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NDS Mahjongg DS
 
 
Mahjongg DS - NDS
Kilian Pfeiffer (24.06.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Koch Media
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Mahjong (wie nun die richtige Schreibweise lautet, können wir Euch leider auch nicht zu 100 Prozent sagen!) war bis zur aktuellen Handheld-Generation ein Sujet, mit welchem man sich in westlichen Gefilden im Grunde genommen überhaupt nicht auseinanderzusetzen brauchte. Zu schwer vermittelbar schien der Inhalt besagter Spielsteinumsetzung. Aus Fehlern kann man bekanntlich lernen oder anders gesagt: Man lässt sich eines Besseren belehren. Zwischenzeitlich sind allein für den Nintendo DS vier Varianten von Mahjong auf dem deutschen Markt erschienen. Nicht dass Ihr nun meint, diese würden sich in vielerlei Hinsicht voneinander unterscheiden. Ganz im Gegenteil – nur in langwierigen Testsessions geht man den wahren Unterschieden auf den Grund. Dieses Mal haben wir „Mahjongg DS" des Wiesbadener Entwicklers „Braingame" unter die Lupe genommen.

Menus und die Story....

Früher konnte mich besagter Titel samt einhergehendem Regelwerk kaum begeistern, als offizieller „Testbeauftragter" des Mag’64 für Mahjong-Spiele aller Art konnte ich aber meine tief in mir schlummernde Begeisterung entfalten und siehe da – das Suchen und Finden von Steinpaaren bereitet mir zusehends mehr Spaß. Für die geneigte Käuferschaft stellt sich hingegen die Frage, bei welchem Titel des Quartetts man nun zuschlagen sollte. Angebracht ist es daher, alle unsere Tests zu lesen, denn abhängig von der persönlicher Schwerpunktsetzung erhält man unterschiedlich gut geeignete Genre-Vertreter. Wollen wir also mal sehen, was das von „Koch Media" auf den Markt gebrachte „Mahjongg DS" für Stärken respektive Schwächen mit sich bringt.

Zunächst stellt man im Hauptmenü fest, dass das Spiel eigentlich ganz anders betitelt wird, als das auf der Verpackung geschehen ist. Da liest man etwas von „Mahjongg Castles" und ist vorderhand verwundert, ob man nicht doch versehentlich zur falschen Software gegriffen haben könnte. Wir können Entwarnung geben, Ihr seid schon richtig! Das Hauptmenü an und für sich gliedert sich in vier Menüpunkte: die „Highscores", das eigene „Profil", die „Optionen" sowie „Spiel starten", derjenige Punkt, hinter welchem sich der wahre spielerische „Reichtum" verbirgt. Entweder entscheidet Ihr Euch für die vier zur Verfügung stehenden Einzelspiele („Baumeister", „Drachenwall", „Sung Tsu" und „Eroberer") oder aber für die „Kampagne", die mit einer Mischung aller besagten Varianten aufwartet.

Technik und Gameplay....

Es herrscht erbitterter Krieg im alten China. Königreiche zerfallen unter den kämpferischen Auseinandersetzungen der Soldaten. Sung Tsu hingegen ist im Herzen ein guter Mensch geblieben, daher erhält er durch einen Abgesandten der Götter die fünf magischen Elementsteine, die ihm zukünftig Glück und Frieden einbringen sollen. Allerdings wurden diese vom gaunerhaften Drachenvolk gestohlen. Es dürfte für Sung Tsu also eine lange und beschwerliche Reise werden, die Steine wieder in seinen Besitz zu bringen. Was das nun mit „Mahjongg DS" zu tun hat? Eigentlich viel, denn besagte Geschichte stellt die Rahmenhandlung der „Kampagne" dar. Persönlich finden wir die Implementierung einer Hintergrundgeschichte in einen puzzlelastigen Klassiker eine fantastische Sache, die dauerhafte Motivation garantiert, sofern sie gut umgesetzt wurde. Nun ja, in technischer Hinsicht hapert das bei vorliegendem Titel etwas, aber immerhin darf man sich als Spieler freuen, auf der Suche nach den Steinen immer wieder mit kurzen Textpassagen und (minimalistischen) Standbildern verwöhnt zu werden, die einem den Fortlauf der Story erläutern.

Weil sich die „Kampagne" aus allen vier Einzelspieler-Modi zusammensetzt, sollten wir diese zunächst definieren, um den spielerischen Sachverhalt zur Genüge klären zu können. Was uns aber während des Spielens deutlich auffiel, war die Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad im Laufe der Zeit anzog und Verluste sofort mit einem wenig einladenden „Game over" bestraft wurden. Anfänger werden daher wenig Freude haben, auf die Jagd nach Steinpaaren zu gehen. Andererseits ist der generelle Umfang, vor allem der der „Kampagne" wesentlich geringer als bei den Genre-Konkurrenten, dafür werdet Ihr aber mit einer Story belohnt, die Ihr dergestalt nirgends sonst bekommt. Versprecht Euch davon nicht zu viel, aber allein die Tatsache, dass es eine solche in das Spiel geschafft hat, überzeugt uns.

Die Spielregeln von „Mahjongg DS" sind leicht verständlich. Verschiedene Spielsteine auf einem Brett müssen paarweise abgeräumt werden, allerdings ist das nur dann möglich, wenn die nach Figuren aufgebauten Steinformen so liegen, dass einzelne Steine nicht überlagert sind oder beiderseitig verbaut wurden. Erst wenn das Brett komplett geleert wurde, ist das Etappenziel erreicht. Selbstverständlich gibt es für einzelne Steinpaare auch Punkte, sei es durch besonders schnelles Spiel oder durch eine vorgegebene Bepunktung einzelner Paare. Auch wenn die vier Spielvarianten nicht unbedingt der Vielfalt wegen ins Auge stechen, machen sie einen generell ansprechenden Eindruck, da das Spiel sowie die Hintergrundgeschichte gewissermaßen Hand in Hand gehen. Bei der klassischen Umsetzung, dem „Baumeister", errichtet Ihr pro gefundene Steinchenübereinstimmung einen Teil des eigenen Schlosses. Ein zweiter Modus erlaubt den Bau eines Schutzwalles, selbstverständlich durch ein Zeitlimit begrenzt, was schlussfolgern lässt, dass Ihr möglichst zackig die sich gleichenden Steine finden müsst, um Wall und Erfolg zu sichern. „Sung Tsu", gleich lautend mit der „Hauptfigur" des Spieles, ist eine Spielvariante, bei welcher Ihr durch geschickten Steinabbau Pfade freischaufelt, um Eurem Helden einen Weg zum Ziel zu bahnen. Last but not least der „Eroberer": Dieser hat mit dem klassischen Mahjong kaum etwas gemein, sondern hierbei handelt es sich um eine Umsetzung, die durch das Bilden von Reihen überzeugen kann. Mindestens drei übereinstimmende Symbole müssen in komfortabler Bedienungsweise gefunden werden, jedoch mit dem Hintergrundwissen, dass der gesamte rückwärtige Bildschirm durch das Puzzeln eingefärbt werden muss. Taktisch eine große Herausforderung für jeden Rätselveteranen!

Grafik & Sound....

Unzweifelhaft stellt auch bei „Mahjongg DS" die Optik den größten Kritikpunkt dar. Wirft man einen Blick in die Anleitung, sind es dann gerade auch nur zwei Personen, die sich für diesen Bereich verantwortlich zeichnen. Vor allem hinsichtlich der gezeichneten Bilder hätten wir uns ein wenig mehr versprochen, wenngleich wir den unverkennbaren Stil durchaus erfasst haben. Jedoch will die Spielerschaft nun auch durch ein kleines Effektfeuerwerk aufgemuntert werden und nicht nur mit unspektakulärer Steinchenkost andauernd konfrontiert sein.

In Sachen Musik hat Markus Vögeler – so entnehmen wir es der Verantwortlichenliste – gute Dienste erwiesen. Die Melodien passen zum in China angesiedelten Setting in optimaler Weise, man fühlt sich mitten in das dortige Zeitalter versetzt, auch wenn man als westlicher Spieler wohl immer Probleme damit haben wird, vollständig mit den Klängen warm zu werden.

Fazit....

„Mahjongg DS" macht auf uns einen guten Eindruck, kann allerdings im Endspurt nicht vollends überzeugen. Nicht des Spielprinzips wegen, sondern aufgrund des Umfanges, der doch stark überschaubar bleibt. Klar, der Schwierigkeitsgrad hat es manchmal in sich, aber dennoch wäre es nicht zu viel verlangt gewesen, wenn man sich auch auf Knopfdruck Levels erstellen hätte können oder aber weitere Modi mit noch mehr Stages vorgefunden hätte. Uns gefällt die Art und Weise, wie das Setting mit dem Gameplay verwoben wurde, allerdings nicht, dass man diese Elemente zu keinem spielerischen Höhepunkt geführt hat. Da wäre eindeutig noch mehr drin gewesen. Das Spielprinzip selbst ist aber so gut wie unkaputtbar, daher ist die Wertung durchaus als eine gute zu verstehen. Ein wenig mehr hätte in diesem Fall aber auch einen gewissen Mehrwert gehabt. Beispielsweise ein Tutorial für alle Einsteiger...

 

+ klassisches Mahjong
+ fünf Spielmodi
+ gelungene China-Atmosphäre
+ integrierte Storyline
- keine Schwierigkeitsgrade
- wo ist das Tutorial (?!)
- klarer Zielgruppentitel
- keine wählbaren Steinmotive
- fehlender Mehrspieler-Modus

GRAFIK: 56%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 69%

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