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NDS My Little Flufties
 
 
My Little Flufties - NDS
Kilian Pfeiffer (25.10.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Elexicon
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: K.A.
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Kuscheltier-Charme, Kulleraugen-Faszination und Knuddel-Faktor: Schlagwörter, die in "My little Flufties" zum Tragen kommen und das ganze Spiel hindurch gelten. Der Titel ist keine gewöhnliche Umsetzung für Gelegenheitsspieler, sondern vielmehr eine eigens, kindgerecht aufbereitete Fantasiewesen-Streichel-Simulation, ganz ohne Gewalt und Anspruch. Also ein Stück Software, bei welchem eine Gesamtbewertung im üblichen Sinne nicht vonnöten zu sein scheint - denn der Titel richtet sich, ähnlich wie "Cosmic Family" für die Wii, an die Kleinsten der Kleinen.

Menus und die Story....

Ein Spiel, das beinahe komplett ohne Texte auskommt und voll und ganz selbst erklärend ist - für Kinder und all diejenigen, die zum ersten Mal mit dem Videospiel in Berührung kommen, ist das eine Bereicherung im ansonsten oftmals textlastigen Spielewust. Seitdem von den Entwicklern ganz konkret neue Zielgruppen angesprochen werden, hat sich dies bereits weitgehend geändert. Die so genannten "Casual Gamer", also Gelegenheitsspieler - darunter fallen nun mal auch die jungen Freunde des elektronischen Daddelhobbys - werden in vielerlei Hinsicht mit Software unterstützt, in letzter Zeit konkret auch durch besonders einsteigerfreundliche Umsetzungen. "My little Flufties" von "Lexicon Entertainment" ist eine solche. Was Euch während des Spielverlaufs alles widerfährt und ob der Titel für die eigenen Geschwister eine Empfehlung wert ist, erfahrt Ihr im Laufe des Textes.

Flufties sind kleine Geschöpfe, vergleichbar mit Pokémon. Fünf Stück werden Euch im Spiel präsentiert, über die Ihr selbstverständlich die Kontrolle übernehmen dürft und deren Fähigkeiten und Eigenschaften von Euch als Spieler beeinflussbar sind. Logisch, dass Ihr hierfür eine ganze Menge zu tun habt - aber keine Sorge, denn das Gameplay gestaltet sich außerordentlich einsteigerfreundlich und geht behutsam mit dem spielenden Schützling um. Im Grunde genommen wird man an der Hand genommen und durch das Abenteuer geleitet, wobei freies Agieren in der Landschaft wohl zu den Stärken des Titels zählt.

Technik und Gameplay....

Als Fluftie habt könnt Ihr viele Dinge tun: Ihr bewegt Euch in einer 3D-Pespektive durch die Umgebung, besucht Orte an welchen Ihr interagieren könnt und kümmert Euch in spezieller Weise um die Belange Eures putzigen Zeitgenossen. Vor allem solltet Ihr darauf schauen, dass der Flufty ein sorgloses Leben führt und all seine Bedürfnisse - ähnlich der "Sims"-Reihe, nur in sehr abgespeckter Form - befriedigt sind. Hierzu habt Ihr eine Übersicht auf dem Topscreen abgebildet, die in Wolkenform aufzeigt, ob es Eurem Flufty, abhängig vom jeweiligen Bereich, gut geht oder ob er Nachholbedarf hat. Rote Wölkchen zeigen, dass Ihr Handeln solltet, bei grünen Wolken ist alles im positiven Bereich. Selbst wenn überall Not am Mann ist, erscheint ein Krankenwagen-Symbol und schwuppdiwupp ist alles ok im idyllischen Reich. Fünf Bedürfnisse gilt es zu überwachen, wobei Hunger und Durst bereits zwei davon darstellen. Sollte sich Euer Tierchen also in unmittelbarer Nähe zum nächsten Gewässer befinden, kann er mit einem Touchpen-Druck das Trinken aus dem See wagen. Ebenso funktioniert das virtuelle Dinner, wobei es sich in "My little Flufties" um saftige Beeren und andere aus der Natur stammende Nahrungsmittel handelt.

Ihr steuert den Flufty, indem Ihr mit dem Stylus über den Bildschirm eine Linie zieht und somit die Bewegungsrichtung des Zöglings bestimmt. Dieser macht sich dann auf, allerdings - und das ist der größte Kritikpunkt des Spieles - in sehr behäbiger Weise. Äußerst langsam schlurfen die Tierchen über den Bildschirm, deshalb fällt eine komplette Besichtigung der Umgebung relativ langwierig aus und kann schon die eine oder andere Minute in Anspruch nehmen. Immer wieder drängen die Bedürfnisbalken zum akuten Handeln, beispielsweise dann, wenn der Flufty "sein Geschäft" verrichten muss - er verschwindet dann hinter einer Art Vorhang. Auch die tägliche hygienische Pflege ist notwendig, die auf Knopfdruck und zu jeder belieben Zeit geschieht. Zwar sind die Umgebungen ziemlich unspektakulär, dennoch integrierten die Entwickler einige nette Einfälle - so sind in der Landschaft fünf Minispiele (je drei Schwierigkeitsgrade) versteckt, bei welchen Ihr Medaillen und Pokale abräumen könnt. Diese sind sehr einfach gestaltet und leicht zu meistern. Man beschränkt sich unter anderem darauf, auf Maulwurf-Köpfe zu springen oder Fische beim Heraushüpfen aus dem Wasser mit dem Kescher einzufangen. Für den jungen Spieler-Nachwuchs eine sehr schöne Abwechslung, jedoch hätten wir uns noch einige zusätzliche Minispiele gewünscht. Immerhin könnt Ihr zum Rutschen gehen, eine Schaukel in der Umgebung unsicher machen oder diverse Fähigkeiten stetig verbessern. Dies geschieht durch einen Spaziergang auf den Berg, bei dem Ihr mit dem Stylus in Hüpfmanier vorankommt. Ebenso können die Flufties schwimmen oder so schnell als möglich sprinten.

Ein wirkliches Spielziel existiert bei "My little Flufties" indes nicht, jedoch gibt es diverse Möglichkeiten den Titel zu spielen. Dementsprechend könnt Ihr gleich zu Beginn entweder mit lediglich einem Flufty starten oder gar bis zu fünf Tierchen gleichzeitig versorgen, was nicht nur den Anspruch erhöht, sondern auch für zusätzlichen Tiefgang sorgt. Jederzeit dürft Ihr nun zwischen den Sprösslingen hin- und herschalten und auf jedes Bedürfnis individuell eingehen. Ihr werdet also intensiv beansprucht und müsst bei jedem Flufty für Zufriedenheit sorgen. Überdies hinaus wird das Tierchen im Laufe der Zeit immer älter, später geht es sogar ins Erwachsenenalter über, in welchem Ihr den Schützling sogar in die Freiheit entlassen könnt. Müsst Ihr zwar nicht, ist aber möglich.

Grafik & Sound....

Die grafische Darstellung von "My little Flufties" ist recht nett in Szene gesetzt, aber recht farbarm. Der Zielgruppe wird es gefallen, denn die Animationen der Tiere sind drollig in Szene gesetzt, auch die Minispiele gehen in Ordnung. Zu viel solltet Ihr allerdings nicht erwarten, denn grafische Leckerbissen gibt es hier nicht zu entdecken. Solide in der Ausführung und für die Zielgruppe aber dennoch eine hübsche Angelegenheit!

Die Musik im Spiel ist sehr stimmig in der Ausführung und idyllisch im Klang. Hier hat man sich sichtlich Mühe gegeben, um dem Spiel den passenden Rahmen zu geben. Langsame, melodische Tonfolgen tragen das friedliche, ruhige Spielgeschehen sanft voran. Laute, die von den Flufties herrühren, dringen aus den Soundausgängen des Nintendo DS und verstärken somit die Atmosphäre im Spiel. Äußerst gelungen, wie wir fanden!

Fazit....

"My little Flufties" ist eindeutig für eine sehr junge Zielgruppe konzipiert, die klar abgegrenzt werden kann. Spieler älteren Semesters würden sich bei vorliegendem Titel unterfordert fühlen, des Weiteren wäre der Spielumfang für diese zu gering. Die angesprochenen Daddler werden allerdings gut bedient werden und in jeder Hinsicht eine sehr liebevolle, kindgerechte Umsetzung erhalten. Behutsames Heranführen an den Inhalt und einfaches Agieren im Spiel zeichnen dafür verantwortlich und lassen den Titel für das junge Publikum zu einem interessanten Titel avancieren. Älter als acht Jahre sollte man jedoch nicht sein!

 

+ leicht zugänglich
+ keine Lesekenntnisse vonnöten
+ putzige Charaktere
+ bis zu 5 Flufties gleichzeitig
+ gewaltlos
- Nur 5 Minispiele
- langsame Fortbewegung
- wenig Umfang

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG:
Empfehlenswert
(Für die Kleinen)

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