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NDS Mahjongg - Ancient Mayas
 
 
Mahjongg - Ancient Mayas - NDS
Kilian Pfeiffer (14.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: rondomedia
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das zwischenzeitlich dritte Nintendo DS-Spiel, das sich ausschließlich mit der Thematik „Mahjong" beschäftigt, auch wenn sich die von „cerasus.media" entwickelte Software etwas anders schreibt, als beispielsweise die Konkurrenz. Mit zwei „g" stellt der Titel im Grunde dennoch genau jenes Spielprinzip dar, was man als spielsteinversessener Brettspiel-Fanatiker zu schätzen gelernt hat. Auch wenn „Mahjongg – Ancient Mayas" nicht ganz jenen Umfang erlangt, den „Mahjong – Eine Reise um die Welt" vorgelegt hatte. Das Grundprinzip ist durchaus brauchbar und sprüht vor Charme – nicht zuletzt wegen des etwas anderen Settings.

Menus und die Story....

„Mahjongg – Ancient Mayas" ist in einer Zeit angesiedelt, die inzwischen gut und gerne über 2.000 Jahre in der Vergangenheit zurückliegt, gerade aber deswegen eine sehr spezielle Faszination ausübt, auch wenn das Augenmerk auf dem Brettspiel liegt und nicht auf geschichtlichen Tatsachen, die Euch vermittelt werden. Lediglich das ganze Drumherum lehnt sich am Maya-Kult an, das Spiel selbst bringt altbekannte Kost in historischer Umgebung.

Beinahe schon zum Standard gehörend, ist die „Anleitung", die Ihr über das Hauptmenü erreicht und die Euch in wenigen Sätzen die Grundkenntnisse des Spieles wiedergibt. Zusätzlich geht sie auf einige Besonderheiten hinsichtlich der Spielsteine ein, dabei belassen es die Entwickler dann aber auch schon. Eine praktische Einführung fehlt, ist im Endeffekt aber auch nicht notwendig, wenngleich durch das Praxis-Spiel der Input größer gewesen wäre. In einer in Comic-Grafik erzählten Hintergrundgeschichte macht sich ein Indiana Jones-Stereotyp auf, um in altbekannter Abenteurer-Manier Großes zu leisten und sechzig wertvolle Steine zu finden. 60 Levels stehen Euch nun im „Adventure-Modus" bevor, die Ihr alle einzeln bereisen müsst und selbstverständlich lösen sollt. Aber auch ein „Classic-Modus" steht Euch zur Verfügung – neun Spielmodi lassen sich hier anwählen. Im Hauptteil des Testes gehen wir etwas genauer auf diese ein.

Technik und Gameplay....

Mahjong spielt sich im Grunde genommen recht einfach. Paare aus Spielsteinen muss man bilden, um diese vom Spielfeld nehmen zu können. Allerdings ist diese nicht immer frei einsehbar, sondern durch andere Steine teilweise verdeckt, so dass zunächst oben aufliegende Objekte entfernt werden sollten, um dann weiter unten aufräumen zu können. Allerdings lassen sich nur jene Steine auflösen, die von keinem Nachbarn auf rechter und linker Seite eingegrenzt sind. Taktisches Vorgehen ist somit unumgänglich und erfordert auch den Einsatz des Köpfchens. Denn es kann durchaus vorkommen, dass ein Spielbrett nicht mehr lösbar ist, wenn bestimmte Steine das Feld verlassen haben und demnach wesentliche Objekte verdeckt blieben.

60 Levels, die durch das gesamte Maya-Reich führen, sind zwar eine stattliche Anzahl, allerdings bietet die direkte Konkurrenz mit ihren vier Turnieren ein wenig mehr. Auf was wir aber bislang noch nicht eingegangen sind, sind die neun Spielmodi, die Ihr nach Lust und Laune in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zocken dürft. Sei das nun der „Standard"-Modus, in welchem Ihr so schnell als möglich Steinpärchen abräumt oder aber der „Countdown", in welchem 20 Minuten ausreichen müssen, um zu gewinnen. Je flinker Ihr seid, desto mehr Bonuspunkte regnet es. Auch interessant und innovativ zugleich: „Shuffle" – ein Spiel-Modus, bei dem mindestens alle 20 Sekunden ein Stein-Paar gefunden werden muss, da ansonsten das Spielfeld neu gemischt würde. Im Weiteren wartet das „10 Sekunden"-Spiel darauf, da hier nochmals eine Schippe draufgelegt wird und alle zehn Sekunden ein sich gleichendes Paar gefunden werden darf. Wenn dem nicht so ist, droht ein steter Punkteabzug. Auch das „Punkterennen" (jede Sekunde werden fünf davon abgezogen!), das „Match" (eingeblendeter Spielstein muss innerhalb von zehn Sekunden gefunden werden!) oder „Freecell" (Zwischenlagern von Spielsteinen ist hier möglich!) bereiten Spaß, allerdings warten zwei weitere Modi, die es faustdick hinter den Ohren haben und sich in der Regel nur an absolute Cracks richten. Zum einen der „Merken"-Modus, zum anderen das „Tauschen". Bei Ersterem werden Steinsymbole nur recht kurz eingeblendet nachdem Ihr sie angetippt habt, bei Letzterem werden Symbole des aktuellen Spielfeldes des Öfteren miteinander vertauscht. Hier einen Überblick zu behalten, kann knifflig werden, je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad.

Vergleichbar mit „Mahjong – Eine Reise um die Welt" warten auch in „Mahjongg – Ancient Mayas" Bonussteine auf ihre Entdeckung. Neben hübschen Steinsets, die sich nach und nach freispielen lassen, existiert der Joker-Stein, den man mit einem x-beliebigen anderen Feldstein kombinieren kann und somit verbaute Objekte leichter zugänglich macht. Der Positionstauscher ist selbsterklärend, der Magnetstein zieht ein beliebiges Spielfeld-Objekt an, wohingegen das Sonnensymbol alle sichtbaren Steine eines bestimmten Typs im Nu verschwinden lässt. Wertvoll: Der Blitz, um die aktuelle Mission sofort zu beenden, ebenfalls das wahrsagende Auge, das 25 Sekunden lang alle möglichen Kombinationen anhand einer farblichen Markierung kenntlich macht. Was uns ungemein zusagt, sind die höchst abwechslungsreichen Spielfeld-Layouts, 300 Stück an der Zahl. Und eben weil die Anordnung so ungemein wichtig ist, was den Anspruch des Feldes angeht, ergeben sich hiermit unzählige spielerische und motivatorische Aspekte.

Grafik & Sound....

Zur Optik kann man durchaus etwas sagen, denn anders als bei den zwei bislang erhältlichen Nintendo DS-Varianten ist das Setting einzigartig und versprüht einen gewissen Reiz. Allerdings fehlen Zoom-Stufen, ebenso der große Spielstein-Abwechslungsreichtum, den beispielsweise „Mahjong – Eine Reise um die Welt" zu bieten hat. Vieles bewegen wird sich auf dem Bildschirm zu keiner Zeit während des Spieles, das gesamte Geschehen scheint äußerst starr und unbelebt.

In Sachen Sound hat das „cerasus.media"-Produkt aber deutlich die Nase vorn. Teils wundervolle Melodien passen zum Ambiente und verzaubern den im tiefsten Maya-Land verorteten Titel. Die musikalische Note gefiel uns daher besser als bei der Konkurrenz, da sie mitunter auch dafür verantwortlich zeichnet, auch auf lange Sicht bei der Stange zu halten.

Fazit....

Leider bietet auch „Mahjongg – Ancient Mayas" keinen Mehrspieler-Part, was durchaus zu bewerkstelligen gewesen wäre. Der Singleplayer überzeugt aber auch auf diese Weise, wenngleich der Umfang sowie ein fehlender Spielbrett-Editor nicht ganz an das Konkurrenzprodukt heranreichen. Dafür ist die Atmosphäre im vorliegenden Produkt eine idyllischere, die Faszination geht vom Setting und dem Sound her aus. Wer gerne knobelt, verpackt in geschichtlichem Rahmen, ist bei „Mahjongg – Ancient Mayas" gut aufgehoben.

 

+ einfach „Mahjong"!
+ 60 Levels
+ 300 Spielfeld-Layouts
+ 9 zusätzliche Spielmodi
+ Bonussteine
+ gute Atmosphäre
- keine Zoom-Möglichkeit
- Zielgruppentitel
- kein Mehrspieler-Part

GRAFIK: 47%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 70%

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