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NDS Hidden Mysteries - Salem Secrets
 
 
Hidden Mysteries - Salem Secrets - NDS
Kilian Pfeiffer (05.11.2011)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Game Mill
GENRE: Puzzle
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-5
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK6
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WiFi: Nein

   
Einleitung....

Auf dem PC sind Wimmelbild-Spiele selbst im Jahr 2011 noch Massenware. Anscheinend ist die Beliebtheit ungebrochen, die Anzahl der Veröffentlichungen bezeugt das. Auf dem Nintendo DS schaut es da schon etwas anders aus. "Hidden Mysteries - Salem Secrets" ist einer der letzten Vertreter im Wimmelbild-Segment, den wir uns nun zu Gemüte geführt haben. Viel gemein hat er mit seinem direkten Vorgänger, "Hidden Mysteries - Vampire Secrets".

Menus und die Story....

Wimmelbild-Spiele laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Ihr werdet vor ein mehrere Bildschirme großen Hintergrund gesetzt und müsst nun dort bestimmte Gegenstände finden. Diese sind zum Teil bestens versteckt, viele finden sich bereits nach wenigen Sekunden. Erst wenn Ihr ein Wimmelbild gelöst habt, erhaltet Ihr etwa einen storyrelevanten Gegenstand, mit dessen Hilfe es im Fortgang der Story voran geht. In "Hidden Mysteries - Salem Secrets" wird darüber hinaus eine Hintergrundgeschichte präsentiert, die den Rahmen der Handlung liefert, wenngleich der Fokus auf den Wimmelbildern bleibt.

Salem, 1692: Die krankhaften Anfälle, die die vier jungen Mädchen aufweisen, scheinen auf eine Hexe zurückgeführt zu werden. So hört man es im Ort. Genaues ist aber nicht bekannt, denn bislang konnte es nicht bewiesen werden, dass ein Bewohner Salems der Hexerei mächtig ist. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Constable Hawthorne, geschickt vom Gouverneur, um bei der Aufklärung beizutragen.

Technik und Gameplay....

Den Touchpen in die Hand genommen, kann das Wimmeln auch schon losgehen! Wer noch nie ein Wimmelbild-Spiel gespielt hat, wird überrascht sein, wie einfach die Herangehensweise ist. Allerdings ist es fraglich, ob man die Art des Genres für gut heißt. Warum? Nicht jeder steht auf diese Art von Spiel, denn das Absuchen des Screens kann zum Martyrium werden, spätestens dann, wenn Ihr einen bestimmten Gegenstand einfach nicht finden wollt. Über eine Liste seht Ihr alle zu findenden Objekte ein, die Ihr nun mit dem Stylus antippen sollt. Da liegt etwa eine Vase auf dem Boden, eine Klammer unterhalb eines Fensters oder aber ein kleines Blitz-Symbol prangt auf einer Bettdecke. Angetippt, verschwindet der Gegenstand, die Liste wird um einen weiteren ergänzt, solange, bis Ihr alle vom Spiel vorgegebenen Teile gefunden habt. Erst dann erhaltet Ihr etwa einen weiteren, spielrelevanten Gegenstand, mit welchem es im Spiel vorwärts geht. Das Navigieren fällt nicht weiter kompliziert aus, Ihr tippt in den Bereichen dorthin, wo Ihr hinwollt. Für gewöhnlich würde man Pfeile erwarten, die dem Spieler weiterhelfen und ihm den rechten Weg weisen.

Aber nichts dergleichen! Ihr erkennt nur einen Hintergrund, etwa im Inneren eines Hauses, seht eine Treppe und wisst: "Dort geht es hinauf!". Mit der Zeit klappt das Unterfangen aber ganz gut und es ist schnell klar, wohin es im Spiel geht. Das Navigieren ist leichter, als angenommen. Da können noch so viele Wimmelbilder folgen. Wenigstens wissen wir, wohin wir im nächsten Moment hin müssen. Apropos Wimmelbilder: Mehr als 20 Bilder warten, die mit der Zeit deutlich schwieriger werden, was die Suche nach den einzelnen Gegenständen angeht, darüber hinaus 20 kleinere Puzzles sowie 50 Spielszenen, die Ihr während des mehrstündigen Abenteuers erkundet. Durch den erfolgreichen Abschluss eines Rätsels erhaltet Ihr Gegenstände, die wiederum über das Inventar angewählt werden können - mit einem Schlüssel sperrt Ihr etwa eine verschlossene Tür auf. Gut gefallen hat uns die Tatsache, dass "Hidden Mysteries - Salem Secrets" mit kleineren, puzzlelastigen Minispielen aufwarten kann, die wenigstens etwas Abwechslung bieten.

Grafik & Sound....

Optisch bietet der Titel leider keinerlei Stärken - so auch schon der direkte Vorgänger-Titel - sondern verweilt im Ruheraum der austauschbaren Hintergründe hässlichen Stils. Einer Portierung darf man anscheinend nicht viel mehr zutrauen, so zeigt es die Erfahrung. Die Szenen wirken unklar. Wenigstens kann der stimmige Sound überzeugen, wenngleich das Knarzen nie ganz verschwinden will.

Fazit....

"Hidden Mysteries - Salem Secrets" erzählt eine stimmungsvolle Geschichte, verpackt in ein typisches Wimmelbild-Adventure. Rätseleinlagen, Suchpassagen, ein paar Puzzles - und fertig ist die Portierung. Eine Eigenentwicklung würde zwar anders aussehen, dennoch kommen Wimmelbild-Freunde auf ihre Kosten und erhalten genau das, was sie sich erwarten. Spieler, die bislang wenig Erfahrung im Wimmeln haben, sollten Probe spielen.

 

+ über 20 Wimmelbild-Szenen
+ über 20 Puzzles
+ interessante Rahmen-Story
- schlechte technische Umsetzung
- wenig Abwechslung

GRAFIK: 45%

SOUND/EFFEKTE: 67%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 63%

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