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NDS Madagascar 2
 
 
Madagascar 2 - NDS
Kilian Pfeiffer (06.01.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Activision
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Im Grunde ist es ja nur eine einfache Tiersippe, mit der wir es in „Madagascar 2" zu tun haben. Ein grinsender Löwe, eine schräge Giraffe, ein nettes Zebra und eine Nilpferddame, deren Hinterleib sehr wohl geraten ist. Vier Tiere, die in den letzten Jahren für Furore gesorgt haben. Sie haben die Kinokassen dieser Welt klingeln lassen, unzählige Kopien in Sachen Videospiele und DVD über den Ladentisch verkauft sowie Kinder zum Lachen gebracht. Das Quartett musste also eine Fortsetzung bekommen, die nun in Form von „Madagascar 2" erschienen ist. „Activision" hat neben einer Nintendo DS-Fassung auch eine Wii-Umsetzung im Programm. Fürs Erste befassen wir uns aber mit der Handheld-Variante, die definitiv einiges besser macht, als der direkte Vorgänger.

Menus und die Story....

Dass ich mich für meinen Teil als Fan computeranimierter Filme oute, ist nicht verwunderlich, besuche ich doch bereits seit Jahren derartige Filme in regelmäßiger Wiederkehr. Ist ein neuer Streifen im Kino angelangt, muss ich diesen sehen – um zu wissen, ob die Software-Umsetzungen ebenso gut respektive schlecht ausfallen werden. Letzterer Fall tritt in der Regel des Öfteren ein, nicht so bei „Madagascar 2", unserem heutigen Review-Kandidaten. Denn in der Tat hat man das entwicklerische Bemühen vollkommen in besagten Titel gesteckt, hat sich nicht auf dem großen Namen ausgeruht und viel Detailarbeit in das Gameplay gelegt. Von der Anleitung mit ihren spärlichen vier Seiten sind wir allerdings sehr enttäuscht worden…

Auch wenn das spielerische Resultat nicht das abwechslungsreichste von Welt ist, überzeugt der Inhalt dennoch in jeder Weise. Weniger hat das etwas mit den vier aus den Filmen bekannten Protagonisten (Alex, der Löwe, Melman, die Giraffe, Marty, das Zebra sowie Gloria, das Nilpferd), sondern mit der liebevollen Herangehensweise an den erfolgversprechenden Stoff zu tun. Weil das aus dem New Yorker Zoo stammende Quartett in ihrer neuen Heimat Madagaskar nicht wirklich glücklich ist, hecken sie einen Plan aus, der sie nach Afrika bringt – samt dem von Pinguinen reparierten Flugzeug. In dem südlichen Kontinent treffen sie im Folgenden Vertreter ihrer Art. Tiere, von denen sie bislang nicht mal gedacht hätten, dass es sie überhaupt gibt… Das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Technik und Gameplay....

Bei „Madagascar 2" für den Nintendo DS handelt es sich um ein Jump’n Run in 3D-Optik. Anders als bei gewöhnlichen Side-Scrollern bewegt Ihr Euch nicht von links nach rechts, sondern in den Bildschirm hinein. Weil der Weg vorgegeben ist, kann man sich als Spielcharakter weder verlaufen, noch in der Richtung irren. Das Abenteuer ist ein lineares, was den Titel einsteigerfreundlich macht, dennoch aber nicht uninteressant erscheinen lässt für fortgeschrittene Zockernaturen. Es handelt sich einfach um einen wunderbar spielbaren Lizenztitel, um einen, der seine Sache vorbildlich präsentiert. Denn jeder der vier Hauptdarsteller beherrscht unterschiedliche Fertigkeiten – gemein haben sie alle, dass sie hüpfen können und sich ihrer Gegner erwehren. So darf Marty mit den Hinterläufen ausschlagen, der Löwe Alex schlägt mit seinen Pranken nach seinem Gegenüber, wohingegen auch eine Giraffe – in unseren Fall Melman – sich zu wehren weiß. Attacken aufzuladen, ist eine Möglichkeit, einen mächtigeren Durchschlag zu generieren und den jeweiligen Rivalen schneller von den Füßen zu holen.

Auch wenn man das Spiel in rund vier bis fünf Stunden durchspielen kann, bietet es dennoch ausreichend Inhalt, erneut in das Abenteuer zu starten – denn weitere Spielmodi warten auf den geneigten Spieler. Aber dazu später mehr! Seid Ihr in den wunderschönen Landschaften unterwegs, begegnen Euch immer wieder fiese Wesen, die Euch ans Schlafittchen wollen. Ob das nun ein giftiger Skorpion ist, ein ungemütlicher Prügelgeselle oder ein nach Euch spuckendes Fellknäuel. Ein paar Fausthiebe reichen in der Regel aus, um den jeweiligen Opponenten k.o. zu schlagen. Immer wieder stoßt Ihr auf Bodenplatten, die Eure Figur betreten darf – auf Knopfdruck werdet Ihr in ein Minispiel verwickelt, das immer recht einfach abläuft: Entweder ordnet Ihr aufleuchtende Symbole einem Symbolstrang zu oder Ihr deckt ein Spielfeld auf, indem Ihr den erscheinenden Pfeilen folgt. Diese weisen Euch zum Ziel. Seid Ihr erfolgreich, schaltet Ihr einen von insgesamt 50 Äffchen frei. Alle zu entdecken, ist das hehre Ziel, das durchaus machbar ist. Neben Münzen sammelt Ihr Kronkorken, die wiederum für den Kronkorken-Multiplikator vonnöten sind, um abermals weitere Münzen nach Ableben eines Gegners einzusacken. So müsst Ihr also nun alle Welten – möglichst ohne Energieverlust – bewältigen, von zusammenstürzenden Plattformen rechtzeitig abspringen und ab und an in Nilpferdmanier Gegnerhorden vom Bildschirm vertreiben.

Toll fanden wir während des Testzeitraums, dass Eure Spielcharaktere im Laufe der Zeit weitere Attribute dazulernen, beispielsweise Spezial-Attacken, bei denen Ihr durch einen kräftigen Puster in das DS-eigene Mikrofon Melman in einen Wirbelwind verwandelt, der dann den Bildschirm von Feinden säubert. Vorbildlich: Oft schaltet Ihr neue Dinge wie Schwierigkeitsgrade und neue Kostüme frei. Richtig genial ist eines der zwei neuen Minispiele: Einmal das Flippern, zum anderen der Pinguin-Ausflug mit Skipper, Private, Kowalski und Rico. Toll dabei: Ihr müsst in der in 2D-Grafik dargestellten Umgebung jeden einzelnen der vier Pinguine ins Ziel lotsen. Weil jeder Charakter andere Fähigkeiten sein eigen nennt, gilt es, das Köpfchen einzuschalten, um den jeweiligen Level pflichtbewusst hinter sich zu bringen. Aus diesem Konzept könnte man durchaus ein interessantes Einzelspielerkonzept für ein eigenes Spiel stricken. Die Tiefgründigkeit hätte dieser Titel zumindest.

Grafik & Sound....

Die Präsentation von „Madagascar 2" hat uns außerordentlich gut gefallen. In jeder Hinsicht kann das Geschehen überzeugen, ob das nun die Sequenzen im Spiel selbst oder die Zwischenszenen angeht. Die tierischen Charaktere kommen bestens zur Geltung, besitzen nachempfindbare Animationen und verkörpern das Quartett des Filmes bestens.

Auch in Sachen Akustik können wir dem Titel nur Gutes attestieren. Die Musikuntermalung ist bestens gelungen und könnte aus diversen Szenen des Filmes stammen. Auch die Soundeffekte sowie die komplette deutsche Sprachausgabe sind zu loben. Weder begegnet Ihr einem Rauschen in den Stimmen der Darsteller, noch unschönen Dissonanzen innerhalb der Melodien. In jeder Hinsicht besser als beim Vorgänger!

Fazit....

„Madagascar 2" ist ein würdiger Nachfolger eines durchschnittlichen ersten Teiles. Ob das nun der Spielwitz ist, die technische Ausgereiftheit, die verschiedenartigen Gameplay-Elemente oder die liebevolle Darstellungsweise – alle Aspekte werden bestens abgedeckt, machen Spaß bis zuletzt und vertreten den großen Namen des Kino-Blockbusters in gelungener Weise. Wir sind gespannt, was die Wii-Version zu bieten hat. Bis dahin sind wir auf jeden Fall auf dem Handheld unterwegs. Core Gamer sollten allerdings Vorsicht walten lassen.

 

+ „Madagascar"-Lizenz
+ Pinguin-„Ausflüge"
+ lustige Tiersippe
+ verschiedene Fähigkeiten
+ zusätzliche Minispiele
+ deutsche Sprachausgabe
- Einsteigerfreundlich
- 4-5 Stunden Spielzeit
- teils überfl. Spielelemente
- fehlender Multiplayer
- schwache Anleitung

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 78%

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