oder eben auch gemischt. Der letzte Punkt zur Auswahl ist die Schwierigkeit, wo man zwischen Amateur und Profi wählen kann. Hier findet man die Unterschiede in der KI der Gegner, die aber auch sonst recht hoch angesiedelt ist. Augenfälligster Unterschied zwischen den Graden ist das Ihr auf Amateur auf jeden Fall 1 Gegner habt der wirklich was drauf, während bei Profi alle Gegner wissen wo man Gas zu geben hat. Sind diese Dinge eingestellt geht es weiter zur Fahrer und Klassenwahl. Klasse deshalb weil man innerhalb auch noch nach Limited und Open wählen kann. Einfach gesagt haben die Gefährte bei Open mehr Power und damit Speed, was es aber auch schwerer machen kann. Aber dazu gleich mehr. Unterschiede in Sachen Fahrer oder Untersätze gibt es dagegen keine. Diese Entscheidung ist rein auf eure Vorliebe beschränkt. Auch ein Tuning System oder sonstige Upgrades gibt es hier nicht, so das einzig euer fahrerisches Können entscheidend ist. Habt Ihr euch auch hier entschieden beginnt der erste von 3 Cups. Die anderen müssen erst durch Siege des jeweils davor gefahrenen frei gefahren werden.

Die einzelnen Cups gehen von nun an über 3 Rennen und je 3 Runden. Dabei gilt es je nach Platzierung Punkte einzufahren, die am Ende zusammengezählt werden und so den Meister ergeben. Ziele gibt es nicht pro Rennen, so das man eventuell nur als Erster immer weiter kommt. Nimmt man alle Cups zusammen warten leider auch hier nicht so viele Strecken. Zwar sind 10 durchaus ausreichend, allerdings hier auch durch einen anderen Umstand etwas kritikwürdig. Im Gegensatz zur großen Version bietet man euch hier nur reine Indoor und Stadionrennen an. Gerade für die Quads so eine Sache und geben so auch grafisch nicht soviel her was die Umgebungen angeht. Mal in einem Areal das vergleichbar mit den X-Fighters ist, geht es dazu auch in Football Stadien zur Sache, die eben mit Sand und Buckelpisten aufgefüllt sind. Gerade ein paar Outdoor Strecken hätten dem Spiel gut getan und die Quads aufgewertet. Nun gut, fahren wir also nur Indoor. Das Ziel ist es nach dem Start möglichst das Rennen zu gewinnen. Sieht auf den ersten Blick nicht so schwer aus, denn mit 3 CPU Gegnern ist auch hier dieses Thema nicht gerade überfüllt. In den X-Cross Meisterschaften geht es logischerweise mehr um die Fahrzeug Beherrschung beim Thema Racing. Für Freunde gepflegter Stunt Action gibt es ja einen Extra Modus, auch wenn man hier natürlich Moves ausführen kann. Ganz wichtig bei einem Spiel wie diesem ist natürlich die Steuerung und vor allem Kollisionsabfrage. Denn Buckelpisten beeinflussen das Fahrverhalten um einiges intensiver als bei einem Straßenrennen auf glattem Asphalt. Hier kann man auf jeden Fall Entwarnung geben. Die Steuerung ist dabei sehr feinfühlig, aber gewöhnungsbedürftig geraten. Gespielt wird übrigens was die Screenaufteilung angeht wie bei vielen Konkurrenten. Zeigt der Top Screen die fahrerische Action aus einem festen und guten Viewpoint, so bietet der Touch Screen die Reihenfolge, Rundenzeiten und eine Karte als Draufsicht samt aller 4 Fahrer als bewegliche Punkte.

Die Grundausrichtung der Steuerung mit beiden Gefährten ist zunächst so ausgelegt das Ihr funktional mit dem Kreuz lenkt und via A und B Gas geben könnt und bremst. Die anderen Tasten dienen den Stunts und sind hier noch nicht so wichtig. 2 Feature machen die Steuerung besonders anspruchsvoll und gelungen wie ich finde. Zum einen könnt Ihr via Kreuz oben und unten am Boden und in der Luft das Gewicht verlagern und euch so z.b. in der Luft je nach Landung auf der Ebene oder direkt an einer Schanze bereitmachen. Logisch das man dadurch auch die Weite des Sprunges und Höhe beeinflussen kann. So kann es eben auch sein das Ihr Schanzenpassagen sehr weich und schnell durchfahren könnt, oder eben immer am ansteigenden Bereich landet und somit kaum vom Fleck kommt. Dazu kommt die L-Taste, mit der man die Kupplung bedienen kann. Hier besonders wichtig bei Landungen, wo das richtige Timing dazu führen kann, das man wie bei einem Boost einen kleinen Beschleunigungsvorteil bekommt. Tricky aber ebenfalls erlernbar und nachvollziehbar ist das Lenkverhalten. Bei vollem Gas sind beide Gefährte schwer zu lenken und reagieren sehr träge. Nimmt man in Kurven kurz den Finger vom Gas, lenkt man sehr scharf ein und kann am Ausgang wieder aufs Gas. Das passt sehr gut wie ich finde. Nur am Anfang hat man ein paar Eingewöhnungsprobleme zu überstehen. Kann aber auch an der Skyworks Konkurrenz liegen, die meine Finger noch gewohnt waren. ;-))) Auf jeden Fall erkennt man die Feinheiten und lernt damit umzugehen. Ebenfalls positiv in Sachen Fahrspaß sind weitere Dinge. Zum einen eben das man nicht vorneweg fährt und Easy gewinnt und so auch etwas tun muss um zu gewinnen. Zum anderen auch die gelungene Kollisionsabfrage. Weder das Anecken mit den Gegnern oder das berühren einer Streckenmarkierung führt zu lustigen Ergebnissen, sondern lässt das Gefährt nachvollziehbar reagieren. Nervig ist wie immer dagegen das Verlassen der Strecke, wo man spätestens nach 5 Sekunden neu abgesetzt ist. Das kann auch passieren wenn man die Strecke wieder gefunden hat. Zwar selten aber dann ärgerlich, weil man viel weiter hinten abgesetzt wird.

Alles in allem ansprechende Fahrkost, auch wenn man sagen muss erst nach einer Eingewöhnung fährt man auch um den Sieg mit. Und auf Profi sollte man schon ein Weile gefahren sein. Größter Schwachpunkt hier ist eigentlich nur die Eintönigkeit der Strecken an sich und die Tatsache das auch MX vs ATV Untamed nicht episch lang ist. Hat man den Dreh einmal raus, kommen die Erfolge auch und mit guter Fahrweise fährt man auch um den Sieg mit. Das es dabei eben immer nur Indoor zur Sache geht, nimmt dem Spiel ein wenig so den gewissen Kick der irgendwie fehlt. Hier hätte ich mir wenigstens eine "globale" Meisterschaft gewünscht, die auch mal mehr als nur 3 Rennen zulässt. Wer dann zumindest spielerisch Abwechslung möchte ist mit der Stunt Challenge gut beraten. Hier gelten ebenfalls die gleichen Einteilungen in Meisterschaften, Cups, Schwierigkeit und Fahrer. Unterschied ist hier das euch pro Rennen 2 Minuten zur Verfügung stehen um möglichst viele Punkte einzufahren. Stunts werden im Idealfall hoch in der Lust mittels Kreuz plus Taste getätigt und live im Bild angezeigt und auch animationstechnisch so an den Mann gebracht. Macht auch Laune, erfordert aber fast noch mehr einen sehr guten Umgang mit der Steuerung. Denn die Strecken sind die gleichen und man muss wirklich wissen wo und wann man Gas geben und mit der Kupplung spielen muss. Aber auch hier gilt die Kritik am Umfang und dem fehlenden letzten Kick um dauerhaft Spaß zu haben. Ein paar mehr Strecken, dazu ein paar Outdoor Passagen und die Wertung wäre locker um 10% höher gewesen. So bleibt ein Spiel für Cross Fans, die in diesem Genre nur wenig Auswahl haben.

Grafik & Sound....

Grafisch gibt es hier klare Stärken und Schwächen. Gut gefallen haben mir die Animationen und Skins der Fahrer, die recht real rüberkommen und auch bei den Stunts und selbst kleineren Lenkmanövern zeigen wie sich Fahrer und Gefährt bewegen. Egal ob man nun das Bike einknicken lässt oder das Quad zu wild um die Kurve schmeißen will. Der Gamespeed und die Framerate sind ebenfalls frei von Kritik und hinterlassen einen technisch guten Eindruck. Größte Schwäche ist eben das aufgrund der Indoor Strecken wenig Abwechslung beim Drumherum geboten wird. Immer der gleiche mal hellere oder dunklere braune Sand und nur die Streckenführungen ändern sich halt. Hier fehlen ebenfalls die Outdoor Strecken.

Beim Sound passen auf der einen Seite die Gitarren lastigen Stücke zur Action, sollten aber durchaus auch mal leiser gestellt werden. Denn die Bikes und Quads klingen für DS Verhältnisse eigentlich recht gelungen. Nur hört man sie bei der eingestellten Musiklautstärke kaum. Selbst Stürze und das Raunen der Zuschauer ist eingebaut. Hier lohnt es also durchaus die Musik in den Optionen leiser zu stellen.

Multiplayer....

Der Mutliplayer erlaubt euch nun 4 menschliche Spieler zu verbinden. Schade das man dafür nur die Multicard Variante anbietet und somit diesem Modus ein wenig den Spaß nimmt. Denn 4 Module aufzutreiben ist das gebotenen dann doch nicht wert. Besonders ärgerlich auch deshalb weil man neben einem Custom Event, also freier Wahl des Modus, Gefährts und Strecken auch eine Meisterschaft anbietet. Als Single Card Variante sähe das anders aus und man könnte diesen Modus durchaus empfehlen.

Fazit....

Gegenüber dem Skyworks Desaster von vor ein paar Tagen ist das gebotene hier natürlich eine Bombe. Auf der anderen Seite ist das aber auch nicht so schwer. ;-) Ansonsten bietet man dem Spieler hier einen in Sachen Steuerung und Anspruch durchaus gelungenen Titel an. Zwar gehört ein wenig Eingewöhnung dazu um mit der Steuerung und den Gegebenheiten umzugehen, der Lohn sind aber spannende Rennen, die so gut wie keine technischen Macken haben. Schade ist die Tatsache das nur 3 CPU Gegner dabei sind, es immer nur Indoor zur Sache geht und der Umfang bei Beherrschung der Steuerung nicht riesig ist. So bleibt ein Spiel für Fans beider Gefährte, die einen Blick riskieren dürfen. Reine Racerfans finden auf dem DS bessere Alternativen.

 

+ Lizenzierte Fahrer
+ Quad und Cross Action
+ Versch. Meisterschaften
+ Passender Viewpoint
+ schwere, aber passende Steuerung
- Leider nur Indoor Strecken
- Nur 10 Strecken
- Nur 3 CPU Gegner
- Grafisch wenig Abwechslung

GRAFIK: 67%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER 60%

GESAMTWERTUNG: 64%

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