konsolenkost.de

 
NDS Mech Assault: Phantom War
 
 
Mech Assault: Phantom War - NDS
Jens Morgenschweiss (18.09.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Majesco
GENRE: Action
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
RUMBLE PAK: Nein

   
Einleitung....

Bisher sind diese Art von Spielen an mir vorüber gegangen. Was mir ehrlich gesagt nicht ganz unrecht war. Doch auf Grund der Auftragslage wird mir nun diese "Ehre" zu Teil. Deswegen kann man getrost sagen, das ich unbelastet das Thema betrachte. Naturgemäß fehlt mir auch die Vorgeschichte der Xbox (Live) Version, welche mir nur vom Hören - Sagen bekannt ist. Das kann natürlich auch zum Vorteil sein, wenn man die grafisch hochwertigere Online Version nicht ständig vor Augen hat.

Menus und die Story....

Mechassault Phantom War macht mit uns einen Zeitsprung ins Jahr 3134. In der Republik der Sphäre, wo alle zivilisierten Supermächte beheimatet sind, ist die gesamte interstellare Kommunikation durch einen Virusbefall ausgefallen. Nach 60 Jahren Frieden werden alte Ängste und Zweifel genährt und nun liegt es an uns, das Universum zu retten. Das Hauptmenu stellt dem Spieler die Grundlage, eine Kampagne zu beginnen oder fortzusetzen, ein Multiplayer Game in Angriff zu nehmen oder die Reihe der Mitwirkenden zu studieren. Das Optionsmenu gibt uns Spielern die Möglichkeit, unter zwei Steuerungsvarianten zu wählen. Die eine ist die herkömmliche Standardsteuerung und zum anderen wird uns eine Touchscreensteuerung angeboten. Beide sind zu Beginn eher gewöhnungsbedürftig. Dafür werden auch die "Minderheiten", sprich Linkshänder, in beiden Varianten berücksichtigt. Die Audio Optionen lassen uns die Lautstärken von Musik und Sprachausgabe einstellen. Das Thema Sprachausgabe bringt uns zum nächsten Punkt, den Untertiteln. Da die ausgezeichnete Sprachausgabe komplett englisch ist, empfielt es sich für die weniger Sprachbegabten, die Untertitel zu aktivieren.

Technik und Gameplay....

Wenn man sich entschieden hat, eine neue Kampagne zu starten, wählt man sich eine der drei Speicherplätze aus und kann sich nun erst einmal zurücklehnen und die Einführungssequenz genießen. Was hier schon auffällt, man muß entweder recht schnell lesen oder versucht der gesprochenen Einführung zu folgen. Ist man mit den Hintergrund Facts versorgt worden, müssen wir uns in den verschiedenen Trainingsmethoden beweisen. Hier lernen wir das grobe 1 x 1 der Mech Kriegsführung. Gespielt wird auf dem oberen Screen und der Touchscreen dient in der normalen Steuerung als Bedienpanel. Hier schalten wir zwischen den einzelnen Waffen umher, können den aktuellen Mech verlassen und einen neuen "besetzen". Ferner finden wir dort auch die Symbole für das Kriegsbuch und die allgemeine Hilfe zum Spiel. Die normale Hilfe dient uns, um das aktuelle Missionsziel im Auge zu behalten, welches auf dem Spielbildschirm angezeigt wird. Aber auch eine riesige Bibliothek zu verschiednen Themen wie Steuerung, Terminal Hack, den Möglichkeiten, das Vehikel zu wechseln und so weiter. Wer sich das alles durchlesen will, sollte richtig viel Zeit dafür mitbringen. Das Kriegsbuch bietet dir einen guten Überblick über die Waffenspezifikationen, alle möglichen Mechs und Verteidigungsmöglichkeiten. Auch hier gilt der Grundsatz der Ausführlichkeit.

Im Laufe der 24 Missionen die wir erleben, werden wir alle möglichen Varianten, die das Spiel uns bietet im Bezug auf Angriff, Verteidigung und Fahrzeugwechsel erleben. Man sollte also nicht kategorisch das Studium des Kriegsbuches verweigern. Stück für Stück führt uns das Trainingsszenario tiefer in die Materie, wir lernen wie man sein Vehikel verläßt, Gegner anvisiert und neutralisiert und wie die Waffenmodifikation von statten geht. Später gelangen wir zu Bereichen, die verschlossen sind. Um dieses Hindernis zu beseitigen steht das Hacken auf dem Programm. Dazu müssen wir das Fahrzeug verlassen und an einem Terminal Symbole anordnen. Die Vorgabe ersehen wir auf dem oberen Screen. Die Symbole sind nicht etwa wie an Spielautomaten eine Zitrone oder Kirsche, was man sich ja leicht merken könnte. Nein, die Entwickler haben sich da schon etwas komplizierteres ausgedacht. Unter Zeitdruck diese Hyroglyphen zu sortieren ist nicht einfach. Und es folgen im Laufe des Spiels noch Steigerungsformen, die einen nahe an den Wahnsinn treiben. Das positive aber ist, wenn man versagt, kann man gleich noch einmal beginnen. Nur wenn man einen Mech hackt, und man versagt, wird man auf den Boden zurückbefördert, wo man, wenn es dumm läuft, ungeschützt feindlichen Feuer ausgesetzt ist.

Waffentechnisch gibt es in dem Spiel alles, was das Herz begehrt. Vom popeligen Pulse Laser über die Autocannon hin zur Hammer Missile - es gibt nichts, was nichts kaputt macht. Und durch die verschiedenen Waffenmodifikationen, die man erreichen kann, wenn man gegnerische Mech´s oder Panzer eliminiert, wird das ganze noch etwas gewaltiger. Auch die Defensive kann man steigern, was aber im Laufe des Spiels immer weiter in den Hintergrund rückt. Dann versucht man nämlich dem feindlichen Beschuß durch geschmeidiges hin und her tänzeln aus dem Wege zu gehen. Klappt nicht immer, aber "Nur die Harten kommen in den Garten - für die Weichen wird´s nicht reichen". Für diverse Hindernisse und Wände hat man unseren Fighter mit Sprungdüsen und Halteklauen ausgestattet, so das man in umständlicher Manier (Sprungdüsen auf der L Taste, Richtung mit dem Steuerkreuz und mit dem Pen auf dem Touchscreen das Klauensymbol aktivieren), diese Klippen umschiffen kann. Wer nun aber denkt, so durch das gesamte Spiel zu kommen und in den Missionen einfach abzukürzen, hat sich getäuscht. Nur wo es vorgesehen ist, sind die Klauensymbole aktiviert. Ansonsten gilt es, auf dem Boden der Tatsachen voranzugehen und alles einzuschmelzen, was in euerm Fadenkreuz rot eingefärbt ist. Nicht die größten, aber die penetrantesten Gegner sind nicht die Mechs und Panzer, sondern die Elementals. Kleine gepanzerte Infantrie, die permanent in die Luft geht und euch somit das zielen erschwert.

Grafik & Sound....

Aus rein optischen Gesichtspunkten muß man sagen, das das Game in ziemlich düsterer Umgebung abgeht. Meist sind es triste Canyons, wo der Bär tobt. Beim durchstreifen der Täler "ploppen" dann zuweilen entfernte Gegner aus dem Nichts auf und beginnen euch zu bekämpfen, was hier und da zu leichter Irritation führt. Wenigstens sind die Hauptakteure deutlich gestaltet, sonst würde die Freude ganz auf der Strecke bleiben. Die kaum texturierte Umgebung hat den angenehmen Vorteil, das das Game auch dann noch geschmeidig läuft, wenn viele Gegner in die Action involviert sind.

Geräuschtechnisch hat mich die die durchgängige Sprachausgabe überzeugt, auch wenn diese in englisch ist. Die Spielmusik ist genauso düster wie das Leveldesign, aber im großen und ganzen paßt es ganz gut zur Atmosphäre. Sie bleibt dezent im Hintergrund und überläßt den Waffen- und Kampfgeräuschen das Feld.

Multiplayer....

Der Multiplayer Mode bietet bis zu vier Spielern die Plattform zum mit- oder gegeneinanderkämpfen. Dazu bieten sich fünf unterschiedliche Spielmodis an. Sei es nun zum Bsp. ein harter Fight gegen andere MechWarrior, oder das halten einer bestimmten Position, während deine Gegner dein Vorhaben vereiteln wollen. Auch die Kämpfe im dichten Nebel bieten den Beteiligten eine interessante Herausforderung. Einen harten Nachteil hat aber auch dieser Multiplayer. Jeder Beteiligte Spieler benötigt sein eigenes Spiel um an der Session teil zu nehmen.

Fazit....

Ein zweifellos interessantes Genre auf dem DS, welches unter anderem mit seiner guten Sprachausgabe besticht. Wenn man sich erst einmal mit der recht gewöhnungsbedürftigen Steuerung vertraut gemacht hat, kommt auch eine gewisse Spielfreude auf. Mit seiner Vielzahl an Gegnern, Fahrzeugen und vor allem Waffensysteme kommt Langeweile nicht recht auf. Doch nicht nur gute Dinge stechen ins Auge, es gibt auch eine Reihe Sachen, die dem Spieler nicht recht gefallen wollen. Das wäre zum ersten die ziemlich einfallslose Levelgestalltung und die texturarme Umgebung. Auch die etwas unharmonische Steuerung zwingt den Spieler zu eine längeren Eingewöhnungsphase. Mit seinen "nur" 24 Missionen, die auch räumlich nicht wirklich ausladend sind, ist der Kampagnen Mode in nicht allzu langer Zeit durchgespielt. Um dann auf den Multiplayer Mode auszuweichen, benötigt man nicht nur Freunde sondern auch die gleiche Anzahl Games. Hat man diese Voraussetzungen aber erfüllt, dann steht einer ausführlichen "Alteisen Aufbereitung" nichts mehr im Wege. Alles in allem bietet Mechassault Phantom War all das, was man von ihm erwartet - fette Action.

 

+ wunderbare Sprachausgabe (Englisch)
+ Anzahl an MechWarrior
+ modifizierbare Waffensysteme
+ viel Action durch reichlich Gegner
- mäßige Grafik
- kurze Kampagne (24 Missionen)
- gewöhnungsbedürftige Steuerung
- MP nur als Multicard Variante
- Leveldesign zu linear
- Untertitel laufen zu schnell

GRAFIK: 55%

SOUND/EFFEKTE: 80%

MULTIPLAYER: 75%

GESAMTWERTUNG: 66%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de