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NDS Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen
 
 
Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - NDS
Matthias Engert (13.12.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Sega
GENRE: Sportspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.40 Euro
RUMBLE PAK: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

Zwei der vielleicht bekanntesten Videospiel Helden tun sich ja nun schon seit geraumer Zeit immer wieder mal zusammen. Mal mit Gastauftritten in den jeweiligen Spielen, um im Gegensatz dazu gleich mit beiden das Cover zu schmücken. So geschehen bei Sega’s Olympia Spielen, die es ja zur Sommer und aktuell auch zur Winter Olympiade in Vancouver gibt. Nicht mehr lange hin, bis sich die besten realen Sportler in Canada treffen, dürfen Wintersport Cracks nun auch die etwas andere Herausforderung annehmen. Allerdings steht für mich persönlich die hier vorgestellte DS Version schon ein wenig unter Zugzwang. Denn die Wii Version empfand ich als nur mäßig gelungen und sehr stark auf das jüngere Publikum ausgerichtet. Ein bisschen mehr Tiefgang und Anspruch durfte es also sein. Zwar ist technisch logischerweise auf dem DS weniger möglich, aber das muss ja nicht zwangsläufig weniger Spielspaß bedeuten. Auf alle Fälle gibt es genug Gründe, um sich die DS Version der Winterspielausgabe mal etwas genauer anzuschauen.

Menus und die Story....

Auch hier steht Sega wieder als Verantwortlicher in den Credits, so das man sich in Sachen technischer Rahmenbedingungen eigentlich wenig Sorgen macht. Und genau so ist es auch. Zum ersten wird euch einmal mehr ein komplett deutsches Spiel präsentiert, dass hier und da auch mit einer angedeuteten Sprachausgabe daher kommt. Auch wenn es sich in Sachen Charaktere, eher um deren bekannte Samples handelt. 2 Profile stehen zur Verfügung, in denen euer Fortschritt gespeichert werden kann. Wahlweise gibt es dazu später per Menu die Möglichkeit, oder das Spiel selber fragt euch nach dem Speichern des Fortschritts. Auch in Sachen Multiplayer gibt es fast nur Gutes zu berichten. Neben einer Multi- gibt es auch wieder die Single Card Variante für den billigen Spielspaß. Online Gameplay gibt es dagegen wieder nicht, sondern nur die Möglichkeit die eigenen Rekorde Online mit anderen Spielern vergleichen zu lassen. Schade hier hätte ich mich durchaus darüber gefreut. Storytechnisch macht es die DS Version um einiges besser als sein großer Bruder. Grund dafür ist neben reinem Disziplin Gameplay, der enthaltene Abenteuer Modus. Denn in diesem spielt man eine kleine Geschichte. Hier sorgen die ewigen Bösewichte Eggman und Bowser dafür, dass es keinen Schnee in den einzelnen Wintersport Orten gibt. Dazu entführen sie 5 von 6 Schneegeistern, in deren Locations es von nun an keinen Schnee mehr gibt. Nur einer ist übrig und bittet Mario & Sonic um Hilfe. Gemeinsam machen sie sich im Abenteuer Modus auf die Suche nach den Geistern und bringen nach und nach den Schnee zurück, um dabei gleich noch in den enthaltenen Disziplinen für sportliche Ausrufezeichen zu sorgen. Das sollte gut passen, ohne jetzt hier zuviel vorweg zu nehmen. Aber dazu lasse ich mich dann im Gameplay Teil etwas intensiver aus.

Der Start in das Spiel ist noch relativ verhalten. Neben dem obligatorischen Schreihals, den man schon von der Wii her kennt, wartet zunächst die Profilwahl auf euch. Hier gebt Ihr euch einen Namen und Nationalität und landet danach auch schon auf dem Hauptmenu des Spiels. Das Hauptmenu bietet euch 5 verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Neben dem Einzelspieler gibt es das Mehrspieler Gegenstück und den angesprochenen Abenteuer Modus. Dazu kommen das Rekordbuch und die Optionen. Im Rekordbuch könnt Ihr euch eure Offline Ergebnisse zu allen Inhalten in Ruhe zu Gemüte führen, oder eben per WFC Online mit anderen Spielern vergleichen. Dazu gibt es hier die Galerien, die man durch diverse kleine Secrets im Spiel füllt. Angefangen bei simplem Hintergrundwissen, wie in einer Bibliothek, bis hin zu diversen Abzeichen und Medaillen. Die Optionen bieten die Möglichkeit die Soundeinstellungen und Mikro Empfindlichkeit anzupassen, sowie einige Spieleinstellungen zu verstellen. Dazu gehören neben dem Wetter auch die Schwierigkeitsgrade. 3 davon gibt es, wobei ich hier gleich anmerken möchte, von Leicht sollte man die Finger lassen. Hier meint man es mit seichtem Gameplay etwas zu gut und selbst 5jährige haben damit kein Problem. Schwer ist durchaus sinnvoll und sollte auch älteren Spielern entgegenkommen. Doch nun genug der Vorrede. Was leistet die DS Version? Das wird sicherlich einige Wintersport Anhänger unter euch interessieren.

Technik und Gameplay....

Geht Ihr allein an den Start sind gleich 2 Punkte auf dem Hauptmenu interessant. Neben dem Abenteuer Modus, dem wir uns gleich gesondert widmen, wartet natürlich hervorstechend der Einzelspieler Modus auf euch. Wählt man diesen an, warten 4 weitere Wahlmöglichkeiten auf euch. Hier gibt es den Einzelmatch Modus, das Multirundenspiel, die Partyspiele und das Geist Gameplay. Letztgenanntes ist durchaus interessant für die Score und Zeitenjäger unter euch, da man hier nicht nur gegen seine eigenen gespeicherten Geistdaten antreten kann, sondern auch gegen die der Entwickler. Immer ein ganz anderes Kaliber was Anspruch angeht. Was auffällt ist ein Fehlen eines Turnier Modus, das Olympia irgendwie hätte nachbilden sollen. Finde ich in dem Zusammenhang nicht so schlecht. Lieber gar keine dieser Varianten, als die mäßige Variante der Wii Version. Noch am ehesten in diese Kerbe schlägt das Multirundenspiel, bei dem man selber bestimmte Sportarten und Disziplinen auswählen kann, um sie danach hintereinander spielen zu können. Der Einzelmatch Modus, der ja auch den passenden Titel Schnellspiel trägt, dient nun dazu um Medaillen die enthaltenen Sportarten und Disziplinen anzugehen. Zumindest um sich mal einen schnellen Überblick zu holen, ist dieser Modus durchaus geeignet. So zeigen sich auf die schnelle die sportlichen Inhalte, die sich von der Anzahl her und den enthaltenen Varianten durchaus sehen lassen können. Wieder eingeteilt in die gewohnten realen Vorbilder, gibt es auch auf dem DS die Traumdisziplinen, die etwas abgedreht daherkommen. Insgesamt trumpft die DS Version hier mit knapp 30 Disziplinen auf, die je nach Sportart natürlich mehr bieten. So gibt es beim Skisport gleich 5 Disziplinen, während z.b. Eishockey natürlich als Einzelevent vertreten ist. Aber es zeigen sich rein inhaltlich weitere gelungene Unterschiede zum großen Bruder. Allein das man hier jetzt auch Biathlon, die Nordische Kombination und reinen Skilanglauf mit integriert hat, wertet das Ganze durchaus auf, auch wenn man technisch schon Kompromisse eingehen musste. Aber allemal ein gelungener Punkt in der DS Version. Ihr könnt hier nun alle Disziplinen einzeln angehen und je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad versuchen auch derer 3 Medaillen zu holen. Sprich, spielt ihr auf Schwer und holt Gold, werden gleich alle 3 entsprechenden Slots der Disziplin gefüllt. Wählen was und wie oft ihr angehen wollt, wird nicht vorgegeben und nur Ihr entscheidet was Ihr tun wollt.

Um die Sportarten einmal kennenzulernen durchaus interessant und nicht ganz unwichtig. Denn wie sich die Sportarten spielen und was noch so drinsteckt, kann ich euch viel besser im Abenteuermodus erklären. Dieser ist wenn man so will das Killerfeature im Spiel und eigentlich auch der Kaufgrund schlechthin für die DS Version. Über das Hauptmenu erreicht Ihr diesen Modus und könnt hier eine komplett neue Story beginnen oder Laden und auch die enthaltenen Missionen einzeln spielen. Aber nur im großen Ganzen macht das ganze auch Sinn. Startet Ihr ein neues Abenteuer wird euch zunächst die Hintergrundgeschichte in InGame Sequenzen vorgestellt. Ihr seht die beiden Schurken, die Entführung der Schneegeister und wie sich die zunächst alleinigen Helden Mario & Sonic auf den Weg machen. Der Abenteuer Modus macht dabei auch seinem Namen alle Ehre und spielt sich auch so wie man es erwarten kann. Neben einer Oberwelt mit begehbaren Bereichen, gibt es mitten drin reichlich spielerische Action in Form der Wintersport Disziplinen. Eingebettet in die gute Story hat man hier auch die Gelegenheit die fehlenden Charaktere zu erspielen. Da alle der 20 im Spiel enthaltenen eigene Stärken und Schwächen haben, nicht ganz unwichtig. Die Grundlagen des Gameplays sind wie schon erwähnt Zweigeteilt. Im Großteil des Abenteuer Modus lauft Ihr mit einem Charakter in den verschiedenen Welten herum, sucht und findet diverse Charaktere und Events, und könnt durch ein angedeutetes Rätselgameplay die Geheimnisse und Schurken des Spiels enthüllen. Als großes Ganzes angelegt, spielt Ihr so nach und nach die Welten frei, um je nach Spielfortschritt auch immer wieder zwischen diesen Hin- und Herwechseln zu müssen. 100% Linear ist dieser Modus also keinesfalls. Der Start ist auch hier recht seicht gemacht und überfordert zunächst mal keinen Spielertypen. Fast schon als Tutorial ausgelegt, macht Ihr Bekanntschaft mit allen Gameplay Facetten. Einen Hauptbestandteil übernimmt dabei das Öffnen aller Wege in den Welten. Dazu muss man in jeder Welt eine bestimmte Anzahl an Kristallen finden und erspielen. Dies tut man an bestimmten Orten, wo die Sportarten und Disziplinen auf euch warten. Findet man einen solchen Punkt, steht dort entweder ein Allerwelts Charakter oder eben einer der 18 bekannten Sega und Nintendo Helden. Gewinnt man nun die folgende Disziplin, so bekommt man nicht nur den Kristall, sondern der besiegte Charakter schließt sich euch an. So sammelt Ihr mit der Zeit für alle im Spiel enthaltenen Disziplinen regelrechte Spezialisten. Sind Mario & Sonic die Allrounder im Spiel, so ist z.b. Tails eine Meister des Sprungs und der Technik, während Luigi ein wahrer Ausdauerkünstler im Langlauf ist. Besonders für spätere Duelle und die Boss Fights teilweise ein entscheidender Vorteil.

Voraussetzung für viele sportliche Duelle sind im Spiel auch entsprechende Ausrüstungen. Gerade was die Traumdisziplinen angeht, muss man teilweise abenteuerlich klingende Ausrüstungen beschaffen, um so z.b. mit Kometenski, einer Kampfschneekanone oder Sternenstaubgleitern anzutreten. Was teils etwas übertrieben klingt, bleibt spielerisch aber auf ordentlichem Niveau. Auch wenn es mit den Traumdisziplinen schon abgedrehtes Gameplay gibt, die normalen Disziplinen machen sich schon bekannte Regeln zunutze. So gibt es die Disziplinen an sich in 3 Varianten. Zum einen spielt man wie schon erwähnt 1-1 z.b. gegen die enthaltenen normalen Charaktere, dazu die sogenannten Boss Kämpfe und auch solche Wettbewerbe, wo man mit der Höchstanzahl von 3 weiteren CPU Mitstreitern loslegen kann. Mehr gibt es hier also nicht im Spiel. Die Umsetzungen der einzelnen Disziplinen ist teilweise sehr ansprechend gemacht und steht der Sommer Variante kaum in etwas nach. Euch erwartet eine Mischung aus Touch Screen und Tastenaction, ohne das man den Eindruck hat, man wolle hier zuviel Innovationen an den Mann bringen. Wirklich daneben ist hier keine Steuerung. Ein paar Beispiele sollen euch das mal verdeutlichen. Ein gutes Beispiel für die schnellen Skipisten ist die dort verwendete Pensteuerung über den Touch Screen. Hier fahrt Ihr aus der Sicht hinter dem Charakter und könnt je nach Position auf dem Screen Gas geben und auch Lenken. Funktioniert ähnlich dem Moto Racer Spielprinzip und ist eine gelungene Sache. Genauso punktet damit die Skisprung Variante. Hier wischt Ihr je nach Moment, also Absprung, Flug oder Landung auf entsprechenden Bereichen. Wirkt sich aus und wirkt dadurch nicht aufgesetzt. Bei den Kreuz/Tasten Varianten bieten sich die Laufwettbewerbe für ein Beispiel an. Z.b. erinnert der Langlauf sehr an alte Excitebike Action auf dem NES, was die Sichtweise angeht. Schräg von der Seite geht es hier nach Rechts um damit auch Runden spielen zu können. Eine sich leerende Herzanzeige gibt es euch immer an, wie stark man sein Tastengehämmer aktuell tätigen sollte. Dazu kann man hier über Erholungsbereiche fahren, die euch je nach Charakter auch eine bestimmte Anzahl an Sprints ermöglichen. Es gibt Windschattenfahren, geht dabei hoch und runter bleibt bis zum Ende meist sehr spannend. Außer halt in den ersten beiden Welten, wo auch auf Schwer der Schwierigkeitsgrad an sich überschaubar bleibt.

Mit dieser Langlauf Varianten werden dann auch andere Sportarten kombiniert, so das man auch beide Steuerungsfacetten in einem zu sehen bekommt. So erlebt man beides z.b. in der Nordischen Kombination aus Springen und Laufen, oder beim deutschen liebstes Wintersportkind - dem Biathlon. Zwar relativ einfach umgesetzt ist das ganze ein reines Reaktionsspielchen. Erreicht man den Schießstand, so bewegt sich je nach Charakter ein Fadenkreuz selbsttätig von oben nach unten über die Scheiben. Spielt man hier z.b. mit einem Biathlon Spezi, so bewegt es sich langsamer, als bei anderen Charakteren. Schießt man daneben, muss man danach bei der nächsten Runden über A-Tasten Gehämmer seine Strafzeit "absitzen". Dazu kommen nun auch die Traumdisziplinen, die teilweise durchaus knackiges Gameplay bieten. Stichwort Schneekampfkanone, wo man wie auf einem Panzer fahrend durch ein festes Areal fährt und dabei Dank unendlich Munition versuchen muss die Gegner und deren Lebensleisten zu leeren. Je mehr Treffer um so höher die Wertung. Erinnert an die Ballon Schlachten eines Mario Kart. Oder es geht erneut in die Weiten des Alls, wo es den Skiweitsprung in einer anderen Variante gibt. Wieder springt man mit der üblichen Technik von einer riesigen Schanze ab und schwebt danach durchs All. Hier zeigt euch eine sich leerende Balkenanzeige, wie lange Ihr noch durchs All fegt, ohne an Höhe zu verlieren. Um diesen Balken ein wenig aufzuhalten, sollte man Ringe durchfliegen und versuchen via Ereignisblock den Gegner zu beeinflussen. Nicht nur als Boss Kampf dabei. Die Mischung im Gesamten ist im Spiel durchaus gelungen und macht auch auf lange Sicht Spaß. Auch weil die Gegner mit der Zeit glücklicherweise besser werden und das ganze keine Ein-Mann Veranstaltung wird. Liegt einem die Sportart, hat man durchaus wenig Schwierigkeit, wird aber hier und da durchaus gefordert. Daher empfinde ich die Zielgruppe der DS Version viel ausgewogener, da man auch ältere Spieler damit anspricht. Auch später im Multiplayer punktet das Spiel mit seinen Disziplinen wesentlich besser als der große Bruder. Je weiter man im Abenteuer Modus kommt und mehr und mehr Charaktere freispielt, um so mehr Ecken der Welten kann man auch begehen. Es gibt Orte und Barrieren, die scheinbar ewig geschlossen sind. Bis man einen bestimmten Charakter freispielt und sich an diese Stelle erinnert. Viele kleine Secrets lockern das ganze auch auf und diverse Minispiele, die auch mal das Mikro mit einbeziehen wissen hier zu gefallen.

Mit 5-6 Stunden ist die Spielzeit zwar für sich gesehen nicht ewig hoch, aber zusammen mit allen spielerischen Inhalten als gelungen anzusehen. Was halt schon auf lange Sicht fehlt ist ein waschechter Online Modus, bei dem man seine Fähigkeiten Live mit anderen unter Beweis stellen kann. So bleibt euch dafür nur der Offline Multiplayer. Bedingt durch die Wahlmöglichkeiten des Spiels ist man auch nicht auf einen Inhalt speziell festgelegt. Hat man mal keinen Bock auf den Abenteuer Modus, wagt man sich in das Schnelle Spiel auf der Jagd nach den Medaillen, oder holt sich halt ein paar Freunde dazu, um im guten Multiplayer den Besten zu ermitteln. Auch wenn der Bezug zu Olympia nicht unbedingt größer ist als in der Wii Version, gefällt die DS Variante durch die spielerischen Möglichen, allem voran dem Abenteuer Modus um einiges besser und kann Wintersport Freunde durchaus empfohlen werden.

Grafik & Sound....

Grafisch gefällt der Stil der DS Version. Zwar bekommt man nicht so eine verspielte Grafik geboten, wie sie z.b. Mario & Luigi 2 zu bieten hat, dennoch passen Farbpower und Detailfreude sehr zum Spiel. Gelungene Backgrounds für DS Verhältnisse lassen oftmals eine stimmige Atmosphäre aufkommen und werden aufgelockert durch reichlich kleine Effekte in den Disziplinen. Auch die einzelnen Animationen gehören zu den Pluspunkten des Spiels. Eine saubere Technik unterstützt den Spieler und wirkliche Schnitzer oder Fehler findet man nicht. Zumindest sind mir keine aufgefallen, die man auch so betiteln könnte. Alles was einen höheren Speed mitbringt, ist auch so umgesetzt und knifflige Punktgenaue Aktionen lassen sich auch so ausführen.

Beim Sound bekommt Ihr das mittlerweile typische Gedudel der Serie zu hören, was fast schon übertrieben fröhlich daherkommt. Passend und immer als poppige Stücke umgesetzt, überhört man sie aber nicht. Effekte sind genug vorhanden um auch die Disziplinen zu unterstützen und die angedeuteten Sprachsamples der Charaktere reihen sich hier mit ein. Auch wenn man sich manche ein wenig zu oft wiederholen. Toad ist hier ein gutes Beispiel. Aber auch nichts was dem Spiel nun negativ ankreiden könnte.

Multiplayer....

Der Multiplayer im Spiel stellt durchaus eine Stärke dar. Zwar bietet man leider keinen Online Modus was die Sportaction direkt angeht, sondern nur die üblichen Ergebnisvergleiche, dafür punkten aber die Offline Möglichkeiten. So kann man z.b. die eigenen Geist Dateien auch auf den DS eines Freundes laden und diesen sich daran die Zähne ausbeißen lassen. ;-) Oder aber ihr legt spielerisch los. Das könnt Ihr wahlweise mit bis zu 4 Modulen, oder in der billigen Variante mit nur einer Cartridge. Positiv das bis auf die langen Ladezeiten die Möglichkeiten nicht abgespeckt sind. Einzig Rekorde könnt Ihr dann nicht Sichern. So habt Ihr dann mit Freunden die Möglichkeit Einzel-, Runden- und die Partyspiele gegeneinander zu spielen. Für eine Runde zwischendurch mit der billigen Varianten lohnenswert und unterhaltsam.

Fazit....

Die "kleine" Version der Vancouver Ausgabe aus dem Hause Sega, kann den mäßigen Auftritt der Wii Version glücklicherweise ausbügeln. Denn auf dem DS bietet man dem Spieler mehr inhaltliche Action, was vor allem auf den guten Abenteuer Modus mit eigener Story zurückzuführen ist. Hier macht die Mischung aus Adventure und sportlicher Action auch auf längere Sicht Spaß. Zwar spielt man daran nicht ewig, bekommt aber dann durch die Jagd nach Medaillen weitere unterhaltsame Spielzeit dazu, so das man mit dem Spiel locker 10 Stunden zubringen kann, um erstmal überall etwas gerissen zu haben. Mittels des gelungenen Multiplayers, kommen auch Freunde der Mehrspieleraction auf ihre Kosten, auch wenn es schade ist, dass wieder ein waschechter Online Modus fehlt. Eine passende Präsentation und keine aufgesetzt wirkenden Inhalte machen den DS Titel einfach runder. Zwar fehlt auch hier der eigentliche Bezug zu Vancouver, hier nehmen sich beide Spiele nichts, aber rein vom Spaß und der spielerischen Unterhaltung macht die DS Version viel mehr her als der eigene große Bruder.

 

+ Gute/Einfache Steuerungen
+ Mischung der Disziplinen
+ Grafik/Sounds gelungen
+ Schwierigkeitsgrad Schwer
+ Abenteuer Modus
+ Manche Sportarten nur hier
+ Technisch gelungen
+ Komplett deutsch
+ Multiplayer
- Kein Online Gameplay
- Wi-Fi nur für Rekorde
- Wieder kaum Bezug zu Olympia

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER/WI-FI: 79%

GESAMTWERTUNG: 79%

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