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NDS Heracles: Battle with the Gods
 
 
Heracles: Battle with the Gods - NDS
Kilian Pfeiffer (26.12.2007)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER:THQ
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-4
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Mythologische Göttersagen üben einen gewissen Reiz auf ihre Rezipienten aus. Das liegt mit Sicherheit an ihren allmächtigen Fähigkeiten und ihrem überlegenen, übermenschlichen Auftreten. Auch Herakles (im Deutschen wird er mit einem "k" geschrieben) ist einer von jener Truppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, griechische Vergangenheit selbst heute noch in aktuellen Stoff zu verwandeln. Auch auf dem Nintendo DS findet der "Kampf der Götter" statt, entwickelt wurde das Ganze von "Neko Entertainment" und zu einem recht günstigen Preis in die Händlerregale gelegt. Für unter 20 Euro gehört "Heracles - Battle with the Gods" Euch! Ob sich der Kauf lohnt, zeigt Euch der Test.

Menus und die Story....

Wegen des sensationellen Erfolges von Nintendos Handheld ist es kein Wunder, dass immer wieder Titel auf den Markt kommen, die bislang in keiner Release-Liste zu finden waren. Vorliegende Umsetzung ist ein solcher. Das Jump'n Run-ähnliche Gameplay und die leichte Zugänglichkeit richten sich daher auch an unerfahrene Spieler, die sich mit der Materie seit noch nicht so langer Zeit beschäftigen. Ihr dürft Euch also nicht zu viel erwarten - spielerischer Tiefgang und anspruchsvolle Abwechslung findet Ihr bei "Heracles - Battle with the Gods" eher nicht. Wohingegen der schnelle Spaß für zwischendurch durchaus befriedigt wird, wenngleich Euch der Inhalt auch nur für wenige Stunden beschäftigt.

Herakles ist sauer: zwar nicht auf sich selbst ob seiner göttlichen Herkunft, vielmehr wegen der Tatsache, dass Pegasus entführt wurde - sein bester Kumpel und steter Weggefährte, der ihn auf zahlreichen Wanderschaften pflichtbewusst begleitet hatte. Poseidon, der fiese Zeitgenosse, zeichnet sich für dessen Entführung verantwortlich und soll dafür selbstverständlich bezahlen. Herakles ist sich gewiss, dass sein Rivale sicherlich nicht mit derartigem Widerstand gerechnet hat, denn unser Protagonist hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Götter herauszufordern und Pegasus aus deren Klauen zurückzuholen. Diese Aufgabe gestaltet sich nicht einfach, ist jedoch dank dreier Schwierigkeitsgrade durchaus annehmbar.

Technik und Gameplay....

Fünf Welten werdet Ihr mit Herakles während des rund zwei- bis dreistündigen Ausflugs bereisen, jede davon ist in insgesamt sechs Unterlevels aufgeteilt, wobei darunter vier gewöhnliche Spiellevels sind, weiterhin eine Bonusmission sowie ein Bossgegner. Dieser ist in jeder Hinsicht eine klägliche Erscheinung einer griechischen Götterfigur, taktische Vorgehensweisen sind Fehlanzeige, das Erledigen des Endgegners ein Kinderspiel. Grundsätzlich kann man dies bei allen Gegnern sagen, denn jeder einzelne von ihnen ist mit einem gezielten Diskusswurf reif für die Unterwelt.

Die Levels im Spiel sind - anders als bei vergleichbaren Titeln - nicht von links nach rechts angeordnet, sondern von unten nach oben, sprich, Herakles kämpf sich über unzählige Plattformen gen Himmel, um das Stage-Ziel zu erreichen. Die unterschiedlichen Umgebungen orientieren sich an klar voneinander abzugrenzenden Arealen und sind meist bloß in farblicher Hinsicht unterscheidbar. Ob Schneewelt oder Waldlevel - in ersterem regiert die Farbe weiß, in letzterem ein sattes grün. Herumschwirrende Libellen, hässlich mutierte Kröten und umherschwebende, aggressive Frauenwesen sind nur ein Auszug aus dem Gegnerrepertoire. Wie gesagt, jeder Feind wird durch einen Treffer ausgelöscht, Bossgegner benötigen hingegen sechs an der Zahl. Die Plattform-Action ist relativ überschaubar und reicht von gewöhnlichen Ebenen bis zu vereisten Untergründen. Ebenso existieren sich bewegende Platten, die als eine Art Aufzug dienen. Da jedoch das Springen mit Herakles meist etwas schwammig verläuft, stürzt Ihr oft ab, was aber nicht zwingend einen Lebensverlust bedeutet. Sammelbare Schilde dienen als Energie-Meter, bei komplettem Schildverlust muss ein Leben daran glauben.

Herakles' Fähigkeiten sind göttlicher Natur, daher auch sein magischer Bogen, der aus dem Nichts erscheint und als eine Art Treppe gebraucht werden darf - speziell dann, wenn gewöhnliche Sprünge nicht mehr zum Ziel führen. Maximal zwei Bögen dürfen übereinander errichtet werden, beim Dritten stürzt die Konstruktion in sich zusammen. Andererseits ist es aber unmöglich diese auf eisigem Untergrund zu erbauen. Ebenso eignen sie sich als Angriffswerkzeug: sollte sich ein Widersacher unter Euch befinden, kann Herakles einen Bogen über ihm errichten und diesen durch einen kräftigen Hopser auf das feindliche Getier fallen lassen. Bonus-Items bescheren Euch vorübergehend Doppelbögen, beziehungsweise beschleunigen deren Errichtung, sowie die Wurfgeschwindigkeit der Diskusse. Dass Herakles bei Aufnahme eines Blitzes wie ein Derwisch durch den Level sausen kann, ist nicht weiter erwähnenswert, die Flügel gewähren ihm die Eigenschaft des Fliegens, um Bonuspunkte einsammeln und anderenfalls unerreichbare Plattformen anfliegen zu können. Übrigens integrierten die Entwickler beim mittleren und schwierigen Härtegrad eine interne Uhr, die bedingungslos nach unten tickt, was wiederum bedeutet, das besagte Welten eines Zeitlimits unterliegen, dass nicht überschritten werden darf.

Jede Stage ist beinahe immer ähnlich der des Levels zuvor, wobei im späteren Spielverlauf längere Etappen zu meistern sind, um oben anzukommen. Checkpoints vereinfachen die Sache ein wenig, dem Titel wird generell wenig Anspruch zuteil. Nichtsdestotrotz hatte die Entwicklerschmiede "Neko Entertainment" den Einfall, auch Nintendo DS-eigene Spielelemente in das Abenteuer zu verweben: neben der (Un)möglichkeit den Titel auch mit dem Touchpen zu steuern (was aber in keiner Weise komfortabel ist!), ist auch das Mikrofon zum Einsatz gekommen. Ab und an blockieren flauschige Wattewölkchen diverse Plattformen im Spiel, ebenso züngeln magische Flammen an spielentscheidenden Stellen. Ein Puster reicht aus und besagte Störfaktoren sind beseitigt. Toll, oder ;-) ? Für mehr hat es allerdings dann auch nicht gereicht. Überhaupt haben wir damit den gesamten inhaltlichen Aspekt von "Heracles - Battle with the Gods" abgehandelt, mehr gibt es im Spiel nicht zu entdecken. Im Hinterkopf sollte man allerdings den recht günstigen Preis haben, wobei ähnliche Spielchen auch bereits im Internet für lau gezockt werden können. Nichtsdestotrotz kann man der Umsetzung einen gewissen Spaßfaktor nicht verwehren, auch wenn einige Kritikpunkte im Raum stehen bleiben.

Grafik & Sound....

Grafisch erweist sich unser Götterheld als wenig ansprechend, da zum einen die gesamte Levelkonstruktion immergleich gestaltet wurde, zum anderen dürftige Charakteranimationen kaum Grund zur Freude bereiten. Etwas ansprechender hätte man sich einen Götterauftritt schon vorgestellt, auch wenn die Umgebungen und Hintergründe verschiedene Farbgebungen tragen. Man merkt dem Titel seine flotte Programmierweise einfach an, daran kann man selbst als Fan des Spieles nicht rütteln.

Unterschiedliche Levelsounds ergeben ein recht stimmiges musikalisches Gesamtbild, wobei auch dieses keine Berge versetzt, aber dennoch für besagte "Edelgrafik" stimmig wirkt. Zwar versprechen die Melodien nur selten mythologischen Hintergrund, sind aber nicht schlecht zu reden.

Fazit....

"Heracles - Battle with the Gods" ist kein Spiel für lange Abende, sondern prädestiniert für kurze U-Bahnfahrten. Der eine oder andere Level "geht" immer, der Anspruch ist bewusst niedrig gehalten, - anderenfalls könnte der Titel auch nicht als "Casual Game" durchgehen - das Konzept schnell zu begreifen. Bereits nach kurzem hat man alle spielerischen Inhalte gesehen, was aber nicht bedeutet, dass der Titel in Spielspaß-Hinsicht nachlassen würde. Mikrofoneinsatz und einige (wenige) Bonus-Items sind eine nette Dreingabe, die optionale Touchscreen-Steuerung dagegen eine sinnfreie Zugabe, die es nun wirklich nicht gebraucht hätte. Ähnlich wie Herakles selbst, ist die Umsetzung ebenfalls in der Vergangenheit angesiedelt - grafisch gibt es keine Erfolgsmeldungen zu berichten. Zum günstigen Preis kommt man hier aber zu einem durchaus spaßigen "Casual Game", ganz ohne herausragende Aspekte.

 

+ Günstiger Anschaffungspreis
+ unterscheidbare Welten/30 Levels
+ Mikrofoneinsatz (Pusten)
+ Angelegenheit für zwischendurch
- teils ungenaue Steuerung
- überflüssiger Touchpen-Einsatz
- strohdumme Feinde/Bossgegner
- immergleiche Levelarchitektur
- technisch ähnlich weit in der
Vergangenheit angesiedelt

GRAFIK: 43%

SOUND/EFFEKTE: 61%

MULTIPLAYER/: --

GESAMTWERTUNG: 58%

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