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NDS Keltis
 
 
Keltis - NDS
Kilian Pfeiffer (24.09.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: USM
GENRE: Brettspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-8
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Nein

   
Einleitung....

Reiner Knizia dürfte dem einen oder anderen DS-Besitzer bereits ein Begriff sein. Vor allem denjenigen, die Denk- und Logikspiele ihr Eigen nennen. Wie dem auch sei – von „USM" erschien nun kürzlich „Keltis" für Nintendo DS, eigentlich ein Brettspiel, dessen Erfolg anscheinend aber so groß war, dass man es nun auf den Nintendo DS portiert hat. Was „Keltis" ist und was es hier zu tun gilt, erfahrt Ihr in unserem Review zum Spiel.

Menus und die Story....

Mit großem Umfang geizt vorliegender Titel bedauerlicherweise. Denn eine reine Brettspiel-Umsetzung ist nicht gerade das, was man als umfangmäßig sehr beeindruckend nennen könnte. Dennoch ist es aber so, dass „Keltis", das übrigens auch das „Spiel des Jahres 2008" war, gut ist. Gut für all diejenigen, die Brettspiele mögen und sich auch gerne alleine vor dem Handheld damit beschäftigen möchten. Denn einen Mehrspieler-Modus hat man ausgespart – nur der Spieler gegen bis zu drei CPU-Opponenten (ok, man kann in der Theorie den DS weiterreichen, dann wären auch mehrere Mitspieler möglich – allerdings erachten wir das nicht als vollwertigen Mehrspieler-Part). Drei Spielgeschwindigkeiten stehen Euch zur Verfügung sowie die Modi „Keltis" und „Keltis Solitär". Für alle Spielvarianten gilt: Ein digitales Regelwerk liegt der Software bei.

Technik und Gameplay....

Im gewöhnlichen „Keltis"-Spiel müsst Ihr zunächst den Schwierigkeitsgrad der CPU festlegen – je nachdem, wie erfahren Ihr bereits seid. Doch bevor wir weiter in die Materie eintauchen, hier nun die allgemeinen Regeln, die Euch auf dem Weg zum „Keltis"-Meister helfen werden: Das Ziel des Spieles ist es, die eigene Figur auf den Steinpfaden während des Spielens möglichst weit entlang ziehen zu lassen. Im oberen Bereich der Steinpfade erkennt Ihr den so genannten Zielbereich (letzten drei Reihen von oben), in dem sich fünf Figuren aufhalten müssen, um das Spiel als beendet erklären zu können. Punkte sammelt Ihr während Eurer Züge, Zahlen neben den Pfaden zeigen den Wert der Position, auf der Eure Figur gelandet ist.

Um die eigene/n Figur/en (vier Spielfiguren/eine Punktefigur sind es insgesamt) zu bewegen, spielt Ihr Karten aus und bildet möglichst lange Zahlenreihen. Je länger, desto besser. Unterschiedliche Farben existieren. Je nachdem, mit welchem Wert Ihr beginnt und welchen Folgewert Ihr danach auf den Stapel legt, legt Ihr fest, ob Ihr von niedrig nach hoch oder aber von hoch nach niedrig spielt. Karten gleichen Werts sind ebenso möglich. Beispielsweise dürft Ihr folgende Reihe legen: 9, 8, 6, 6, 2, 0. Bedenkt, dass die Karten der gleichen Farbe entsprechen müssen! Feldsymbole wie Wunschsteine, Kleeblätter und angezeigte Punktwerte ziehen spezielle Auswirkungen nach sich, etwa Zusatzpunkte oder Extrazüge.

Dass Karten unspielbar werden, ist in „Keltis" die Regel, denn nicht jede Karte jeder Farbe passt auf die insgesamt fünf zu bildenden Stapel, die unterhalb der Steinpfade angeordnet sind. Vom Kartenstapel dürft Ihr allerdings jederzeit Karten nachziehen – so lange, bis dieser aufgebraucht ist. Um taktisch zu spielen, ist per Knopfdruck ein Blick auf den Spielbereich der Mitspieler erlaubt.

„Keltis Solitär" ist im Endeffekt an „Keltis" angelehnt, der Unterschied liegt darin begraben, dass man einer – wenn man es so nennen darf – „Story" folgt. Auf einer Übersichtskarte seht Ihr Euren Druiden, der einen Pfad beschreiten muss. Jeder Punkt steht hierbei für ein eigenes Spiel. In jedem Level gilt es, eine Zielpunktzahl zu erreichen. Spielbare Karten auf der Hand und im Kartenstapel werden dann mit in das nächste Spiel genommen. Einen Zielbereich wie beim gewöhnlichen „Keltis"-Spiel gibt es in der Solitär-Variante hingegen nicht. Ebenfalls erwarten Euch neue Symbolobjekte, etwa Münzen, die es einzusammeln gilt und die Punkte bringen oder Bonuskarten für den verdeckten Kartenstapel. Als letztes Objekt: der Totenkopf, der eine Spielfigur, die auf ihm landet, um zwei Steine zurückwirft.

Grafik & Sound....

Viel erwarten darf man sich von einem Übersichtsbild nicht gerade. Ihr erkennt dort Euren Kartenstapel, die Spielsteine und Steinpfade. Ein grüner Hintergrund, ein paar bunte Flecken – das ist grafisch alles, was in „Keltis" geboten wird. Mehr als Zweckmäßigkeit würde man sich von solch einem Titel aber auch nicht erwarten. Besonders begeistert waren wir von den leicht asiatisch angehauchten Sounds nicht. Oft klingen sie etwas schief, da helfen auch die sternenstaubmäßigen Sondereffekte/der Gesang im Hintergrund nicht viel. Ohrwurm-Charakter bringt „Keltis" leider nicht mit. Dafür Soundeffekte beim Kartenauslegen. Naja...

Fazit....

Man sollte schon Brettspiel-Freund sein, wenn man sich „Keltis" zulegt. Ganz klar, es muss Euch ausreichen, zwei Varianten des Spieles zu zocken, mehr gibt es auf der Karte leider nicht zu finden. Weder einen Mehrspieler-Modus für mehrere DS-Systeme, noch einen Wi-Fi-Modus. Auf lange Sicht ist das „Spiel des Jahres 2008" für eingefleischte Spielernaturen leider zu eintönig, wird aber richtigen Brettspiel-Cracks durchaus zusagen.

 

+ Brettspiel des Jahres 2008
+ „Keltis" und „Keltis Solitär"
+ Schwierigkeitsgrade
- fehlender Mehrspieler
- etwas eintönig auf Dauer

GRAFIK: 41%

SOUND/EFFEKTE: 52%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 61%

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