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NDS Kirby: Mouse Attack
 
 
Kirby: Mouse Attack - NDS
Matthias Engert (29.06.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Nintendo/HAL
GENRE: Action Jumper
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Das Jahr 2007 könnte mal wieder ein Highlight für all die Nintendo Spieler werden, die auf die Maskottchen und Vorzeige Helden des japanischen Giganten stehen. So schön viele externe und neue Spielumsetzungen auch immer sind, erscheint ein Mario, Metroid oder Kirby Spiel ist das immer etwas besonderes. In diesem Fall tritt mal wieder Kirby auf die Spielebühne und schickt sich in einem neuen DS Abenteuer an seine Fans zu erfreuen. Nach dem sehr gelungenen Power Paintbrush gehen Nintendo und HAL hier mal wieder zu den Ursprüngen zurück. Mouse Attack verbindet dabei das alte Jump & Saug Gameplay des kleinen rosa Rackers mit einigen interessanten Neuheiten. Ob sich Fans die Hände reiben dürfen zeigt euch der Test.

Menus und die Story....

Wie nicht anders zu erwarten präsentiert man euch das Spiel natürlich komplett in Deutsch. Zudem bietet das Game inhaltlich mehr als der direkte DS Vorgänger. Neben den gewohnten 3 Speicherplätzen für eure Fortschritte bietet das Spiel neben einem Abenteuer für einen Spieler nun auch einen Multiplayer in Form diverser Minigames, wie sie auf dem DS fast nicht mehr fehlen dürfen. Wahlweise als Multi und Single Cartridge Variante. In Sachen Story ist diesmal nicht König Dedede der Übeltäter, sondern wie der Name schon sagt eine Mäusebande. Alles könnte so friedlich sein. Aber kaum macht es sich Kirby in Dreamland bei einem kleinen Picknick bequem, da schnappt ihm eine Bande nichtsnutziger Nager seine Törtchen vor der Nase weg. Obendrein haben die langfingrigen Mäuse gleich bergeweise Schätze aus Dreamland geklaut. Das schreit natürlich nach Rache, und Kirby nimmt gleich die Verfolgung auf. Nett gemacht, aber nichts was Freunden epischer Storys nun schlaflose Nächte bereitet. Dafür ist sie eigentlich mehr Mittel zum Zweck.

Untermalt mit den so typischen Kirby Musiken erwartet euch als erstes die Speicherplatzwahl. Einmal aktiviert geht es weiter zum Hauptmenu das man nun wahlweise per Tasten oder Touch Screen bedienen kann. Hier habt Ihr die Auswahl aus mehreren Modi und Rubriken. Über allem steht der Story Modus, der fast alles andere im Spiel beeinflußt. Dazu kommen ein sogenannter Trophäenraum, den Ihr mit äußerst zahlreichen Secrets im Spiel füllen könnt und die unterschiedlichsten Rubriken beherbergt. Weiterhin könnt Ihr euren Batterieinhalt über einen eigenen Punkt wieder Löschen und die Minispiele anwählen. Neben der Möglichkeit diese mit Freunden zu zocken stehen sie euch auch allein zur Verfügung. Zu guter letzt wartet ein Fragezeichen Punkt auf dem Hauptmenu freigeschaltet zu werden. Dafür notwendig ist allerdings das Finden aller Secrets im Story Modus, wovon auch ich noch ein gutes Stück entfernt bin. Doch dazu gleich mehr im Gameplay Teil. Also nicht lange hier aufgehalten und rein in die Story, wo auch die Secrets mehr als gebührend Beachtung finden.

Technik und Gameplay....

Wählt Ihr den Story Modus an so startet das Spiel mit der angesprochenen Story, die euch in einer kleinen Animation näher gebracht wird. Am Ende davon landet Ihr auch schon ohne große Vorberreitung im ersten Level, ohne das Ihr weder eine Level noch Weltenkarte gesehen habt. Erst wenn Ihr dieses erste Übungslevel abgeschlossen habt landet Ihr auf der Levelkarte der ersten Welt. Um alle Welten überhaupt mal als Gesamtansicht über eine Karte zu sehen muß man 2 Welten komplett lösen. Erst jetzt wartet der Welten Select, der euch im gesamten 8 davon offeriert, die knapp 50 einzelne Level bieten. Vom Umfang her bekommt man also wie immer gewohnt gute Kost vorgesetzt. Und wie es sich gehört in einem Spiel wie diesem könnt Ihr so oft Ihr wollt zwischen den Welten und Leveln wechseln. Schließlich stehen im gesamten 120 Secrets an, die es in den Welten zu finden gilt. Und das kann dauern und erfordert eben ein stetiges Hin und Herwechseln. Erinnerungen an Kirby 64 werden wach, das man spielerisch mit Mouse Attack klar vergleichen kann. Dabei bietet das Spiel zunächst gewohntes Kirby Gameplay. Startet Ihr im ersten Level wird zunächst die Bildschirmaufteilung deutlich. Der Top Screen zeigt dabei das gesamte Spiel über die eigentliche Action und beherbergt ebenso die Anzeige für eure Lebensenergie und die Anzahl der verfügbaren Leben. Der Touch Screen wirkt im ersten Moment mehr wie ein grafischer Gimmick oder Platzhalter, hat aber eine ganz spezielle Funktion wie sich zeigen sollte. Aber soweit sind wie noch nicht. Erstmal weiter im Grundgameplay. Die Action im Spiel spielt in 2D Umgebungen und steuert sich wie man es schon vor Jahren getan hat.

Ihr bewegt Kirby wie in einem Jumper und lauft per Kreuz und könnt per A und Y springen. Einmal in der Luft könnt Ihr per Kreuz oben oder durch stetiges antippen der Richtung Kirby durch die Luft fliegen lassen. Die B-Taste übernimmt einen weiteren wichtigen Teil im Gameplay. Hiermit könnt Ihr wie immer Dinge einsaugen. Einfache Gegner die man entweder herunterschlucken kann oder als Geschoß auf weitere Gegner schießt. Aber das wäre ja nur die halbe Wahrheit in einem Kirby Spiel. Denn bestimmte Gegner bearbeiten euch mit Elementen oder Effekten. So speit ein Feuergegner Flammen in eure Richtung. Ihn kann man ebenfalls aufsaugen und drückt wieder Kreuz unten um ihn herunter zu schlucken. Mittels dieses speziellen Gegners kann Kirby erneut die Fähigkeit dieses Gegners annehmen und verwandelt sich nun zum Feuermonster. Was jetzt nichts anderes bedeutet das Kirby einen brennenden Kopf bekommt und Ihr per B-Taste Flammen auf alles loslassen könnt was sich bewegt oder ein Hinderniss darstellt. Mittels der X-Taste könnt Ihr dies wieder ausspucken oder verliert es wenn euch Gegner treffen. Wie immer hat man dann noch kurzzeitig die Gelegenheit das ganze per umherwuselnden Stern wieder aufzusaugen und erneut zu aktivieren. Allein mit dieser einfachen Mischung entsteht zunächst das geniale Kirby Gameplay. In Jumper Manier durch die Etagen und Levelabschnitte um Gegner wegzubröseln. Aufgewertet wird aber das ganze nun durch die neuen Feature in Mouse Attack. So könnt Ihr jetzt diese Klassen und Effekte auch an der Umgebung anbringen und z.b. mittels Eishauch Flammen löschen oder Gegner in kleine Eisblöcke verwandeln. Diese bleiben sichtbar und Ihr könnt die Blöcke wahlweise als Plattform benutzen oder damit Gegner attackieren. Habt Ihr z.b. den Elektroschock könnt Ihr eingegrabene Objekte wie Bomben zur Detonation bringen, die z.b. einen neuen Weg freilegen.

Das genialste Feature dürfte aber nun die Funktion des Touch Screens sein. Dieser ist einfach gesagt der Magen unseres kleinen Helden. Gefüllt werden kann dieser mit maximal 5 Items. Beispiele dafür sind zum einen Leckerlis um die Lebensleiste aufzufrischen. Im Gegensatz zu früher kann man also nun solche Items auf Vorrat mitnehmen und zu einem sinnvollen Moment einfach per Antippen nutzen um z.b. in einem Endkampf seine Energie wieder aufzufrischen. Noch besser wird's durch die Elemente und Fähigkeiten. Alles was Kirby bisher durch Einsaugen machen konnte kann er nun ebenfalls auf Vorrat mitnehmen. Hierzu saugt man keinen Gegner ein, sondern findet von allen im Spiel enthaltenen Aktionen kleine Statuen und Pokale mit einem Symbol der jeweiligen Aktion. Berührt man es wandert es ebenfalls in den Magen und kann jederzeit aktiviert werden. Alte Kirby Veteranen kennen ja das Problem, das man ein Level untersucht und für einen alternativen Weg z.b. eine bestimmte Fähigkeit aktivert haben mußt. Z.b. rennt man mit der Feuerattacke durch einen Abschnitt, gelangt aber plötzlich an eine Tür die von einer massiven Barrikade versperrt ist. Diese Tür kann man aber nur mittels der Bombenfähigkeit öffnen. Also mußte man früher weiter gehen und diese Fähigkeit irgendwo suchen, aktivieren und das Level erneut bis zu diesem Punkt ablaufen. Habt Ihr die benötigte Fähigkeit im Magen dabei ist das natürlich hinfällig. Nun könnte man meinen das Spiel wäre dadurch um einiges leichter. Das ist auch nur die halbe Wahrheit. Denn es gibt im Spiel nun 25 dieser möglichen Aktionen und Verwandlungen die Kirby erspielen kann und hier immer zum richtigen Zeitpunkt das richtige dabei zu haben ist natürlich auch Glückssache. Aber die Idee ist erstmal richtig gut und spielt ihren Reiz natürlich aus. Aber die Neuheiten gehen noch weiter. Wie schon erwähnt bietet das Spiel im gesamten 120 Secrets, die sich nochmals in 13 Rubriken unterteilt sind.

Diese Secrets sind Dinge zum Sammeln oder auch um im Spiel voran zu kommen. Versteckt sind diese im Story Modus in allen Leveln in Form von Kisten. Kleine Kisten und als große Varianten. Dabei sind auch die Inhalte so gehalten. Einfaches Beispiel ist die Soundbox. Den Player in dem Sinne findet man in einer der großen Kisten, während man in den kleinen Kisten die Bonusmusikstücke findet. Aber das ist nur ein Teil. Weiterhin füllt Ihr eine Rubrik mit Boss Trophäen, sobald Ihr einen der 8 Bosse besiegt habt. Dazu kommen Puzzle Teile, Spraydosen mit denen Ihr Kirby ein neues Aussehen geben könnt oder Backgrounds für die Magengrafik die Ihr so auch anpassen könnt. Noch wichtiger sind Move Upgrades. Innerhalb der 25 Aktionen die Kirby im Verlauf ausführen kann sind diese auch noch upgradebar in mehreren Stufen. Auch als Secret versteckt powert Ihr so dauerhaft Kirbys Aktionen auf und habt z.b. mehr Reichweite oder Power. Alles Dinge die sich sehr harmonisch einfügen. Gleichlaufend hat man die Anzahl der kleinen Zwischengegner erhöht, die einem eigentlich bei jeder großen Kiste und auch sonst vielen Gelegenheiten über den Weg laufen. Eine eigene Lebensleiste ist es vor allem lustig wenn Ihr eine der großen Kisten erbeutet hat. Er hechelt euch hinterher und versucht euch diese wieder wegzunehmen. Hat er sie hechelt Ihr ihm wieder hinterher durch das Level um die Kiste zurück zu holen. Spaßig gemacht und lebt ungemein von den verfügbaren Attacken. Habt Ihr beim richtigen Boss die richtige Attacke dabei ist kein Boss im Spiel wirklich ein Problem. Z.b. gibt es Bossgegner die aus dem Boden kommen. Stellt man sich hier einfach vor das Loch aus dem er hinauswill und hat die Feuerattacke zur Verfügung, hält man einfach die B-Taste für das "Dauerfeuer" gedrückt und bruzelt den Möchtegern hintereinander weg bis dessen Lebensleiste leer ist.

Alles im Spiel steht und fällt mit euren verfügbaren Aktionen, die Ihr entweder gerade angelegt und aktiviert habt, oder denen die Ihr im Magen mitführt. Solange da immer irgendwas da ist kommt man eigentlich recht flüssig durch das Spiel. Das man länger sitzt als anfangs gedacht liegt aber weniger an der Schwere der Gegner, sondern eben an den alternativen Wegen in den Leveln. Sehr schön zu sehen wieviele Bonustüren man hinter bestimmten Dingen freilegen kann. Z.b. verbergen sich in den Secret Kisten auch Schlüssel, die komplett neue Level in den Welten möglich machen. Ehe man hier alle 120 gesehen hat vergeht genug Zeit. Deshalb reißt auch der Spaßfaktor eigentlich nicht ab. Hat man 4 Welten hinter sich könnte man eigentlich erstmal anfangen die dortig oft gesehenen Wege anzupeilen, die bis jetzt vielleicht noch nicht möglich waren. Das macht erneut den Reiz des Spiels aus und ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Im gesamten ist das Spiel zwar nicht so schwer wie z.b. ein Kirby 64, bietet aber dafür Spielspaß durch vieles zum Entdecken. Geht mir nicht anders, nur war ich erstmal bemüht die Level alle zu sehen. Ihr wißt ja der leidige Zeitdruck und das absuchen aller liegengelassenen Dinge muß ich mir mal wieder für einen anderen Zeitpunkt aufheben. Kirby Fans sollten sich den Titel also nicht entgehen lassen. Ein super Steuerung, sehr viele Secrets und vor allem die erweiterte Aktionsmöglichkeiten des kleinen Rackers machen hier den Spaß aus. Im Vergleich dazu war Power Paintbrush sicher um einiges innovativer, in Sachen Spaß nehmen sich die Titel nicht viel. Back to the Roots gepaart mit erweitertem Gameplay, das ist Kirby: Mouse Attack.

Grafik & Sound....

Grafisch denke ich erreicht das Spiel die Grenze des machbaren in der 2D Darstellung. In der typischen verspielten Art präsentiert sich das Spiel wie man es schon von früher kannte. Sehr farbenfroh, mit vielen Hintergrundetails ausgestattet und reichlich kleinen Effekten auf dem Screen. Die einzelnen Welten bieten alle verschiedene Umgebungen, die euch in Wald und Wiesen Level führen, schneebedeckte Hänge, Wolkenlocations bis zum Inneren von Höhlen und Burgen. Lob gibt es auch wieder für die Leveldesigns. Hoch und Runter, mal über und unter Wasser um immer wieder durchzogen zu sein von Bonustüren und versteckten Wegen. Technisch gibt es wie gewohnt nichts zu meckern. Die Steuerung geht gewohnt leicht von der Hand und die technische Seite gibt keinen Anlaß zur Kritik.

Beim Sound sieht es ähnlich aus und das Spiel punktet hier durch die Mischung als alten Stücken des Kirby Universums, gepaart mit neuen Sachen. Melodisch und oft etwas lustig angehaucht paßt das ganze zum Geschehen und man bekommt den so typischen Kirby Sound überall zu hören. Dazu Effekte aller möglichen Aktionen, so das auch dieser Part eine runde Sache ist.

Multiplayer....

Der Multiplayer beschränkt sich hier nun darauf verschiedene Minispiele unabhängig vom Hauptspiel spielbar zu machen. Diese könnt Ihr wie schon erwähnt wahlweise allein spielen oder eben mit bis zu 3 Freunden. Inhaltlich gleich unterscheiden sich die Multi und Single Cartridge Variante nur in den Ladezeiten, die natürlich extrem verschieden sind. Aber das kennt man ja nun zur Genüge. Die angebotenen Spielchen erinnert teilweise an Mario Party Spiele und sind alle via Touch Screen mit dem Pen ideal steuerbar. Gutes Beispiel ist die Scooter Jagd. Hier agieren alle Charaktere auf einer runden Plattform in großer Höhe. Ziel ist es hier den eigenen Charakter in seinem Scooter auf dem Touch Screen durch wischende Bewegung in die Richtung eines Gegners zu schicken und diesen Versuchen von der Plattform zu kicken. Bei 4 Gegnern natürlich nichts schlechtes, auch wenn das ganze über einen netten Zeitvertreib für Zwischendurch nicht hinaus geht.

Fazit....

Für Freunde des alten Spielprinzips in den Kirby Spielen ist Mouse Attack allemal eine Empfehlung wert. Das Jump & Saug Prinzip mit den Fähigkeiten der Gegner ist hier hervorragend umgesetzt. Dazu der Bonus 5 davon in "Reserve" mitzuführen. Reichlich Secrets in den Welten und ebenso viel zu entdecken. Auch das zeichnet das Spiel aus. Liebevoll gestaltet wird man unterstützt von der gewohnt guten Steuerung. Will man Kritik anbringen, so vielleicht am Schwierigkeitsgrad im gesamten. Wer sich zumindest nur erstmal an das Durchspielen machen will ist in gut 6 Stunden durch. Erst wer alle 120 Secrets inklusive stetigem Hin und Herwechseln in's Auge faßt sitzt um einiges länger. Für alle die Kirby mögen, und es nicht beinhart schwer mögen ist das Spiel ideal.

 

+ Altes Kirby Gameplay
+ Sehr gute Steuerung
+ "Reserve" Feature über TS
+ Viele Secrets
+ Neue Attacken/Upgradebar
+ Gute 2D Leveldesigns
+ Komplett deutsch
- Nicht allzu schwer

GRAFIK: 82%

SOUND/EFFEKTE: 82%

MULTIPLAYER 70%

GESAMTWERTUNG: 79%

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