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NDS Harvest Moon DS: Der Großbasar
 
 
Harvest Moon DS: Der Großbasar - NDS
Matthias Engert (05.02.2012)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Marvelous
GENRE: Aufbau Simulation
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 4-9
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Ja (WEP)

   
Einleitung....

Eines der hierzulande sehr beliebten Gerne, betrifft alles rund um die Bewirtschaftung diverser Höfe, Farmen oder wo man sich sonst als Bauer bewähren darf. Egal ob als Browsergame, PC HighEnd Simulation, oder eben auf den einzelnen Konsolen. Speziell hier gibt es ja seit gefühlten 100 Jahren mit der Harvest Moon Serie einen echten Dauerläufer. Zwar eigentlich eher für eine jüngere Zielgruppe gemacht, konnten mit vielen Teilen auch ältere Gamer etwas anfangen. Ich persönlich bin ja da ein sehr gutes Beispiel. ;-) Lange Zeit war Harvest Moon die einzige Serie ihrer Art. Spätestens seit Rune Factory hat sich das geändert, was auch an der hohen inhaltlichen Qualität lag. Da müssen sich auch die Harvest Moon Macher mittlerweile immer wieder etwas einfallen lassen. Im aktuellen Teil für den Nintendo DS - dem Großbasar, haben sie die Gelegenheit verlorenes Terrain wieder gutzumachen. Wollen schauen, ob ihnen das gelungen ist.

Menus und die Story....

Auch wenn die Publisher der Harvest Moon Spiele immer wieder mal wechseln, beim Thema Entwickler bleibt auch hier mit der Firma Marvelous alles beim alten. Böse Überraschungen sollte man daher also nicht erwarten. Bei den Rahmenbedingungen bleibt man sich im Großen und Ganzen treu, bringt aber doch eine entscheidende Neuerung, oder sagen wir lieber Verbesserung mit. Denn in Sachen Mehrspieler gibt es erweiterte Möglichkeiten, die sowohl Online wie auch Offline greifen. Aber dazu später im entsprechenden Abschnitt mehr. Ansonsten bietet man euch wieder ein komplett deutsches Spiel in Sachen Texten und ihr dürft den Spielstand auf 2 Speicherplätzen verewigen. Allerdings nicht gleichzeitig, sondern man kann hier 2 voneinander unabhängig nutzbare Spielstände anlegen. So können dann direkt mal 2 Spieler ihr eigenes Spiel starten. In Sachen Story ändert sich eigentlich nur wenig, auch wenn der Titel schon Programm ist. Denn der Großbasar spielt hier im Spiel natürlich schon eine zentrale Rolle. Hier verschlägt es euch in das idyllische Dorf Brisendorf. Dieses leidet darunter, dass der örtliche Markt oder eben Basar wenig Besucher hat und eher ein kümmerliches Dasein fristet. Das will der Bürgermeister ändern und einen Großbasar daraus machen. Hier kommt ihr ins Spiel. Ihr als Spieler bekommt einen Bauernhof gestellt und werdet vom Bürgermeister nun darum gebeten, mit euren Erzeugnissen dem Basar auf die Beine zu helfen. Natürlich nicht allein, aber als einer von vielen. Was ihr draus macht, liegt nun euren Farmer Fähigkeiten. Denn glücklicherweise kann man im Spiel dem Basar nicht nur mit Rüben und Tomaten helfen. ;-)

Im Westen nichts Neues könnte man meinen, wenn man sich den direkten Spielstart anschaut. Einfach und simpel dudelt euch eine der typisch ruhigen Harvest Moon Musiken entgegen. Einen Trailer oder Vorspann gibt es nicht und einzig ein kleiner Kameraflug aus der typischen Perspektive der Spiele, gibt euch einen kleinen Ausblick. Man landet hier also sofort auf dem Hauptmenu, das mit der Zeit 4 Punkte offeriert. Neben dem Spielstart und der Fortsetzen Option, gibt es hier den Punkt Datenübertragung, der alle Punkte des Mehrspieler Modus abdeckt. Hier kann man sowohl Lokal mit Freunden spielen, aber auch Online einiges tun. Zu guter Letzt gibt es nur noch das WFC Setup, um die Verbindung einzurichten. Wie schon bei Dragon Quest Monsters Joker 2 gibt es auch hier eine Besonderheit, die vielleicht nicht jedem Spieler bekannt ist und damit auch nicht jedem gefallen wird. Aber dazu im Mehrspieler ein paar Zeilen. Optionen oder ähnliches sucht man hier vergebens, so dass wir uns ohne großartiges Vorgeplänkel direkt ins Abenteuer stürzen können.

Technik und Gameplay....

Beginnt ihr ein neues Spiel, so werdet ihr hier gleich vom Bürgermeister begrüßt. Dieser gibt euch in einem kleinen Vorspann einen Einblick in die Geschichte von Brisendorf. Nach seinem Anliegen um den Basar des Dorfes, lässt er euch das erste Mal allein und ihr dürft euch einen kleinen Überblick über die Örtlichkeiten verschaffen. Denn wie immer steht die Kontaktaufnahme im Spiel auf der Tagesordnung. Dabei fällt schnell auf, dass im Spiel relativ wenige Locations vorhanden sind. Hier gab es in der Vergangenheit umfangreichere Harvest Moon Spiele. Überhaupt muss man sich im Großbasar bei vielen Dingen ein wenig umstellen. Besonders der Vielspieler, der wirklich jeden Teil mal gezockt hat, wird das bemerken. Wobei aber nicht alles im negativen Sinne verstanden werden darf. Zwar gibt es auch Dinge, die mir weniger gefallen haben, aber eben auch einige positive und teils neu umgesetzte Regularien. Allein das Verkaufen ist ja fast schon eine kleine Revolution im Spiel. ;-)) Aber dazu gleich mehr. Die im Spiel enthaltenen 6 Bereiche der Spielwelt kann man klar definieren. 1 Feld gehört ganz euch, sprich hier findet man den eigenen Hof, samt der möglichen Felder, Weiden und einer der 3 neuartig umgesetzten Windmühlen. 1 weiteres Feld deckt nur den Basar selber ab, während ein Pferdereit Parcour ebenfalls gleich einen weiteren Bereich abdeckt. Da man diesen aber frühestens im zweiten Jahr nutzen darf, ein Ort den man schnell aus seinem Fokus streicht. Bleiben gerade mal 3 Bereiche, die man für alles andere nutzt. Einen Marktplatz samt dem Laden und zwei weitere, die wenige weitere Gebäude bieten und eher als Verbindungsstücke zu den 3 großen Bereichen dienen. Man findet hier verschiedene Orte zum Angeln, was aber nur an festen Plätzen funktionieren sollte. Wild in der Gegend herumfischen kann man hier nicht.

Das Ziel im Spiel ist es nun übergeordnet den Basar in mehreren Schritten zu entwickeln. Alles beginnt dem Dorfbasar, den man zum Großbasar "aufleveln" soll. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, was das Thema Spielzeit auch hier wieder ins rechte Licht rückt. Ich habe bei 30 Stunden aufgehört und bin noch nicht ganz beim Großbasar. Man könnte noch reichlich weitere Stunden damit verbringen, denke aber für den Test mit meinen 2 Jahren alles Wichtige gesehen und gespielt zu haben. Sorgen über die Spielzeit muss man sich hier einmal mehr nicht machen. Aber man darf auch nicht verschweigen, dass der Großbasar wieder einer der Teile ist, bei dem die ersten 3-4 Stunden auch mal ein wenig Überwindung kosten weiterzuspielen und durchaus zäh sein können. Erst im Sommer des ersten Jahres stellt sich so langsam das motivierende typische Harvest Moon Feeling ein, dass der Titel zweifelsohne bietet. Es steckt schon ein Menge drin, nur bemerkt das der Spieler erst mit der Zeit oder kann es eben rein spielerisch erst nach einiger, teils vielleicht zu langer Zeit ausnutzen. Aber kümmern wir uns erst mal um elementare Harvest Moon Dinge. Gespielt wird das Ganze aus der typischen Perspektive in der Iso Sicht, wo auch die Screen Aufteilung auf dem DS wieder klar geregelt ist. Während auf dem Top Screen die spielerische Action tobt, deckt der Touch Screen die Karten ab, oder zeigt euch z.B. die Statistiken, die man hier aber nur über ein Regal im heimischen Haus nutzen kann. Jederzeit aufrufen kann man dies nicht. Auch sonst kann man mit den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten mal mehr oder weniger etwas anfangen. Geblieben ist im Spiel natürlich die Jahreszeiten Einteilung. 31 Tage bietet jede Jahreszeit. Ebenfalls vorhanden ist das Tag/Nacht System, das hier wieder bei bestimmten Dingen seine Auswirkungen haben sollte. Beispiel Angeln, oder das Fangen bestimmter Käfer, die man im Spiel implementiert hat. Auch das leidige Speichern nur im eigenen Bett ist auch hier wieder vorhanden. Jederzeit irgendwo im Spiel geht das nicht.

Gelungen ist die Zeiteinteilung. Etwas über 1 reale Sekunde dauert eine Spielminute im Spiel, so dass man für die alltäglichen Dinge genug Zeit zur Verfügung hat. Wobei man hier beachten muss, dass diese in allen Örtlichkeiten weiter läuft. Wohl eines der gelungensten Features im Spiel ist die Energieleiste des Helden. Erstens weil es nur 1 davon gibt, welche den körperlichen Zustand des Charakters wiederspiegelt. Und Zweitens weil es eine ganze Weile dauert, ehe man hier wirklich mal umfällt. ;-) Erst im zweiten Jahr, wenn man wirklich die komplette Ausbaustufe an Feldern auf dem eigenen Hof hat, kommt man öfters mal an die Grenzen. Wobei dann aber auch die möglichen Entwicklungen der Werkzeuge greifen, auch wenn man dies recht umständlich umgesetzt hat. Lustig das man die Energieleiste durch neue Dinge auch mal kurz wieder auffrischen kann. Zum einen kann man im eigenen Haus Baden oder auch aufs Klo gehen kann. Beides sorgt für eine teilweise Regeneration. Selbst das Auffüllen der Gießkanne gibt euch ein wenig Energie wieder. ;-) Das ist dann doch mal eher ungewöhnlich. Größte Neuerung und eben fast schon eine Revolution ist das Liefer- und Bezahlsystem. Normalerweise befüllte man ja immer die Versandbox und pünktlich 17:00 hatte man seine Kohle. Hier muss man immer bis zum Basar warten, der bis auf wenige Ausnahmen 1x in der Woche am Samstag oder Sonntag öffnet. Natürlich kann man im Laden auf dem Markt auch seine Erzeugnisse jederzeit verkaufen, büßt dabei aber Geld ein, da der Schlingel dort nicht so viel bezahlen will. Man besinnt sich also schon mit der Zeit nur auf den Basar. Das bedeutet 2 Dinge die sich daraus ergeben. Man sammelt Erzeugnisse die Woche über. Positiv dabei dass der eigene Rucksack von Anfang an recht groß ist und euch 36 Ablageplätze bietet, die jeweils von einem Produkt 99 Stück speichern können. Reicht für die meisten Momente im Spiel aus, auch wenn man hier ebenfalls die Grenzen kennenlernen wird ab dem zweiten Jahr.

Da dies nicht immer reicht gibt es ein ebenfalls gleichgroßes Lager im eigenen Haus, das man aber erst nach und nach für teures Geld ausbauen muss. So ist die Herangehensweise hier meist so, dass man die Woche über versucht seine Produkte herzustellen, oder zu sammeln, um dann am Basar Tag von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr zu versuchen seine Sachen loszuschlagen. Dazu habt ihr neben vielen anderen Ständen natürlich auch einen eigenen Stand, bei dem Ihr eure Produkte anbieten könnt. Ganz simpel und stimmig gemacht. Hat man z.B. 99 Rüben im Rucksack, legt man diese komplett auf den Tresen des Standes. Viele wuselnde Kunden kommen nun während der Zeit an euren Stand, stellen sich vor das jeweils ausliegende Produkt und zeigen euch per eingeblendeter Zahl, was sie haben wollen. Ihr stellt euch dahinter und klickt die Anzahl einfach durch. Das Geld wandert sofort auf das Konto, wobei es auf dem Markt eben 2 Anzeigen gibt. Zum einen natürlich das eigene Geld, und dazu die Anzeige für diesen einen Tag auf dem Basar. Denn für jeden Basar Tag gibt es ein Verkaufsziel. Um aus dem Dorfbasar eine Provinzbasar zu machen, muss man z.B. 15.000 Münzen erwirtschaften. Dies schafft man zu Beginn natürlich erst mal nicht und man muss viele Anläufe hinter sich bringen. Erreicht man diese Vorgabe, wird man zunächst persönlich belohnt, und der Basar steigt im Rang. Folge ist dann das jeweils nächste Ziel, hier als Beispiel 40.000-50.000 Münzen an einem Basar Tag. Dazu beginnt dann auch das gesamte Spielsystem anzuziehen, da gleichlaufend mit einem Aufstieg des Basars neue Stände aufmachen, die anfangs schmerzlich vermisste Dinge verfügbar machen. Auch hier muss man sich ein wenig umgewöhnen. Gerade Werkzeuge und spätere Hilfsmittel sind lange nicht verfügbar, um sie dann oftmals geschenkt zu bekommen. Andere elementare Dinge wie der Topf oder die Bratpfanne gibt es erst nach dem ersten Basar Aufstieg zu kaufen. Und das sind wirklich nur 2 kleine Beispiele!

Es gibt Spielelemente die weder im Handbuch auftauchen, noch sonst wo irgendwie erwähnt werden. Plötzlich sind sie im Spiel vorhanden, ohne dass man dies erwartet. Natürlich etwas positives, da das Spiel mehr Überraschungen bereithält, als man anfänglich denkt. Gerade die ersten Stunden sind wie schon erwähnt auch deshalb sehr zäh spielbar und man denkt schnell, man hätte hier ein abgespecktes Harvest Moon Spiel vor sich. Allein das Thema Produkte ist ein perfektes Beispiel. Man kann zum einen vieles Sammeln und Verkaufen. Blumen, Holz, Steine, die hier nicht zum Bauen nötig sind, sondern eher zum Veredeln. Will man später z.B. sein Gehöft ausbauen ist kein Material notwendig. Einzig euer Geldbeutel entscheidet über den möglichen Ausbau. Der zweite große Teil sind die eigenen Erzeugnisse über die eigenen Felder oder das Angeln, während die höchsten Weihen und auch Preise durch Veredlung erzielt werden. Und hier braucht man die meiste Geduld. Zu Beginn hat man eh nur wenig Geld und kann sich die 1-2 Samenvarianten gerade mal so leisten. Man bekommt die Hacke und die Gießkanne geschenkt und versucht seine ersten Erzeugnisse zu erwirtschaften. Hier bleibt sich das System treu. Die Felder werden vorbereitet, man muss jeden Tag gießen und kann nach bestimmten Zeitabständen ernten. Diese sind übrigens perfekt im Timing. Man wartet nicht zu lange, hat aber auch nicht nach 2 Tage schon alles gesehen. Das gefiel mir gut. Ebenfalls sehr positiv ist das Felder Handling im Allgemeinen. Wobei man auch hier anfangs mehr als nur einen Seufzer lässt. Alles was man tut, egal ob Säen, Gießen oder Felder bestellen, alles geschieht nur immer auf einem Feld. Dafür kann man seine Felder endlich mal komplett nutzen, da man zwischen 2 aneinander liegenden Felder Reihen laufen kann.

Spielt seine ganze Stärke spätestens dann aus, wenn man die Gießkanne zumindest 2x gelevelt hat. Wobei das Spiel beim Thema Entwicklung 2 Wege geht. Es gibt Dinge wie eben die Werkzeuge, die man mit Materialien verbessern muss, während andere Dinge im Spiel ein Level System beinhalten, wo die häufige Nutzung für Verbesserung sorgt. Hier spielen die 3 verfügbaren Windmühlen im Spiel eine entscheidende Rolle. Denn nur über diese kann man Dinge veredeln. Eine davon steht auf dem eigenen Hof und veredelt alles, was ihr persönlich braucht. So kann man z.B. aus Holzscheiten und simplen Gras Dünger herstellen. Oder aus Milch wird Käse, oder man kann Joghurt herstellen. Die zweite Mühle geht einen Schritt weiter und lässt euch erweiterte Produkte herstellen wie z.B. Öle, Samen oder Mehle, während die Dritte Mühle "harte" Dinge erlaubt herzustellen. Hier als Beispiel diverse Münzen, Werkzeuge oder Schmuck. Insgesamt satte 255 Produkte, die man erst mal erspielen muss! Wenn man sich überlegt, dass hier noch kein Rezept und damit Gericht enthalten ist, sagt das viel über den Umfang unter der Haube aus. Denn die eigene Küche gibt es ja auch noch, in der man noch mal satte 239 Gerichte herstellen kann, die aus den Mühlenprodukten kombiniert und gemacht werden können. Das ist eine Lebensaufgabe und ist in meinen Augen zu viel des Guten. Vieles bekommt man nie zu Gesicht, da dazu einfach viele Teile zu bestimmten Jahreszeiten mal verfügbar sind und einfach die Lager Kapazitäten nicht ausreichen, um über mehrere Jahreszeiten hinweg Dinge zu lagern. Denn neben diesen Produkten stehen euch ja auch die Tiere wieder zur Verfügung. 20 Kühe und Schafe könnt ihr halten, 20 Hühner, 10 Haustiere und 1 Pferd. Wobei man auch dies kaum ausschöpft. Auch wenn die Produkte wie z.B. einfache Wolle der Schafe als veredeltes Produkt eine Menge Geld einbringt. Ab dem zweiten Jahr, wo man die finanziellen Möglichkeiten auch hat, erschlägt es einen fast und man beginnt vieles gar nicht. Denn dann ist auch die Zeit zu knapp.

Eher ungünstig ist das Feature der Werkzeug Entwicklung. Dazu braucht man neben Materialien wie Holz oder Steinen auch mal Edelsteine und Erz. Und die findet man über 2 Jahre nur im Winter und auch nicht übermäßig viel. Oder man kauft solche Dinge für teures Geld auf dem Basar. Das Höhlenfeature sollte man hier nicht in dem Maße erwarten, wie man das von früher her kennt. Selbst im zweiten Jahr gurke ich hier noch mit der einfachen Axt und dem Hammer herum. Wenigstens die Angel und die Gießkanne sind entwickelt. Im Fall der Gießkanne am lohnenswertesten, da man vom anfänglichen 1 Felder gießen, später 9 mit einem mal abdeckt. Und durch das Bewegungsfeature mitten im vollen Feld, macht das eine sehr gute Figur. Problem dass gerade diese Windmühle die letzte ist die freigeschaltet wird. Im Herbst des ersten Jahres dürft ihr diese erst nutzen! Bis dahin seid ihr einfach limitiert auf den eigenen Feldern. Geduld des Spielers wird hier also schon gefordert. Es sind dann immer markante Momente wie eben dass Mühlen Feature oder eben neue Stände auf dem Basar, die einen dann immer wieder das motivierende Feeling geben und man dann doch wieder weiterspielen will. Dennoch hält man so ein bisschen einen roten Faden ein, ohne wirklich die gesamte Masse an Produkten jemals zu Gesicht zu bekommen. Selbst die Bäume und damit diese Fruchtabteilung greifen erst im zweiten Jahr. Man vergisst dann schnell, dass auch im Großbasar die Möglichkeit existiert eine Familie zu gründen. Etwas das man wirklich erst zum Ende des zweiten Jahres angeht. Ging zumindest mir so. Erst mal steht die Entwicklung des Basars ganz oben auf dem Hausaufgabenzettel. Dem ordnet man alles unter und man versucht Geld auf alle erdenklichen Varianten zu erspielen, um den Rang des Basars zu pushen. Denn die Belohnungen und damit Möglichkeiten danach sind es wert und heben auch die Motivation des Spielers. Auch wenn viele zähe Momente dabei sind. Nicht der schlechteste Teil der Harvest Moon Serie, auch wenn man vieles doch hätte anders machen oder gewichten können.

Grafik & Sound....

Grafisch hat man versucht dem Spiel einen etwas erwachseneren Stil zu geben. Zumindest was die Umgebungen angeht ist das durchaus gelungen. Zwar habt ihr immer noch die kindlich wirkenden Helden im Spiel, aber die knallbunten Farben und Elemente der Spielwelten wie früher, habt ihr hier nicht mehr. Bewegt sich hier eher in die Richtung Rune Factory, ohne aber auf dessen gelungene Darstellung zu kommen. Verzichtet hat man auch auf die Streicheleinlagen und extrem knuffigen Spielereien, wenn man seine Kühe streichelt. Hier gab es ja früher schon ganz andere Varianten die auf dem Touch Screen Bildschirmfüllend jedem Nintendogs Konkurrenz hätten machen können. ;-) Zumindest spielerisch. Effekte sind daher auch eher selten anzutreffen und sind in allen Fällen eigentlich zweckmäßig gehalten. Insgesamt eine ordentliche Gestaltung, ohne aber nun Bäume auszureißen. Speziell hier bin ich ja mal auf den ersten 3DS Vertreter gespannt. Technisch ist soweit alles in Ordnung und alle Aktionen funktionieren auch so wie man das erwartet. Wirklich Überraschungen im positiven oder negativen erlebt man hier also nicht. Da helfen auch keine Snowboard und Skateboard Einlagen in einem Spiel wie diesem nicht. Wobei man drüber streiten kann, ob diese hier hin gehören oder eben nicht.

Das gleiche gilt auch für den Sound. Auch hier Begleiten euch das gesamte Spiel über seicht dahindudelnde Musiken, wie man sie eigentlich seit jeher gewohnt ist. Fügen sich harmonisch ein und nerven auch nicht. Effekte sind auch hier eher Mangelware und wenn, eher einfach umgesetzt. Beispiel Tiere, die mit ihrem Muh und Mäh das bieten, was man schon seit ewigen Zeiten zu hören bekommt.

Mehrspieler/Online....

Der Mehrspieler ist wieder ein Punkt, der durchaus auch Neues mitbringt. Dafür aber auch eine große Schwäche. Zumindest für 3DS Nutzer oder solche Gamer, die einen neueren WLAN Router nutzen. Denn im Spiel könnt ihr nur mit der WEP Verschlüsslung Online gehen. WPA & Co gehen hier leider nicht, so dass man dann diesen Teil dann nicht nutzen kann. Lokal wie auch Online hat man im Spiel die Möglichkeit Freunde einzuladen, oder fremde Welten zu besuchen. Das geht soweit, dass ihr Online registrierte Freunde zum Arbeiten auf die eigene Farm holen könnt und auf fremde Basare gehen könnt, die vielleicht Produkte bieten, die bei euch noch nicht verfügbar sind. An sich Features die man sich schon öfters gewünscht hat. Hat man die technischen Möglichkeiten und Freunde zur Verfügung, also durchaus eine lohnenswerte Geschichte.

Fazit....

Der Großbasar ist insgesamt so eine Sache und ein Spiel dass man auf jeden Fall eine ganze Weile gespielt haben muss, um wirklich zu sehen was drin steckt. Selbst 1 Jahr reicht nicht aus um alle Möglichkeiten des Spiels kennenzulernen. Problem an der Sache, dass gerade die ersten Stunden ein schmaler Grat sind. Durchaus langatmig und zäh muss man gewisse Momente im Spiel erreichen, um danach dann doch voll motiviert weiterzuspielen. Entdeckt man dann alle Möglichkeiten im Spiel, fühlt man sich aber auf der anderen Seite teilweise fast schon erschlagen von der Produktvielfalt. Den meisten wird es dann wohl so gehen wie mir, dass man bei weitem nicht alles nutzt und sich auf seine lohnenswertesten Möglichkeiten beschränkt. Dazu gibt es im Spielsystem einige gelungene Dinge wie das Felder Handling, aber auch negative Dinge wie das späte freischalten der letzten Windmühle und das Thema Werkzeuge an sich. Das Spiel bietet schon einige Überraschungen, vor allem für den eingefleischten Harvest Moon Fan. Unbestritten wird der tüftelnde Spieler hier lange motiviert und die Spielzeit kann dann schon extrem hoch sein. Auf der anderen Seite tricky für Spieler, die doch eher schnelle Erfolge sehen wollen. Für die wird vieles im Spiel einfach zu lange dauern. Ein bisschen schade wenn man sich so die Entwicklung aller DS Spiele der Vergangenheit anschaut. Jeder Teil bot gelungene Dinge. All dies mal in einem Spiel zu vereinen, wäre der Traum jedes Harvest Moon Cracks. Man darf hier wirklich gespannt sein, wie der erste 3DS Teil spielerisch aussehen wird. Denn ich denke auf dem normalen DS wird der Großbasar wohl der letzte Teil gewesen sein.

 

+ Erneut hohe Spielzeit
+ Einfache und gute Steuerung
+ Sofort großer Rucksack
+ Bessere Energieleiste
+ Sehr viele Objekte enthalten
+ MP und Online Möglichkeiten
+ Felder Handling verbessert
+ Komplett deutsch
- Zähe erste 3-4 Stunden
- Werkzeug Entwicklung umständl.
- Wenig Locations
- Liefersystem ungewohnt
- Online nur mit WEP
- Kein Baustoff Feat. wie sonst

GRAFIK: 73%

SOUND/EFFEKTE: 74%

MULTIPLAYER: 72%

GESAMTWERTUNG: 74%

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