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NDS Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los
 
 
Ice Age 3: Die Dinosaurier sind los - NDS
Matthias Engert (09.08.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: A2M
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Seit Jahren erfreuen uns die Macher der Ice Age Filme mit ihren Ideen. Angeführt von den Helden Sid und dem heimlichen Liebling der Massen - Scrat, gibt es jedes Mal reichlich etwas zu Lachen. Gleichlaufend mit den Kinofilmen starten ein ums andere Mal auch die spielerischen Umsetzungen. Ein typischer Titel, der auf so ziemlich allen Plattformen zuhause ist. So natürlich auch auf den beiden aktuellen Nintendo Konsolen. Neben der Wii Version, die technisch natürlich mehr möglich macht, darf auch der DS Spieler erneut überlegen ob er sich diesen Teil zulegen möchte. Ob sich der Gedanke lohnt und was spielerisch in diesem Titel steckt zeigt euch der folgende Test.

Menus und die Story....

Erschienen über Activision, ist programmtechnisch die Firma A2M verantwortlich für die aktuelle DS Umsetzung. Zumindest kein Neuling in der Szene, so das man hier spielerisch durchaus etwas erwarten könnte. Bei den Rahmenbedingungen machen sie zunächst auch alles richtig. Das beginnt bei einem komplett deutschen Spiel, das sowohl in Sachen Texten und Sprachausgabe durchgängig lokalisiert wurde und endet im bequemen Batteriespeicher via Autosave. 3 Speicherslots stehen euch zur Verfügung, die man auch jederzeit bequem Löschen kann. Anders als vielerorts angegeben ist die DS Version ein reines Einzelspieler Game und bietet keine Mehrspieler Inhalte. Storytechnisch hält sich natürlich das Spiel wieder an den filmischen Inhalt und neben alten Bekannten tritt mit Buck als neuem Charakter, auch gleich mal inhaltlich der Held auf die Bühne. Hintergrund im dritten Teil der Serie sind die Dinosaurier, die hier für reichlich Action sorgen. Eine Entführung und die Action gegen die prähistorischen Lebewesen spielen auch hier die Hauptrolle. In Person des neuen Abenteuers Buck, streift Ihr also nun durch die Locations des Spiels und stellt euch den enthaltenen Gefahren.

Wie immer in einem Spiel wie diesem dauert es eine Weile, ehe man das Hauptmenu erreicht. ;-) Firmen und Lizenzscreens nacheinander, die den Gedanken " ich könnte derweil einen Kaffee kochen" immer wieder immens verstärken. Schafft man es dann endlich auf das Hauptmenu, kommt dieses recht aufgeräumt daher. Man bietet euch neben dem Punkt Spielen die Optionen und die Credits an. Auch hier erwartet euch nichts ungewöhnliches und Ihr habt hier einzig die Chance die Soundeinstellungen anzupassen und die Hauptsteuerung von Buck einzusehen. Wohlgemerkt nicht mehr. Setups oder anderweitige Einstellmöglichkeiten habt Ihr hier nicht. So bleibt eigentlich auch nicht viel mehr als den Modus Spielen anzuwählen und wir finden uns damit auch fast schon im reinen Gameplay wieder.

Technik und Gameplay....

Sobald man den Punkt Spielen anwählt verzeigt das Spiel zunächst noch einmal auf verschiedene Menus. Neben den 3 Speicherplätzen, die euch in einer Prozentanzeige den Spielfortschritt anzeigen, warten hier die Bonus Rubrik auf euch und Ihr könnt ebenfalls die beiden anderen Spielfiguren anwählen. Allerdings und das muss man schon erwähnen ist nur Buck die wirkliche Hauptfigur, sprich mit ihm geht Ihr die reinen Level an. Die anderen beiden Charaktere mit Sid und Scrat warten nur in kleinen Minispieleinlagen auf euch und spielen so eher eine Nebenrolle im Spiel. Auch ein Grund warum man nicht ewig an diesem Game sitzen wird. Freigespielt werden diese Minispielinhalte über den Punkt Bonus, der hier den Einsatz der mit Buck sammelbaren Kristalle nötig macht. Vergleichbar mit dem Münzenfeature in anderen Spielen, "kauft" man damit die in mehreren Varianten enthaltenen Minispiele. Aber bis dahin darf man sich zunächst mal mit dem guten Buck ein wenig in der Gegend umschauen. Startet man das Spiel das erste mal, erlebt man eine von vielen mit Sprachausgabe unterlegten Sequenzen, die man hier in InGame Grafik gehalten hat. Erst an dessen Ende entlässt man euch in das erste von knapp 20 Story Kapiteln. Diese Story Kapitel sind hier auf dem DS nichts anderes als mit Jump’n Run Action umgesetzte Inhalte. Von daher ist das Spiel auf den ersten Blick eines von gefühlten 1000 solcher Spielen auf dem DS. Dabei bieten diese Jumper Kapitel relativ umfangreiche und lange Level, die aber im Hinblick auf die Spielzeit recht linear gehalten sind. Das Ziel in den Leveln ist es nun von einem Startpunkt aus, eine Endzone zu erreichen, nach der das Spiel per Autosave euren Fortschritt speichert. Dazu warten in einigen Kapiteln auch Boss Kämpfe auf euch, die noch zu den gelungensten Inhalten gezählt werden dürfen.

Startet ein Level, ist zunächst die Bildschirmaufteilung klar definiert. Der Top Screen dient hier zur Anzeige von Informationen. Das beginnt bei verschiedenen Arten von Wurfobjekten und deren Anzahl, über die Anzahl der schon angesprochenen Kristalle und reicht über die Darstellung eines Bonus Herzens, das aus mehreren Puzzle Teilen besteht. Ebenfalls als mehr oder weniger gut versteckte Items in den Leveln versteckt, muss man 5 Stück finden um das Herz im Top Screen zu füllen. Ist dies der Fall, erhöht man so die Anzahl der Herzen in der Lebensleiste, welches auf dem Touch Screen dargestellt ist um jeweils ein weiteres. Immer ein positives Feature auf lange Sicht. Diese Herzpuzzle sind auch so ziemlich das einzige, für das man den recht linearen Hauptweg mal verlassen muss. Dieser wie natürlich auch die eigentliche spielerische Action gehen auf dem Touch Screen vonstatten. Im Gegensatz zu den beiden Minispiel Inhalten im Spiel, steuert Ihr Buck mit einer herkömmlichen Kreuz/Tasten Steuerung mit altbekannten Möglichkeiten. Während Ihr euch zumeist von Links nach Rechts bewegt, könnt Ihr hier und da einen Tick nach Hinten und Vorn im Screen agieren und unter reichlich Einsatz der B-Taste das Sprungfeature nutzen. Für einen Jumper ist die Sprungumsetzung angenehm weich gehalten und erlaubt auch die Kontrolle bei etwas schwammigen Sprüngen, so das man nicht millimetergenau Springen muss. Das macht viele Stellen leichter und entschärft das Ganze ein wenig. Dazu wirft Buck einen Schatten bei weiten oder hohen Sprüngen, was vor allem bei beweglichen Objekten den Sprung in die Tiefe des Screens einfacher macht. Nun geht es hier nicht nur darum Plattformen aller Arten hinter sich zu bringen, sondern vor allem um reichlich Gegnerschaft zu besiegen. Diese reichen von Pflanzenartigen Varianten bis hin zu den Dinos als Hauptgegner. Je nach Wertigkeit muss man hier auch die ganze Steuerung nutzen um sie zu besiegen.

Buck hat dazu verschiedene Möglichkeiten. Vergleichbar mit Marios Hosenmatzsprung kann Buck ebenfalls in die Luft springen und per Y-Taste nach unten sausen und Gegner eliminieren. Dazu kommt allein mit der Y-Taste eine Schnittattacke zum Vorschein, mit der man vor allem viele Pflanzengegner nicht klar kommen. ;-) Um den Dinos allerdings Herr zu werden muss man hier nun via X-Taste Objekte werfen. So kann man sie zunächst Verwirren und Kampfunfähig machen, ehe man ihnen dann den Rest geben kann. Besiegte Gegner wie auch einige Umgebungsobjekte hinterlassen ebenfalls Kristalle, die dennoch abgezählt sind. Wer also 100% in einem Level holen will, muss alles zerstören was nicht Niet und Nagelfest ist und jeden Gegner umhauen. Mit der Zeit wird vor allem der Geschicklichkeitspart anspruchsvoller. Ohne jetzt zwar beinhart schwer zu werden, warten mit der Zeit viele Varianten vor allem beweglicher Plattformen auf euch. Hier entdeckt man auch erst mit der Zeit, das manche Level äußerst wenige Rücksetzpunkte bieten. Zwar braucht man diese schon eher selten. Wenn nervt es aber schon fast das halbe Level noch mal spielen zu müssen. Erhöht die Spielzeit von knapp 6 Stunden aber nur unerheblich. Das ist dann eigentlich auch schon so gut wie alles mit Buck. Jumper Action in verschiedenen Varianten, ohne das man hier etwas besonderes für DS Verhältnisse geboten bekommt. Gut gefallen haben die Boss Kämpfe, die man in große 3D Arealen ablaufen lässt. Auch hier muss man den große Dinogegnern in mehreren Schritten entgegentreten. Zwar brauchen diese meist nur die typischen 3 Treffer, dafür muss man dies in mehreren Schritten tun. Erstmal Ausweichen um ihnen dann z.b. etwas ins Maul werfen zu können und dann von einer bestimmten Stelle auf die Schnauze zu springen. Hebt schon eher den Anspruch. Die beiden angesprochenen Minispiel Einlagen mit Sid und Scrat fallen vor allem vom Umfang her stark gegen das Hauptspiel ab. Sid z.b. nutzt hier beide Screens in seinen Einlagen und Ihr müsst eine Art Schleuder per Pen Bewegungen im richtigen Winkel spannen, um Flugsaurier daran zu hindern aus dem Top Screen bis in den Touch Screen zu gelangen. Von daher sollte man hier nicht soviel vom Spiel erwarten, das sich inhaltlich nicht aus der Masse der Jumper auf dem DS heraus heben kann.

Grafik & Sound....

Grafisch darf man durchaus etwas enttäuscht sein. Das Gebotene wird einem DS Spiel aus dem Jahre 2009 nicht gerecht. Da kann der DS mittlerweile wirklich mehr zeigen. Auch hier kommt das Spiel wie ein DS First Generation Spiel daher, das zwar technisch ohne Fehler umgesetzt ist, aber auch oft genug blasse und verpixelte Texturen bietet. Auch die Farbpower ist eher schwach gehalten, so das euch hier wirklich nur DS Durchschnitt geboten wird. Hier wäre eindeutig für einen Titel mit dieser zugkräftigen Lizenz mehr nötig und auch möglich gewesen.

Der Sound dagegen weiß recht gut zu gefallen. Vor allem die Dschungeltypische Hintergrundmusik passt sehr gut zur spielerischen Action und stachelt den Spieler hier und da förmlich an. Auch die Sprachausgabe ist in Ordnung, auch wenn es sich gefühlt nicht um die Originalstimmen handelt. Ebenfalls auf der Haben Seite stehen die Effekte, die sehr kräftig klingen und so daher kommen, wie man es sich in einem Actiongeladenen Jumper wünscht. Von daher einer der gelungensten Punkte im Spiel.

Fazit....

Gemessen an der Lizenz und der Erwartungshaltung des Spielers, kann der Titel bei weitem nicht überzeugen. Spielerisch ist Ice Age 3 zumindest auf dem DS ein typischer Allerweltsjumper, von denen es schon mehr als genug gibt. Für die jüngere Zielgruppe sicherlich noch am ehesten empfehlenswert, werden Jumper Cracks und ältere Spieler nur kurz gefordert. Wenig Abwechslung und dazu eine recht biedere Grafik lassen den Titel klar ins Mittelfeld abrutschen. Zwar ist die Steuerung gut umgesetzt und der Bereich Sound kommt überzeugend daher. Um als Top Titel auf dem DS durchzugehen, fehlt es aber in so ziemlich allen Bereichen an Tiefgang. Von daher also ein eher schlechtes Preis / Leistungsverhältnis.

 

+ Simpler Jumper für Kids
+ Gelungene Akustik
+ Passend für die Zielgruppe
+ Freispielbare Inhalte
+ Boss Gegner gut gemacht
+ Komplett Deutsch
- Nichts für ältere Gamer
- Wenige Rücksetzpunkte
- Nicht ewig lang
- Wenig berauschende Optik
- Recht linear

GRAFIK: 62%

SOUND/EFFEKTE: 72%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 60%

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