konsolenkost.de

 
NDS Heroes of Mana
 
 
Heroes of Mana - NDS
Kilian Pfeiffer (31.01.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: RPG
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Gering
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Epische Abenteuer sind für Rollenspieler das Maß aller Dinge - herausfordernd, storylastig und schier unbegrenzt, was den Spielspaß angeht. Insbesondere eine Serie hat es vielen Rollenspielern ungemein angetan und dank der atmosphärischen Spielweise unzählige Fans um sich versammelt. Die "Mana"-Reihe ist schon seit langer Zeit ein Garant für faszinierende Videospiel-Momente und seit geraumer Zeit auch auf dem Nintendo DS spielbar. Zwar in einer den waschechten Fans unbekannten Herangehensweise, dennoch aber nicht uninteressant. Im Folgenden wollen wir das umfangreiche, missionsbasierte Abenteuer genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob es an vergangene Erfolge - insbesondere wegen des veränderten Gameplays - heranreichen kann. Spannende Storyverläufe und faszinierende Spielcharaktere bürgen in der Regel für fesselnde Inhalte: mal sehen, ob dies auch bei "Heroes of Mana" zutrifft.

Menus und die Story....

Anise - ein Name, der Unheilvolles vorhersagt und entgegen aller Prophezeiungen die Dunkelheit mit sich brachte. Anise - eine Hexe, deren Fähigkeiten enorm erscheinen und obwohl sie besiegt zu sein scheint, herrschen noch immer Legenden, die besagen, dass im Universum noch immer Ausläufer ihrer Machenschaften für Unheil und Zerstörung sorgen. Auch wenn Anise bereits viele Jahrhunderte in der Vergangenheit verortet werden kann, wird die Gegenwart noch immer von ihr maßgeblich - wenn auch nicht direkt - beeinflusst. Kriege werden ausgefochten, Schlachten mit vielen blutigen Auseinandersetzungen geschlagen. Eine Schar mutiger Helden, die sich um Rodget versammelt hat, ist auf dem besten Weg für Frieden in den Königreichen zu sorgen. Auch wenn dies viel Mühe und extreme Anstrengungen bedeutet.

"Heroes of Mana" für den Nintendo DS ist ein Spiel mit riesigem Umfang. Betrachtet man allein diesen Aspekt und begeistert sich noch ein wenig für strategische Vorgehensweisen, ist der Titel wohl genau das richtige für einsame Abende zu Hause. Allerdings existieren weitere Faktoren, um ein Spiel als Ausnahmetitel erscheinen zu lassen. Bereits die Tatsache, dass die gesamte Software in englischer Sprache vorliegt, sollte nicht unbedingt als beispielhaft gelten und nimmt dem Titel einiges an Atmosphäre - selbstverständlich gilt dies nur für diejenigen, die der englischen Sprache nicht mächtig sind und sich einen eingedeutschten Titel gewünscht hätten. Dass die dem Spiel beigelegte Anleitung komplett übersetzt wurde, zeigt, dass es auch anders geht, dennoch aber wohl der finanzielle Aspekt (oder war es doch die Programmierdauer?) eine gesamte Eindeutschung verhindert hat. Finden wir persönlich recht schade, da jüngeren Handheld-Freunden der Spaß in vielerlei Hinsicht genommen wird. Verständnisprobleme sind leider nun oftmals ein Hinderungsgrund, um sich einen Kauf möglicherweise zweimal zu überlegen.

Technik und Gameplay....

Auch wenn der Titel für Einzelspieler gedacht ist, existiert ein Mehrspieler-Modus, auf den wir im Verlauf des Textes noch näher eingehen werden. Die eigentliche Hauptstory ("New Game") ist hingegen der spielerische "Spielplatz", der im Gesamten mit dem Stylus bearbeitet wird. So dürft Ihr beispielsweise alle Eure Kampfeinheiten in Maussteuerungsmanier zu einer Gruppe zusammenfassen oder durch die Menüs navigieren. Jede Mission läuft im Grunde nach einem ähnlichen Schema ab: logisch, dass Ihr diverse Ziele erfüllen müsst, um erfolgreich aus einem Level herausgehen zu können. Um dies jedoch feierlich begehen zu können, solltet Ihr allerdings diverse Parameter beachten, die das Vorgehen deutlich erleichtern und zum allgemeinen Spielspaß beitragen. Da wäre zum einen der Ausrüstungsbildschirm, der es Euch erlaubt alle Helden, die Euch im Laufe des Abenteuers zur Seite stehen, mit sinnvollen und schützenden Items zu versorgen. So könnt Ihr bestimmte Körperbereiche mit unzähligen statusverändernden Gegenständen belegen oder einen Blick in die Anführerfähigkeiten werfen. Die Möglichkeiten scheinen hier wirklich unbegrenzt, nicht nur wegen der Vielzahl an zusätzlichen und freispielbaren Items.

Das generelle Spielprinzip ist nicht nur dank der einführenden tutorialähnlichen Sequenzen leicht zugänglich, sondern auch einleuchtend. Im Endeffekt startet Ihr eine Mission und begebt Euch auf die Suche nach Ressourcen, ganz im Stile des PC-Klassikers "Command & Conquer". Treantbeeren und Gaiasteine heißen die wertvollen, sammelbaren Rohstoffe, die nicht nur für Kampfeinheiten, sondern auch für ganze Basen herhalten müssen und im Spiel indirekt oftmals kampfentscheidend sein werden. Da Ihr im Spiel keine grenzenlos großen Einheitengruppen Euer Eigen nennen dürft, solltet Ihr genau abwägen, wen, respektive welche Mitglieder Ihr bei Euch im Team aufnehmt, beziehungsweise käuflich durch Ressourcen erwerbt. Neben den obligatorischen Bodeneinheiten existieren fantasievolle Monster, die mit ihren Angriffswerten überzeugen können, weiterhin aber auch Flugeinheiten, die letztendlich wiederum andere Auswirkungen auf die verschiedenen Kampfeinheiten in Auseinandersetzungen haben. Mannigfache Spezies tauchen nach und nach auf der Liste der zur Verfügung stehenden Monstereinheiten auf, so dass sich Eure Truppe aus einem abwechslungsreichen Sammelsurium interessanter und verschiedenartiger Wesen zusammensetzt. Anführereinheiten dürfen magische Geister im Kampf zum Einsatz bringen, jedoch gleichsam die Werte der verbündeten Einheiten in positiver Hinsicht beeinflussen. Weil die Missionen zwar in Echtzeit ablaufen, jedoch eine Hexfeld-Taktik zum Einsatz kommt, müsst Ihr als Spielführer besonders Acht auf Reichweiten hinsichtlich Eurer Angriffswaffen geben. Zustandsveränderungen wie Verbrennungen, Konfusion, Lähmung oder Vergiftungen schränken Eure Einheiten deutlich ein und führen dazu, dass der Gegner im Kampf kurzfristig überlegen ist. Ausgeklügelte Taktiken und gewiefter Einsatz der Figuren sollten diese Einschränkungen aber wieder wettmachen können.

Die durch Gaiasteine errichteten Basen, die Ihr im Transportschiff in Auftrag gebt, sind im Endeffekt die Garantie für den Nachschub unterschiedlichster Wesen. Zwar solltet Ihr mit den Ressourcen vorsichtig umgehen, dennoch aber für eventuelle Angriffe jederzeit parat sein und dementsprechend reagieren können - "flexible response" nennt man dies im Fachjargon. Eine äußerst übersichtliche Minimap gibt Euch jederzeit Aufschluss darüber, was Eure, beziehungsweise die Einheiten des Angreifers, derzeit treiben. Allerdings ist die zugrunde gelegte Legende der Symbolerklärungen beinahe schon zu ausführlich, erlaubt Euch aber analytisches Vorgehen und den perfekten Überblick. Immer wieder entdeckt Ihr im Laufe des Spieles wertvolle Schätze, die Euch in späteren Missionen helfend zur Seite stehen werden. Leider krankt der Titel - trotz seines ausführlichen Spielprinzips - an einer teils langwierigen und nervigen Vorgehensweise, die viel Zeit raubt und alles andere als gelungen wirkt. Die Längen im Spiel sind dann auch der größte Kritikpunkt, denn in Hinblick auf den spielerischen Reichtum kann man dem Titel nicht viel vorwerfen.

Was man "Heroes of Mana" zugute halten muss, ist die Tatsache, dass die Levels zwar in einer Pseudo-3D-Weise daherkommen, dennoch aber stimmig wirken und passend zum spielerischen Setting ausgelegt wurden. Auch die "Bonus Maps", die Ihr von Mal zu Mal freischaltet, folgen diesem Prinzip und dürfen auf Wunsch manuell ausgewählt werden - und zwar abseits der eigentlichen Haupthandlung.

Grafik & Sound....

Grafisch ist "Heroes of Mana" eine zweischneidige Angelegenheit: Tolle Zwischensequenzen - speziell zu Beginn des Titels - überzeugen den zusehenden Spieler und verschaffen einen gelungenen Eindruck von den grafischen Fähigkeiten des Nintendo DS-Handhelds. Allerdings überzeugten uns die Pseudo-3D-Karten mit den Kameraschwenks nur bedingt. Das dadurch erzeugte Flair geht zwar in Ordnung, auch die knuffigen Charaktere gefallen. Dennoch sind die eingeschränkten, auf überschaubaren Raum gepressten Missionen etwas atmosphäretötend, auch die Steuerung hätte teilweise anders gelöst werden können.

Der Sound im Spiel ist hingegen phänomenal gut ausgefallen und überzeugt angesichts einer vielschichtigen, melodiösen Gesamtkomposition, die den Spieler fest in das Geschehen einschließt und fesselt. Abwechslungsreich sind die Themen des Titels ohne Zweifel und für Liebhaber umfangreicher Abenteuer ein Garant für viele angenehme Ohrwurm-Melodien. Eine Sprachausgabe gibt es leider nicht zu bestaunen, vielmehr konzentrierte man sich auf die fehlerfreien, englischen Untertitel.

Multiplayer....

Zwei Freunde dürfen sich auf einer überschaubaren Anzahl von Weltkarten duellieren, wobei jeder Spieler eine Spielkarte sein Eigen nennen muss, um gegeneinander antreten zu können. Gekämpft wird auf dafür vorgesehenen Karten, wobei der Host nicht nur ein Zeitlimit festlegt, sondern auch Siegkriterien sowie rufbare Einheiten und Geister für das jeweilige Spiel bestimmt. Wie im Einzelspieler-Match geht es auch hier um das Besiegen des Gegenübers, Ressourcen verhelfen Euch zu ausgeklügelten Truppeneinheiten und strategischer Vorgehensweise. Auch existiert ein Wi-Fi-Modus, der allerdings im separaten Special behandelt wird.

Fazit....

"Heroes of Mana" für den Nintendo DS hat einige gelungene Ansätze, die ausgefuchsten Hobby-Strategen durchaus gefallen. Neben einer ausgeklügelten Story ist es vor allem die lange Spielzeit, die überzeugen dürfte. Auch wenn die Bedienung nicht immer einwandfrei verläuft und einige Einheiten größere Schwierigkeiten bei der Wegfindung haben (siehe Ressourcensammeln!), kann man mit dem Titel etwas anfangen. Wie sooft, muss man der Software seine Zeit geben, um den wahren spielerischen Kern offen zu legen. Das Basen-Feature und die gut funktionierenden Einheitenauswirkungen hinsichtlich kämpferischer Auseinandersetzungen sind ein weiterer positiver Punkt. Da sollte man sich auch nicht von den englischen Untertiteln im Spiel abschrecken lassen - es sei denn, man ist der Sprache nur bedingt mächtig. Dennoch hätte man aus der Lizenz eine ganze Menge mehr herausholen können. Vielleicht beim nächsten Mal...

Das Mag64 Wi-Fi Special
Hier findet Ihr Infos zum Online Gameplay zu Heroes of Mana.(Voraussetzungen/Möglichkeiten)

 

+ tolle Story
+ epischer Umfang
+ Einheiten-/Basen-Feature
+ Musikalischer Höchstgenuss
+ ausrüstbare Gegenstände
- teils dumme Wegfindungsroutinen
- komplett englische Untertitel
- Steuerung nicht immer optimal
- Längen im Spiel

GRAFIK: 72%

SOUND/EFFEKTE: 85%

MULTIPLAYER/WI-FI: 69%

GESAMTWERTUNG: 70%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de