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NDS Prof. Kageyamas Mathematik-Training
 
 
Prof. Kageyamas Mathematik-Training - NDS
Kilian Pfeiffer (07.03.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Denkspiel
SPIELER: 1-16 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Nicht nur im Sport ist das tagtägliche Training der Erfolgsfaktor schlechthin und Garant für gute Leistungen. Ohne regelmäßiges Üben sind Siege so gut wie ausgeschlossen, man wäre einer unter vielen und unter Garantie nicht unter den Besten vertreten. Ähnlich gestaltet sich die Sachlage auch hinsichtlich der Gehirntrainer, ein neuartiges Genre, das nicht zuletzt seit dem in die Öffentlichkeit getretenen Dr. Kawashima zum Erfolg führte. Seit diesem Siegeszug des virtuellen Denksports sind die Releaselisten prall gefüllt mit neuen Titeln, ein Entwickler übertrifft den folgenden mit angeblich noch mehr Trainingseinheiten, zusätzlichen Aufgaben und geballter Unterhaltung. Abseits besagter Software-Formation scheint es, dass die Entwicklung einen neuen Pfad eingeschlagen hat und sich immer weiter spezialisiert. Bestes Beispiel dafür ist der namentlich brachial wirkende Titel "Prof. Kageyamas Mathematik-Training - Verbessern Sie Ihre Rechenfähigkeit mit der Hundert-Zellen-Methode". Eine mit mathematischen Aufgaben gefüllte Spielkarte, die sich im Speziellen auf die Rechenfähigkeit des Nutzers beschränkt, dennoch dazu auffordert täglich zehn Minuten zu trainieren. Befolgt man die Ratschläge aller bislang erhältlichen Denksport-Software, käme man aus dem Üben gar nicht mehr raus, so scheint es...

Menus und die Story....

Die japanische Hundert-Zellen-Methode ist im fernen Osten ein allseits beliebtes und äußerst angesehenes, wissenschaftliches Vorgehen, welches nun auch in Deutschland zur Anwendung kommt, wenigstens in Nintendos Versoftung zu Professor Kageyama. Sofern man Zahlen hasst und froh ist, mit diesen nichts am Hut haben zu müssen, darf nun aufhören zu lesen. Zur Rechnerei zwingen wollen wir Euch schließlich nicht. Mathematik ist nicht jedermanns Sache, allerdings sind die im Titel gestellten Aufgaben im Gesamten sehr einfach und beschränken sich auf die Grundrechenarten der Addition, der Subtraktion, der Multiplikation sowie der Division. Zwar in unterschiedlichsten Üben, dennoch dank der zahlreichen Erklärungen jederzeit eingängig und leicht zu begreifen. Solltet Ihr also mit geometrischen Inhalten Schwierigkeiten haben oder stochastische Schwächen vorweisen, braucht Ihr vor Professor Kageyama hingegen keine Angst zu haben. Im Vergleich zu besagten mathematischen Begriffen ist der Inhalt dieses Titels ein wahres Kinderspiel.

Bis zu 16 Spieler dürfen sich gegenseitig in ihren mathematischen Kenntnissen messen, das ferne Ziel ist es aber, die eigene Rechenfähigkeit stetig zu verbessern und vor allem in zeitlicher Hinsicht Verbesserungen anzustreben. Weil die Faszination der Gehirntrainer langsam aber sicher abnimmt, ist "Prof. Kageyamas Mathematik-Training - Verbessern Sie Ihre Rechenfähigkeit mit der Hundert-Zellen-Methode" ein gutes Beispiel dafür, dass eine Spezialisierung durchaus Sinn macht, auch wenn die Zielgruppe klar eingeschränkt wird. Denn nicht zuletzt die Zeugnisse des Großteils der Bevölkerung macht deutlich, dass Mathematik nicht jedem zu liegen scheint.

Technik und Gameplay....

Wie schon bei den Dr. Kawashima-Titeln wird auch das Mathematik-Pendant ähnlich eines Buches in der Hand gehalten, die Navigation erfolgt per Touchpen. Somit ist die Schrifterkennung das wichtigste Hilfsmittel, um die gestellten Aufgaben erfolgreich lösen zu können. Wie sooft gibt es speziell bei der Erkennung der Zahl "2" und der Ziffer "8" Probleme. In hektischen Situationen ist diese Tatsache nervtötend und unverständlich, warum es bislang nicht gelingen konnte hier für Abhilfe zu sorgen. Bevor wir uns dem "Täglicher Test" zuwenden, werfen wir zunächst einen Blick auf die "Übungen", die in den verschiedensten, variantenreichen Ausführungen auf die Karte gebannt wurden. In acht Kategorien, die vom Schwierigkeitsgrad her mit der Zahl stetig ansteigen, preist Ihr Eure Fähigkeiten an - Erklärungen der einzelnen Aufgabenbereiche bringen Klarheit in das Dickicht von Mathematik-Übungen. Lückenmultiplikationen lassen sich beispielsweise dadurch lösen, indem das frei Feld (3 mal x = 24; Lösung: 8) mit der korrekten Zahl gefüllt wird. Richtzeitwerte geben Euch Aufschluss darüber, wie schnell Ihr agieren und rechnen müsst, um in die Nähe von Medaillenrängen zu gelangen. Einfachste Additionen erwarten Euch ebenso wie Kombinationen von Grundrechenarten. Blitzsubtraktionen blenden kurzzeitig die zwei voneinander zu subtrahierenden Zahlen ein - diese müsst Ihr sodann voneinander abziehen. Multiplikationen mit allen einstelligen Zahlen wurden ebenso integriert, wie Kettensubtraktionen, die man in ähnlicher Weise bereits in der Grundschule niedergeschrieben hat. Dreistellige Subtraktionen, lange Multiplikationen, Fülladditionen sowie das Durcheinanderwürfeln aller Grundrechenarten sind Hauptthematik innerhalb der "Übungen". Wer mit Zahlen nicht vertraut ist und diese scheut, freundet sich mit der Software wohl auch in Zukunft nicht an. Objektiv betrachtet, bleibt der Titel aber zu jeder Zeit fair und summa summarum bezüglich des Anspruchs eher bescheiden. Vertrackte Aufgaben gibt es so gut wie keine, auch werden Euch keine absonderlichen Thematiken vorgesetzt.

Entsprechend des namensgebenden Professors habt Ihr es während der mathematischen Ausflüge auch mit der sogenannten "Kageyama-Methode" zu tun, ein aus Feldern bestehender Komplex, auf dessen horizontaler und vertikaler Seite Zahlen zu finden sind. Je nach gewählter Aufgabenanzahl könnt Ihr bis zu 100 Rechnungen lösen, seien es Additionen, Subtraktionen oder Multiplikationen. Hierbei lernt man durchaus etwas vom Zahlenverständnis; diffiziler wird es schließlich bei der "Marathondivision", die drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beinhaltet. Divisionen mit Rest und Übertrag sind möglich, der Anspruch steigt mit gewähltem Härtegrad. Die gesamten Rechnungslösungen erfolgen mithilfe des Touchpens, was generell immer ganz gut funktioniert - lediglich bei der "2" sowie der "8" gibt es Identifikationsschwierigkeiten seitens der Software - schade. "Täglicher Test" entspricht den Übungen, die schon bei den Gehirntrainern für die größte Laune gesorgt hatten. Drei Aufgaben werden Euch jeden Tag aufs Neue gestellt, wobei Ihr bei zunehmendem Erfolg im Rang aufsteigt. 20 solcher Ränge gibt es zu erklimmen, gemäß dieser Einstufung warten verschiedenartige Rechenexempel auf Euch. Dies ist soweit auch unterhaltend, auf längere Sicht bringen die Zahlenspielereien aber kaum so viel Motivation mit sich, wie dies beispielsweise ein klassischer Gehirntrainer tut.

Grafik & Sound....

Weil wir uns auch bei vorliegendem Rechentrainer entgegen einer traditionellen Wertung entschieden haben und sowohl Grafik als auch Sound eher zweckmäßig, denn spektakulär ausfallen, können wir auch diese Punkte ohne weiteres unkommentiert lassen. Die musikalische Unterstützung macht eine gute Figur und motiviert beim Lösen der zahlreichen Zahlentüfteleien. Hinsichtlich der Optik sind die Zahlen der bestimmende Faktor - hübsch ist die Software daher nicht!

Multiplayer....

Bis zu 16 Spieler dürfen bei "Prof. Kageyamas Mathematik-Training - Verbessern Sie Ihre Rechenfähigkeit mit der Hundert-Zellen-Methode" zusammen antreten, wobei Ihr mit-, oder besser gegeneinander, übt. Mit Professor Kageyamas Methode geht Ihr auf Tuchfühlung mit der Konkurrenz oder löst komplexe Divisionen. Was Euch beliebt, darf angewählt werden. Derjenige, der am schnellsten die jeweilige Aufgabe gelöst hat, gewinnt. Zum Trainieren der eigenen Fähigkeiten eignet sich die Mehrspieler-Option daher optimal.

Fazit....

Sofern Ihr die Kunst des Rechnens schon immer geliebt habt und mit Zahlen groß geworden seid, ist vorliegendes Trainingsprogramm scheinbar am geeignetsten, um auch weiterhin sein Zahlengedächtnis und die Grundrechenarten zu schulen. Allerdings ist die Dauermotivation eher gering, denn zu schnell hat man alles gesehen - immer nur mit Zahlen zu hantieren, ist bei weitem nicht so abwechslungsreich, als mit diversen Minispielen zu hantieren. Demnach sei zu überlegen, ob ein Mathematik-Trainer das geeignete Software-Produkt darstellt. Im Endeffekt sind mathematische Grundzüge bereits in "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Wie fit ist Ihr Gehirn?" und Konsorten enthalten. Anfangs findet man als Zahlenfetischist durchaus Gefallen an der naturwissenschaftlichen Thematik, die aber nach wenigen Tagen aufgrund des geringen Abwechslungsreichtums zu trocken wird.

 

+ Vermittlung von Grundelementen
+ Kageyama-Methode
+ 16 Spieler mit einer (!) Karte
+ viele unterschiedliche Übungen
- Zahlen wohin das Auge reicht
- teilweise zu anspruchslos

GRAFIK: --

SOUND/EFFEKTE: --

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG:
Bedingt Empfehlenswert

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