konsolenkost.de

 
NDS Hidden Mysteries: Vampire Secrets
 
 
Hidden Mysteries: Vampire Secrets - NDS
Kilian Pfeiffer (18.03.2011)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Astragon
GENRE: Wimmelbild
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-5
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Wimmelbild-Spiele sind ein beliebtes Genre, dessen Ursprung auf dem PC zu finden ist. Unzählige Abenteuer gibt es bisweilen, auch der Nintendo DS stellte sich spätestens seit Touchscreen-Unterstützung als optimales Einsatzgebiet für Wimmelbild-Abenteuer dar. Bedauerlicherweise hat man es bislang noch immer mit bloßen, oftmals schlampigen Umsetzungen zu tun. Leidlichen Portierungen, die technisch kaum etwas hermachen. Mit „Hidden Mysteries - Vampire Secrets" warfen wir nun einen Blick auf einen aktuellen Vertreter des Genres, gepublished von der deutschen Firma astragon.

Menus und die Story....

Wimmelbild-Spiele laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ihr werdet vor ein mehrere Bildschirme großen Hintergrund gesetzt und müsst nun dort bestimmte Gegenstände finden. Diese sind zum Teil bestens versteckt, viele finden sich bereits nach wenigen Sekunden. Erst wenn Ihr ein Wimmelbild gelöst habt, erhaltet Ihr etwa einen storyrelevanten Gegenstand, mit dessen Hilfe es im Fortgang der Story voran geht. In „Hidden Mysteries - Vampire Secrets" wird darüber hinaus eine Hintergrundgeschichte präsentiert, die den Rahmen der Handlung liefert, wenngleich der Fokus auf den Wimmelbildern bleibt.

Claire ist eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau, ständig unter Stress, ihre Gesundheit scheint darunter zu leiden, denn seit kurzem hat sie Visionen, die ihr das Leben schwer machen. Daher entschließt sie sich, einen Kurztrip zu machen. Ziel ihrer Reise ist ihre Großmutter, die idyllisch in einem Häuschen wohnt. Als Claire dort ankommt, ist das Haus verschlossen, ein Zettel zeugt von der Abwesenheit ihrer Großmutter. Der Schlüssel befinde sich auf der Veranda, heißt es auf dem Zettel. Und so nimmt das Wimmelbild-Abenteuer seinen Lauf.

Technik und Gameplay....

Den Touchpen in die Hand genommen, kann das Wimmeln auch schon losgehen! Wer noch nie ein Wimmelbild-Spiel getätigt hat, wird überrascht sein, wie einfach die Herangehensweise ist. Allerdings ist es fraglich, ob man die Art des Genres für gut heißt. Warum? Nicht jeder steht auf diese Art von Spiel, denn das Absuchen des Screens kann zum Martyrium werden, spätestens dann, wenn Ihr einen bestimmten Gegenstand einfach nicht finden wollt. Über eine Liste seht Ihr alle zu findenden Objekte ein, die Ihr nun mit dem Stylus antippen sollt. Da liegt etwa eine Vase auf dem Boden, eine Wäscheklammer unterhalb eines Fensters oder aber ein kleines Blitz-Symbol prangt auf einer Bettdecke. Angetippt, verschwindet der Gegenstand, die Liste wird um einen weiteren ergänzt, solange, bis Ihr alle vom Spiel vorgegebenen Teile gefunden habt. Erst dann erhaltet Ihr etwa den ersehnten Schlüssel, der auf der Veranda versteckt war und mit Hilfe dessen Ihr im Folgenden das Haus der Großmutter betreten könnt. Dort geht es dann los, Ihr navigiert Claire durch das sehr schwammig dargestellt Haus und wisst zunächst gar nicht, wohin Ihr klicken müsst, um voran zu kommen. Für gewöhnlich würde man Pfeile erwarten, die dem Spieler weiterhelfen und ihm den rechten Weg weisen. Aber nichts dergleichen! Ihr erkennt nur einen Hintergrund, etwa im Inneren des Hauses, seht eine Treppe und wisst: „Dort geht es hinauf!". Doof nur, dass der Weg zurück nicht so einfach wird. Zunächst tippt Ihr ein paar Mal falsch, steht plötzlich in einem Schlafzimmer oder landet erneut vor der Haustür. Dann aber klappt das Unterfangen. „Das kann doch nicht sein!", denken wir uns und tippen auf den Schultertasten herum. Also doch – die Interaktionsmöglichkeiten werden plötzlich dargestellt, bei uns macht sich Erleichterung breit. Also doch! Das Navigieren ist leichter, als angenommen. Da können noch so viele Wimmelbilder folgen. Wenigstens wissen wir, wohin wir im nächsten Moment hin müssen. Apropos Wimmelbilder: Mehr als 50 Bilder warten, die mit der Zeit deutlich schwieriger werden, was die Suche nach den einzelnen Gegenständen angeht. Durch den erfolgreichen Abschluss eines Rätsels erhaltet Ihr Gegenstände, die wiederum über das Inventar angewählt werden können – mit einem Schlüssel sperrt Ihr etwa eine verschlossene Tür auf. Hin und wieder findet Ihr auch seltene Bücher, die eine interessante Geschichte erzählen. Ein paar Minuten dort hinein investiert – und das Spiel-Flair wird nochmals deutlich intensiviert. Gut gefallen hat uns die Tatsache, dass „Hidden Mysteries - Vampire Secrets" mit Minispielen aufwarten kann, die wenigstens etwas Abwechslung bieten.

Grafik & Sound....

Optisch bietet der Titel leider keinerlei Stärken, sondern verweilt im Ruheraum der austauschbaren Hintergründe hässlichen Stils. Einer Portierung darf man anscheinend nicht viel mehr zutrauen, so zeigt es die Erfahrung. Die Szenen wirken unklar, auch die teilweise Sprachausgabe entspricht nicht gerade bester Qualität. Wenigstens kann der stimmige Sound überzeugen, wenngleich das Knarzen nie ganz verschwinden will.

Fazit....

„Hidden Mysteries - Vampire Secrets" mag man oder mag man nicht. Wimmelbild-Spieler freuen sich ob eines erneuten Ausfluges in die Standbild-Such-Welten, alle anderen werden diesen Satz wohl gar nicht mehr mitlesen, da sie spätestens nach der Einleitung Reißaus genommen haben und sich lieber einem anderen Test widmen. Uns stört, dass die Liebe zum Detail fehlt. Man merkt dem Titel einfach an, dass es sich um keine Eigenentwicklung handelt. Dass in den Handheld-Markt weniger investiert wurde innerhalb der letzten Jahre, merkt man spätestens beim Wimmelbild-Genre überdeutlich. Fans der Spiele greifen – sofern sie noch nicht genug haben – dennoch zu!

 

+ über 50 Wimmelbild-Szenen
+ interessante Rahmen-Story
+ zusätzliche Minispiele
- technische Umsetzung
- wenig Abwechslung

GRAFIK: 40%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 60%

Sämtliche Inhalte wie Bilder und Texte zu diesem Artikel sind geistiges Eigentum des Mag'64. Eine Benutzung oder anderweitige Verwendung darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Mag'64 erfolgen.

 
                   

Game-and-Fun.de