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NDS The Humans: Abenteuer mit den Höhlenmenschen
 
 
The Humans: Abenteuer mit den Höhlenmenschen - NDS
Matthias Engert (09.06.2009)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Blue Monkey
GENRE: Geschicklichkeit
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 3-10+
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Der Nintendo DS bietet mittlerweile eine schier unglaubliche Ansammlung an Spielen. Dabei gibt es Genre die hervorstechen und solche, die weniger gut vertreten sind. Neben allem was irgendwie mit dem Thema Minispiele zu tun hat, darf sich vor allem das Puzzle und Geschicklichkeitsgenre damit brüsten, Titel en masse zu bieten. Wer aus dieser Masse wirklich den Titel für sich selber herausfinden will, der einem gefallen könnte, muss mittlerweile wirklich gut informiert sein. Sonst könnte einem die eine oder andere Perle entgehen. Dazu zähle ich aktuell durchaus The Humans. Zwar erfindet der Titel das Rad nicht neu, bietet aber eine Gameplay Mischung, die mehrere Genre vereint, den eigenen Grips fordert und vor allem auf lange Sicht unterhält. Vorausgesetzt Ihr habt das berühmte Gamer Sitzfleisch und lasst euch auch von Frustmomenten nicht klein kriegen. All diese Dinge bietet The Humans. Dabei ist der Titel alles andere als Neu und konnte schon in den 90ern die Spieler unterhalten. Cracks der alten Zeit, aber auch die Gamer der "Neuzeit" sollten durchaus einmal einen Blick riskieren. Was der Titel bietet und warum er sich gerade im Moment ein wenig aus der Masse der vielen kurzen Casual Games heraus hebt, zeigt euch der Test.

Menus und die Story....

Deep Silver als Publisher hat mit den Blue Monkey Studios einen Entwickler gefunden, der das Gameplay alter Tage recht passend auf den DS portiert hat, ohne das dieser seinen Reiz und vor allem Anspruch verloren hat. Auch sonst punkten die Entwickler zunächst. Neben einem komplett deutschen Spiel, das zumindest einiges an Texten mitbringt, hat man natürlich auch an einen Batteriespeicher gedacht. Im Hinblick auf das Gameplay ist der Speichermodus an sich Spaß fördernd. Aber dazu mehr im Gameplay Teil. Der für einen Spieler gemachte Titel bringt natürlich auch eine Story mit, auch wenn diese hier eher Mittel zum Zweck ist. In The Humans begleitet der Spieler unsere Vorfahren auf dem langen Weg der Evolution und muss sicherstellen, dass sie auf dieser Reise nicht aussterben. Leichter gesagt als getan, denn Säbelzahntiger und Tyrannosaurus Rex sind ganz schön hungrig. Aber die knuddeligen Humans mit ihren großen Nasen haben zum Glück den richtigen Riecher für die größten Erfindungen der Menschheit. Das Rad, Feuer und Waffen erleichtern den Kampf ums Überleben. Was eigentlich fast schon nach reiner Action klingt, entpuppt sich später aber dennoch als gelungener Genre Mix.

Was den reinen Spielstart angeht, ist das Spiel ein typischer Vertreter auf dem DS, der euch Spieler ohne großes Gedöns zu den eigentlichen Inhalten lässt. Das heißt hier das euch weder ausladende Intros, noch ein erzählte Einführung erwarten. Stattdessen erstellt Ihr zunächst ein Profil, das auf einem der 3 möglichen Speicherplätze euer Vorankommen ab jetzt per Autosave speichert. Danach landet Ihr auf dem eigentlichen Hauptmenu und habt die Möglichkeit neben einem Wechsel oder Löschen des Profils das Hauptspiel zu beginnen und in den Optionen nach dem Rechten zu sehen. In den Optionen könnt Ihr neben Soundeinstellungen auch jeweils die enthaltenen Hilfen und Tipps anpassen. Wer also will, kann sich das gesamte Spiel über Beraten lassen, oder diese Dinge nach einmaligem Lesen auch in den Hintergrund rücken lassen. Mehr ist es zum eigentlichen Spielstart nicht und wir können uns gleich dem Hauptmodus für einen Spieler intensiver widmen.

Technik und Gameplay....

Wollte man den Inhalt auf die schnelle definieren, so wäre The Humans wie schon erwähnt eine Mischung aus vielen Genres. Zumindest mir fallen hier auf Anhieb einige Titel ein, von denen das Spiel einige Anleihen mit bringt. Seien es die Crazy Castle Spiele, Lost Vikings oder auch den Lemmings. Auch wenn man hier wesentlich aktiver in das Geschehen eingreift. Das wiederum deckt der enthaltene Jump‘n Run Einfluss ab, den The Humans auch mitbringt. Sobald Ihr hier ein neues Spiel beginnt, erwartet euch der Welten Bildschirm. Schnell wird deutlich, so das auch in Sachen Umfang und Spielzeit das Ganze vieles ist, nur kein kurzes Vergnügen. Auch in dieser Hinsicht sollte der Titel durchaus punkten. The Humans bietet euch im gesamten 8 verschiedene Welten mit jeweils 10 Leveln. Wie es sich für einen Titel dieser Machart gehört, spielt Ihr all diese Inhalte schön der Reihe nach. Ihr dürft zwar ein wenig vorausschauen, was euch erwartet, wirklich spielbar ist immer nur das jeweils nächste Level. Habt Ihr eine Welt komplett, wartet die nächste auf Euch. Bedingt durch ein Bewertungssystem, habt Ihr auch die Möglichkeit alle Level so oft zu spielen wie Ihr wollt. Einfach gesagt kann man die Level Beenden, Gut Beenden, oder richtig Spitze, in Form verschiedener Medaillen Varianten. Aber eines nach dem anderen. Schauen wir einfach mal in eines der ersten Level, damit ich euch das Spielprinzip mal ein wenig näher beleuchten kann. Vor dem Start in ein Level werdet Ihr kurz in Form eines Info Screens instruiert was zu tun ist und vor allem wo die Spielziele liegen. Ein Feature, das vielleicht nicht jedem gefällt zeigt sich so auch sehr schnell. The Humans bringt Zeitdruck mit. Zumindest wenn es darum geht die Goldmedaille zu erspielen. Denn die letzte Aufgabe in jedem Level ist es einen der möglichen vielen Humans „nach Hause" zu bringen. Nur wenn man dies innerhalb der vorgegeben Zeit schafft, hat man auch die Chance auf Gold. Das Level beenden muss man dennoch unter Zeitdruck, wobei hier die Vorgaben etwas ausladender sind.

Sobald das Level startet, wird euch mittels eines Kameraschwenks die Umgebung kurz gezeigt, so das Ihr grob die Richtung des Ziels sehen könnt. Dabei ist nun die Screenaufteilung ganz klar geregelt. Im Top Screen bekommt der Spieler das komplette Level als aufgezoomte Variante zu sehen, während der Touch Screen die eigentliche Action bietet. Da die Level größer sind als der Top Screen, darf per simplem Wischen über den Touch Screen dieser Bildschirmausschnitt auf dem Top Screen nach allen Seiten verschoben werden. Ihr könnt euch also jede Ecke eines Levels jederzeit anschauen. Das Thema vorausschauendes Spielen wird hier schon mal zart angerissen. Eine sehr schöne Funktion ist dabei eine Sanduhr auf dem Touch Screen. Tippt man diese an, so wird die Zeit angehalten und das Spiel eingefroren. Vor allem um mal in Ruhe das Level zu begutachten, eine gelungene Funktion. Dazu kommt im Touch Screen ein Buchsymbol, das die angesprochenen Hilfen abdeckt, die Ihr in den Optionen als eine Möglichkeit anpassen könnt. Später kommt noch eine weitere Hilfe Funktion dazu. Die wesentlich wichtigeren Bildschirmeinblendungen sind im Top Screen zu finden. Hier hat man am unteren Bildschirmrand die Anzahl der aktuell verfügbaren Leben und die Gesundheitsleiste untergebracht. Dazu kommt nun für die letzten Aufgabe auch die Zeiteinblendung dazu, so das man immer weiß was die Uhr geschlagen hat. Gespielt wird das Ganze nun komplett in 2D und erinnert wie schon erwähnt im ersten Augenblick an eine aktive Variante der Lemmings. Denn wie schon erwähnt ist eines der Ziele in den Leveln, einen Human von einem Ort des Levels zu seiner Hütte zu navigieren. Logisch das diese schön weit voneinander weg sind. Sonst wäre das Gameplay ja auch etwas simpel. Ab hier enden auch die Gemeinsamkeiten zu den Lemmings. Denn hat man ihnen dort den Weg geebnet, auf dem sie selbstständig marschiert sind, übernehmt Ihr diese Rolle hier höchst selbst. Damit kommen wir auch schon schnell zum Thema Geschicklichkeit und Jumper. Dabei bedient sich The Humans der herkömmlichen Steuervariante, bei der man per Steuerkreuz die Richtung vorgibt und mittels der B-Taste einen einfachen Hopser ausführt. Denkt aber nicht das war‘s in diesem Segment des Spiels. Im Verlauf wird das ganze schon ein wenig umfangreicher. Aber wir wollen ja erstmal die Grundlagen ansprechen.

Wie schon erwähnt ist das Grundprinzip mittels einer herkömmlichen Jumper Steuerung einen Human Charakter zu seiner Hütte zu navigieren. Also läuft man los, überspringt einige einfache Lücken im Weg, oder klettert z.b. Leitern nach oben. Das ganze über mehrere Etagen und Plattformen nach oben oder unten. Das Sprungfeature ist dabei sehr eng bemessen und Ihr solltet hier ein gutes Timing haben. Ist aber wie immer Übungssache. Ein weiteres Ziel in allen Leveln ist es nun eine Steinstatue zu finden. Diese definiert eine Art Besitzmarkierung der Rogue Horde, die hier als böse Gegenpartei im Spiel auftauchen. Erreicht man diese Steinstatue, kann man per A-Taste das ganze „ummeißeln" und daraus eine Humans Statue machen. Soweit die Spielziele, die aber nun mit der Zeit durch vieles erschwert werden und das Thema Gehirnschmalz wichtig wird. Erstes Problem sind immer wieder Gegner, die man euch in den Weg stellt. In ihrer Grundform sind die Humans wehrlos, sprich berührt man einen Gegner der Rogues oder auch diverse Dinos, die man hier eingebaut hat, neigt sich die Lebensleiste dem Ende entgegen. Also muss man ihnen ja irgendwie beikommen. Dazu existiert z.b. der Speer, als eine von mehreren Möglichkeiten. Der Speer selber ist innerhalb des Levels mal vereinzelt und auch mehrmals zu finden. Abseits des Hauptweges muss man diesen aufsammeln. Jetzt bekommt man in der breiten Leiste unterhalb des Top Screens die Möglichkeiten angezeigt, die man damit zur Verfügung hat. Als da wäre zum einen der Nahkampf per A-Taste, bei dem man auf Gegner einschlagen kann oder der X-Taste um den Speer zu werfen. Damit kann man Gegner auch aus der Entfernung erledigen. Wichtig dann wenn euch z.b. die schwereren Varianten der Rogues auflauern, die z.b. mit Schild bewaffnet die Möglichkeit haben euch zu Schubsen, ohne das Ihr etwas dagegen tun könnt. Auf einer kleinen Plattform schieben sie euch so schnell in den Abgrund. Und da die Humans schon bei kleinen Stürzen in die Tiefe ein Leben verlieren, äußerst nervig. Das gleiche gilt für die Dinos. Werft Ihr den Speer, könnt Ihr diesen aber auch wieder aufsammeln, oder müsst ihn bei Verlust erst wieder langwierig holen. Als weitere Aktion könnt Ihr mit dem Speer den sogenannten Pogo Sprung ausführen, der euch wesentlich weiter springen lässt.

Aber die Gegner an sich sind nur ein Problem und würden den Titel auch zu sehr in die Action Ecke driften lassen. Das Thema Rätsel und Logik deckt man anders ab. Je weiter Ihr voran kommt, um so verschachtelter werden die Level und es tauchen völlig neue Probleme auf. So z.b. das Ihr am Ende eines langen Weges zur Hütte plötzlich vor einer hohen Klippe steht, die man mit einem Human nicht überwinden kann. Was macht man also? Man braucht mehr Humans. Denn drückt man Kreuz oben, hebt der Human seine Hände und dient so als „Stufe oder Leiter", woran weitere Humans hinauf kommen. Sprich die Level warten mit der Zeit mit mehr als nur einem Human auf. Sind mehrere davon zum Levelstart vorhanden, sind diese an vielen verschiedenen Stellen des Levels platziert. Das Ziel bleibt weiterhin nur 1 in seine Hütte zu bringen, alle anderen dienen aber der Unterstützung und decken die Möglichkeit ab, bestimmte Abschnitte überhaupt erst zu überwinden. Mittels L und R schaltet man jederzeit zwischen allen Humans durch und kann danach jeden einzelnen individuell steuern. Im Falle der hohen Klippe kann es also sein das Ihr erstmal 3 von vielleicht 4 Humans übereinander stellen müsst, um abschließend mit dem letzten bis ganz nach oben zu kommen und die Hütte zu erreichen. Und logisch das jeder der Humans seinen speziellen Weg vor sich hat, die jeweils verschiedene Probleme mit sich bringen. Noch besser wird’s wenn man sich mit den Humans auch noch helfen muss. So findet z.b. nur einer den Speer, den er an einer bestimmten Stelle im Level mehrere Etagen nach unten werfen muss. Dort bohrt er sich in den Boden, wo man mit dem dort befindlichen Human nun erst per Pogo Sprung überhaupt loslegen kann. Diese Varianten gibt es zuhauf und in den verschiedensten Möglichkeiten. Mal sind sie auch gefesselt und man muss per Speer diese erst befreien, um später vor allem reichlich Abhängigkeiten in Form von Schalterrätseln angehen zu müssen. Nun wäre der Speer ein bisschen wenig um das ganze Spiel über zu begeistern. Also gibt es noch mehr Möglichkeiten. Vor allem Objekte zum Schieben sind enthalten, wie z.b. auch das Rad als Errungenschaft der Entwicklung halten Einzug. All diese Objekte haben spezielle Eigenschaften und können für bestimmte Aktionen genutzt werden. Das Rad kann man eben auch Abhänge nach unten schicken um Gegner zu eliminieren, um Schalter entfernt zu erreichen oder Hindernisse zu zerstören. Oder wie wäre eine brennende Fackel, mit der man brennbare Objekte anzünden kann, und euch für eine gewisse Zeit die Gegner vom Leib halten. Schwere Steine kann man im richtigen Moment eine Schlucht nach unten schicken, um dort Gegner auszulöschen, oder Mechanismen in Gang zu setzen.

Dieses Spielchen schaukelt sich mit der Zeit immens auf und spätestens ab der dritten Welt, werden die Gedanken an Gold immer weiter in den Hintergrund gerückt und vor allem der geplante Level Neustart wird öfters erlebbar, als man sich das anfangs vorgestellt hat. Man erlebt vor allem Momente relativ oft, wo man sich in eine Sackgasse navigiert, weil z.b. ein Hilfsmittel fehlt, am falschen Punkt oder Gegner angewandt wurde und euch so den finalen Weg mit dem letzten Human verwehrt. Und immer garniert mit tückischer werdenden Levelgestaltungen samt Ausmaßen und natürlich dem Thema Gegnerschaft. Genau dies ergibt zusammen den Anspruch des Spiels, der wie schon erwähnt aber auch durchaus Frustmomente birgt. Nichts nervt mehr, als wenn man nach langwierigem Level Gameplay, den letzten Human an einer blöden Stelle verliert oder die Gesamtzeit abläuft und das Level von vorne beginnen muss. Ein wenig Sitzfleisch muss man also durchaus mitbringen. Garniert vor allem in den thematischen Welten mit speziellen Umgebungsrätseln. Klar das euch z.b. in der Winterwelt immer wieder viele Fackelaufgaben erwarten. Dazu kommen Lifte und auch Lianen, samt den aus Jumpern bekannten und typischen beweglichen Plattformen. Alles ist enthalten und dennoch kein gewöhnliches Gameplay. Gerade die Mischung punktet im Spiel, so das Ihr locker 15 Stunden und mehr an diesem Spiel sitzen könnt und somit das Preis / Leistungsverhältnis gelungen ist. Viele Level Neustarts inbegriffen. ;-) Sobald mehrere Humans in den Leveln gesteuert werden wollen und müssen, zieht das gesamte Spiel an, da jeder so seine speziellen Ansätze in dem jeweiligen Level mitbringt. Kommt man z.b. mit Dreien super durch die Level Etagen, bereitet der letzte Kopfzerbrechen. Und wisst Ihr partout nicht weiter, so existieren im Spiel auch 2 Helfer in Form von Personen. Der Stammes Älteste ist die ersten 40 Level im Spiel enthalten und gibt euch ganz spezielle Tipps zum Vorankommen. Allerdings erwartet er eine Frucht, die man sammeln und ihm bringen kann. Und logisch das diese nicht auf dem Hauptweg liegt. Noch wichtiger ist der Medizinmann, der die Humans verwandeln kann, aber eher selten auftaucht.

Seine spezielle Fähigkeit besteht darin Humans in die Objekte verwandeln zu können, die sonst auch als „Normalobjekt" enthalten sind. Fehlt euch z.b. ein Rad im Level, um ein bestimmtes Rätsel zu lösen, so kann man einen von mehreren Human genau dafür opfern. Sprich der Medizinmann kann ihn in das Rad verwandeln, das nun ein anderer Human benutzen kann. Möglichkeiten um das Gameplay immer wieder zu erweitern, hat man genug. Nicht nur in dieser Hinsicht spricht der Titel verschiedene Spieler Typen an. Nur schnell entmutigen lassen solltet ich euch nicht. Dann seid Ihr mit dem Spiel durchaus sehr gut bedient. ;-)

Grafik & Sound....

Grafisch gefällt mir The Humans recht gut, weil es vor allem eine sehr farbenfrohe Grafik mitbringt, die durch die gebotene Abwechslung lebt. Jede Welt hat ein anderes Thema, die mit Wüste und Winter auch intern die Highlights darstellen. Dazu kommen viele kleine Details und die lustigen, wenn auch einfachen Animationen der beteiligten Humans oder Gegner. Man fühlt sich schon ein wenig an die Artverwandten Spiele erinnert. Dabei punktet auch die Screenaufteilung und das Thema Übersicht, da euch auch auf dem gezoomten Bildschirm im Top Screen Gegner animiert angezeigt werden. Was in der direkten Umgebung über, neben oder unter euch abgeht, ist immer sichtbar. Abgerundet wird der positive Eindruck von der stimmigen Technik. Kein Ruckeln oder sonstige Makel zeigen sich. Einzig das Sprungfeature mit seinem kurzen Ausmaß und dem erforderlichen Timing benötigt ein wenig Zeit der Eingewöhnung.

Beim Sound gibt es Licht und Schatten. Das Licht wird hier ganz klar definiert über die Hintergrundmusik. Für ein Spiel dieser Art ist die Musik fast schon zu gut. Kann man schwer beschreiben, soll aber die äußerst stimmigen und sehr melodischen Stücke hervor heben. Hier hat man sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Mehr davon hätte ich mir auch beim Thema Effekte gewünscht. Hier bleibt das Spiel hinter den Erwartungen zurück und es wäre bei vielen Aktionen der Humans viel mehr drin gewesen.

Fazit....

The Humans ist ein richtig gutes Spiel auf dem DS geworden. Zwar ist der Titel oder die Idee alles andere als Neu, punktet aber gerade durch die Vermischung vieler Genre. Dabei sollte man sich auch vom niedlichen und farbenfrohen Äußeren nicht täuschen lassen. Das Spiel hat es faustdick hinter den Ohren und sollte von Spielern mit wenig Geduld und einen dünnen Frustfell eher gemieden werden. Action, Knobelspaß und Logik sind hier auf eine gelungene Art vermischt. Dazu ausgestattet mit reichlich Leveln und einer damit einhergehenden hohen Spielzeit. Wen ein Zeitfeature nicht stört, sollte also durchaus einen Blick riskieren.

 

+ Gelungene DS Portierung
+ Abwechslungsreich
+ Durchaus angenehm Schwer
+ Einfache/Gute Steuerung
+ Viele Kopfnüsse/Logik
+ Preis/Leistung
+ Grafik/Sounds passend
+ Hohe Spielzeit
+ Komplett Deutsch
- Bietet auch Frustpotential
- Zeitfeature nicht jedermans Sache
- Belohnungssystem
- Leben Feature unnötig

GRAFIK: 76%

SOUND/EFFEKTE: 76%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 75%

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