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NDS Murder in Venice
 
 
Murder in Venice - NDS
Jens Morgenschweiss (10.06.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: City Interactive
GENRE: Rätsel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Erneut können wir uns auf Verbrecherjagd begeben, diesmal in Europa. Irgendwie sind die Wimmelbild Spielchen immer auf dem gleichen Kurs und versuchen die Gunst des Spielers nur durch kleine Änderungen im Ablauf zu gewinnen. Auch "Murder in Venice" gehört zu dieser Kategorie. Man hat das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben und dennoch findet man Kleinigkeiten, die das Spiel für eine kurze Zeit noch einmal interessant machen.

Menus und die Story....

Die Geschichte hinter Murder in Venice verwickelt eine junge Studentin in das Abenteuer ihres Lebens. Eigentlich ist Vera Michaelis in Venedig um sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Plötzlich fällt ein Schuss. Vera rennt in das Appartement, wo der Schuss fiel und findet eine völlig verwüstete Wohnung vor. Plötzlich steht Juri, ein ehemaliger KGB Agent, in der Wohnung. Bevor Juri Vera etwas erzählen kann, müssen beide über die Dächer von Venedig fliehen. In Sicherheit erzählt Juri Vera seine Geschichte. Sie geht zurück ins Jahr 1967, als Juri noch aktiver KGB Agent war.

Das Hauptmenu gliedert sich in die Geschichte, die Minispiele, die versteckte Welt und die Extras. In den Optionen kann man neben der Lautstärke auch noch eine Sprache auswählen. Vielleicht wird es auf Spanisch schwieriger als auf Deutsch. ;-) Die Minispiele sind die gleichen, wie die im Hauptspiel selbst vorkommenden. Hinter der versteckten Welt verbergen sich die gesamten Wimmelbild Szenarien des Spiels und können noch einmal durchgespielt werden, wenn man sie im Spiel selbst schon gelöst hat. Die Extras beinhalten die Zwischensequenzen aus dem Spiel, die Tagebuchauszeichnungen und gefundenen Schachfiguren.

Technik und Gameplay....

In diesem Wimmelbild Spiel übernehmt ihr als Spieler die Rolle von Vera und Juri. Der Teil, der in der Gegenwart spielt, erledigt ihr in der Person von Vera. Zwischen den einzelnen Kapiteln können wir immer wieder Juris Gedanken nachlesen. Wenn unsere beiden Akteure einmal Ruhe haben vor ihren Verfolgern, erzählt Juri die Geschichte von damals. Als er einen tschechischen Mathematiker im Auftrag des KGB observieren sollte. In diesem Teil der Vergangenheit spielen wir mit Juri die Wimmelspiele. Dazu müssen wir die aufgelisteten Gegenstände in dem Szenario finden oder Fotos machen, die uns auch vorgegeben sind. Wie im besten Gangsterfilm müssen wir auch versteckte Wanzen (Abhörgeräte) finden. Dazu bewegt man das Ortungsgerät mit dem Stylus über den Touchscreen und wenn die roten Lampen flackern, sind wir nah dran. Nun bewegen wir das Peilgerät langsamer über die Objekte und plötzlich gehen die Lampen nicht mehr aus. Und schon haben wir eine Wanze gefunden. Wer einmal völlig auf dem Schlauch steht, der kann das kleine Hilfesymbol in Anspruch nehmen und bekommt einen gezielten Hinweis. Die gefundenen Objekte aus dem Wimmelbild wandern meist sofort in unser Inventar und müssen in der Regel noch in der gleichen Szene eingesetzt werden. Nur so können wir uns einen Fluchtweg über die Dächer von Venedig bauen oder dem Kellner bei der Arbeit helfen. Oder aber um die begehrten Codeboxen zu finden.

Juri hatte in der Zeit des kalten Krieges herausgefunden, das Petr, der tschechische Mathematiker, eine revolutionäre Erfindung gelungen ist. Und diese Erfindung wollten die Russen für sich haben. Petr flüchtete nach Venedig, wo ihn die russische Mafia aufgespürt und vermutlich erschossen hat. Da Petr vermutete, dass seine Erfindung in den falschen Händen großes Unheil anrichten könnte, hat er seine Entdeckung in Codeboxen versteckt. Nun liegt es an Vera und Juri sie vor den Gangstern zu finden. Die Codeboxen können nur mit Hilfe von Minispielen geknackt werden. Natürlich ist dafür ein Zeitlimit vorgesehen. Wer es nicht in der vorgeschriebenen Zeit schafft, kann es noch einmal versuchen, oder die Aktion überspringen. Wer das macht, verzichtet auf die Belohnungen wie Tagebücher und Zwischensequenzen.

Grafik & Sound....

Die zu besuchenden Orte sind alle verschieden und doch alle wieder gleich. ;-) Überall liegen Gegenstände herum, die das Aufspüren der geforderten Objekte erschweren. Man kann auch schön erkennen, wie sich die Zeit zwischen 1967 und 2010 an den einzelnen Orten verändert hat. Die Gesichter der Protagonisten sind sehr schön gezeichnet, was man feststellen kann, wenn sie in Großaufnahme eingeblendet werden.

Während des Spiels wechselt die Hintergrundmusik auch mal, was die Atmosphäre ein wenig auflockert. Die kleinen Soundeffekte im Spiel nimmt man wohlwollend zur Kenntnis, mehr aber auch nicht.

Fazit....

Wie heißt es so schön? Hat man eins gesehen, hat man alle gesehen. So ist es auch bei Murder in Venice. Natürlich sind die Minispiele nicht die gleichen, wie zum Beispiel bei "die Kunst des Mordens", aber eine spürbare Veränderung ist auch nicht feststellbar. Man hat hier ein wenig am Background geschraubt und mit den Zeitsprüngen zwischen 1967 und 2010 für ein wenig Abwechslung gesorgt, aber trotzdem ist es das gleiche Schema. Wer schon ein Wimmelbild Spiel im Schrank hat, braucht kein weiteres. Erst recht nicht, wenn die Spielzeit nur 3-4 Stunden beträgt.

 

+ Zeitsprünge im Spiel
+ nette Minispiele
+ interessante Geschichte
- viel zu kurz
- gleiches Schema
- zu einfach

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 64%

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