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NDS Luxor: Pharaoh's Challenge
 
 
Luxor: Pharaoh's Challenge - NDS
Kilian Pfeiffer (27.05.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Codemasters
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-10
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Spielprinzipien kommen und gehen, kommen erneut und verschwinden ein weiteres Mal. Werft Ihr einen Blick auf „Luxor – Pharaoh’s Challenge" wird schnell deutlich, dass Ihr das dem Titel zugrunde liegende Prinzip bereits mehr als einmal gesehen haben dürftet. Spätestens wenn der Name „Actionloop" fällt, sollte Euch ein Lichtlein aufgehen, denn besagten Titel veröffentlichte Nintendo bereits im Jahr 2007 für den Nintendo DS. Im Grunde ist die dort zum Tragen kommende Thematik ähnlich der des vorliegenden DS-Games. Bekannte Ideen neu zu verwerten, kann in gewisser Hinsicht sinnvoll sein und die Spielerschaft dank Verbesserungen und Innovationen zu zusätzlichem Spielspaß führen. Schauen wir mal, ob die Entwickler des „Codemasters"-Titel das Altbewährte beibehalten haben oder der spielenden Gemeinde Neues präsentieren.

Menus und die Story....

Es ist schon ein Kreuz mit den Spielanleitungen! Da freut man sich darauf, eine ausführliche Beschreibung der Hintergrundgeschichte sowie der Steuerungsraffinessen vorgesetzt zu bekommen und was ist? Pustekuchen? Nichts dergleichen! In Farbe gehalten ist die auf hochwertigem Papier gedruckte Anleitung zwar noch, der Inhalt lässt hingegen in jeder Hinsicht zu wünschen übrig. Zwei läppische Seiten, die wirklich nichts Relevantes zu bieten haben, warten auf den Spieler. Zur Story findet sich rein gar nichts. In letzter Zeit mehren sich sie Fälle, in welchen bei den Beschreibungen ganz klar eingespart wurde, was aber oftmals auch Rückschlüsse auf die eigentliche Software zulässt. So sind wir schon mal froh, dass sich diese Kunde nicht in unserem Fall bewahrheitet hat, denn „Luxor – Pharaoh’s Challenge" ist vom Spielerischen her durchaus einen Blick wert.

Bereits die Packungsfront des Titels dürfte all diejenigen berühren, die für den guten Zweck gerne etwas bereitstellen. Pro verkauftes Spiel garantiert „Codemsters", dass zehn Cent für die „Pink Ribbon Foundation" gespendet würden, einem Verein, der sich für Brustkrebskranke einsetzt. Ein toller Zug, der selbstverständlich auch die soziale Komponente des Menschen anspricht. Was wir noch gar nicht erwähnt haben: Für die Wii hat „Codemasters" ebenfalls eine Umsetzung angekündigt, über die wir bislang allerdings noch keine konkreten Aussagen treffen können.

Technik und Gameplay....

Als Geschicklichkeitsspiel, bei dem teilweise auch der Einsatz des Köpfchens gefordert ist, eignet sich „Luxor – Pharaoh’s Challenge" hervorragend, um wieder einmal auf Tuchfühlung mit dem eigenen Durchhaltevermögen zu gehen. Denn der Anspruch ist gewaltig, speziell in späteren Abschnitten des Titels, die deutlich kniffliger sind als zu Beginn des Spiels. Wie bereits erwähnt, ist die dem Titel beiliegende Anleitung alles andere als ergiebig und orientiert sich eher an der Maxime „Weniger ist bekanntlich mehr!", was aber in unserem Fall so gar nicht zutreffen will. Immerhin findet sich im Spiel die Optionsmöglichkeit der „Spielregeln" wider, ein überschaubarer Theorieteil, der Euch auf wenigen Seiten alle wesentlichen Dinge der Umsetzung vermitteln will.

Der Spielinhalt ist vergleichsweise zügig erklärt, denn mithilfe Eures geflügelten Kugelwerfers gilt es, alle herannahenden Kugeln unterschiedlicher Farbgebung zu zerstören. Besagter Kugelwerfer ist so angeordnet, dass er am unteren Rand des Touchscreens in horizontaler Anordnung hin- und herfliegen kann. Die Bedienung erfolgt über den Stylus. Alles was Ihr mit der herausragenden technischen Gerätschaft anstellen könnt, ist es, Kugeln verschiedener Farben abzufeuern. Und zwar nur geradeaus. Was es damit auf sich hat? Ganz einfach, denn überall warten magische, anrollende Kugelreihen darauf, zerstört zu werden, bevor sie die jeweiligen Pyramideneingänge erreichen. Dies gelingt nur, wenn mindestens drei Kugeln gleicher Farbe aneinandergereiht liegen, was zu deren Vernichtung führt. Mit dem Kugelwerfer dürft Ihr jederzeit den gerade geladenen Ball abfeuern, ebenso das in zweiter Reihe anstehende Geschoss auswählen. So ist es möglich, hinsichtlich der Kugelfarben zu variieren und Euch für diejenige Munition zu entscheiden, die gerade größere Wirkung zeigt, was sich wiederum in der Anzahl der auf einmal zu zerstörenden Kugeln festmachen lässt.

88 Spielstufen bietet der Titel, wobei drei Schwierigkeitsgrade für uneingeschränkte, teils masochistische Erlebnisse sorgen werden. Schwer ist noch deutlich untertrieben – bei „Luxor – Pharaoh’s Challenge" könnt Ihr ganz andere Kaliber, was Adjektive betrifft, die der Beschreibung dienlich sind, erfinden. Alle Spielwelten orientieren sich in gewisser Weise am Pyramiden-Setting. Bonusgegenstände wie Ankh-Münzen erscheinen bei der Vernichtung von Kugelanhäufungen: 30 Stück an der Zahl garantieren Euch ein Bonusleben, das dann in Anspruch genommen werden muss, wenn die magischen Kugeln auf ihren Bahnen die Pyramideneingänge Eures Hohheitsgebiets passieren. Weil sich gleichfarbige Kugeln anziehen, können bei geschickter Zerstörung fette Kombos zustande kommen, die für einen Punkteregen sondergleichen sorgen. Herabfallende Schätze bescheren einen ultimativen Highscore-Wert, wohingegen geflügelte Items unzählige Spezialsituationen garantieren. Allerdings muss der Kugelwerfer diese zunächst einsammeln, um sie dann effektiv walten zu lassen. So dürft Ihr im Idealfall beispielsweise den Kugelzug kurzfristig anhalten, ein wenig Geschwindigkeit herausnehmen oder per Zielstrahl größere Treffsicherheit hervorrufen. Wiederum ein anderes Item ändert die Farben in der Nähe befindlicher Kugeln oder zerstört dank bombastischer Explosion alle Kugeln in dessen Reichweite. Feuerdolche erinnern an 2D-Weltraum-Shooter-Action, allerdings gibt es auch Items, die als Joker fungieren, was bedeutet, dass sie sich jeder Kugelfarbe anpassen und individuell verwendet werden dürfen. Gewitter auf dem Bildschirm sind ebenso möglich wie kugelfressende Skorpione, magische Barrieren fangen vorteilbringende Objekte, Blitz-Items zerschmettern gezielt ganz bestimmte Bereiche auf dem Spielfeld. Hinzu kommen freischaltbare Skarabäen, die Euch im Laufe der Zeit Gutes tun und diverse Extras zum einfacheren Operieren parat halten. Obwohl das „Abenteuer" den eigentlichen Ort des Geschehens darstellt, warten weiterhin ein „Training" auf seine Absolvierung sowie der „Überleben"-Modus – so lange wie irgend möglich, gilt es hier durchzuhalten. Auf einen Mehrspieler-Part müssen Käufer des Titels allerdings verzichten. Bei „Actionloop" war dieser noch inbegriffen – schade, dass er beim „Codemasters"-Titel fehlt!

Grafik & Sound....

Spektakulär ist die Darstellung des Geschehens leider nicht, auch wenn Kugeln in kleinen Grafikspielereien „Auf Wiedersehen!" sagen. Im Allgemeinen wirkt die Optik in ihrer Tragweite recht eingeschränkt, da sich bis auf die Kugeln und herabfallende Objekte nicht viel auf dem Bildschirm tut. Atmosphäre strahlen die Umgebungen zwar schon aus, aber für eine uneingeschränkt hohe Bewertung reicht dies leider nicht aus. „Actionloop" strahlt nicht die Atmosphäre aus, bringt dafür eine leicht bessere Technik mit sich.

Passend zum Setting ist auch der Sound angesiedelt, der in treibender Weise für ein Gefühl sorgt, als befinde man sich direkt am Ort des Geschehens. Somit kann die Musik auch nach vielen Missionen noch Spannung hervorrufen, was sich positiv auf das Spielgefühl auswirkt.

Fazit....

„Luxor – Pharaoh’s Challenge" für Nintendo DS macht vom Grundkonzept her vieles richtig. Ob man sich dies nun von „Actionloop" oder den unzähligen auf dem PC veröffentlichten Shareware-Titeln abgeschaut hat, sei mal dahingestellt. Was zählt, ist der Spielspaß, der bei vorliegender Umsetzung definitiv stimmt, auch wenn man auf einen Mehrspieler-Modus verzichtet hat (warum nur?), die Rumble Pak-Unterstützung – im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten – fehlt und der technische Maßstab nicht ganz so hoch angesetzt werden darf. Was überzeugt, sind allerdings die vielen Items, mit denen der Titel aufwarten kann und die oftmals in letzter Sekunde für Rettung sorgen. Wenn Ihr als Freund von geschicklichkeitsfordernder Software bereits Erfahrungen gesammelt habt und gerne das Köpfchen einsetzt, seid Ihr bei „Luxor – Pharaoh’s Challenge" an – atmosphärisch – richtiger Stelle!

 

+ sehr viele Missionen
+ atmosphärisch top
+ Item-Einsatz
- Anspruch steigt sehr stark an
- fehlender Mehrspieler-Modus
- technisch verbesserungswürdig
- dürftige Anleitung

GRAFIK: 59%

SOUND/EFFEKTE: 68%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 71%

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