konsolenkost.de

 
NDS Kung Fu Panda
 
 
Kung Fu Panda - NDS
Kilian Pfeiffer (17.07.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Activision
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-5
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja

   
Einleitung....

„Activision" zeigt immer mehr, dass es sein Handwerk, Lizenztitel zu vermarkten, versteht. Insbesondere computeranimierte Streifen scheinen es dem Hersteller von Software besonders angetan zu haben. Ende 2008 wartet der vom Lizenzerfolg von „Madagascar" überraschte Konzern mit dessen Nachfolgespiel für Konsolen auf und ist auch derzeit in den Releaselisten vertreten: Der momentane Blockbuster „Kung Fu Panda" erobert augenblicklich die Kinos dieser Welt und „Activision" liefert auch dieses Mal wieder den entsprechenden Software-Titel. Auf Nintendo-Konsolen beschert man uns eine Nintendo DS- sowie eine Wii-Umsetzung, wobei wir uns heute ersterer widmen werden.

Menus und die Story....

Pandas sind selten, gar vor dem Aussterben bedroht. Wegen ihres putzigen Äußeren, der schwarzen „Augenringe", des weißen Bauchs sowie der Pummeligkeit sind jene Tiere immer wieder ein Fest für die Augen und stellen eben nun auch den Protagonisten des aktuellen „Dreamworks"-Streifens. Der treffende Name für einen Panda-Faulpelz: Po. Po ist träge, ein wenig behäbig, ist aber für die an ihn gestellten Aufgaben begeisterungsfähig, euphorisch bei der Sache und eifrig im Erledigen großer Herausforderungen. So auch bei dem vor ihm liegenden Abenteuer. Po will es wissen: Kann er es tatsächlich zum legendären Kung-Fu-Kämpfer bringen, zum Drachenkrieger, dem die halbe Welt huldigt, der großes Ansehen innerhalb der Bevölkerung genießt? Zunächst weiß der Panda kaum etwas über Kung-Fu-Techniken und ist demnach ziemlich unbedarft was kämpfen und den Einsatz seines Körpers angeht. Dank seines Mentors Shifu lernt Po aber ziemlich schnell, was auch nötig erscheint, denn Tai Lung, der fiese Rivale Pos, scheint Böses im Schilde zu führen.

„Kung Fu Panda" für Nintendo DS bietet bis auf das Hauptspiel eigentlich nichts, was eine Erwähnung wert wäre. Weder erwarten den Spieler tolle Zwischensequenzen des Films als Bonus-Material, noch gibt es Artworks oder kleine Minispielchen zu verzeichnen, die für Abwechslung sorgen würden. Dennoch überzeugt das Geschehen auf dem Bildschirm in gewisser Hinsicht schon, auch wenn man feststellt, dass sich der Titel keiner wirklichen Weiterentwicklung unterzieht, sondern größtenteils auf der Stelle tritt.

Technik und Gameplay....

In letzter Zeit haben wir es des Öfteren erwähnt, auch heute müssen wir erneut mit erhobenem Zeigefinger die Entwickler rügen: Weshalb entschließt man sich dazu eine derartig dürftige Anleitung dem Titel beizulegen, die weder im Detail auf Items, Moves oder Gegnerschaft eingeht? Alles was man dort vorfindet, ist eine einzige (!) „Gameplay"-Seite. Umso erstaunlicher, dass wenigstens den „Lizenzvereinbarungen" ganze fünf Seiten gewidmet wurden. Wir werden auch in Zukunft verstärkt darauf hinweisen, denn Anleitungen, die ihrem eigentlichen Zweck nicht mehr dienen, muss eindeutig entgegengewirkt werden. Außerdem kann es nicht sein, zukünftig seine Infos nur noch direkt im Spiel zu erhalten.

Drei Spielstände stehen Euch zur Verfügung wenn Ihr in das Kung-Fu-Abenteuer eintaucht. Bleibt Ihr an der Sache dran, werdet Ihr rund fünf bis sechs Stunden benötigen, ehe Ihr den Abspann erblickt. Für einen Vollpreistitel ist das etwas dürftig, zumal es keine zusätzlich anwählbaren Schwierigkeitsgrade oder Bonus-Inhalte gibt, die Euch dauerhaft begeistern würden. Einmal zu Ende gebracht, gibt es kaum mehr Anreize sich ein weiteres Mal auf die Reise nach den Kung-Fu-Techniken zu begeben. Auch steuert Ihr während des gesamten Spieles lediglich Po; abwechselnd unterwegs zu sein, wäre eine spielerische Bereicherung gewesen. Doch des Pandas Fertigkeiten sind nicht ohne, so dass Ihr durchaus Euren Spaß haben werdet. In klassischer 2D-Manier steuert Ihr den Protagonisten durch unzählige, in kleine Abschnitte unterteilte Landschaftsgebiete, die an das fernöstliche China ebenso erinnern, wie an dunkle Höhlen, die einem Fantasy-Kracher entnommen hätten werden können.

Anfangs ist Po innerhalb seiner Fähigkeiten noch ziemlich eingeschränkt, klar, er beherrscht den typischen Panda-Angriff und geht bei Bedarf sprichwörtlich in die Luft. Das Können, welches er sich im Laufe der Zeit durch das Einsammeln von Schriftrollen aneignet, aktiviert Ihr als Spieler komplett über den Touchscreen, was für erfrischende Stylus-Einlagen sorgt. So attackiert Ihr das Gegenüber mit einer knappen Touchpen-Bewegung in Richtung Widersacher, um ihm einen schmerzhaften Stoß zu verpassen. Das funktioniert anfangs ganz gut, doch die Feinde lernen bekanntermaßen schnell und erscheinen zukünftig vornehmlich mit Helm und gehärteter Rüstung, die so ohne weiteres nicht mehr vom Körper gerissen werden kann. Dazu benötigt Po in der Regel ein herumstehendes Fass, das er mit Karacho gen bösen Buben wirft, dessen Rüstung sogleich zu Bruch geht. Erst dann sind die mächtigen Panda-Attacken wirksam. Durch Siege erhaltet Ihr Chi-Energie, die wiederum die eigene Lebensenergieleiste füllt. Kloß-Power-Ups nützen unserem behäbigen Zoo-Insassen des Weiteren, wenngleich die Seelen flüsternder Krieger als Sammelgegenstände überall innerhalb der Welten verstreut wurden.

Bis auf die sich ständig wiederholenden Feindansammlungen, die teilweise erst besiegt werden müssen, so dass sich das nächste Tor öffnet, gibt es nur wenig zu sehen. Über den Topscreen erkennt Ihr den Aufbau des derzeitigen Levels in Kästchenformat, wobei diese alle miteinander in Verbindung stehen und später erneut bereist werden müssen, um weitere Orte zu entdecken. Die furiosen Fünf zu finden, ist Pos in weiter Ferne liegendes Ziel, das er sich aber fest vorgenommen hat. Um durch die teils mit mehreren Ausgängen bestückten Abschnitte zu kommen, wollen Bodenschalter über Hüpf-Einlagen betätigt, automatische Plattformen betreten und hochexplosive Fässer geworfen werden. Pos Panda-Rolle beschleunigt seine Fortbewegungsgeschwindigkeit und lässt ihn selbst weite Abgründe bewältigen, sein bebender Bauchklatscher zertrümmert robuste Holzplanken mit Leichtigkeit (durch eine Stylus-Bewegung nach unten wird jener ausgeführt!), auch das Entlanghangeln an in der Luft befindlichen Geiern ist eine Technik, die Po erst im Laufe des Abenteuers erlernt. Nur durch kombinatorischen Einsatz besagter Kung-Fu-Techniken kommt Ihr im Spiel voran, zerquetscht später Superkämpfer mit hochtechnologischer Rüstung per Touchpen-Tipp auf den Bildschirm und trefft irgendwann auf den letzten der furiosen Fünf. Vielleicht gelingt es Euch wirklich, der legendäre Kung-Fu-Kämpfer zu werden, von dessen Status Po schon so lange geträumt hat?

Grafik & Sound....

Optisch macht das neue „Activision"-Maskottchen eine gute Figur, bewegt sich Po doch anständig realistisch und flüssig über den Screen. Auch die Hintergründe, die in einer 3D-Perspektive an Euch vorbeiziehen, wissen zu gefallen. Landschaftstechnisch tritt das alte China an erste Stelle auf der Top10 der dargestellten Umgebungen, wobei Berge und Täler, Höhlen, aber auch Gebäude zum Alltag der Zeichentrick-Episode gehört. Die Abwechslung geht grafisch größtenteils vollkommen in Ordnung, so dass wir mit dem gelieferten Ergebnis zufrieden sein können.

Endlich mal ein Nintendo DS-Titel, der mit komplett eingedeutschter Sprachausgabe daherkommt. Alle Zwischenszenen wurden mit wunderbaren Sprachschnipseln unterlegt, die Sprecher machten ihren Job gut. Auch was die Musik-Untermalung im Spiel angeht, kann man sich als Nutzer nicht beklagen. Die Klänge passen wunderbar zum Ambiente, erzeugen die gewünschte Stimmung und verhelfen somit zu einem runden Sounderlebnis.

Fazit....

Jene Spieler, die sich als Fan des Films bezeichnen und mit ganzer Seele Pos Abenteuer beiwohnten, dürfen sich gerne vorliegendem Spiel widmen und ein Probespielchen wagen. Was aber nicht heißen soll, dass der Titel ohne Entwicklungsschwächen ausgeliefert wurde, die man hätte beheben können. Da wäre der geringe Umfang, aber auch das immer gleiche Gameplay mit der äußerst übersichtlichen Feindesriege. Selbst wenn deutsche, professionell gesprochene Sprachausgabe dem Spieler einen Grund zur Identifikation gibt, heißt das aber noch lange nicht, dass die gesamte Spielzeit über eitel Sonnenschein herrscht. Ein wenig Bonus-Content hätten wir uns gewünscht, wenigstens aber einige witzige Minispiele, die für Auflockerung gesorgt hätten. Was bleibt, ist ein typisches Lizenzspiel mit guten Ansätzen. Die Power geht dem Titel in den letzten Metern aber leider aus.

 

+ gute technische Umsetzung
+ Touchscreen-Bedienung
+ Komplett dt. Sprachausgabe
- geringer Spielumfang
- schwache Anleitung
- 08/15-Umsetzung
- kein Bonus-Content
- fehlender MP-Modus

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 73%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 65%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de