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NDS Madagascar Kartz
 
 
Madagascar Kartz - NDS
Kilian Pfeiffer (10.12.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Activision
GENRE: Funracer
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Auch auf dem DS fahren die Charaktere aus dem Dreamworks-Universum. Ein „Mario Kart"-Klon zu sein, ist manchmal nicht verkehrt. Im Windschatten des großen Vorbilds zu fahren ebenso wenig. Warum auch? Man kann sich ein kleines Stück des insgesamt großen Kuchens abschneiden und es dürfte immer noch ausreichen, um die Entwicklungskosten wieder einzuspielen. „Madagascar Kartz" ist so ein Beispiel. Die erfolgreiche Lizenz lockt Käufer, immerhin war der Film ein absoluter Blockbuster, den Millionen von Menschen im Kino gesehen haben. Auch wenn der zweite Teil nun schon wieder eine ganze Ecke zurück liegt – die Protagonisten sind noch in Erinnerung geblieben und daher dürfte es nicht verwunderlich sein, wenn sich das Spiel, das in sehr ähnlicher Weise für Wii und Nintendo DS erscheint, gut verkaufen wird.

Menus und die Story....

Ob Einzelspiel oder Multiplayer: „Madagascar Kartz" bietet alle Spielmodi, für jede Gelegenheit etwas. Vergleichbar ist das Ganze mit der „Mario Kart"-Serie, jedoch ist der Tiefgang nicht so fortgeschritten, wie bei der Mario-Hatz. Das liegt vielleicht auch daran, dass es bei „Madagascar Kartz" keinen Online-Modus gibt und auch die Spielzeit an und für sich sehr übersichtlich ist. Freispielbare Elemente gibt es kaum, wenn man von den Artworks mal absieht. Allerdings muss erwähnt werden, dass der Titel – gleichgültig ob für Wii oder Nintendo DS – keine 20 Euro kostet. Sozusagen ein Budget-Spiel mit „großem" Namen.

Technik und Gameplay....

Für einen derartig günstig platzierten Titel ist „Madagascar Kartz" ein qualitativ hochwertiges Produkt. Anders lässt sich das nicht sagen. Wenn man in letzter Zeit in die Regale der Händler geblickt hat, hat man des Öfteren viel Minderwertiges gesehen, die Anzahl der veröffentlichten Titel bot dazu auch jede Gelegenheit. Wie schon bei der „Mario Kart"-Serie gibt es beim Activision-Titel verschiedene Klassen (50er Klasse, 100er Klasse, 150er Klasse, Spiegelstrecken). Jede Klasse wiederum entspricht einem Schwierigkeitsgrad, den Ihr bewältigen solltet, um die nächste Stufe angehen zu können. Gut geklaut, ist bekanntlich halb gewonnen – demnach wurden in jede Motorenklasse diverse Cups gepackt, jeder bestehend aus drei Strecken. Anfangs stehen – neben neun Lizenzcharakteren aus den Dreamworks-Streifen - ebenfalls neun verschiedene Rennstrecken zur Verfügung, weitere lassen sich freischalten.

„Madagascar Kartz" fährt sich sehr intuitiv, leichtgängig, so, als wäre der Titel für jeden Spieler konzipiert worden. Dennoch fühlt sich die „Mario Kart"-Serie fairer an, selbst bei Rückständen ist man schneller wieder vorne an der Spitze. Der Ablauf in „Madagascar Kartz" ist in jeder Hinsicht aber vergleichbar mit der Mario-Konkurrenz. Es gibt Power-Ups, die in herumliegenden Kisten schlummern und nur darauf warten, eingesammelt zu werden. So schickt Ihr dann ein paar wilde Bienen auf Eure Mitfahrer, schießt eine Feuerkokosnuss in das Fahrerfeld, um dort für eine gehörige Explosion zu sorgen, platziert einige Bananen auf der Strecke, rast als Freakgeschoss durch die Gegend oder verwandelt Euch eben mal in eine Kiste, um geschützt zu sein vor weiterer Power-Up-Befeuerung. Auch wenn die Entwickler tief in die Trickkiste gegriffen haben, all jene Gegenstände sind bereits bekannt. Wie gesagt: Gut geklaut, ist halb gewonnen. Hier trifft dies definitiv zu!

Weil Ihr als Fahrer coole Stunts ausführen könnt und dadurch Energie sammelt, dürft Ihr im Folgenden auf die spezifischen Sternpower-Fähigkeiten zurückgreifen, die den einzelnen Fahrern zur Verfügung stehen. Ob das nun der Poklatscher von Gloria, das Sumpfgas von Shrek, das Tanzfieber von König Julien oder aber der mächtige Brüller von Alex ist – alle Fertigkeiten machen Sinn und sind witzig in der Durchführung. Neben den gewöhnlichen Racing-Events erwarten Euch des Weiteren noch Discokugel-Jagden oder Zeitrennen. Natürlich auch die obligatorischen Mehrspieler-Partien. Leider fehlt ein Online-Modus. Der hätte dem Titel mit Sicherheit gut zu Gesicht gestanden.

Grafik & Sound....

Sowohl Wii- als auch DS-Version können sich im direkten Konkurrenzfeld zur „Mario Kart"-Serie sehen lassen. Die Strecken sind zwar nicht einfallsreich, dafür aber sehenswert, hie und da ein paar Abkürzungen, dort ein Beschleuniger, ein Wassergraben, eine Mauer – VORSICHT! Bei der DS-Version werdet Ihr durch eine Minimap am unteren Bildschirmrand versorgt – diese fehlt bei der Wii-Variante, was aber weiter nicht schlimm ist.

Cool ist die Mucke schon – Südsee-Flair, tahitimäßige Sounds, fröhlich geht es hier ab. Passend zum Setting eben, das in ansprechender Weise umgesetzt wurde. Auch die Soundeffekte, etwa beim Überfahren eines Power-Ups, wissen zu gefallen.

Multiplayer....

Maximal vier Spieler können den Duellen beiwohnen, das Erlebnis kann sich sehen lassen. Alles läuft flüssig, die Duelle sind spannend und man kommt nicht umhin, sich an die „Mario Kart"-Serie zu erinnern, die doch immer wieder groß über „Madagascar Kartz" schwebt. Für einige Partien zwischendurch aber genau das Richtige!

Fazit....

„Madagascar Kartz" ist ein günstiger Titel (unter 20 Euro UVP) mit Potenzial. Viel wurde abgekupfert, dafür aber nicht schlecht. Ok, der Umfang ist etwas mau, auch die Spielmodi hat man bereits gewaltiger gesehen, aber dennoch – die Lizenz lockt, das Gameplay ebenso. Warum also nicht einfach mal zugreifen? Die Wii-Fassung ist indes um einiges besser und vielfältiger als die DS-Version.

 

+ „Madagascar"-Lizenz
+ gut abgekupfert
+ spaßiges Setting
- nervige Ladezeiten
- läppische Anleitung
- kein Online-Modus

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER: 71%

GESAMTWERTUNG: 70%

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