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NDS Inazuma Eleven 2: Feuersturm
 
 
Inazuma Eleven 2: Feuersturm - NDS
Matthias Engert (01.07.2012)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Nintendo
GENRE: Fußball RPG
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Ja
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Auch wenn man es spürbar bergab geht in Sachen Software Support für den Nintendo DS. Ganz aus dem Fokus sollte man ihn nicht verlieren. Denn einige große Titel erscheinen noch. Klar stehen hier die neu aufgelegten Pokemon Editionen im Fokus, aber die einzigen wichtigen Titel sind es ja nicht. Vor allem auch deshalb weil Nintendo selber für Nachschub sorgt. Passend zur Fußball EM, lässt Nintendo erneut die Inazuma Eleven Reihe auf die Spieler los. Schon im ersten Teil ein sehr ungewöhnliches Spielprinzip, dass aber auch hierzulande viele Fans gefunden hat. Fußball, Adventure und Rollenspiel in einem ist schon eine nicht gerade alltägliche Mischung. Der Erfolg überraschte wohl auch Nintendo und man überlegte sich, wie man den Spielern noch mehr Gutes tun kann und natürlich auch die Gewinnspanne etwas erhöht. ;-) Also griff man zum Pokemon Prinzip und bringt den zweiten Teil in 2 Editionen. Dabei ist das Prinzip ähnlich wie bei den Monstern. Gleiche Locations und spielerischer Inhalt, dafür mit Änderungen bei den Spielern. So dürfen die Fans also nun wählen zwischen Feuersturm und Eissturm. Wir stellen euch den zweiten Teil anhand der Feuersturm Variante mal etwas genauer vor.

Menus und die Story....

Wie schon beim ersten Teil ist auch hier wieder Level5 als Entwickler für den spielerischen Inhalt verantwortlich. Von daher muss man sich um die technischen Gegebenheiten und beim Drumherum keine Gedanken machen. Das beginnt auch hier wieder mit einem komplett lokalisierten Spiel, was sowohl für Texte, aber auch hier wieder für die reichlich enthaltene Sprachausgabe gilt. Euch erwartet neben dem Mehrspieler und Onlineteil im Spiel, wieder nur ein Speicherplatz. Einer der ganz wenigen wirklichen Kritikpunkte im Spiel. Wie vieles im Spiel, baut hier auch die Story auf dem eigenen Vorgänger auf. Auch wenn man sagen muss, das es wohl selten eine ungewöhnlichere Geschichte in einem Spiel wie diesem gab. Passt aber zum Spiel, das ja mit Fußball, Adventure und viel Rollenspielanteil eh ein Ding für sich ist. ;-) Auch im zweiten Teil übernehmt ihr wieder die Geschicke der Fußballmannschaft der Raimon Junior High um ihren Anführer Mark Evans. Erneut steuert ihr alles über ihn, seht euch aber mit einer völlig neuen Bedrohung konfrontiert. Das Spiel setzt hier nach dem Gewinn der Football Frontier an. Noch völlig im Siegestaumel, sonnen sich unsere Helden im Erfolg, bis unglaublicher Lärm die Szenerie jäh unterbricht. Mysteriöse schwarze Fußbälle fallen vom Himmel und legen neben der Raimon Junior High viele weitere Schulen in Schutt und Asche. Als sich der Rauch verzieht, zeigen sich die Invasoren aus den Weiten des Alls. Die Alius Academy mit ihrer Fußballmannschaft Gemini Storm hat nichts anderes im Sinn, als die Welt zu vernichten.

Klingt abgedreht? Es wird noch besser. Nur wenn sich die Menschheit als würdig erweist, gegen die Alius Academy im Fußball zu bestehen, hat die Menschheit eine Chance. Hier kommt ihr ins Spiel und dürft nun das schier unmögliche versuchen. Nämliche eine Mannschaft formen, die es im Verlauf mit Gemini Storm aufnehmen und sie schlussendlich auch besiegen kann. Bis dahin liegt aber ein weiter Weg vor euch, der aber Fans des ersten Teils sehr gefallen wird. Der Start in das Spiel gleicht in seiner Machart dem Vorgänger. Denn im Stil des Spiels, erwartet euch ein sehr langes Intro in Anime Machart, was so stark an diverse Serien im TV erinnert. Highlight auch hier, dass dieses Intro komplett vertont ist und so den Fan recht schnell in seinen Bann zieht. Danach folgt das Hauptmenu, das erneut recht spartanisch daherkommt. Neben dem Punkt "Neues Spiel", dürft ihr später die "Fortsetzen" Option wählen, oder euch alternativ dem "Mehrspieler-Modus" widmen. Optionen und Einstellungen gibt es zwar, kommen aber erst im eigentlichen Spiel zum Vorschein. So bleibt euch hier einzig das Spiel zu beginnen und wir tauchen ein in die neue Welt um die Raimon Junior High.

Technik und Gameplay....

Dabei kann man nach dem Testzeitraum ganz klar sagen, dass der Titel eine sehr konsequente Weiterentwicklung ist. Man versucht nicht krampfhaft revolutionär Neues einzubinden, sondern setzt hier und da eher den Feintuning Stift an. Ihr gebt zunächst dem Profil einen Namen und könnt später neben dem Spielstand auch die Galerie besuchen, in der man alle Sequenzen noch einmal in Ruhe begutachten kann. Was dann folgt ist der typische Spielstart in ein Spiel wie dieses, wo man erst mal Minutenlang die Einführung in die Geschichte erlebt und danach ganz langsam auf das vor einem liegende Game Play eingestimmt wird. Für erfahrene Spieler des Vorgängers durchaus ein wenig langatmig, ohne aber langweilig zu werden. Aber man sieht sehr schnell, dass sich grafisch eigentlich nichts verändert hat und auch die Sichtweise samt Steuerung identisch mit dem ersten Teil ist. Ihr verfolgt so zu Beginn die Sequenzen, die euch die eigentliche Geschichte näher bringen. An deren Ende erhaltet ihr dann auch die Kernaufgabe im gesamten Spiel, der sich eigentlich alles unterordnet. Denn ihr müsst unbedingt eine starke Mannschaft zusammenbekommen, die es mit der Alius Academy aufnehmen kann. Und dazu kommt auch hier wieder die Mischung aus Fußball, Adventure und Rollenspiel zum Tragen. Wie schon erwähnt ist der Adventure Teil eher einem Pokemon Spiel würdig. Denn auf dem Touch Screen sieht man in der Iso Sicht auf das Geschehen den eigentlichen Helden in der Third Person Sicht, während der Top Screen das Thema Karte abdeckt. In diesem Teil des Spiels könnt ihr sowohl per Touch Screen, aber auch mittels Steuerkreuz in der Gegend herumlaufen. Benutzt ihr den 3DS, geht das auch über das Pad. Dabei erweitert sich auch hier im Verlauf des Spiels der Inhalt.

Große Neuerung des zweiten Teils ist allerdings die starke Erweiterung der Orte im Spiel. Denn hier wird man im Verlauf des Spiels die Möglichkeit bekommen in ganz Japan herumzureisen und ist beileibe nicht mehr nur auf die Umgebung der Junior High beschränkt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man euch so erst mal die Grundlagen des Adventure Modus beibringt. Steuert sich wie ein Pokemon Spiel und sieht eben fast auch so aus. Ihr könnt in diesem Teil per A-Taste mit Leuten sprechen und diverse Aktionen und Mechanismen nutzen. Ein Druck auf die X-Taste bringt euch dabei zum Pausenmenu, das ebenfalls seine Inhalte nach und nach preisgibt. Eine der ersten Aufgaben im Spiel ist es neue Spieler zu finden, die dem eigenen Team beitreten. Dabei erlebt der Spieler wie im ersten Teil einen ganz kurzen und flüchtigen Blick auf das immense Rollenspiel und Fußball Feature im Spiel, in dem man euch unter anderem in ein simples Training schickt. Man sieht plötzlich, dass jeder Spieler über viele Rollenspiel Eigenschaften verfügt und dass man als Spieler, auf dem Platz eine äußerst ungewöhnliche Steuerung beherrschen muss. So lernt ihr als erstes die unmittelbaren Örtlichkeiten kennen, die wie schon erwähnt zu Beginn alle zerstört sind. Dazu ein erstes Match gegen die Alius Academy, bei dem man euch ganz schnell zeigt, dass noch viel Arbeit vor euch liegt. ;-). Dabei ist das Spiel insgesamt in sogenannte Kapitel unterteilt, die aber bis auf Einblendungen fließend ineinander übergehen und ihr lernt die groben Abläufe gleich mal kennen. Pro Kapitel gilt es viele kleine Aufgaben zu erledigen, Spiele und Trainings-Sessions zu absolvieren, bestimmte Charaktere und andere Spieler finden, das eigene Team zu Verbessern und am Ende meist ein abschließendes und wichtiges Fußball Spiel zu absolvieren. Positiv das man das "Harte Game Over" aus dem ersten Teil nicht mehr verwendet.

Zwar macht man mit einem jederzeit möglichen Speichern über das Pausenmenu keinen Fehler, muss aber nicht mehr ganz so um seinen Fortschritt fürchten, wenn es mal nicht so läuft. Doch schauen wir uns den spielerischen Teil mal etwas genauer an. Es soll ja auch Leute geben, die den ersten Teil nicht kennen. Hier punktet die sehr ungewöhnliche Mischung aus Fußball und Rollenspiel erneut sehr gut. Schauen wir uns mal die Grundlagen an. Im Spiel gibt es neben wichtigen 11 gegen 11 Spielen auch reichlich 4 gegen 4 Spaßkicks. Um bei beiden eine Chance zu haben, müssen die eigenen Spieler entwickelt werden. Schaut man sich jeden Spieler an, so haben diese wie in einem Rollenspiel persönliche Eigenschaften. Die beginnen mit einem übergeordneten Level, dass man via Erfahrungspunkte erhöhen muss. Damit einhergehend gibt es reichlich persönliche Eigenschaften wie Schnelligkeit, Robustheit, Schussvermögen oder Ausdauer, um nur ausgewählte Punkte zu nennen. Dazu kommen 2 grundlegende Leisten, die ebenfalls über Wohl und Wehe entscheiden können. Ebenfalls wie in Rollenspielen gibt es eine Leiste für KP (Kraftpunkte) und ein Gegenstück für die TP (Technikpunkte). Einfach gesagt definiert die KP Leiste, wie lange ihr in einem Spiel überhaupt Laufen und Agieren könnt, während die TP Leiste Specials abdeckt, die es ebenfalls zuhauf gibt und im Falle von Feuer- und Eissturm um einiges zugelegt haben. Hier schauen wir uns mal ein simples 4 gegen 4 Spiel an, bei dem wir zum einen das Gameplay beleuchten wollen, aber eben auch wie das ganze zusammenhängt. Egal wie ihr später spielt, auch hier gibt es einen Taktik Teil und Ihr könnt sowohl Aufstellung und Spieltaktik beeinflussen. Logisch das euch bei einer immer größer werdenden Mannschaft mehr Möglichkeiten gegeben sind. Zumal auch alle im Spiel rekrutierbaren Charaktere eine bevorzugte Position bekleiden. Es macht also wenig Sinn einen Torhüter in die Spitze zu stellen.

Ein Spiel selber geht wahlweise über 15 Minuten Durchgänge ohne Halbzeit oder im Falle der wichtigen 11 gegen 11 Spiele aber auch in zwei 30 Minuten Halbzeiten. Allerdings laufen diese nicht in Echtzeit ab, sondern gehen im Zeitraffer in ein paar Minuten über die Bühne. Sobald nun ein Spiel gestartet ist, gibt es viele Ziele um ein Spiel zu gewinnen. Das muss also nicht immer zwingend der reine Sieg sein. Gespielt werden die Matches in einer ungewöhnlichen Sicht von Oben, bei der aber nur ein Teil des Spielfeldes zu sehen ist. Was später in den großen kompletten Spielen auch gerne mal zu Übersichtsproblemen führt. Auch speziell weil das Thema Trikotfarbe, wie im ersten Teil, nicht immer konsequent umgesetzt ist. Ihr spielt nun immer von unten nach oben und versucht die geforderten Spielziele zu erfüllen. Jetzt greifen nun die persönlichen Stats und die Steuerung sehr stark ineinander. Stichwort Laufen. Dies tun die Spieler zunächst selbsttätig, kann aber durch schnelles Antippen beschleunigt werden. Um Richtungen zu ändern bedient man sich des Touch Screens und zeichnet vom Spieler ausgehend Linien auf den Platz, egal ob man in der Offensive ist oder in der Defensive. Ist man in der Offensive kann man nun versuchen per Antippen einer freien Stelle auf dem Platz, einen steilen Pass zu spielen, oder man tippt direkt auf einen Mitspieler. Spieler die außerhalb des Sichtbereichs herumlaufen, werden durch kleine Pfeile dargestellt. Auch Pässe in diese Richtungen kommen in der Regel erst mal an. Ist das Tor innerhalb des Bildausschnitts sichtbar, könnte man darauf schießen. Dazu tippt man eine Stelle des Tores an und bekommt danach eine 2er Abfrage. Zu Beginn sind so der stramme Schuss oder der Heber möglich. Später wird das noch um einiges erweitert. Wird die Aktion ausgeführt, schwenkt das Bild auf wunderbar umgesetzt selbstlaufende Animationen um, die das Geschehen sehr stimmig rüberbringen.

Genau diese Abläufe findet man bei allen Aktionen im Spiel vor. Ist z.B. der Gegner im Angriff und man will ihm den Ball abjagen, so tippt man den Gegner an, oder zeichnet Linien an den Punkt wo man den Gegner vermutet. Kommt es zum Kontakt mit einem eigenen Spieler, gibt es wieder die Abfrage. Hier z.B. ob man ein Tackling anbringen will, oder eine Grätsche. Danach schwenkt das Bild wieder um und man darf das Ergebnis wunderbar animiert verfolgen. Diesen Wechsel zwischen einfacher Platzansicht und den animierten Momenten erlebt man immer und reichlich auf dem Spielfeld. Nun war das aber noch lange nicht alles und es fangen ja nun an, die RPG Einflüsse samt den Specials auch ihren Reiz auszuspielen. Zunächst verbrauchen alle diese Aktionen während eines Spiels KP. Sind diese mal auf null, bewegt sich zwar der Charakter noch über das Feld, wirklich zu gebrauchen ist er aber nicht mehr. Besonders wenn man immer ein und denselben Stürmer agieren lässt natürlich von Nachteil, wenn man nur mit einer Spitze spielt. Das gleiche in der Abwehr. Wer einen Angriff nach dem anderen zulässt, muss sich über erledigte Verteidiger nicht wundern. Also gilt es über Trainingsspiele zu leveln, da sich dabei ja auch die Leisten mitentwickeln. Für Tore, Siege an sich und auch besonders schöne Spielzüge gibt es Erfahrungspunkte, die nach einem Spiel für das gewünschte Level Up sorgen. Wobei es auch genug Spiele gibt, wo man gleich 4 oder 5 Level erspielen kann. Spätestens dann fängt der Spieler an, richtig motiviert zu werden. Denn die ersten wichtigen Spiele im Game sind reine Frustübungen und zeigen euch oft eure Grenzen auf. Dazu kommen nun auch die TP Inhalte, sprich Specials auf dem Spielfeld.

Levelt man die einzelnen Charaktere, so lernen sie beim Erreichen bestimmter Level neue Specials, oder man kauft sich später in enthaltenen Shops diese Aktionen, die man dann ganz im Pokemon Stil den Spielern beibringen kann. Auf dem Spielfeld erhält man dafür nun bei den 2er Abfragen ein drittes Feld, über das man die verfügbaren Specials anwählt. Gerade die Torhüter und Stürmer leben sehr stark davon. Über ein Blitzsymbol stoppt man das Spiel und bekommt die Auswahl an Specialmoves zu sehen, die der jeweilige Charakter beherrscht. Nicht ewig viel, so dass man mit der Zeit wirklich wählen muss, welche Specials man wem beibringt. Auch hier erinnert vieles an das Lernen-Vergessen Spielchen aus den Pokemon Games. Ansonsten greifen im Allerweltsgekicke die Regeln des Stärkeren. Trifft also z.B. ein Level 5 Stürmer auf einen Level 10 Verteidiger, zieht der Stürmer meist den Kürzeren. Es sei denn das der Stürmer noch wesentlich frischer ist und wir sind hier z.B. schnell wieder beim Thema KP. Oder aber die Klasse des Spielers ist ein Vorteil. Ja auch dies gibt Inazuma Eleven 2 wieder her. So sind die Spieler auch in Klassen wie Feuer oder Wasser eingeteilt, was sich ebenfalls auf das Gameplay auswirkt. Es gibt also viele Dinge zu beachten. Die Sucht nach dem Leveln und Entwickeln der Spieler wird mit der Zeit immens groß. Zumal auch in den Bereichen Ausrüstung viel dazu gekommen ist. Zwar ist die Aufteilung und Menge gleich wie im ersten Teil, aber durch neue Shops und viel mehr Belohnungen, wechselt man wesentlich öfters Schuhe, Bänder oder Handschuhe speziell bei Mark aus. Bedingt über das Zahlungsmittel im Spiel, die sogenannten "Elan Punkte" geht man auch keinem Match mehr aus dem Weg. Denn wie so oft kann man davon nie genug haben.

Positiv sind dann auch andere "Kleinigkeiten" So entwickeln sich auch die Bankspieler mit und das verbesserte Zufallskampf-Prinzip wie in den Pokemon Spielen, lässt genug Möglichkeiten abseits der Story-Spiele, um das eigene Team stetig zu entwickeln. Man muss also nicht zwingend der Story folgen, sondern kann sich auch mal rein um das Leveln über Spaß-Kicks kümmern. Dazu kommen aber nun auch die wirklichen Neuerungen. Ja auch die gibt es natürlich. Sie betreffen vor allem das Charaktersystem und wie man seine eigene Truppe immer weiter verbessert. Zwar ist man als Spieler wieder beschränkt auf maximal 100 Charaktere, die man besitzen kann, während davon 16 aktiv und nutzbar sind. Sprich auch hier erinnert einen das sofort an das Box-System der Pokemon Spiele. Bedingt durch das Reisefeature im zweiten Teil der Inazuma Eleven Reihe, hat man hier das System stark erweitert. Grundlage ist der neue Team Bus, der wie eine Art Zentrale fungiert. Mit ihm könnt ihr in den Weiten Japans herumreisen und so auch alle freigeschalteten Gebiete kennenlernen. Aber der Bus bietet noch mehr. In ihm habt ihr über Terminals die Chance nach speziellen Spielern zu suchen, diese anzuwerben und so in euer Team zu holen. So verwundert es dann nicht, dass im zweiten Teil nun 1500 Charaktere anzutreffen sind. Immerhin 500 mehr als im ersten Teil. Wobei aber auch hier kleine Unterschiede zwischen Feuersturm und Eissturm zu finden sind. Spezielle Bonus-Mannschaften wie z.B. das "Prominence-Team" gibt es nur in der Feuersturm Variante und damit auch deren Spieler, die man versuchen kann zu rekrutieren. Das Reise Feature und die dadurch höhere Location Anzahl im Spiel, erweitert auch die reine Geschichte. Es gibt hier jetzt wesentlich mehr Geschichten abseits des Hauptstrangs. Nicht nur weil man mehr Charaktere treffen kann, sondern weil man dadurch auch das Adventure System etwas aufgewertet hat.

Es gibt mehr Nebenaufgaben zu lösen im Spiel, da aber dennoch immer auch etwas für den Spieler bringen. Seien es Elan-Punkte, neue Spieler oder auch neue Bereiche im Spiel. Auch hier spielt dann wieder der Bus eine große Rolle und man schaltet im dritten Kapitel unter anderem das Freundschaftsspiel-Feature frei. Über einen speziellen Charakter kann man so 11-11 Spiele selber ansetzen, oder es zumindest versuchen, die der Entwicklung des Teams viel bringen. Man levelt höher als im ersten Teil, hat aber dadurch auch härtere Gegner in diesen Spielen. Das passt schon und bringt auch hier die Spielzeit locker auf 20 Stunden und mehr, ehe man sich wirklich mal mit Gemini Storm messen kann. Das dazwischen Fans der speziellen Charaktere, die ja auch im ersten Teil schon vorhanden waren, auf ihre Kosten kommen ist ein weiterer positiver Aspekt. Es ist einfach mehr los abseits der reinen Hauptgeschichte. Von daher ist der zweite Teil eine sehr gute Weiterentwicklung, die dem Spieler noch mehr Möglichkeiten an die Hand gibt, als dies im ersten Teil der Fall war.

Grafik & Sound....

Auch wenn wir im Zeitalter des 3DS eine andere Grafikpracht gewohnt sind, schaut man dennoch auch hier wieder ganz genau hin. Wobei man hier klar sagen muss, dass sich die grafische Gestaltung gegenüber dem ersten Teil nicht verändert hat. Denn der Adventure Teil wirkt erneut wie eine etwas blassere Variante eines Pokemon Spiels. Recht grob gezeichnete Umgebungen, bei denen eigentlich nur die herum laufenden Charaktere animiert sind. Auch die Fußball Action auf den Plätzen ist zunächst recht zweckmäßig gehalten und gibt wenig Anlass zu Jubelstürmen. Ganz anders sieht es dann bei den sehr schönen Animationen auf dem Spielfeld aus. In Pseudo 3D sind diese zwar schon gescriptet, bringen aber die Dynamik und Action des Gameplays wunderbar rüber. Und da es viele neue Specials gibt, bekommt auch der Spieler des ersten Teils einiges Neues zu sehen. Weiteres Highlight sind erneut die Sequenzen, die in der Anime Trickfilm Machart harmonisch wirken und vor allem die Story und den Bezug zu den Charakteren sehr hoch halten. Das gefällt mir sehr gut. Technisch gibt es wieder nichts zu meckern. Im Adventure Teil ist zwar alles etwas grob und hölzern, dafür passt der spielerische Teil. Auch wenn man gerade zu Beginn mit der ungewöhnlichen Steuerung erst mal warm werden muss. Zumindest wenn man das System und das Spiel aus dem ersten Teil nicht kennt.

Die Musik im Spiel gefällt mir besser als im ersten Teil. Sie wirkt im Gesamten viel fröhlicher und melodischer. Setzte man im ersten Teil oft auf belangloses Gedudel, wirken sie hier stimmiger und motivierender. Effekte sind vorhanden und auf dem Spielfeld zeigen auch hier die speziellen Spielsequenzen viel Abwechslung. Highlight ist auch hier die Sprachausgabe. Gut in der Betonung ist auch die Qualität in Ordnung.

Multiplayer/Online....

Der Multiplayer an sich, ist auch im zweiten Teil so eine Sache. Sehr positiv ist die Tatsache, dass man sich auch mit dem ersten Teil der Inazuma Eleven Serie verbinden kann. Spielt man gegen einen Gegner mit dieser Version, muss man einzig auf die neuen Specials wie z.B. das Blocken verzichten. Will man wirklich gegen oder mit anderen Spielern loslegen, geht das nur Lokal. Knackpunkt ist hier die Tatsache, dass jeder Spieler über eine Cartridge verfügen muss. Die billige Single Card Variante gibt es nicht. Wer hier gleich ausgestattete Freunde hat, findet einen äußerst motivierenden Mehrspieler vor. Denn auf den Platz führt man logischerweise sein eigenes Team. Und nichts motiviert dann mehr, als seinem Gegner zu zeigen wie gut man sein Team gemacht hat. Vor allem weil zu viert so auch Turniere möglich sind und man erspielte Erfolge auch behält. Dazu ist es natürlich auch Lokal möglich Spieler zu Tauschen. Auch hier kann man auf seine Inhalte aus dem ersten Teil der Serie zugreifen. Pokemon lässt grüßen! ;-) Was leider wieder nicht geht, ist das Spielen gegen Online-Gegner. Wer die Möglichkeit hat mit seinem DS online gehen zu können, bekommt wieder nur die Möglichkeit exklusive Spieler und Items herunterladen zu können. Dabei hat Nintendo das System wieder wöchentlich umgesetzt. Man wählt sich ein, kann das aktuelle Update herunterladen und muss im Spiel mit bestimmten Personen reden. Auch hier wieder mit dem aktuell oft erlebten Nachteil der DS Spiele, dass euer Router WEP unterstützen muss. Ansonsten ist das Online Feature nicht nutzbar.

Fazit....

Alles in allem ist die Fortsetzung der Inazuma Eleven Serie eine sehr gelungene Sache. In den beiden Versionen des zweiten Teils haben die Entwickler an vielen Stellen Feintuning walten lassen und das System nirgends umgekrempelt. Überall ein bisschen mehr, gibt es auch Bereiche, in denen man stark zugelegt hat. Stichwort Locations, Story und der Anzahl an möglichen Charakteren. Kommt der Spielzeit zugute und ist gerade für Fans des ersten Teils ideal gemacht. Grafisch auf dem Niveau des Vorgängers, gibt es auch diesmal kein richtiges Online-Gameplay, so dass auch diese Version nicht frei von Kritik ist. Dennoch ist der zweite Teil eine konsequente Weiterentwicklung, die der angepeilten Zielgruppe gefallen wird. Man darf hier sehr auf die kommenden Versionen und speziell den Wii-Ableger sehr gespannt sein. Aber auch ein eventueller 3DS Ableger dürfte weit oben in vielen Most Wanteds landen. Denn spielerisch bietet die Gameplay Mischung einiges und spricht viele Spielervorlieben an.

 

+ Gute Spielzeit
+ Gelungene Genre Mischung
+ Story noch besser eingebunden
+ 1500 versch. Charas enthalten
+ RPG Inhalte sehr stimmig
+ Etwas andere Fußball Steuerung
+ Komplett Deutsch
+ Motivierender Spielverlauf
- Online "nur" Downloads möglich
- Übersicht leidet manchmal
- Nur ein Speicherplatz

GRAFIK: 74%

SOUND/EFFEKTE: 75%

MULTIPLAYER: 76%

GESAMTWERTUNG: 80%

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