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NDS Monsters vs Aliens
 
 
Monsters vs Aliens - NDS
Matthias Engert (05.04.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Amaze
GENRE: Action Jumper
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Mittlerweile ist das Thema Kinofilm Umsetzung in der Spielbranche ein ganz alltäglicher Vorgang. Auf der einen Seite auch ganz gut so, denn gerade zu Beginn dieser spielerischen Umsetzungen waren die Ergebnisse meist sehr dürftig. Das hat sich im Laufe der Zeit glücklicherweise geändert und man konnte seine Vorurteile bei neuen Kinofilm Ablegern etwas zur Seite legen. Auch im Frühjahr 2009 geht dieses Spielchen in seine nächste Runde. Mit dem Dreamworks Kinofilm Monsters vs Aliens wird dazu mal wieder das Thema Gut gegen Bösen bei der Rettung der Erde ausgeschlachtet. Wer den Film gesehen hat und das ganze auch spielerisch erleben will, darf nun wieder zum Handhelden oder der Remote greifen. Nintendo Spieler kommen einmal mehr in den Genuss, gleich 2 Versionen spielen zu können. Stellen wir euch die Wii Version die Tage noch genauer vor, widmen wir uns zunächst dem Handheld Ableger für den Nintendo DS.

Menus und die Story....

Entwickelt wurde der DS Titel dabei von Amaze, die auf dem DS schon für unzählige Spiele Umsetzungen bekannt geworden sind. Diesen Umstand merkt man auf jeden Fall bei den reinen Fakten und den technischen Rahmenbedingungen. Für einen Spieler entwickelt, gibt es zunächst auch eine Möglichkeit zumindest einen zweiten DS spielerisch zu versorgen. Über eine Download Möglichkeit darf man also einen leeren DS mit ein paar ausgewählten Inhalten füttern, um auch ohne Hauptspiel einen kleinen Eindruck zu gewinnen. Ansonsten bietet man euch ein komplett deutsches Spiel, was bei der angepeilten eher jüngeren Zielgruppe auch wichtig ist. Kleines Highlight im Spiel ist allerdings die sehr klare und gelungene deutsche Sprachausgabe, die dazu auch noch recht umfangreich daher kommt. In Sachen DS Feature Nutzung ist das Spiel ebenfalls recht gut aufgestellt und bietet mehr als nur simple Tastenaction. Bei der Story hält sich das Spiel natürlich an die filmischen Vorgaben. Als die Erde eines Tages von mächtigen Aliens angegriffen wird, sieht man nur eine Möglichkeit dieser Bedrohung Herr zu werden. Da herkömmliche Waffen keine Wirkung zeigen, verpflichtet man eine kleine Sippschaft an Monstern, die sich den Angreifern entgegenstellen sollen. Charaktere, deren abgedrehte Gestaltungen natürlich recht passend für dieses Thema sind. Ihr als Spieler übernehmt nun diese Monster, so das mehrere Spielfiguren gesteuert werden müssen.

Der Start in das Spiel ist relativ simpel. Sobald Ihr den DS einschaltet, erwartet euch das anfangs spartanische Hauptmenu. Hier könnt Ihr zunächst nur ein neues Spiel beginnen, die angesprochene Demo auf einen leeren DS schicken, sowie die Mikro Empfindlichkeit anpassen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt kann man das Hauptmenu erweitern. So kommt die logische Fortsetzen Option dazu, aber auch einige Boni, die man durch spielerische Erfolge frei schalten kann. Neben einem Soundtest gehören dazu auch die recht gelungenen Rätselspiele von Dr. Kakerlake. Aber vorher steht das eigentliche Hauptspiel an, dem wir uns nun etwas genauer widmen wollen.

Technik und Gameplay....

Beginnt man ein neues Spiel, darf man sich zunächst anhand eines kleinen Vorspanns, der aus Standbildern besteht, die Anfänge der Geschichte zu Gemüte führen. Im Verlauf dessen macht Ihr Bekanntschaft mit den Protagonisten, die natürlich nicht unterschiedlicher sein könnten. Alle erlebt man als Spieler und übernimmt mit ihnen jeweils für sich abgeschlossene Abenteuer. Im gesamten warten so immerhin 5 verschiedene Charaktere auf euch. Dabei sind die 3 Haupmonster für die Actionlevel verantwortlich, während man mit Dr. Kakerlake spezielle Puzzle spielen muss und bei Insektosaurus an Godzilla angelehnte Action erlebt. Die 3 Hauptmonster decken den größten Teil ab und spielen sich dabei wie gewöhnliche 2D Jumper mit einigen Action Einlagen. Aufgrund der verschiedenen Fähigkeiten, bieten aber diese 3 kleine Unterschiede in ihren Leveln. Ihr schlüpft in die Rollen des Machos Missing Link, der halb Affe, halb Fisch ist, spielt als der glibberige, unzerstörbare und stets hungrige B.o.B. oder übernehmt den Part der 20-Meter-Frau Gigantika. Eingeteilt ist das komplette Abenteuer dabei in 4 verschiedene Welten, die euch an verschiedene Orte auch aus dem Film führen wird. Sei es in der Stadt oder zu guter letzt auch im Mutterschiff der Aliens. Jede Welt wartet nun mit 5 Leveln auf euch, die eben jeweils von einem Charakter übernommen werden. Wie es sich für ein Spiel dieser Art gehört, wartet am Anfang bei allen ein jeweils als Tutorial angelegtes Training auf euch, bei dem man sich mit den Gegebenheiten und der Steuerung vertraut machen kann. Die 3 Actionmonster Link, B.o.B. und Gigantika spielen sich wie schon erwähnt sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in Kleinigkeiten der Steuerung.

Gleich bei allen ist die Sichtweise von der Seite, was trotz Tiefenwirkung bei der Gestaltung reines 2D Gameplay von links nach rechts bedeutet. Ziel in ihren Leveln ist es Plattformaction hinter sich zu bringen, sammelbare Items zu finden und natürlich Alien Gegner platt zu machen. Einfach gestrickt und dennoch mit Unterschieden behaftet. Vergleichbar ist zunächst die Grundsteuerung der 3 Charaktere. Per Kreuz wird die Richtung definiert, während die B-Taste den Sprung definiert. Gigantika als menschliches Wesen erinnert dabei an viele Scroll Prügler und Ihr lauft und springt durch die Gegend um mittels Y-Knopf Attacken gegen Aliens anzubringen. Link als Beispiel nutzt mit der Y-Taste dabei eine Spuckattacke die auch per Mirko ausgeführt werden kann, während bei B.o.B. die X-Taste genutzt wird. Dabei kann er Gegner herunterschlucken und mit der gleichen Taste ausspucken und so auf Gegner feuern. Über den Touch Screen dürfen alle 3 Actionmonster spezielle Aktionen ausführen. Gigantika kann damit eine weiter gehende Sprungattacke ausführen, während Link einen Seidenschuss abfeuert. B.o.B. wiederum hat damit die Möglichkeit sich mit der Umgebung zu verschmelzen. Dazu zeichnet man an festen und dafür bestimmten Orten Objekte des Hintergrunds nach und er verwandelt sich so z.b. einen Schaltschrank um vorbeiziehenden Alien Wachen unbemerkt aus dem Weg zu gehen. Die Unterschiede in Sachen Aktionsvielfalt werden vor allem bei Link und B.o.B. deutlich. Beide können nach einem Sprung z.b. auch an Wänden entlang klettern und kleben an diesen. Erst ein Druck auf die Sprungtaste lässt sie dort weiter springen oder herunter fallen. B.o.B. kann als Krönung des ganzen auch Gitterstäbe durchdringen, da sein Körper nun mal nicht aus fester Materie besteht. Dabei verfügen die Level bei den dreien über einen relativ leichten direkten Weg zu einem Zielpunkt. Ein wenig schwerer hat man das Vorankommen dadurch gemacht, das die sammelbaren Items meist etwas abseits dieses Weges liegen. 2 verschiedene Item Varianten gibt es in den Leveln.

Zum einen jeweils 100 mögliche findbare Monster-DNS Bausteine, die eigentlich nichts anderes sind als Münzen in vergleichbaren Spielen. Dazu jeweils 5 Müllteile pro Level. Der Lohn sind dafür 2 Möglichkeiten. Zum einen kann man mit den DNS Bausteinen alle 3 Actionmonster upgraden, was ihre Stats angeht und somit in mehreren Stufen ihre Angriffswirkung oder z.b. Gesundheit erhöhen. Die Bauteile wiederum nutzt man um die angesprochenen Boni für das Hauptmenu zu öffnen. Lohnenswert allemal krankt aber auch hier das Ganze an einem zu schnell Erreichen der Grenzen und Inhalte. Da die Spielzeit der 20 Level mit einigen wenigen Stunden nicht allzu hoch ist, schafft man diese Inhalte relativ fix und muss sich zudem nicht groß dafür anstrengen. Denn im Vergleich ist nur der härteste der 3 möglichen Schwierigkeitsgrade halbwegs anspruchsvoll für die jüngere Zielgruppe. Erwachsene Core Gamer werden hier klar unterfordert. Habt Ihr jeweils die 3 Actionlevel hinter euch gebracht, was zudem immer von den gelungenen Sequenzen samt Sprachausgabe unterbrochen wird, so wartet als 4. spielerische Variante Insektosaurus auf euch. Die Level mit ihm spielen sich ein wenig wie ein Godzilla Game. Der riesige Dödel läuft im Schneckentempo in einer Third Person Sicht durch Großstädte und muss auch hier einen entfernten Ausgang finden. Daran hindern ihn zum einen die Häuser der Stadt, die er aber mittels Tastenaction einfach zerbröseln kann und diverse Gegnerhorden. Er ist eigentlich der einzige, wo man auch man signifikant eine Leerung der Lebensleiste oben links erkennt. Dazu läuft bei ihm auch eine Zeit gen Null, die man zwischendurch durch das Aufsammeln von Items, die es auch bei ihm gibt, wieder etwas erhöhen kann. Aber dem Schwierigkeitsgrad im gesamten angepasst, nichts was den Gamer vor ernste Probleme stellt. Die wirklich mit Abstand lohnenswertesten Inhalte im Spiel sind die Puzzle Level mit Dr. Kakerlake. Bei ihm dürft Ihr ein wenig euren Grips anstrengen. Auf einem wie ein Schachbrett aufgeteilten Bildschirm geht es darum aus einer Kanone schießend dieses Geschoss auf dem Spielfeld so zu leiten, das es mehrere dort befindliche Plus Symbole berührt und aktiviert. Dazu habt Ihr je weiter Ihr im Spiel vorankommt viele bauliche Möglichkeiten, die Ihr per Pen antippen, verschieben und auch drehen könnt.

Das reicht von einfachen Spiegeln, die das Geschoss ablenken und dessen Richtung verändern, über teilweise durchlässige Barrieren, bis hin zu Teilern, die das Geschoss aufsplittern und man nur so wirklich alle Plus Zeichen in einem Durchgang berührt. Die Teile haben was und machen durchaus Spaß. Auch für ältere Spieler und es ist nachvollziehbar, warum man diese als Einzellevel über das Hauptmenu anwählen kann. Denn mit 32 freischaltbaren Leveln heben sich diese Inhalte auch angenehm vom Rest des Spiels ab und man sitzt an manchen Leveln durchaus länger als man denkt. Schade das sich der Rest des Hauptspiels dem nicht anschließt. Denn das ist dann leider viel zu kurz. So ordentlich die spielerische Abwechslung auch ist, man ist an einem Abend locker durch und hat dann leider nur noch die Bonuslevel zum Spielen. Auch schade das man die Monster nicht in einem Level mischen kann und so auch mal ein wenig die Rätselkost in den Vordergrund rückt. Da hätte man dem ganzen durchaus noch ein wenig Tiefgang mitgeben können- Von daher ist vor allem das Preis/Leistungsverhältnis eher schlecht. Solange man spielt, kommt der jüngere Spieler durchaus auf seine Kosten. Aber einmal fertig ist der Widerspielwert eigentlich gleich Null. Und dafür sind in meinen Augen 40 Euro zuviel des Guten.

Grafik & Sound....

Grafisch ist das Spiel normaler DS Durchschnitt, ohne große Höhen und Tiefen. Das Spiel kommt ohne grob verpixelte Umgebungen aus, die vor allem bei den 3 Actionmonstern noch am besten aussehen. Klare Umgebungen, die auch durch eine angenehme Farbgestaltung zu gefallen wissen. Ordentlich große Charaktere erlauben zudem eine recht gute Animationstechnik. Technisch passt ebenfalls alles und spielerisch wie auch steuerungstechnisch gibt sich das Spiel keine Blöße. Sicherlich ein Umstand, der den erfahrenen Entwicklern zugeschrieben werden kann.

Beim Sound sticht ganz klar die sehr gute Sprachausgabe hervor, die durchgehend und in Deutsch umgesetzt ist und den Großteil der guten Soundwertung abdeckt. Klar im Klang und gelungen in der Betonung scheint sich der DS in dieser Hinsicht so langsam immer weiter zu entwickeln und zeigt was mit mehr Speicher und besseren Techniken möglich ist. Die Musik gehört eher in die Rubrik Belanglos. Auch wenn sie teilweise an den Film angelehnt ist, stellen sie kein Highlight im eigentlichen Sinne dar. Sie nerven nicht, lassen einen aber auch keine Luftsprünge machen.

Fazit....

Insgesamt ist Monster vs Aliens ein kleiner Rückschritt in Sachen Kinoumsetzungen. Zwar ist das Gameplay an sich total in Ordnung und die angepeilte Zielgruppe wird schon unterhalten. Nur leider krankt das ganze an mangelnden Tiefgang und vor allem der viel zu kurzen Spielzeit. Ausnahme sind die Puzzle Level mit Dr. Kakerlake, die wirklich auch anspruchsvollere Inhalte bieten. Auch die exzellente deutsche Sprachausgabe gehört klar auf die Haben Seite. Ein wenig mehr spielerischer Inhalt und Tiefgang und der Titel wäre durchaus eine Empfehlung wert. So ist das Gebotene für den Vollpreis von 40 Euro im Moment noch zu wenig. Um die Hälfte billiger kann man über den Titel nachdenken. Vorher eher nicht.

 

+ Gute und einfache Steuerung
+ Mehrere Charaktere
+ Passend für die Zielgruppe
+ Freischaltbare Secrets
+ Upgradebare Spielfiguren
+ Klasse dt. Sprachausgabe
+ gut gemachte Puzzle Level
- Nichts für ältere Gamer
- Spielzeit zu Kurz (2-3h)
- Charaktere immer nur einzeln

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 62%

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