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NDS Music Monstars - The Ultimate Music Machine
 
 
Music Monstars - The Ultimate Music Machine - NDS
Kilian Pfeiffer (27.11.2008)

SYSTEM: NDS US
PUBLISHER: Tivola
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Wir hatten es bereits im Test von „Guitar Rock Tour" angekündigt: „Music Monstars" hatte sich auf Bildern wie ein „Guitar Hero"-Klon gezeigt, was aber nur eine sehr kurze Annahme bleiben sollte. Denn der Titel von „Tivola" ist alles andere als ein solcher Klon, vielmehr eine an der „High School Musical"-Nintendo DS-Reihe sich orientierende Software. Mit Musik hat das Ganze hingegen ziemlich viel zu tun. So viel, dass sich im Untertitel folgende vier Wörter verbergen: „The ultimate Music Machine". Ein hehres Ziel, was der Entwickler hier von sich gibt. Neu an der Sache: Ein Karaoke-Feature ist ebenso integriert.

Menus und die Story....

Was erwartet man sich von einem DS-Titel, der sich „Music Monstars" schimpft? Ein witziges Jump’n Run im kunterbunten Comicstil? Ein skurriles Abenteuer der Adams Family? Wir sind nun schlauer und wissen, dass es sich um ein reinrassiges Musikspiel handelt, um eines, bei welchem man im richtigen Augenblick reagieren muss, um nicht zu versagen. Aber dazu später mehr! Neben der „Karriere" wartet ein „Proberaum" auf Euch, selbst ein „Composer" zum Komponieren von Melodien steht bereit. Wie das gesamte Spiel, ist auch dieser stark vereinfacht worden. Aber auch dazu haben wir ein paar Worte weiter unten zu verlieren – wie zu den 18 „internationalen Tophits" – so nennt diese zumindest der Packungsrücken des Titels. Zu tun habt Ihr es etwa mit Songs wie „Final Countdown", „Personal Jesus", aber auch „Dragostea Din Tei". Jedoch liegt jedes Lied in einer sehr reduzierten, heruntergeschraubten Version vor. Also keine Originalumsetzungen des ursprünglichen Interpreten. Gesungen wird so und so nicht, da der Titel – wie bereits erwähnt – ein Karaoke-Feature beinhaltet. Es gilt also, selbst zu singen.

Und weil man auch bei „Music Monstars" auf Welttournee geht, ist das Prozedere klar vorgezeichnet. Überall auf der Welt müsst Ihr Euer Bestes geben, auf drei verschiedenen Instrumenten Euer Können beweisen und in die „Hall of Fame" der Monster einziehen. Allerdings ist das Instrumentenspiel ein anderes, als Ihr es Euch zu diesem Zeitpunkt wohl noch vorstellt.

Technik und Gameplay....

18 Lieder sind auf der Spielkarte enthalten, größtenteils bekannte Melodien, die in gewissem Maße leicht verfremdet sind, da sie nicht in der originalen Variante durch den Soundausgang dudeln. Zunächst wollen die Songs freigespielt werden. Dies geschieht innerhalb der eingeschlagenen „Karriere", einer, die ziemlich einmalig ausfällt. Vor allem was die Abwechslung angeht, muss man bei „Music Monstars" Abstriche machen. Zwar existieren ein Piano, ein Schlagzeug sowie eine Gitarre, die in der Regel auch in jedem Lied gespielt werden müssen, aber eben anders als gewohnt. Denn anstatt in einer individuellen Art des Spieles Erfolge zu feiern, müssen blaue Kreise im richtigen Augenblick mit dem Touchpen berührt werden. Erst wenn der im sich drehenden Kreis befindliche Pfeil an der höchsten Stelle angekommen ist, fordert das Programm eine Berührung. Der Switch zwischen den Instrumenten erfolgt automatisch während des Liedes. Zunächst ist beispielsweise ein Gitarrenhals eingeblendet, dann ein aus Knochen bestehendes Piano, später folgt das monstertypische Schlagzeug mit den Spinnennetz-Symbolen. Alles im Stile der wenig unheimlichen, dafür sehr kinderwirksam vermarkteten Kreaturen.

Je genauer ihr dem Rhythmus folgt, desto höher ist der Punktefaktor, desto besser das schlussendliche Ergebnis eines Songs. Die blauen Kreise erscheinen im Übrigen überall auf dem Bildschirm verteilt, jedoch an denjenigen Stellen des Instruments, an welchen sie auch in der Realität Sinn machen würden (beispielsweise über den Tasten des Klaviers, den Schlagflächen der Drums oder auf den Saiten der Knochengitarre). Das ist alles, was Ihr im „Karriere"-Modus beachten solltet – Minispiele oder dergleichen gibt es nicht, ebenso keine Abwechslung innerhalb des Instrumentenspiels. Aber auch ein wenig Herumklimpern ist erlaubt – über das Hauptmenü lassen sich „Freestyles" starten. Ohne besagte Kreise, sehr wohl aber mit entsprechender Spielweise. So macht es einen Unterschied, den Gitarrenhals weiter oben zu treffen oder die Pianotasten weiter rechts anzuschlagen. Auf Knopfdruck lassen sich diverse Einstellungen durchführen, beispielsweise der Klang der gespielten Noten, sei es ein Tuba-Keyboard, ein Hiphop-, Rock- oder FX-Schlagzeug sowie Gitarren in allen möglichen Varianten (Steel Guitar, Axel Bass, etc.). Ein manuell wählbarer Rhythmus unterlegt das Geschehen. Habt Ihr Euch für eine Auswahl entschieden, kann das Musikerlebnis losgehen. Ihr klimpert was das Zeug hält, haut auf die Drums, so dass das Trommelfell in Vibration gerät und schlagt die Saiten mit viel Gefühl. Ein wirklicher Song wird dabei zwar wohl nur mit viel Glück herauskommen, denn es handelt sich dabei eben „lediglich" um eine spielerische Angelegenheit. Spaß dürfte dies den jungen Daddlern aber dennoch bereiten.

Wollt Ihr eine selbst geschaffene Kreation aufnehmen, steht Euch der „Composer" zur Verfügung, ein Aufnahmemenü, in dem Ihr selbst die speicherkarteninterne Batterie mit Eurem Content beladen dürft. Der Platz ist zwar begrenzt, aber ein paar eigens komponierte Tracks lassen sich durchaus aufnehmen. Zweifelhaft ist der Spaß dabei, denn ohne Noten Songs zu erstellen, ist schon eine Sache für sich und eher zum Spaß des Nutzers gedacht. Mehr Sinn macht hierbei aber die Karaoke-Funktion, bei der Ihr die angezeigten Texte der einzelnen Lieder nachsingen dürft. Übrigens ganz im Stile einer Karaoke-Bar. Der Text wird also farblich hinterlegt, so dass zu jederzeit klar ist, wo Ihr Euch gerade im Text befindet. Drei Schwierigkeitsgrade sorgen dafür, dass jeder etwas zu spielen hat. Allerdings bleibt es größtenteils gut machbar.

Grafik & Sound....

Bedauerlicherweise gibt es kaum optische Abwechslung im monsterverseuchten Ambiente. Denn alles was Ihr in der Regel zu Gesicht bekommt, ist ein Gitarrenhals, ein Drum-Set sowie ein Piano. Alles in nettem Comic-Stil. Manchmal besucht Euch ein Gespenst, Euer eigentlicher Mentor, der immer ein paar Infos parat hat, aber im Grunde wenig Wichtiges von sich gibt.

Die Auswahl der Songs könnte sich sehen lassen, wenn man sich doch wenigstens für die originalen instrumentalen Varianten entschieden hätte. Dazu hat es aber wohl aufgrund von lizenztechnischen und preislichen Hindernissen nicht gereicht. Wir hätten uns dies aber dennoch gewünscht, da das Spiel von der Musik lebt. Und trotz der Neuauflagen aber gar nicht mal so schlecht, wie sich dies jetzt vielleicht anhören sollte.

Multiplayer....

Maximal vier Spieler treten im Mehrspieler-Modus gegeneinander an, allerdings nur dann, wenn vier Spielkarten zur Verfügung stehen. Liegt nur eine einzige vor, reicht dies dessen ungeachtet für ein flottes Duo – per Download-Spiel! Entweder tretet Ihr als neu zusammengesetzte Band vor das Publikum oder aber im direkten Duell gegen einen Kontrahenten. Das ist im Gesamten auch ganz nett, aber nichts Außergewöhnliches. Ihr solltet Euch einfach mal daran wagen.

Fazit....

„Music Monstars" ist ein Versuch, auf der derzeitigen Musikwelle mitzuschwimmen. Und in der Tat reicht die Software für eine jüngere Klientel durchaus aus. Leider krankt der Titel an spielerischer Abwechslung, denn Fakt ist, dass bis auf die Kreise kein Spielelement enthalten ist, das es zu bedienen gilt. Das Setting ist witzig, hätte aber konsequenter ausgereizt werden müssen. Erneut ist es der kleine Bruder oder die kleine Schwester, die sich vor allen Dingen angesprochen fühlen sollte.

 

+ 18 bekannte Melodien
+ einfache Zugänglichkeit
+ (überflüssiger?) „Composer"
- krankt an Abwechslung
- von „Allem" etwas zu wenig
- keine richtige Story

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: 65%

GESAMTWERTUNG: 62%

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