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NDS High School Musical 2
 
 
High School Musical 2 - NDS
Kilian Pfeiffer (07.05.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Disney Interactive
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-2 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Die Wildcats sind zurück und wollen in ihrem zweiten Nintendo DS-Abenteuer all diejenigen betören, die noch immer „High School Musical"-immun sind. Das dürften nicht viele sein, denn wenigstens in Amerika ist der Titel ziemlich gut über die Ladentheke gewandert – auch hierzulange können die „Disney Interactive Studios" wohl nicht meckern, denn anderenfalls wäre ein zweiter Teil nicht denkbar gewesen. Wenngleich auch eine Wii-Version nicht mehr auf den Release-Listen zu finden ist. War der erste „High School Musical"-Handheld-Teil noch ein reinrassiges Musikspiel im Stile eines „Elite Beat Agents", sieht man dem Nachfolger eine deutliche Weiterentwicklung an. Immer noch steht Musik ganz weit oben im gefahrenen Kurs, hinzu kommen einige weitere Aufgaben, die sich im Großen und Ganzen auf Minispiele beschränken. Dass man sich aber ins Zeug gelegt hat, ist erkennbar.

Menus und die Story....

Der „Lava Springs Country Club" ist ein luxuriöser Ferienclub mit allerlei Komfort. Vom Golfplatz über einen zweistöckigen Speiseraum, hin zu einem einladenden Pool und Angestellten, die dem Gast den Wunsch im wahrsten Sinne des Wortes von den Augen ablesen. Hier kann es dem gestressten Gast also durchaus gut gehen. Allerdings sind die Wildcats, die für ihre musikalischen Einlagen bekannt sind, nicht nur zum reinen Vergnügen im Club, nein, sie proben für die ultimative Show. Es gilt Songs einzustudieren, nicht nur den Text, sondern auch die dazu passenden Schrittfolgen. Allerdings herrscht innerhalb der Reihen ein düsteres Klima: Sharpay Evans versucht mit allen Mitteln die Beziehung von Troy und Gabriella zu zerstören – was letztendlich zum Scheitern des gesamten Aufenthalts führen könnte.

Neben dem „Abenteuer"-Modus, der Euch eine Woche durch die Anlage des „Lava Springs Country Club" begleitet, erwartet Euch das „Arcade"-Menü, welches den Zugriff auf alle bereits freigespielten Minispiele ermöglicht. Hinzu kommt eine „Jukebox", die samt Titelauswahl (zehn Stück an der Zahl) überzeugt – sofern Ihr Euch für derartige Pop-Songs interessiert. Weiterhin werden außerdem Mehrspieler-Freunde zum Duell gefordert: Im Einzelkarten- und Multi-Karten-Spiel geht es hier ans Eingemachte, wobei der Langzeitspaß nur im Singleplayer zum Tragen kommt.

Technik und Gameplay....

Anders als im ersten Teil müsst Ihr dieses Mal nicht nur einzelne Songs meistern, indem Ihr rechtzeitig auf einen aufploppenden Button tippt, sondern ähnlich eines Third-Person-Abenteuers aus der Schräg-von-oben-Perspektive durch den weitläufigen Club steuern. Auf dem Touchscreen erwartet Euch eine Levelkarte, die Euch die Location aufschlüsselt und auf Wunsch einzelne Bereiche benennt. Habt Ihr eine Aufgabe zu erledigen und wisst nicht in welchen Teil des Clubs Ihr müsst, reicht ein Blick auf die Karte: Dank einer farblichen Hervorhebung ist dies jederzeit ersichtlich. Neben dem zweistöckigen Innenbereich wartet eine riesige Außenanlage auf Ihre Erkundung. Zu Beginn ist allerdings nicht jedes Club-Abteil betretbar; diese bieten Euch erst im Laufe der Woche Zugang. Vom „Schwarzen Brett" im Eingangsbereich aus wählt Ihr einzelne Aufgaben eines Tages an. Teilweise über zehn an der Zahl gilt es pro Tag zu erledigen, wobei manche sich darauf beschränken beispielsweise Golfbälle zu sammeln, die innerhalb der Anlage verloren gegangen sind. Wie ein Spürhund steuert Ihr durch den Club, immer auf der Suche nach den lilafarbenen Bällchen. Jede Aufgabe wird deutlich erklärt, drei Schwierigkeitsgrade stehen zu Beginn des Spieles zur Verfügung, wobei der höchste dieser vor allem während der Musik-Parts ganz schön fordert.

Manövrieren könnt Ihr Eure Spielfigur über das Steuerkreuz, oftmals erkundet Ihr die Anlage oder müsst eine „Krisensituation" meistern – innerhalb eines Bereichs ist dann Not am Manne und Ihr sollt herausfinden, um was es sich hierbei dreht. Unterhaltsam gelöst ist die Sache mit der Jukebox: Alle Songs können dort nach Belieben abgespielt werden – auch dann, wenn der Handheld geschlossen ist. Apropos Songs: Da Ihr im Laufe des Spieles diverse Lieder einüben werdet, gilt es Notenblätter einzusammeln, die im Besitz der anwesenden Personen im Club sind. Bei den nun folgenden Tanzproben gilt es im rechten Moment mit dem Touchpen auf erscheinende Symbole zu tippen, aber erst dann, wenn der äußere Kreis eine grüne Farbe eingenommen hat. Erst zum Abschluss eines Tages wird dann das gesamte Lied vorgeführt. Je besser Ihr abschneidet, desto höher ist auch der von Euch erreichte Rang.

Weitere Aufgaben im Club sind das Sammeln von 30 CDs pro Tag, die wild in der Gegend verstreut herumliegen. Allerdings bietet „High School Musical 2 – Work this out!" Anreiz genug, bei jedem Spiel bestmöglich abzuschneiden. Verliehene Trophäen winken nämlich – beispielsweise für gewisse Ränge, aber auch dann, wenn Ihr das gesamte Spiel beendet habt oder sobald Ihr alle CDs eines Tages Euer Eigen nennt. Immer wieder gilt es in Tagesaufgaben diverse Minispiele zu absolvieren, unter anderen ein Sonnenschirm-Chaos zu vermeiden, was nur dadurch funktioniert, wenn Ihr die von oben dargestellte Liegefläche am Pool genau sondiert und jeden geschlossenen Schirm antippt, sobald sich der darunter befindliche Gast in der brütenden Hitze braten lässt. Um dies zu vermeiden, sorgt Ihr für geöffnete Schirme – je besser Euch das gelingt, desto höher der Punkte-Highscore. Ähnlich schaut die Sache beim Golfball-Einsammeln aus. Die umherspringenden Bälle befördert Ihr ohne Umwege zurück in die Golfball-Maschine, denn immerhin ist unweit des Clubs ein elitärer Golfplatz gelegen. Ziemlich identisch ist der Basketball-Wurf in die Reuse. Nummer vier im Minispiel-Reigen stellt das Zubereiten von Sandwiches dar. So gilt es hier verschiedenste Zutaten auf das Brötchen zu ziehen und im richtigen Augenblick auf eines der Kochutensilien zu tippen, um die Bestellung abholen zu lassen.

Grafik & Sound....

Die Präsentation der Feriendomizil-Musikschau geht solange in Ordnung, bis ein Minispiel gestartet wird. Die Darstellung von schräg oben innerhalb und außerhalb des Clubs ist okay, allerdings sind erneut die Tanzdarstellungen alles andere als hübsch in Szene gesetzt worden. Teils hässlich wirken die Charaktere während ihrer Tanz-Performance – unrund ist die Darbietung, allerdings besser gelungen als beim direkten Vorgängerspiel.

Zwar fanden wir die Songs des ersten Teils ein wenig eingängiger, aber auch die Auswahl der aktuellen „High School Musical"-Umsetzung kann gefallen. Voraussetzung ist erneut die Liebe zu dieser Art von Musik. Poplastig und mit viel Gesang versehen, geht es hier an Euer Trommelfell. Sprachausgabe während der kurzen aber knackigen Unterhaltungen gibt es hingegen nicht.

Multiplayer....

Maximal drei Minispiele der zuvor angesprochenen („Schirm-Chaos", „Sandwich-Meister", „Basketballgewühl") dürft Ihr gegen einen Konkurrenten zocken, wobei zwei Spielkarten vonnöten sind. Ist dies nicht der Fall, dürft Ihr lediglich an einem Spielchen, dem poolnahen Öffnen der Sonnenschirme, teilnehmen. Und sind wir uns doch einmal ehrlich: kurzfristig kann man zu zweit ein wenig Spaß finden. Auf lange Sicht bietet der Titel aber einfach viel zu wenig Inhaltliches für Multiplayer-Fans.

Fazit....

„High School Musical 2 – Work this out!" für Nintendo DS unterliegt im Vergleich zum Vorgänger einer deutlich eingeschlagenen Verbesserungslinie. Bereits der Umfang zeugt davon! Nicht mehr bloße Tanz-/Musikeinlagen gilt es zu bestreiten, sondern diverse Aufträge und Krisensituationen innerhalb der Club-Anlage müssen gelöst werden. Vier zusätzliche Minispiele, die im Laufe der Zeit in abgeänderter Form erneut auftauchen, machen Lust auf mehr. Insbesondere Fans der Serie werden deutlich zufriedener gestimmt als beim ersten Serienteil. Lediglich in Sachen Sound gibt es kleinere – unbedeutende – Einbußen zu vermelden. Wegen der relativ gleichbleibenden Spielthematik gelingt es dem Titel aber nicht einen Hit zu landen. Dafür ist das Spielprinzip einfach zu oberflächlich. Für die Zielgruppe aber ein geeignetes spielerisches Unterfangen!

 

+ Original-Soundtrack
+ drei Schwierigkeitsgrade
+ erweiterter Umfang
+ abwechslungsr. als Vorgänger
- technisches Mittelmaß
- oberflächliches Spielprinzip

GRAFIK: 60%

SOUND/EFFEKTE: 77%

MULTIPLAYER/: 61%

GESAMTWERTUNG: 69%

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