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NDS Harvest Moon DS
 
 
Harvest Moon DS - NDS
Matthias Engert (26.05.2007)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Marvelous
GENRE: Aufbau Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Ja
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Im Bereich der Simulationen, bei denen Wirtschaft und das hierzulande beliebte Aufbau Prinzip greift, waren auf den Handhelden eher selten anzutreffen. Seit dem Nintendo DS ändert sich auch dies nach und nach und mit den Siedlern und Anno kommen 2 Schwergewichte erst noch. Eine Serie in diesem Genre ist allerdings schon seit Jahren auf den Handheld Plattformen vertreten und begleitet uns eigentlich schon seit dem GBC - Harvest Moon. Die Geschichte um einen kleinen Farmer, dem Ihr als Spieler unter die Arme greift hat viele Fans. Auch deshalb war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis Harvest Moon für den Nintendo DS auf den Markt kommt. Mittlerweile ist der Titel erhältlich und Möchtegern Farmer dürfen sich erneut um die Bewirtschaftung ihres Hofes kümmern. Dabei sollte die DS Version neben vielen bekannten Inhalten auch einiges Neues mitbringen, was zumindest im Bereich Bedienung und Handling Verbesserungen mit sich bringen sollte. Was also alles in der DS Version steckt schauen wir uns nun ein wenig genauer an.

Menus und die Story....

Wie immer bei den Harvest Moon Titeln muß man sich über die Rahmenbedingungen keine Sorgen machen. Der durchaus auch jüngeren Zielgruppe angepaßt erwartet den Spieler ein komplett deutsches Spiel, das auch von der Übersetzung her nur wenige Fehler aufweist. Wie im letzten GBA Teil wartet auch hier ein Batteriespeicher mit 2 separat nutzbaren Plätzen auf euch. Wer also mal was ausprobieren will, hat hier wieder die Gelegenheit dazu, ohne den Hauptspielstand zu verändern. Hier und da hing dem Spiel der Ruf an, das der Speicher nicht richtig funktionieren würde und sich Spielstände nicht Laden ließen. Das kann ich nicht bestätigen und während der gesamten Spielzeit gab es keinerlei Probleme. Schade ist hingegen das man das Spiel nach außen abschottet. Das heißt keinerlei Verbindung irgendwelcher Art gibt es und die DS Version ist ein reinrassiges Single Player Game. Schade wenn man sieht was im Falle eines Animal Crossing möglich wäre. Hätte sich natürlich auch hier sehr angeboten. Gerade jetzt wo immer mehr Spiele auf MP und vor allem Wi-Fi irgendeiner Art setzen.

Beim Thema Story hielt sich die Serie zwar schon immer ein wenig zurück, in der DS Version wirkt sie dagegen in meinen Augen ein wenig aufgesetzt. Alles beginnt mit einer Begegnung der Erntekönigin und der Hexenprinzessin. Das Ende vom Lied ist hier nun das die Erntekönigin in eine andere Welt geschickt wurde. Als wenn das noch nicht genug wäre sind auch 101 Erntewichtel mit dem gleichen Schicksal bedacht worden. Ihr als Spieler habt nun neben der Aufgabe die Farm zu führen, auch das Ziel alle Wichtel und am Schluß die Ernetekönigin zurück zu holen. Etwas das die Story sehr langatmig macht und diese dadurch erst nach virtuellen Jahren erst richtig greift. Zwar erhöht man so künstlich die Spielzeit was die Ziele angeht, dennoch wirkt das ganze lange Zeit wenig stimmig. Es dauert zumindest eine ganze Weile, ehe sich hier entscheidendes tut. Ansonsten zeigt sich das Spiel wie immer von der spartinischen Seite, was Menus und ähnliches angeht. Startet Ihr das Spiel das erste mal gibt es nur den Spielstart, was später einzig um den Punkt Laden erweitert wird. Optionen und ähnliches findet man im Spiel nicht vor. Also nicht lange herum geredet und ab auf die Farm in Harvest Moon DS.

Technik und Gameplay....

Sobald Ihr das Spiel das erste mal startet dürft Ihr die angesprochene Story erleben. In vielen kleinen InGame Sequenzen verfolgt Ihr das Hin und Her bis zum Verschwinden der Erntekönigin und der Wichtel. Zu guter letzt begrüßt euch der Bürgermeister der Stadt und Ihr werdet auf eure Farm entlassen. Das Ziel neben der Erntekönigin und den Wichteln ist natürlich wirtschaftlicher Natur und beinhaltet das Bewirtschaften der Farm. Neben dieser immer gleichen Aufgabe steht auch in der DS Version am Ende das Ziel zu Heiraten und Nachwuchs in der Familie zu haben. Dazu bekommt Ihr am Anfang gleich mal einen Hund sowie eine Katze, denen Ihr neben euch selber und der Farm einen Namen geben müßt. Großen Einfluß auf das Spielgeschehen haben die Haustiere aber nicht. Ihr habt wie immer eine heruntergekommene Farm, kaum Geld in der Tasche und startet im Frühling des ersten Jahres. Eingeteilt in die 4 Jahreszeiten mit je 30 Tagen wird euch Zeit gegeben zu wirtschaften und einige Side Quests zu lösen die das Spiel erneut bietet. Wie immer ist die Sicht dabei auf das Geschehen aus einer Sicht über dem Charakter, wobei der Einsatz zweier Screens auch in Harvest Moon für eine wesentlich bessere Übersicht und Bedienung sorgt. Bei allem Arbeiten unterstützt euch zunächst eine einfach Anzeige im Screen, die Tag, Jahreszeit und Uhrzeit einblendet. In 10 Minuten Schritten ca aller 5 Sekunden verstreicht ein Tag, wobei Ihr immer 6:00 am Morgen aufsteht und danach bis Open End arbeiten könntet. Wobei man hier nun auch verschlafen kann. ;-) Allerdings nicht empfehlenswert, da euer Charakter kein Superman ist und nicht über unendlich Konstitution verfügt. Schlappmachen kann er auch hier wieder. Dazu unterstützt euch erneut das wichtige Menu, das mit am meisten vom DS profitiert. Denn nicht wie früher über kleine Symbole oder ähnliches, sondern im Touch Screen warten hier alle Dinge die wichtig sind. Während also im Top Screen das eigentliche Spiel abläuft könnt Ihr im Touch Screen bequem auf alle Menupunkte zugreifen. Vom Speichermenu, euren Erträgen und Kostenaufstellungen, alles an Tieren und Inventar bis zum wichtigsten, dem Rucksack findet man hier die einzelnen Punkte. Dazu kann man hier nun auch eine Karte aufrufen, die neben der Gesamtansicht des Tals auch euren aktuellen Aufenthaltsort anzeigt. Und so langsam beginnt zunächst das Drumherum um das Spiel selber.

Hier fällt sehr schnell auf das die Locations zahlreicher sind als früher und Ihr also so schonmal mehr zum entdecken habt. Ebenso fallen 2 weitere Dinge schnell auf wenn man sich die Karte und Beschreibung im Handbuch genauer anschaut. Zum einen findet man mehr Orte auf der Karte, auf der anderen Seite aber keinerlei Shops wie man sie von früher kannte. Dies ist eine der Änderungen und hier nun komplett anders gelöst. Aber dazu später mehr. Ebenfalls zumindest anfangs eine Schwäche das die zahlreichen Orte kaum eine Bedeutung haben und viele ebenfalls erst nach Jahren einen Sinn ergeben. Das man dennoch fast täglich durch die Gegend huscht liegt an anderen Dingen. Auch wieder enthalten sind die Minen um Bodenschätze abzubauen die im Spiel eine sehr große Bedeutung haben. Wo fängt man am besten an das Spiel zu erklären? Grundlage allen arbeitens ist natürlich das Ihr mit der Farm Geld verdient. Möglichkeiten dazu gibt es mehr als früher. Anfänglich ist man auch aufgrund der geringen Geldmenge auf das Anbauen von Feldfrüchten beschränkt. Um dieses anzubauen benötigt man natürlich Felder und den entsprechenden Samen. Ersteres müßt Ihr erstmal anlegen da eure Farm zu beginn voller Steine, Unkraut oder Baumstümpfen besteht. Um diesen Unrat wegzubekommen müßt Ihr also das entsprechende Rüstzeug an Werkzeugen haben. Das beginnt bei einer Hacke, einer Sichel, dem Beil, dem Hammer und natürlich der Gießkanne. Hier findet man das sehr gelungene Upgrade Feature des Vorgängers auf dem GBA erneut vor. Jedes dieser Werkzeuge könnt Ihr im Spiel mehrmals aufleveln und verbessern. Könnt Ihr mit dem einfachen Hammer gerade mal kleine Steine zerstören, haut Ihr euch an großen Steinenbrocken die Finger wund ohne das etwas passiert. Um ein Werkzeug aufzuleveln muß es zunächst oft benutzt sein. Ähnlich einem RGP Prinzip entspricht z.b. 1 Schlag auf einen Stein 1 Erfahrungspunkt. Bei 100 könntet Ihr das Werkzeug zumindest einmal aufleveln. Ebenfalls in den Menus habt Ihr für alles eine Balkenanzeige die bis 100% geht. Benutzt Ihr den Hammer oft und die Leiste ist gefüllt steht auch ein entsprechendes Symbol unter dem Werkzeug das man es aufleveln kann. Jetzt kommen wieder die Minen zum Einsatz. In diesen findet man Bronze, Silber, Gold und Mystril. Wollt Ihr z.b. den Hammer auf das Level 3 heben müßt Ihr euch an den Schmied der Stadt wenden. Dort gibt man z.b. nun den Hammer samt dem gefundenen Gold und dazu 3000 Taler ab und erhält nach einigen Tagen den Level 3 Hammer.

Dieses Prinzip ist wieder sehr gelungen und zeigt eine weitere Neuerung. Der Schmied war früher als Shop vertreten und mußte erst langwierig besucht werden. In der DS Version ist der Schmied, wie auch alle anderen wichtigen Shops und Personen via Telefon im Wohnhaus zu erreichen. Will man also z.b. Samen, Tiere oder Upgrades kaufen muß man nicht mehr langwierig durch die Stadt laufen, sondern wählt einfach per Telefon den entsprechenden Partner an. Neben stärkerer Wirkung wird z.b. bei der Gieskanne so auch der altbekannte Sprinkler ersetzt. Denn mit der einfachen Gießkanne kann man gerade mal ein kleines Feld bewässern. Mit Level 4 z.b. sind es schon 9 Felder u.s.w. Die Möglichkeiten nehmen so bei allen Werkzeugen immens zu mit der Zeit. Ebenfalls neu ist die Umsetzung des Rucksacks auf dem DS. Diesen trägt er immer bei sich und ermöglicht zum einen die Werkzeuge zu tragen und gefundene Kräuter oder eben auch Feldfrüchte in ihm zu verstauen. Hier gibt es auf dem DS nun 3 Varianten, so das Ihr hier für Harvest Moon Verhältnisse Unmengen an Zeug mit euch tragen könnt. So passen neben allen Werkzeugen auch Massen an Produkten hinein. Ein Feld im Rucksack kann allein 99x befüllt werden. Habt Ihr z.b. 99x Gras geerntet und habt noch mehr, so legt man hier einfach ein zweites Grasfeld im Rucksack an. So ist das Thema Platz ab der DS Version überhaupt keines mehr und selbst der separat käufliche Erntekorb ist eigentlich Geldverschwendung. Nun kann man alles mit einmal mit sich führen und muß nicht immer zwischen Werkzeug Box und Arbeitsort wechseln. Dazu kommen Tastenkombinationen wie L+A und L+B mit denen Ihr live im Spielscreen zwischen den Dingen durchschalten könnt , ohne jedes mal in das Rucksack Menu wechseln zu müssen. Wem es lieber ist kann aber eben nun auch alle Werkzeuge oder Items via Pen über den Touch Screen ziehen und ablegen. Alles Kleinigkeiten die den Spielfluß erhöhen. So macht Ihr die Farm anfangs zumindest teilweise frei von Unrat und könnt eure ersten Felder anlegen. Auch dafür existiert ein extra Gerät. Nun soll darauf natürlich was wachsen. Den Samen für die Felder findet Ihr im Shop, den Ihr nun via Telefon anwählen könnt. Einmal gekauft wandern die Produkte sofort in den Rucksack oder bei Tieren werden euch diese sofort geliefert.

Da Ihr immer ein ganzes Jahr spielt und dieses in die 4 Jahreszeiten eingeteilt ist ändert sich das Saatgut je nach Jahreszeit. Auch hier nicht ohne die üblichen Feinheiten. Jedes Saatgut bringt bei der Ernte natürlich unterschiedlich Geld. Und da beginnt nun schon die Arbeit auf der Farm. Denn habt Ihr nun den Samen gepflanzt müßt Ihr diesen jeden Tag gießen. Da ein Standardfeld zu beginn 8 Parzellen beinhaltet und Ihr mit der Gießkanne nur immer eine Parzelle gießen könnt kann es schon dauern bis alles bewässert ist. Die Form der Felder ist Euch zwar überlassen aber mit dem 8er Feld arbeitet Ihr am effektivsten. Gießt Ihr jeden Tag eure Felder wächst das Saatgut und nach ein paar Tagen könnt Ihr jede einzelne Parzelle einzeln abernten. Dieses könnt Ihr nun verkaufen. Dafür kommt jeden Tag der Bürgermeister höchstpersönlich vorbei, der euch eure Ernte abkauft. Ihr müßt dafür die Ernte in eine Kiste am Eingang der Farm legen. Früher als sonst kommt auch wieder das berühmte Pferd dazu mit dem das ganze nochmal einfacher ist. Wie immer spielt auch das Wetter eine große Rolle. So kommen wir wieder zurück zum Wetterbericht im Wohnhaus. Denn wenn es an einem Tag regnet braucht Ihr logischerweise nicht zu gießen. Je mehr Felder Ihr habt desto länger müßt Ihr jeden Tag arbeiten. Dabei sitzt euch bei diesen Arbeiten immer die Zeit im Nacken. In Gebäuden, Ställen und Shops wird die Zeit aber angehalten. Gerade um am Anfang Geld zu verdienen hat man dem Spieler unter die Arme gegriffen. Ihr findet in den angrenzenden Ländereien diverse Gräser und wildwachsende Blumen die ebenfalls Geld bringen und Ihr jeden Tag Geld verdienen könnt. Denn die anfänglich 500 Taler wollen reichlich vermehrt werden. Allerdings und das ist hier so eine Sache ist das Feature an sich zwar schön und sinnvoll, allerdings verdient man fast schon zuviel mit diesen wildwachsenden Dingen. Man muß sich mit der Zeit kaum auf die Farm konzentrieren und kann reichlich Geld nur über das Einsammeln dieser Pflanzen verdienen. Ich für meinen Teil habe im ersten Jahr gerade mal 4 lumpige Parzellen bewirtschaftet, was aufgrund der großen Fläche des Hofes eigentlich ein Witz ist. Den Rest brachten die Gräser & Co. Was auch dadurch verwundert das vieles was bisher in der Harvest Moon Reihe schon vorhanden war erst gebaut werden muß oder überhaupt neu ist.

Beispiele sind die Holz und Steinschuppen. Sobald man in der DS Version per Beil auf einen Holzscheit haut oder per Hammer auf einen Stein werden daraus Baustoffe. Ohne die beiden Schuppen behält man diese Dinge immer im Rucksack. Mit den beiden Schuppen werden Bausteine und Bretter sofort dorthin transferiert. Denn z.b. der Geflügel oder Kuhstall müssen erst für teures Geld und viel Baumaterial gebaut werden. Alles kostet und ist dennoch machbar, nur mit dem Sammeln der frei wachsenden Pflanzen. Man ist also nicht zwingend auf die Farm angewiesen. Manchen Spielern gefällt das, anderen vielleicht nicht. Welche Ausmaße an Geld das Spiel auch weiterhin bietet zeigt die Tiersituation. Zumindest dann wenn Ihr die Ställe zur Verfügung habt. Einen Hühnerstall und einen Stall für Kühe und erneut auch Schafe. Allerdings sind dafür wieder 2 Dinge Voraussetzung. Geld und Futter. So kostet eine Kuh 5000 Goldtaler und ein Schaf 4000 Goldtaler. Das Futter besteht dabei aus Gras das Ihr ebenfalls extra anbauen müßt. Ihr könnt bei Tierarten maximal je 4 Stück halten. Auch die Tiere müßt Ihr jeden Tag füttern. Dabei braucht Ihr für jedes Tier täglich das Gras von einer Parzelle eines Feldes. Also sollte man an Grasfeldern nicht sparen odr kauft es teuer ein. Am Gras selber verdient man aber nichts. Es ist nur für die Tiere. Ein weiterer Aspekt ist das im Winter kein Gras wächst und Ihr in den anderen Jahreszeiten kräftig Vorräte ernten müßt. Denn nur täglich gefütterte Tiere geben Milch und Eier die Ihr verkaufen könnt. Hier greift ebenfalls ein neues Feature, das nun typisch für den DS ist. Sobald Ihr die Bürste euer eigen nennt und diese anlegt könnt Ihr einen Art Nintendogs Modus wechseln. Streichelte man früher die Tiere in kleinen Animationen auf dem Spielbildschirm, geht das ganze nun Bildschirmfüllend via Touch Screen vonstatten. Wie in Nintendogs macht Ihr als Spieler das ganze und könnt die Launen der Tiere heben oder um Scores streicheln was die Bürste hergibt. Egal ob Hühner, Kühe oder eure Haustiere. So ist das erste Jahr fast schon mehr ein Abarbeiten der Farm Hausaufgaben. Erste Bauten, reichlich Geld und vielleicht im Winter die ersten eigenen Tiere auf der Farm. Da man dafür Geld braucht und per wildwachsenden Pflanzen reichlich davon einspielen kann, lernt man die Gegend des Tals gut kennen.

Doch wie schon erwähnt halten sich die Bewohner mit Side Quests und ähnlichem sehr lange zurück. Wenn mal was aufgregendes im ersten Jahr passiert, dann sind es die Feste oder erste zarte Annäherungen an die Damenwelt. Was dagegen stetig ab dem Start des Spiels Einzug hält sind die schon angesprochenen Erntewichtel. Diese 101 versteckten Burschen findet man durch Zufall an den verschiedensten Orten und bei allen möglichen Aktionen. Mal schaut man in einen Brunnen und einer taucht auf, oder aber Ihr schlagt einen Stein kaputt und plötzlich taucht einer auf. Sobald Ihr 10 von ihnen gefunden habt öffnet sich das Wichtelhaus und dieser Gameplay Teil hält Einzug. Der Sinn der Wichtel ist erneut das sie euch unter die Arme greifen sollen. Auch hier an sich wirklich gut gemacht. Alle Wichtel gehören wenn man so will zu irgendeinem Team. Mal für die Ernte, mal zum Bewässern oder zum Besorgen von Baumaterial. Um diese nutzen zu können muß man sogenannten Medaillen besitzen. Nichts anderes als eine einfache Wichtelwährung. In kleinen Memory Minispielen erspielt Ihr diese. Am Tresen des Wichtelhauses könnt Ihr nun, sofern Ihr Teams komplett gefunden habt, deren Dienste in Anspruch nehmen. Einfaches Beispiel ist das Bewässerungsteam. Wer keine Lust hat täglich seine Parzellen zu gießen kann hier hin gehen und das Team für Medaillen bis zu 7 Tage anheuern. Innerhalb der 7 Tage kommen die Wichtel täglich und gießen eure Felder. Auch das ist natürlich eine große Hilfe, greift aber richtig sinnvoll erst ab dem zweiten Jahr. Erstens weil man die Teams hier erst langsam zusammenbekommt und weil man im ersten Jahr schon noch selber Zeit dafür hat. Denn wiegesagt greifen Side Quests erst langsam mit der Zeit. Das erste Jahr ist in dieser Hinsicht fast schon langweilig und kaum mit Überraschungen gesegnet. Es passiert einfach noch sehr wenig abseits der Farmaction. Natürlich ist dadurch auch auf dem DS die Spielzeit selber wieder immens. Man kann das ganze erneut ewig spielen und hat immer noch selbst auf der Geldseite Ziele. Allein der neue Teich ist mit 100.000 Talern schon sehr teuer, hebt aber das Ansehen eures Hofes immens. Von daher paßt es also schon. Das erste Jahr liegt der Fokus auf dem Geld verdienen um alles wichtige zur Verfügung zu haben. Ab dem zweiten Jahr kann man sich dann ein wenig auf den Lorbeeren "ausruhen" und sich im andere Dinge kümmern.

Auch wenn vieles erweitert wurde und vor allem Gebäude erst gebaut und bezahlt sein wollen ist die DS Version mit Abstand die Turbo Variante, was erhaltene Dinge angeht. Egal ob Werkzeuge, das Pferd oder auch Bodenschätze. Alles ist hier schon im ersten Jahr möglich. So eine Sache ist das Thema wildwachsende Pflanzen, mit denen man mehr als genug verdienen kann, ohne sich auf die Farm selber konzentrieren zu können. Dazu trägt auch ein kaum enthaltenes Bewertungssystem für die Farm bei. Ist ein Jahr vorbei erwartet man eigentlich einiges in dieser Hinsicht. Aber der Wechsel vom Winter des einen Jahres zum Frühling des nächsten ist unspektakulär wie das Aussähen von Zwiebelsamen. Einfach gesagt könnte man auch sagen die DS Version macht es dem Spieler um einiges leichter als der GBA Vorgänger Friends of Mineral Town.

Grafik & Sound....

Grafisch ist die DS Version dem Stil treu geblieben und man bekommt das übliche Ambiene geboten und fühlt sich wie immer auch sehr an die Golden Sun Spiele erinnert. Satte Farben und viele kleine Details erfreuen das Auge des Spielers. Dazu trägt auch der wieder enthaltene Tag/Nacht Modus mit veränderten Lichtverhältnissen bei. Später auch wichtig um zu bestimmten Tages und Nachtzeiten Personen zu treffen. Gelungene Animationen und kleinere Effekte hier und da runden das ganze ab. Technisch muß man sich erneut keine Sorgen machen. Weder die Engine noch irgendwelche Spielelemente wiesen Fehler auf. Wenn dann sind es kleinere Übersetzungsfehler, über die man aber hinweg sehen kann. Sehr stimmig ist der Winter gestaltet, der mit seinem Schneetreiben atmosphärisch sehr schön anzuschauen ist.

Beim Sound ist ebenfalls alles beim alten geblieben. Jede Jahreszeit hat so ihren Grundsound, der melodisch daherkommt und den Spieler unterhält. Dazu die vielen kleinen Effekte bei der täglichen Arbeit die das ganze positiv abrunden. Nichts was nun Preise gewinnen wird, aber für die Serie erneut sehr passend.

Fazit....

Im gesamten ist die DS Version ein gelungener Vertreter der Harvest Moon Serie. Spielerisch immer noch sehr spaßig und auch abwechslungsreich. Dazu lebt das ganze hier sehr von den beiden Screens des DS, was neben einer sehr guten Übersicht vor allem der Bedienerfreundlichkeit zugute kommt. Dazu viele kleine Verbesserungen wie der schier riesige Rucksack, das gelungene Wichtel System oder das Baustoff-Gebäude Feature. Auf der anderen Seite wird es dem Spieler nicht sehr schwer gemacht. Der Fokus um Geld zu verdienen liegt nur noch zum Teil auf der Farm. Allein im ersten Jahr kann man reichlich Geld verdienen, indem man die immer nachwachsenden wilden Pflanzen flückt und verkauft. Durch die große Location findet man halt auch genug davon. Auch entwickelt sich die Story sehr langsam und wird erst nach Jahren intensiver. Dadurch sind die Side Quests anfänglich überschaubar und das ganze schaukelt sich mit der Zeit erst auf. Hier gefiel mir der Vorgänger auf dem GBA besser. Man mußte einfach mehr auf der Farm machen um zurecht zu kommen. Einen Fehlgriff macht der Aufbau Fan hier keineswegs. Ob das Spiel aber gegen Anno und die Siedler bestehen kann wird sich bald zeigen.

 

+ Wieder hohe Spielzeit
+ Gewohnt gute Steuerung
+ Übersicht/Bedienung
+ Baustoff-Gebäude Feature
+ Wichtel als Team Helfer
+ Speichern jederzeit
+ Tag/Nacht Modus
+ Komplett deutsch
- Story wirkt etwas aufgesetzt
- Geld zu schnell erspielbar
- Kein MP oder Wi-Fi Option
- Side Quests erst nach einiger Zeit

GRAFIK: 84%

SOUND/EFFEKTE: 79%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 80%

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