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NDS Mahjong - Eine Reise um die Welt
 
 
Mahjong - Eine Reise um die Welt - NDS
Kilian Pfeiffer (03.11.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: dtp ye
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.25 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

„Classics to go" – so starteten wir bereits in den Test zum direkten Mahjong-Vorgänger-Titel von „dtp young entertainment". Eine Reise um die Welt setzt die erfolgreich initiierte Serie nun fort, bereichert das Gameplay um einige Feinheiten, spendiert einen größeren Umfang und ebnet einige Stellen im Spiel, die damals nicht ganz so gelungen erschienen. Was uns bei „dtp"-Software regelmäßig überrascht, ist die ausgearbeitete Spielanleitung, die den Titeln gewöhnlich beiliegt. Auch dieses Mal wird auf rund 40 Seiten alles rund um das süchtig machende Spiel erklärt. Eine Vorgehensweise, die definitiv beibehalten werden sollte!

Menus und die Story....

Ursprünglich ein chinesisches Brettspiel, gibt es auch hierzulande unzählige Menschen, die sich an Mahjong und dessen unzähligen Varianten erfreuen. Nicht umsonst veröffentlicht der Hamburger Publisher bereits ein Jahr nach Release des ersten Teils einen zweiten, was auf ein erfolgreiches Abschneiden in Sachen Verkaufszahlen zurückzuführen sein dürfte. Und wer könnte dieses Mal der Entwickler des Spieles sein? Genau: „Kritzelkratz 3000", was uns immer wieder an Bibi Blocksberg und ihren fliegenden Besen erinnern lässt – aber der heißt ja bekanntlich „Kartoffelbrei"…

Weshalb vorliegender Titel jene Namensgebung durchlaufen hat, lässt sich schnell erklären: „Mahjong – Eine Reise um die Welt" entführt Euch in insgesamt zwölf verschiedene Länder, die allesamt verschiedene Mahjong-Aufgaben bieten und mit 127 Levels für lange Zeit vor den Bildschirm fesseln. In entfernter Hinsicht mit einem „Memory"-Spiel vergleichbar, wobei keine Spielsteine umgedreht werden müssen, wird die eigene Sucht bereits nach wenigen Partien befeuert. Zu entdecken gibt es vieles („Turnier", „Einzelspiel", „Zweikampf", „Klassisches Spiel", „Eigene Spielbretter" etc.), wollen wir also schauen, was Euch im Einzelnen auf dem Weg zum legendären Meister erwartet.

Technik und Gameplay....

Zunächst in Kurzform eine Erklärung der Spielregeln von „Mahjong – Eine Reise um die Welt". Dass es sich hierbei um ein Brettspiel handelt, haben wir bereits mitbekommen, ebenso, dass weit über 100 Missionen auf Euch warten. Aus maximal 144 Steinen setzt sich ein Spielbrett zusammen, die mitunter neben- und aufeinander platziert wurden. Durch das Bilden von Paaren räumt Ihr nach und nach den Bildschirm frei, allerdings können nur jene Steine einem Paar angerechnet werden, die weder überdeckt, noch auf der linken sowie der rechten Seite in direkter Nachbarschaft mit einem anderen Stein liegen. Somit gilt es von oben nach unten zu „bauen" und dadurch nach und nach das Spielbrett von Steinen zu befreien.

Was uns ungemein gut gefällt, sind die verschiedenen Motive, die auf einem Stein prangen können. Nicht nur die typischen chinesischen Ziffern oder Kartensymbole sind möglich, sondern ebenfalls Serien wie Schmetterlingsarten, Früchte, Musikinstrumente oder Länderflaggen. Unzählige, abwechslungsreiche Möglichkeiten kann man im Spiel verbuchen, die den Spielwert dadurch selbstverständlich erhöhen. Ein „Übungsspiel" sollte zu Beginn durchaus in Betracht gezogen werden, später könnt Ihr Euch dem „Klassischen Spiel" zuwenden, das in seiner Art zwar interessante Elemente bietet, aber dennoch dem „Einzelspiel" mit seinen drei Schwierigkeitsgraden und den diversen, freispielbaren Spielbrettern nicht das Wasser reichen kann. Textanleitungen direkt im Spiel versorgen dürstende Zocker mit der notwendigen Information, auch wenn die Anleitung dies in gewissen Zügen bereits gut übernommen hat. Hauptaugenmerk liegt aber dessen ungeachtet auf dem „Turnier"-Modus, der zum einen nicht nur den größten spielerischen Nutzen, sondern auch den grandiosesten Umfang bietet. Vier Turniere werdet Ihr im Laufe der viele Stunden andauernden Spielzeit besuchen, das „Einsteigerturnier" ist vorderhand an der Reihe, danach folgen „Fortgeschrittenen-", „Profi-" sowie „Expertenturnier". Jene Wettbewerbe finden in unterschiedlichen Ländern statt, jedes Land wiederum wartet mit einigen Untermissionen auf dessen Bewältigung.

Wie es sich für den Nintendo DS gehört, wird das Zusammenbringen von Paaren mit dem Stylus erledigt, was größtenteils gut funktioniert, ab und an aber an kleinen Stellen hakt. Habt Ihr zwei übereinstimmende Motive gefunden, verschwinden diese vom Bildschirm. Zusätzliche Funktionen wie das Mischen der Spielsteine, der direkte Zoom auf das Spielbrett oder die Anzeige aller noch möglichen Paare erleichtern Euch das Vorankommen, speziell bei Meistern, die als Endgegner fungieren und das Spielchen ziemlich gut drauf haben. Kurz hintereinander aufgelöste Pärchen erzielen Combos, was Punkte auf dem eigenen Konto gutschreibt. Interessant ist die Anzeige, welche die aktuellen Pärchen-Möglichkeiten auflistet sprich die bloße Zahl der Gelegenheiten registriert. Wie es sich für ein dem Geschmack der Zeit angepasstes Stück Software gehört, warten auch besondere Goodies auf ihre Entdeckung, die Ihr auf Wunsch einsetzen könnt, wodurch euch ein teils außerordentlicher Vorteil verschafft wird. So ist es unter anderen möglich mit Dynamitstangen einen Stein und dessen Nachbarn zu zerbröseln oder per Wirbelsturm eine stattliche Zahl dergleichen zu zerstören. Mithilfe des Magischen Auges unterwandert Ihr aufeinanderliegende Steine, mit der Magischen Hand lassen sich die Spielobjekte nach Lust und Laune versetzen, was zu taktischen Vorteilen führen kann. Die Sanduhr schenkt Euch hingegen einen Zeitbonus von ein paar Sekunden, allerdings habt Ihr diese auch bitter nötig, speziell dann, wenn Ihr die interne Hilfefunktion ausgekostet oder das Spielbrett durchgemischt habt – das kostet Zeit, die Euch eventuell am Ende abgehen würde. Bei einem Goldenen Paar wird das aktuelle Spiel sofort für gewonnen erklärt, gefundene Juwelen werden im Finalkampf in Boni umgewandelt, die im Folgenden als durchschlagendes Extramittel verwendet werden können.

Grafik & Sound....

Grafisch gefällt uns der aktuelle Teil etwas besser als der Vorgänger, insbesondere die Zoom-Funktion kann sich sehen lassen und erfüllt ihren Zweck oftmals mehr als anständig. Verschiedene statische Hintergründe und zahlreiche Motive sorgen für Abwechslung während der Weltenreise, die ohne weiteres einige Wochen faszinieren wird.

Auch in Sachen Sound hat man sich zur Vernunft entschieden und wartet nicht mehr nur mit chinesisch angehauchter Soundkost auf die potenziellen Brettspiel-Zocker. Vielmehr zählt dieses Mal die Abwechslung. Sprachausgabe wäre ein weiterer wünschenswerter Punkt, den man beispielsweise innerhalb der Textanleitungen hätte einsetzen können.

Fazit....

Gerne hätten wir einen waschechten Mehrspieler-Modus angepriesen, der allerdings in dieser Form nicht vorliegt. Ja, man kann zwar gegeneinander antreten, jedoch nur auf einem DS und in abwechselnder Weise, was wir nicht als Multiplayer charakterisieren und demnach eine diesbezügliche Wertung unter den Tisch fallen lassen. „Mahjong – Eine Reise um die Welt" ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgewertet worden, nicht zuletzt wegen des groß angelegten Wettbewerbs, der Euch durch eine Vielzahl von Ländern führt. Das Grundprinzip ist ein ähnliches, dennoch schaffen es die Entwickler den Titel um einige Nuancen aufzuwerten. Wer bislang noch nicht zugegriffen hat, sollte dies spätestens jetzt nachholen.

 

+ „Mahjong" – ein Klassiker!
+ 127 Levels im „Turnier
+ Versch. Schwierigkeitsgrade
+ etliche Steinmotive
+ Text-Tutorials
+ eigener Editor (!)
- zweckmäßige Grafik
- nervender Sound
- kein Mehrspieler-Part

GRAFIK: 50%

SOUND/EFFEKTE: 63%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 72%

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