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NDS Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4
 
 
Lego Harry Potter: Die Jahre 1-4 - NDS
Matthias Engert (12.09.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Travellers Tales
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK 6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das man ältere Titel oder gar Serien immer wieder neu aufwärmt, liegt nicht immer nur an neuer Hardware im Bereich der Konsolen selber. Auch veränderte Techniken oder das Verschmelzen verschiedener Stile sorgt dafür. Dabei ist das Thema Lego in diesem Bereich fast schon der Platzhirsch. Denn mittlerweile gibt es einige Serien, die man im Lego Stil neu Belebt hat. Ob Batman, Star Wars oder Indiana Jones. Spiele noch mal in das Klötzchen Korsett zu packen, ist durchaus eine positive Sache und richtet sich vor allem an eine recht große Zielgruppe. Aktuell hat man sich nun einem weiteren Themen Schwergewicht verschrieben - Harry Potter. Vergleichbar mir der Star Wars Serie, versucht man hier alle Buchvorlagen abzudecken und spielerisch noch mal an die Frau oder den Mann zu bringen. Die Erstausgabe der Serie deckt zunächst die Jahre 1-4, oder besser gesagt ersten 4 Bücher ab. Wie so oft für Nintendo Spieler, dürfen diese aus 2 Versionen ihren Favoriten wählen und sowohl DS als auch die Wii Spieler wurden mit einer Version bedacht. Wir schauen uns zunächst die DS Version etwas genauer an.

Menus und die Story....

Unter dem Dach von Warner Bros. Interactive erschienen, zeichnet sich die Software Schmiede Travelers Tales für die Entwicklung verantwortlich. Nichts schlechtes, da TT eine durchaus bekannte Firma darstellt, die schon für manchen Titel auf den Nintendo Handhelden gesorgt haben. Daher auch nicht weiter verwunderlich, das mal wieder beim Drumherum alles passt. Ihr bekommt ein komplett deutsches Spiel geboten, das unter anderen auch wieder durch den typischen Humor der Lego Serie zu gefallen weiß. 2 Speicherplätze stehen zur Verfügung, die im Spiel via Autosave gefüttert werden, so das auch hier ein entspanntes Spielen kein Problem darstellt. Auf einen Mehrspieler hat man allerdings verzichtet. Durchaus etwas Schade, hätte sich dieser doch aufgrund des Gameplays angeboten. In Sachen Story darf der Spieler eigentlich gleich 4 davon erleben. Denn einfach gesagt schlummern die Geschehnisse von 4 Harry Potter Büchern auf der Cartridge. So kann der Spieler die ersten 4 Bücher noch mal spielerisch erleben und Ihr erlebt die Abenteuer aus dem Stein der Weisen, der Kammer des Schreckens, dem Gefangenen von Askaban und schlussendlich dem Feuerkelch. Auch hier bleibt man sich treu und bietet dem Spieler neben dem Zentrum Hogwarts äußerst viele Locations der jeweiligen Teile. So ist jeder einzelne Tel im Spiel schon als abgeschlossenes Ganzes anzusehen und bietet dadurch nicht nur Spielzeittechnisch sehr viel für den geneigten Harry Potter Fan.

Sobald man das Spiel startet, erwartet den Spieler zunächst ein recht simpel gestricktes Hauptmenu. Neben dem Punkt Spielen, warten hier nur die Optionen und die Mitwirkenden, wo man sich bei Interesse die Verantwortlichen genau zu Gemüte führen kann. Die Optionen sind eine der simplen Varianten und bieten euch neben der Sprachwahl einzig das Anpassen der Musik und Soundeffekte. Mehr ist es hier nicht. Kern des Spiels ist dann der Punkt Spielen. Von hier aus startet das eigentliche Abenteuer und wir schlüpfen wieder einmal in die Rolle des bekannten Zauberschülers Harry Potter.

Technik und Gameplay....

Startet Ihr ein Neues Spiel, so erscheint zunächst der Auswahl Bildschirm zu den beiden Speicherplätzen. Positiv für 100% Puristen unter euch, wird auch der Spielfortschritt in der Prozentanzeige hier dargestellt. Denn einmal mehr gehört auch dieses Game zum typischen Durchspielen ist das Eine, 100% zu erreichen das Andere Kaliber. Der erstmalige Start unterscheidet sich ganz speziell von jedem weiteren Start. Zumindest wenn man mindestens einmal Gespeichert hat. Denn die Geschichte beginnt mit der Ankunft des kleinen mysteriösen Babys im Ligusterweg und den im Zeitraffer darauffolgenden Begebenheiten, bevor es nach Hogwarts geht. Dabei wird der Spieler mit einem gelungenen Vorspann eingestimmt, von dem es später noch einige geben wird. Im Lego Cine Stil gehalten, sieht man den Videos die Komprimierung zwar an, dennoch unterstützen sie die Atmosphäre recht gut. Am Ende des ersten längeren Vorspanns findet man sich zunächst im Haus wieder und lernt das Gameplay und weitere wichtige Dinge oberflächlich kennen. Anders als in den TV Versionen, spielt sich die DS Version mit der typischen Iso Sicht auf das Geschehen. Die Charaktere, die man so aus der entfernten Third Person Perspektive zu sehen bekommt, werden auf 2 Arten durch die Gegend gesteuert. Einmal kann man als Spieler das Steuerkreuz dazu verwenden, oder nutzt das Zelda System mittels des Pen. Ansonsten benötigt man als Spieler später nur die L und R-Tasten. Die Action Tasten spielen im Game keinerlei Rolle und alles wird irgendwie über Touch Screen Aktionen abgehandelt. Dadurch entsteht speziell in den zahlreichen Minispiel und auch Rätselmomenten eine gelungene spielerische Abwechslung. Auch die Nutzung der Screens ist eigentlich klar geregelt. Es gibt 2 Varianten wie diese Zusammenspielen. Im großen Hauptteil geht die Action auf dem Touch Screen ab, während der Top Screen die Karte der aktuellen Location abdeckt. Auch mal etwas anders gemacht, durch gezeichnete Skizzenvarianten.

Sobald im Spiel einige der Rätsel auftauchen, wechselt man das Ganze auch mal und die Action wandert sichtbar in den Top Screen, während eben der Touch Screen nun für das Lösen des Rätsels zur Verfügung steht. Nach diesem kleinen einführenden Teil im Spiel erreicht man die eigentliche Zentrale im Spiel, von der immer wieder alle eure Abenteuer ausgehen, der Raum der Bedürfnisse. Ähnlich wie in den Star Wars Teilen bietet man euch hier verschiede Möglichkeiten an und natürlich die 4 großen Haupttüren, durch die man die 4 Buchumsetzungen spielerisch angehen kann. Dazu kommen z.b. ein Editor, bei dem man seine Charaktere für das spätere Freie Spiel aus verfügbaren Lego Teilen frei gestalten kann. Weiterhin sorgen der Shop von Fred & George auch für dieses bekannte Feeling der Serie. Ihr könnt Charaktere kaufen, die leidigen Cheats freischalten oder eure Lego Steine in simple Tipps investieren. Wie immer ist die Zahlungseinheit im Spiel über die verschiedenwertigen Lego Steine abgedeckt. Etwas das mittlerweile ein echtes Markenzeichen der Serie darstellt. Zu Tausenden sammelbar, wird so als eine von mehreren Möglichen, der Sammeltrieb im Spiel abgedeckt. Zumal man diese im Raum der Bedürfnisse und natürlich im Freien Spiel immer wieder aufs neue Holen kann. An Nachschub mangelt es da also nicht. Ebenfalls hier findet man als Spieler ein riesige Sanduhr, die euch neben der Spielzeit auch die Prozentangabe mit dem Wert hinter dem Komma noch mal Preis gibt. Die eigentlichen Spielinhalte in Form der 4 umgesetzten Bücher muss der Spieler dann nacheinander angehen. Steht man vor dem Türportal, so ist zunächst nur die erste nutzbar. Erst zu einem bestimmten Spielfortschritt öffnet man dann nach und nach die weiteren 3. Betritt man eine der Türen, so bekommt man auch hier zunächst eine kleine Statistik eingeblendet. Dazu öffnet sich dann das Levelmenu. Knapp 20 davon warten pro Handlung auf euch, so das also schon einiges zu tun ist, ehe man sich dem Trimagischen Turnier nähert. Auch hier greift das altbekannte System. Ein Level nach dem anderen muss man innerhalb der Story spielen, um nach Lösen eines Levels, dass jeweils nächste angehen zu können.

Auch sehr typisch ist das Spielsystem. Im ersten Durchgang spielt man ein Level innerhalb der Story, während man jedes einzelne Level im Spiel danach, auch im Freien Spiel angehen kann. Hintergrund ist dabei vor allem das Thema Secrets und das Charaktersystem. Über 100 spielbare Charaktere warten davon in der DS Version, die dazu sehr oft auch verschiedene Fähigkeiten bieten. Sprich beim ersten Durchspielen entdeckt man viele Ecken innerhalb der Level, die mit den zunächst verfügbaren Charakteren nicht lösbar sind. Erst im Freien Spiel, und bei Verfügbarkeit eines entsprechenden Charakters, kann man die dahinter verborgenen Secrets holen. Bevor ein Level beginnt, gibt es oft erneut eine der vielen Sequenzen zu sehen, die euch gut in das Geschehen einstimmen. Vor allem vor neuen Locations findet man diese vor. Das Spielsystem selber ist auf dem DS eher an die etwas jüngere Zielgruppe gerichtet und etwas leichter als in den großen Versionen. Grundlage aller spielerischer Action ist ein Aufgabensystem, das alles andere nach sich zieht. Dazu muss man innerhalb der Level, die teilweise angenehm groß geraten sind, Charaktere mit entsprechenden Symbolen über dem Kopf finden. Spricht man diese an, erzählen sie euch ein bisschen was und erwarten von euch das Lösen kleinerer Aufgaben. Das reicht von Sammle Dies, Such Das oder auch Aktivier Jenes. In dieser Art & Weise sind viele Aufgaben umgesetzt, die dann in sich weitere Gameplay Elemente zu Tage fördern. Über das Pausenmenu kann man sich zudem im Inventory über die Aufgaben informieren, oder aber auch die gesammelten Items und Secrets begutachten. Des Weiteren findet man auch das Charaktermenu hier vor, das natürlich Sinn macht, sobald man den zweiten möglichen Charakter in einem Level verfügbar hat. Um die Aufgaben und vielen kleine Rätsel zu Lösen sind diese auch zwingend notwendig. Um z.b. schwere Hindernisse zu Verschieben reichen Harrys Muckis nicht aus. Hier muss schon ein anderes Kaliber her. Hagrid als Beispiel, für den so was kein Problem darstellt. Manche dieser Charaktere bekommt man Standardmäßig zur Verfügung, andere wiederum über das Finden spezieller Items und beim Lösen von Aufgaben, an dessen Ende sich z.b. der Auftraggeber euch anschließt.

Mittels der R-Taste kann man danach Live und jederzeit zwischen diesen Umschalten und Nutzen. Wen man wo benutzen muss, hat man in der DS Version etwas zu Leicht gemacht, da an entsprechenden Objekte ein Charakterbild eingeblendet wird. Man steht also selten auf dem Schlauch in dem Sinne. Erst die Türen und Orte, die man nicht im ersten Durchgang erreicht, geben den benötigten Charakter nicht preis. Die Rätsel selber nutzen zudem natürlich auch sehr oft den Touch Screen in seiner ureigensten Form. Es gilt bei Schaltern Bewegungen zu Zeichnen, oder in vielen kleinen Verschieberätseln Objekte richtig anzuordnen. In der dritten Variante dürfen natürlich auch die Zaubersprüche nicht fehlen. Sobald Harry im ersten Teil diesen in der Winkelgasse bekommen hat, darf er eingesetzt werden. Für Sinnvolles und natürlich auch nur um Blödsinn mit seiner Umgebung anzustellen. ;-) Auch diese werden natürlich über Bewegungen des Pens ausgeführt und funktionieren tadellos. Auch hier findet man im Verlauf des Spiels alle bekannten Varianten des kleinen Helden. Interessant sind die 4 Story allemal für die Spieler, die mit dem Thema auch Firm sind und schon den einen oder anderen früheren Teil gespielt haben. Denn davon gab es ja mehr als genug, egal ob als TV gestützte Version, oder eben für die Nintendo Handheld Fraktion. Auch wenn die Gestaltung eine andere ist, gibt es doch sehr oft den berühmten Deja Vu Effekt im Spiel. Dadurch das sich das Spiel auch sehr flüssig spielt und dennoch recht umfangreich daher kommt, lässt auch der Spielspaß nicht nach. Natürlich fegt man als Erwachsener schon recht flott durch das Spiel, bekommt aber hier und da durchaus etwas geboten. Und das Charakter System und die vielen Secrets will man dann doch noch holen. Das Genre neu definiert die DS Version natürlich keinesfalls, gefällt aber in der Machart auch im Jahr 2010. Das Harry und die anderen über die typischen 4 Herzen auch eine Lebensleiste haben, bekommt man auf dem DS dagegen nur selten mit, da auch die Gegner nicht die schwersten geworden sind. Nachschub gibt es immer wieder und wie schon erwähnt ist die DS Version nicht die schwerste Umsetzung im Spiele Universum. Jüngere Potter Fans können dagegen bedenkenlos Zugreifen.

Grafik & Sound....

Grafisch schleppt die Lego Serie ja immer ein wenig grob wirkendes Ambiente mit sich herum. Aber zumindest schafft man es bei den reinen Umgebungen, etwas weichere Texturen auf den Spieler loszulassen, die eben nicht sofort an die Klötzchengrafik erinnern. Auch gibt es hier nicht die typischen einfarbigen Texturen, wenn man das mal so beschreiben will. Von daher ist es also schon recht passend. HighEnd Grafk bietet der Titel aber nicht. Dazu wirkt vieles auch eher wie ein Spiel der ersten DS Generation. Lustig sind dann eher wieder die kleinen Animationen der verschiedenen Charaktere, die Unverwechselbar zur Serie gehören. Und zumindest in den Sequenzen sieht man auch mal die typisch lustig gemachte Mimik der Lego Helden. Dafür hat man es geschafft, den einzelnen Locations auch deren Gestaltung zu geben. Dadurch ist der Wiedererkennungseffekt recht hoch. Effekte gibt es ebenfalls genug, auch wenn man hier auf seichtem Niveau bleibt, was die Qualität angeht. Technisch dagegen gibt es nichts zu Meckern. In diesem Bereich bekommt man ein sehr gutes Spiel geboten.

Beim Sound gibt es sehr viel Gutes zu Berichten. Das beginnt bei vielen bekannten Musikstücken aus den Filmen, die man kennt und auch hier zum Einsatz kommen. Sprachausgabe gibt es leider keine und selbst in den Sequenzen gibt es maximal nur Laute der Beteiligten. Lob gibt es für Effektvielfalt, die auch die Umgebung selber sehr stark mit einbindet. Gutes Beispiel ist die Winkelgasse, in der man reichlich Marktgeräusche wuselnder Charaktere hört. Auch dies gibt dem Spiel atmosphärisch einiges.

Fazit....

Im Vergleich zu früheren Handheld Versionen punktet die DS Version natürlich mit dem Umfang. Für die 4 enthaltenen Buchumsetzungen gab es früher jeweils 1 Spiel. Das Preis Leistungsverhältnis ist also gelungen. Inhaltlich richtet sich die DS Umsetzung dennoch eher an den jüngeren Potter Fan, der es nicht zu Schwer mag, was Gegner und Rätsel angeht. Diese beiden Faktoren sind hier eher nicht auf ältere Spieler zugeschnitten. Diese werden auch ihren Spaß mit dem Titel haben, werden aber in Sachen Anspruch nur bedingt glücklich. Für diese Zielgruppe ist der große Bruder dann wohl eher geeignet. Inhaltlich und Spielerisch punktet die DS Version mit gewohnt guten Features, die zwar das Genre nicht neu definieren, aber immer noch Spaß bereiten. Technisch solide, schreibt die Lego Variante des Harry Potter Themas auf dem DS ein weitere positive Geschichte.

 

+ Gute und einfache Steuerung
+ Viele spielerische Elemente
+ Gut für jüngere Zielgruppe
+ Touch Screen Ausnutzun
+ 4 Storys / über 100 Charaktere
+ Komplett Deutsch
- Nichts für ältere Gamer
- Grafisch etwas Altbacken
- Multiplayer fehlt

GRAFIK: 71%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 74%

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