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NDS Hotel Gigant DS
 
 
Hotel Gigant DS - NDS
Jens Morgenschweiss (20.07.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Koch Media
GENRE: Wirtschaft
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Mit Wirtschaftssimulationen ist es immer so eine Sache. Entweder sie sind zu oberflächlich gestaltet, oder aber so detailverliebt, dass man als normaler Mensch daran verzweifeln kann. Ein gesundes Mittelmaß zu finden ist gerade in dieser Sparte ziemlich schwierig. Und trotzdem werden wir versuchen, eine Menge Geld zu verdienen und die „Läden" am laufen zu halten.

Menus und die Story....

Die Geschichte zum Spiel ist schnell erzählt. Ihr seid ein talentiertes Manager Talent, welches von einem Mr. Gigant unter die Fittiche genommen wird. Mr. Gigant ist ein Hotelmagnat, der billig Hotels kauft, die nicht laufen und dann zu „Gelddruckmaschinen" umfunktioniert. Und ihr werdet seine rechte Hand. Natürlich bekommt ihr nicht gleich ein 5 Sterne Laden in die Hände, sondern müsst erst einmal mit einer besseren Bruchbude klar kommen. Wenn ihr seine Vorgaben erfüllt, werden die Hotels immer besser und auch die Klientel hebt ein wenig an.

Das Menu hält allerlei Modi für den Spieler bereit, so da man neben dem Karrieremodus auch ein freies Spiel bestreiten kann, natürlich sein gespeichertes Game fortsetzen kann und einzelne Missionen aus der Karriere lassen sich auch noch einmal spielen. Die beiden restlichen Punkte sind die Mitwirkenden am Spiel und der Punkt Dekoration. Dabei kann der Spieler für sich selbst Boden- und Wandbeläge kreieren und in seinem Spiel verwenden. Im oberen Screen sieht man seine Veränderungen auf die Flächen projiziert, währen man auf dem Touchscreen Farben und Formen ändern kann. Das Farbspektrum bietet euch die ganze Breite der Palette, woraus man Kombinationen formen kann, die sogar Augen bluten lassen. ;-) Versucht es lieber mit gedeckten Kombinationen, dass die Zimmer nicht wie ein Panoptikum aussehen.

Im freien Spiel kann man sich noch einmal an den Hotels versuchen, die man im Karrieremodus schon einmal gespielt hat. Man legt fest, über wie viel Startkapital man verfügen will und welche die Siegbedingungen sein sollen. Hierbei erstreckt sich das Angebot von Budgeterhöhung über die belegten Zimmer hin zur Anzahl der Gäste im Hotel u.s.w.

Technik und Gameplay....

Auch wenn der Karrieremodus nur 15 Missionen beinhaltet, stellt er doch den ersten Anlaufpunkt dar, da man nur hier die möglichen Hotels freispielen kann, die dann in den anderen Spielmodi verfügbar sind. Wie oben schon erwähnt, beginnt man auf der Karriereleiter ganz unten. Man muss ein heruntergekommenes Touristenhotel auf Vordermann bringen und die Belegungszahlen nach oben treiben. So steigert sich der Schwierigkeitsgrad ganz allmählich, bis man uns mit den richtigen Bettenburgen betraut. Doch nicht nur die Belegungszahlen sind wichtig, die Gäste sollen auch zufrieden gestellt werden und erweitern müssen wir die Gebäude auch noch. Zu Beginn einer jeden Kampagne erhalten wir von Mr. Gigant eine kleine Übersicht, über das erhoffte Ergebnis und mit welchen Kunden wir zu rechnen haben. Dabei wird ausdrücklich noch einmal darauf hingewiesen, dass man mit diversen Kunden keinen Ärger bekommen sollte, damit die PR nicht darunter leidet. Es kann sich jeder ausmalen, dass bei einer schlechten Publicity die Gäste ausbleiben und man seine gesteckten Ziele nie erreicht.

Die Navigation im Hotel ist ganz einfach gestaltet. Auf den Touchscreen hat man den Grundrissplan des Hotels gelegt, der alle Räume in der Draufsicht zeigt und wenn man einen Raum markiert, erschein im oberen Bildschirm der Raum im Detail. Unter dem Grundrissplan erscheint dann auch die Bezeichnung des Zimmers, zum Beispiel, Zimmer für 1 Person, Bibliothek, Geschäft oder die Hochzeitssuite. Links daneben symbolisiert der Liftboy den Aufzug, der uns in jede Etage bringt. Rechts in der Ecke sehen wir eine Gästefigur, die weitere vier Punkte verbirgt. Mit dem Augensymbol gelangen wir wieder in die Grundplanansicht, die zwei Personen stellen unsere Gästeliste dar, das Goldstück beinhaltet die Budgetübersicht und die Krone die Spielziele. Das runde Symbol oben rechts auf dem Touchscreen ist das Bau- bzw. Umgestaltungsmenu. Hier gehen wir hin, wenn Räume gebaut oder in ihrer Einrichtung verändert werden sollen. Das Umgestalten der öffentlichen Räume, wie die Rezeption, die Bibliothek oder der Nachtbar, kann man am Topscreen mitverfolgen, was sich ändert. Die Änderungen erfolgen natürlich über den Touchscreen. Am Beispiel der Rezeption will ich es euch einmal näher erläutern. Die verfügbaren Accessoires werden in der obersten Reihe angezeigt, während darunter die Bezeichnung steht und wie viele man davon kaufen kann. Die Ausstattung dieser Gegenstände symbolisieren die Sterne neben dem Kaufpreis. Je mehr Sterne, desto luxuriöser dieser Gegenstand und natürlich umso teurer. Mit Hilfe die Buchstabengruppe arrangiert man den Raum komplett um.

Am Topscreen kann man sich den Umbau nach jeder Auswahl ansehen und entscheiden ob man diese Teile kaufen oder so anordnen möchte. Hat man seine Ausstattung gefunden und ist auch mit dem Preis einverstanden, kann man seine Wahl mit dem kleinen grünen Haken bestätigen oder mit dem roten Kreuz rückgängig machen. Mit den Zimmern verfährt man praktisch genauso. Man kann die komplette Ausstattung erweitern oder erneuern. Je nachdem, wie viel Kohle man hat oder wie es den Bedürfnissen der Gäste entspricht. In der Touristenabsteige benötigt man keine Luxuszimmer oder eine vier Sterne Rezeption. Was die Leute wollen und was sie gut finden, kann man an der Gästeliste verfolgen. Dort sind alle eingecheckten Gäste mit Namen aufgeführt und dahinter wird der Zufriedenheitsstatus durch einen Smilie wider gegeben. Grün ist natürlich das, was wir sehen wollen, gelb ist noch ok, aber rot ist ganz schlecht. Hier sollte man nachsehen, was denjenigen fehlt. Auf dem Topscreen bekommen wir alle Informationen, die wir benötigen. In den vier Kästchen stehen jeweils zwei Dinge, die der Gast benötigt und welche beiden Sachen noch fehlen. Nun liegt es an uns, die Zufriedenheit des Kunden in die Wege zu leiten. Touri´s brauchen keine Bibliothek sondern eine Bar oder einen Laden, wo man Sachen kaufen kann. Geschäftsleute benötigen einen Konferenzraum oder Arbeitszimmer. So muss man immer ein offenes Auge haben, welche Personengruppen in unseren Laden abgestiegen sind.

So rüsten wir jeden Tag unser Hotel ein wenig mehr auf und ändern die Preise der Zimmer oder des Restaurants. Stellen Putz- und Reparaturteams ein und statten unser Haus mit Sicherheitsleuten aus. Wenn sich ein Problem im Hotel ergibt, eilen diese fleißigen Helfer von allein los und beheben den Schaden. Wer dafür kein Geld ausgeben will, kann das natürlich selbst erledigen. In Problemzonen erscheinen kleine Blitzsymbole, die wir per Touchscreen erreichen. Berühren wir den Blitz, wird und eine Bewegung angezeigt, die wir mit dem Pen ausführen sollen, damit das Problem sich löst. Doch wenn man ein großes Hotel hat, in dem viele Leute abgestiegen sind, kommt man zu nichts anderem mehr, als durch das Haus zu wuseln und zu putzen. Doch bleibt es zu lange dreckig, maulen die Gäste auch wieder. Also stellt man fachkundiges Personal ein, die zwar Geld kosten, aber unser Leben ein gutes Stück ruhiger machen. Natürlich muss es auch einen Bösewicht geben, der unseren guten Ruf ruinieren möchte. Er schickt seine Saboteure in unser Haus, die mit kleinen oder größeren Streichen und den Nerv ziehen wollen. Doch dank dem Sicherheitspersonal und den Putzteufeln, kommt man eigentlich immer gut raus.

Grafik & Sound....

Optisch muss man hier natürlich gewaltige Abstriche machen. Durch die Perspektive von oben sieht man praktisch nur gelbe, grüne oder rote Punkte durch die Flure und Zimmer wandeln. Wenn man sich ein besetztes Zimmer näher betrachtet, erkennt man zwar die Figur, die sich darin befindet, aber von einem „Aha Effekt" sind wir meilenweit entfernt. Die Zimmerausstattung kommt da dem Begriff Detailtreue schon näher. Man kann die einzelnen Accessoires erkennen und auseinander halten. Kurzum, das Aussehen ist dem Spielprinzip sehr angepasst.

Akustisch gibt es eigentlich noch weniger zu loben. Mein erster Gedanke beim Anschalten und spielen, war – „Fahrstuhlmusik". Sehr ruhig und unaufgeregt plätschert die Melodie aus den Boxen. Der einzige Aufreger ist dieses ständige „Ping" der Rezeptionsglocke. Das macht einen mit der Zeit mächtig mürbe. Wer seinen Lautstärkeregler komplett auf Null fährt, macht nix falsch.

Fazit....

Hotel Gigant DS bietet sich als Wirtschaftssimulation an und kann diese Vorgabe ordentlich erfüllen. Natürlich sind 15 Karrieremissionen nicht wirklich viel, aber man kann sich ja im freien Spiel und im Missionsmodus noch einmal Nachschlag holen. Insgesamt hätte es ruhig noch ein wenig fetter ausfallen können. Inhaltlich ist das dargebotene völlig ok. Wenn man zuviel Kleinkram mit hineinpackt, droht die Unübersichtlichkeit. Die Dinge, die man ändern kann, sind wichtig und völlig ausreichend. Optisch muss man Abstriche machen, aber wer sich eine Wirtschaftssimulation zulegt, erwartet auch kein technisches HighEnd Game. Für die Ohren gibt es noch weniger Stimulanz. Völlig emotionslose Musik gepaart mit Getuschel und Geklapper im Restaurant, reichen nicht, um mich euphorisch werden zu lassen. Und selbst wenn, das ständige „Ping" an der Rezeption, hätte mich auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht.

 

+ kurzweiliges Spielvergnügen
+ reichliches Arsenal an Räumen
+ leicht verständlich
+ praktische Steuerung
- inhaltlich zu kurz
- indiskutabler Sound
- Deko Mode nur Beiwerk

GRAFIK: 45%

SOUND/EFFEKTE: 30%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 65%

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