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NDS Professor Layton und die Schatulle der Pandora
 
 
Professor Layton und die Schatulle der Pandora - NDS
Kilian Pfeiffer (02.10.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nintendo
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Ja
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Ja

   
Einleitung....

Endlich ist er da, der zweite Teil des Professors und seines Begleiters Luke. Das „Dreamteam" in „Professor Layton und die Schatulle der Pandora" geht also erneut auf Rätseljagd und vor allem auf die Suche nach der Schatulle der Pandora. Erneut hat man sich bei „Level 5" Mühe gemacht, intelligente Rätsel in eine durchaus lesens- und hörenswerte Story verpackt. Eigentlich sollte jeder DS-Besitzer zugreifen, denn innovativere und abwechslungsreichere Spielprinzipien gibt es nur wenige. Ok, manchmal fragt man sich zwar, warum der Professor samt Anhang eigentlich immer nur am Rätseln ist? Besser nicht fragen, einfach spielen!

Menus und die Story....

Alles beginnt mit einem Brief von Dr. Andrew Schrader, der Professor Layton mitteilt, dass er die Schatulle der Pandora gefunden habe. Wer sie öffnet, würde getötet. Schrader ist tot, die Schatulle weg. Der Professor und Luke brechen auf. Eine abenteuerliche Reise mit vielen spannenden und witzigen Einschlägen wartet.

„Professor Layton und die Schatulle der Pandora" setzt sich aus Story-Dialogen und unzähligen Rätseln (über 150 an der Zahl!) zusammen. Die Rätsel sind das, was den Titel ausmacht: abwechslungsreich, knifflig, einfach ungemein fesselnd. Wer einmal in das Spielgeschehen eintaucht, ist verloren – in Professor Laytons faszinierender Welt voller Merkwürdigkeiten und Rätseleien.

Technik und Gameplay....

Das unschlagbare Duo, das im Grunde gar nicht zusammenpassen will, ist Meister im Knobeln. Als Spieler bewegt Ihr Euch durch hübsch gestaltete Landschaften, erforscht Städte und Züge, Häuser und Marktplätze. Mit Hilfe des Touchpens sucht Ihr jeden Winkel ab, tippt auf verdächtige Stellen und stoßt so nach und nach auf eben besagte Rätsel, die Euer Hirnstübchen zum Kochen bringen werden. Viele Rätsel ergeben sich auch erst innerhalb von Gesprächen, während Eurer Nachforschungen – oder aber per Zufall. Der Titel gestaltet sich im Großen und Ganzen recht linear, großartig „hängen bleiben" könnt Ihr nicht. Außer, Ihr knackt die Knobeleien nicht. Ob Verschieberätsel, logische Denkaufgabe, Kombinationsrätsel oder vertracktes Schachtelquiz – alle der Denkeinlagen sind vorbildlich gestaltet, einfach erklärt und fordernd. Ok, habt Ihr das Spiel einmal durch, wird es keinen Grund geben, es erneut in die Hand zu nehmen, nur etwa dann, wenn Ihr neue Rätsel über die Download-Funktion herunterladen wollt – wöchentlich kommen neue dazu! Klasse!

Durch die Umgebungen wandert Ihr nicht etwa mit dem Steuerkreuz, sondern durch Berührung eines Schuh-Symbols. Über Pfeile geht es dann in alle Himmelsrichtungen, auf dem Topscreen erscheint eine Karte, die Euch die Gegend von oben anzeigt. Das Spiel greift Euch unter die Arme, in dem es angibt, was als nächstes zu tun ist. So wisst Ihr etwa, dass Ihr erst einen bestimmten Zugabteil besuchen müsst, ehe es weitergeht. Hier noch ein Gespräch geführt, dort noch zu einem frischen Rätsel eingeladen und schon wird die Storyline in neue Bahnen gelenkt, es geht im Spiel voran.

Was uns besonders gut gefällt, sind erneut die Rätselhilfen. Jedes Rätsel ist in sogenannte Pikarats eingeteilt worden, eine Werteinheit, die über den Schwierigkeitsgrad eines Rätsels Auskunft gibt. Solltet Ihr Probleme beim Weiterkommen haben, helfen Euch im Spiel gefundene Hinweismünzen. Für eine jede erhaltet Ihr einen Tipp, der Euch bei der Lösung einer Knobelei weiterbringt. Maximal drei Hinweise pro Rätsel erwarten Euch. Eigentlich hat sich zwischen Erstling und Nachfolger gar nicht so viel getan, die Änderungen sind marginaler Natur. Eine deutsche Sprachausgabe ist neu hinzugekommen, beim ersten Teil war das noch ein Punkt, den wir dem Titel angekreidet hatten. Auch abseits der Rätselei warten einige unterhaltsame Spielereien auf Euch. So könnt Ihr im Koffer des Professors etwa Tees verschiedener Provenienzen brühen, die Einzelteile einer Kamera zusammenbauen, um einem Geheimnis auf die Spur zu kommen oder aber einem im Koffer beheimateten Hamster ein neues Zuhause geben, mit ihm spielen und ihn glücklich machen. Wem’s gefällt...

Größter Pluspunkt des zweiten Teils sind aber erneut die Rätsel samt der Hintergrundgeschichte, die zwar nicht tiefgründig, dafür äußerst amüsant und unterhaltsam ausgefallen ist. Die Ermittlungen sind erste Sahne, die vielen geheimen Aufgaben, auf die Ihr an den merkwürdigsten Stellen im Spiel stoßt, knifflig bis zuletzt. Und glaubt ja nicht, dass es nicht noch einige weitere interessante Dinge in „Professor Layton und die Schatulle der Pandora" zu entdecken gibt – selbst nach Beendigung des Spieles gibt es noch zuhauf Rätsel und Geheimnisse, die es zu lösen und zu lüften gilt.

Grafik & Sound....

Dass die Umsetzung etwas vor unserer Zeit angesiedelt sein soll, zeigt bereits die liebenswürdige Optik mit den detaillierten, gezeichneten Hintergründen, den sympathischen Charakteren sowie den gelegentlichen, gerenderten Zwischensequenzen, die technisch imposant über den Bildschirm „flimmern". Die rätsellastigen Herausforderungen sind optisch oftmals einfach gehalten, bringen die Sache aber auf den Punkt und legen eindrucksvoll dar, dass zweckmäßige Optik nicht unbedingt hässlich sein muss.

Beinahe schon etwas angegraut wirken die Melodien des Spieles, die zwar während des Ausflugs immer wieder zum Tragen kommen, zugleich aber das gewisse Etwas mit sich bringen, das Professor Layton und sein Kumpane ohne Zweifel auch verkörpern. Passend zur Zeit, in dem das Abenteuer spielen soll. Man fühlt sich als Spieler in deren Gegenwart wohl, ist immer wieder erstaunt, wie vielfältig die Aufgabenstellungen ausfallen. Schön, dass es dieses Mal endlich eine Sprachausgabe gibt. Diese ist nicht durchgehend präsent, aber immer in speziellen Momenten wird sie eingesetzt und überzeugt auf ganzer Linie.

Fazit....

Ein nahezu perfektes Spielvergnügen erwartet Euch bei „Professor Layton und die Schatulle der Pandora", dem zweiten Teil der millionenfach verkauften Serie, die in Japan bereits einen dritten Teil kennt. Hierzulande muss man darauf zwar noch warten, aber der Erfolg gibt den Machern recht, auch zukünftig Fortsetzungen zu programmieren. Wenn die Qualität dann auch noch stimmt, sind wir höchst zufrieden. Auch die Tatsache, dass uns Nintendo die nächsten Wochen über mit downloadbarem Zusatz-Content versorgt, lässt geneigte Spieler mit der Zunge schnalzen. Rätselnachschub erwartet Euch also. Unser nächster Ratschlag: Ab zum nächsten Spielehändler laufen, den Titel ordern und dann erst einmal für einige Stunden (zehn bis 15) abtauchen. Viel Spaß dabei, ausgeklügelter, mitreißender und sympathischer habt Ihr schon seit Ewigkeiten nicht mehr geknobelt!

 

+ über 150 geniale Puzzles!
+ technisch überzeugend
+ 10-15 Stunden Spielzeit
+ wöchentl. Wi-Fi Nachschub
+ viel Zusatz-Content
+ deutsche Sprachausgabe
+ Rätselhinweise
- Lösungshinweise begrenzt
- kein Wiederspielwert

GRAFIK: 73%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 89%

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