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NDS Moorhuhn 2: Juwel der Finsternis
 
 
Moorhuhn 2: Juwel der Finsternis - NDS
Kilian Pfeiffer (08.06.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Phenomedia
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-9
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 7+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Es flattert und flattert und flattert! Das Moorhuhn ist zum Medienstar geworden, damals noch als kostenfreier Download, hat sich das Federvieh zu einem kommerziell erfolgreichen, virtuellen Helden gemausert. Ohne Moorhuhn geht es weder im PC-Bereich noch auf Konsolen. Gewöhnlich wird das hühnchenartige Wesen zwar als Zielfutter für überaus enthusiastische Schützen verwendet, doch gibt es nun auch Titel, die das neugierige Moorhuhn zum Spielprotagonisten auserkoren haben. Ein Beispiel dafür ist „Moorhuhn – Juwel der Finsternis" – entwickelt vom deutschen Hersteller „SnapDragon Games". Wie sich das abenteuerlustige Getier in seiner neuen Rolle schlägt und was Ihr Euch vom Spiel selbst erwarten dürft, soll nun folgendes Review klären.

Menus und die Story....

Irgendwo am Ende der Welt soll ein Schatz versteckt sein. Weit entfernt von aller menschlichen Zivilisation mitten in einem verlassenen Tempel. Eigentlich ein Fall für Indiana Jones, wagt sich dennoch das wackere Moorhühnchen daran, den Adventure-Stoff zu seinem eigenen Abenteuer umzumünzen. Logisch, dass das Tier den Schatz in den Tempelkammern bergen will. Nur so könnte es weltweit Ruhm erlangen und in die Annalen eingehen. 60 immer kniffliger werdende Missionen warten auf ihre Entdeckung, Fallen über Fallen säumen den Weg des Moorhuhns. Es gilt, das Köpfchen anzustrengen, denn ein Durchmarsch kann nicht ohne weiteres erfolgen. Stickig ist das Innere des komplexen Tempelgefüges, eng dessen Gänge, gefährlich die auf dem Weg lauernden Monster. Mit ein wenig Geschick kommt das Moorhuhn allerdings an den Gefahren vorbei und erreicht den Schatz – koste es was es wolle.

„Moorhuhn – Juwel der Finsternis" setzt sich aus 60 Levels zusammen, die zu Beginn über eine Tempelübersicht dargestellt werden. Im Laufe des Fortschritts wächst der an Euch gestellte Anspruch, denn immer komplexer werden die Aufgaben, weitläufiger die engen Kanäle, durch welche Ihr Euch Euren Weg bahnt. Bedauerlicherweise bietet der Titel lediglich einen einzigen Spielmodus. Weder einen Multiplayer gibt es zu bestaunen, noch Bonusinhalte oder spezielle Spielmodi.

Technik und Gameplay....

Das Moorhuhn ist mit einem Flugballon unterwegs. Dieser ermöglicht dem flugunfähigen Tier scheinbar Unmögliches: Höhen und Tiefen lassen sich mit dem gasbefüllten Objekt hervorragend meistern. Ist der Weg nach oben frei, fliegt Ihr mir nichts, dir nichts in die Höhe. Der in 2D dargestellte Titel ist größtenteils relativ unspektakulär, was Level-Interieur und besondere Einfälle angeht. Mit dem Steuerkreuz dirigiert Ihr das Moorhuhn von links nach rechts und von oben nach unten, wobei eine gewöhnliche Tempel-Mission beliebig strukturiert sein kann. Charakteristisch für eine typische Stage im Spiel erwartet Euch ein aus unkaputtbaren Metallkisten bestehendes Areal, das von unzähligen Sandblöcken durchzogen ist. Jene Blöcke lassen sich auf einfachste Weise zerstören, indem Ihr auf diese zulauft. Weil Sandblöcke als stabilisierende Faktoren dienen, kann es durchaus sein, dass auf ihnen nach ihrer Zerstörung lastende Blöcke nun nach unten rauschen und dem Moorhuhn den Weg versperren.

Neben den Sandblöcken warten ferner Felsformationen, die vom Zahn der Zeit gezeichnet sind, auf ihre Zerstörung. Allerdings darf das Moorhühnchen diese auch verschieben – nicht nur zum Füllen von Lücken, sondern auch, um Widersacher außer Gefecht zu setzen. Denn um eine Mission zu erfüllen, bedarf es nicht, wie landläufig üblich, einen Ausgang zu erreichen, sondern Ihr müsst alle Gegner ausschalten, um ein Level voranzukommen. Daher können Felsblöcke auch dazu genutzt werden, Opponenten zu plätten und dadurch auszuschalten. Die Unholde laufen in wilder Weise durch die Gänge, immer auf der Suche nach etwas Leckerem zu fressen. Intelligent agieren sie zwar nicht, daher dürfte es oftmals gar nicht so schwer sein, im rechten Moment deren virtuelles Lebenslicht auszuknipsen. Allerdings – und das ist die Schwierigkeit des Spieles – sind Eure Aktionen des Öfteren kaum im Voraus vorherzusehen: Habt Ihr einen Sandblock zerstört, krachen die darüber liegenden Blockmassen nach unten, so dass Ihr teilweise nur noch mit Hilfe von Granaten und Minen vorwärts kommt. Poröse Felsschichten lassen sich in ihre Einzelteile zerlegen, selbstverständlich auch angreifende Rivalen im Nu ausschalten. Giftkocher funktionieren in ähnlicher Weise und explodieren bei Kollision mit anderen Gegenständen, dienen aber auch dazu, bislang versperrte Wege zugänglich zu machen und Gegnergruppen auszuschalten. Leider zeigt sich der Titel relativ innovationsarm, was nicht nur an den größtenteils immer ziemlich ähnlich aufgebauten Levels liegt, sondern auch daran, das der Schwierigkeitsgrad wegen unvorhergesehener Situationen stark anzieht. Außerdem ist die Optik nicht sonderlich spektakulär geraten, das Spielprinzip bietet nur bedingt Abwechslung.

Die Lebensenergie des Hühnchens wird durch einen Zahlenwert repräsentiert, der kontinuierlich nach unten rauscht. Werdet Ihr von Blöcken getroffen oder erleidet Ihr eine Feindberührung, wird ebenfalls ein beträchtlicher Wert Eures Kontos subtrahiert. Durch Nahrungsrationen, die als Pommes Frites, Cola oder Hamburger in der Gegend verteilt herumliegen, sorgt Ihr für Bonus-Lebensenergie. Im späteren Verlauf des Spieles findet das Moorhuhn Schlüssel in drei verschiedenen Farben, die jeweils für das farbentsprechende Schloss verwendet werden dürfen. So gilt es dann zunächst bestimmte Bereiche des Levels zu erkunden, um den jeweiligen Öffner für einen anderen Abschnitt zu erhaschen. Allerdings solltet Ihr wirklich aufpassen, dass Ihr Euch das Vorankommen nicht aus persönlicher Unaufmerksamkeit unmöglich macht. Zwar gibt es Röhren, die als alternatives Transportmittel gelten, jedoch stehen diese nicht jederzeit zur Verfügung. Denn um in die Highscore-Liste zu kommen, bedarf es eines anständigen Punkteregens, der vor allem durch Edelsteine und Farbmünzen deutlich anschwillt. Neben der ganzen Feindsituation wartet auch noch eine weitere unangenehme Gefahr auf deren Überwindung: Feuer! Unter schlimmen Schmerzen darf das Moorhuhn das heiße Element zwar austreten, wesentlich einfacher und behutsamer geht dies allerdings unter Einsatz eines Wasserschwalls. Das Feuer ist dann gelöscht und das Abenteuer darf fortgesetzt werden.

Grafik & Sound....

Das Moorhuhn für sich ist putzig gestaltet und lehnt sich am weltberühmten Abenteurer Indiana Jones an, der ebenfalls mit Hut und Schatzkarte „bewaffnet" die Welt für sich erobert. Allerdings sind die immer sehr ähnlich aufgebauten Tempel-Settings alles andere als abwechslungsreich. Blöcke über Blöcke, Kisten über Kisten und mittendrin ein Huhn. Auch die wenig inspirierende Feindesriege trägt eher zur Eintönigkeit bei, als dass sie für spannende Momente sorgen würde.

Gut, der Sound war noch nie die große Stärke des Flattertiers, auch dieses Mal sind die wenig vielfältigen Musikstücke nur als spielerische Bereicherung des Geschehens anzusehen. Ein wenig Gedüdel hier, ein bisschen Geklimper da – fertig ist ein ohrwurmbefreiter Soundmix!

Fazit....

„Moorhuhn – Juwel der Finsternis" – ist vom Ansatz her nicht schlecht gelöst worden. Steine zu verschieben, Gegner zu plätten und farbige Schlüssel ihren jeweiligen Schlössern zuzuordnen, macht auf gewisse Weise Spaß, allerdings vermissen wir im Folgenden die auf Dauer motivierende Komponente. Leider bleibt die Abwechslung auf der Strecke liegen, was nicht nur den Ursprung in der immer gleichen Vorgehensweise innerhalb der Levels hat, sondern auch in der technisch wenig vielfältigen Gestaltung begründet liegt. Somit ist der Grundstein für ein gutes Abenteuer gelegt, es hapert letztlich nur an der Umsetzung. Moorhuhn-Fans werden sich aber dennoch wohl fühlen, denn immerhin hat das Huhn nun eine richtige Protagonistenrolle inne und dient nicht mehr nur als Schießfutter.

 

+ 60 Welten
+ kleinere Rätselelemente
- wenig Abwechslung
- grafisch ohne Anspruch
- sich wiederholender Sound
- kein Mehrspieler-Modus

GRAFIK: 54%

SOUND/EFFEKTE: 53%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 52%

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