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NDS Happy Bakery
 
 
Happy Bakery - NDS
Kilian Pfeiffer (30.06.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Eidos
GENRE: Kochspiel
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: k.E.
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Virtuell waren wir bereits Pizzabäcker, wir haben Restaurants geleitet und ganze Großküchen geschmissen. Was wir aber noch nicht gemacht haben, war die Leitung einer Bäckereifiliale. „Gamebridge", der Entwickler, übergibt Euch die ehrenvolle Aufgabe und schickt Euch in ein Abenteuer, das grafisch recht dürftig daherkommt. Auch wenn wohl eher eine jüngere Zielgruppe angesprochen werden soll, ist es nicht notwendig, derart schmalbrüstig aufzutreten. Warum nicht ein wenig Extravagantes zeigen, grafisch geschickt die Bäcker-Zunft präsentieren, vielleicht gar eine beeindruckende Optik offenbaren? Nichts dergleichen – alles was man in „Happy Bakery" macht, ist backen. Leider auf viel zu monotone Art und Weise.

Menus und die Story....

Tief im Wald, da liegt sie, die Bäckerei. Ein fesches Mädchen trifft man dort an. Rue ist ihr Name und ihre Leidenschaft ist die des Backens. Allerdings schafft Rue es nicht, alle ihre Kunden ausreichend mit ihren Waren zu versorgen. Wer käme da nicht gelegener als der Spieler? Rue würde sich freuen, schafft sie es doch sonst nur noch mit viel Müh‘ und Not dem Backen nachzukommen. Kein Wunder, bei mehr als 40 Brot- und Kuchensorten.

Leider fehlt „Happy Bakery" ein Multiplayer-Modus und überhaupt – das Spiel ist nur sehr kurzfristig unterhaltsam, was nicht zuletzt an dem sehr beschränkten Spielumfang liegen dürfte. Denn das Backen gleicht sich immer wieder, oftmals unterscheiden sich einzelne Brotsorten nur durch Nuancen, etwa das Bestreuen mit Mohn.

Technik und Gameplay....

Das Tutorial begegnet Euch gleich zu Beginn und gibt Einblicke in das Gameplay des Titels. Nicht sonderlich ausufernd kommt dieses daher, viele Backschritte wiederholen sich und überhaupt sind die Möglichkeiten des Spielers eher eingeschränkter Natur, denn vielfältig. Als Spieler erkundet Ihr das Brotland, auf der Suche nach den sogenannten Brotfeen, die Euch im Laufe der Zeit begegnen werden und Euch die Kunst des Brotbackens näherbringen sollen. Da wäre Doudou, die teigige Fee, Naan-Brot, Marmeladen-Brötchen oder aber das Teegebäck, allesamt Spielfiguren, die eines am besten können – ihre eigene Form nachzubacken.

Während Ihr das Brotland durchstreift (sechs Bildschirme mit außergewöhnlichen architektonischen Meisterwerken), klopft Ihr an jede Tür, ob Tag, ob Nacht, und wartet darauf, dass Ihr einen neuen Charakter antrefft. Gelingt Euch dies, lernt Ihr mal wieder ein neues Brot- oder Kuchenrezept kennen, eines, das Ihr an Rue weitergeben dürft. Jedes frisch gebackene Werk wird im Brotladen ausgestellt und kann dort durch die Kundschaft begutachtet werden. Um im Spiel voranzukommen, müsst Ihr jedes Rezept wenigstens einmal korrekt nachbacken, was in Minispielmanier vonstatten geht.

Um ein Brot oder einen Kuchen zuzubereiten, muss zunächst ein Teig hergestellt werden. Also vermengt Ihr Wasser, Mehl und Hefe, rührt mit dem Touchpen was das Zeug hält und knetet den Teig aus. Je nach gewählter Sorte, plättet Ihr diesen, um im Folgenden ein Baguette zu formen oder aber Ihr schneidet den Teig – entlang der Linie – in Formstücke, die etwa Semmeln ergeben sollen. Ihr faltet die Masse, um hübsch geformte Brotsorten zu erhalten, um Bagels zu produzieren, um leckere Schokotorten zu backen oder aber streicht das Objekt der Begierde mit fettiger Butter ein, um ein saftiges Frühstückscroissant auf den Morgentisch zu legen. All jene Dinge wiederholen sich schon beim zweiten Backvorgang und dann im Folgenden immer und immer wieder. Leider ist das etwas einschläfernd, da spieltechnische Neuerungen eher selten sind und demnach der Titel schnell an Reiz verliert. Auch der beschränkte Umfang ist nicht gerade ein Pluspunkt, der den Titel aufwerten könnte.

Grafik & Sound....

„Happy Bakery" soll zwar auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten sein, jedoch könnte dieses offensichtliche Vorgehen der Knackpunkt sein, weshalb die Software mitunter nicht funktionieren will. Warum muss es so augenscheinlich „kindisch" wirken? So, dass die Genauigkeit beim Backen darunter zu leiden hat… Warum sind die Spielmodi so dürftig? Etwa wegen der angesprochenen Zielgruppe, die nicht mehr erwartet? Wenn jede Brotfee wie ein doofer Farbklecks wirkt, ist man einfach einen Schritt zu weit gegangen.

Auch in Sachen Sound können wir nicht viel mehr Positives vermelden. Sprachausgabe gibt es keine, die das Spiel untermalende Musik passt zum Setting, setzt aber keine Standards und fortschrittliche Töne sind nicht gerade die Stärke des vorliegenden Titels. Wehklagen muss man aber dennoch nicht.

Fazit....

Happy sind die Charaktere des Titels allemal. Schließlich helft Ihr Rue beim Backen aus, greift ihr unter die Arme und hofft auf einen großen Erfolg ihres Ladens. Wenn das Gameplay allerdings wegen der Darstellung und des sehr übersichtlichen Umfangs zu leiden hat, wird es tragisch. Warum hat man nach gefühlten 20 Minuten alles gesehen, warum gibt es nur 40 Rezepte, die in kürzester Zeit erledigt sind? Und überhaupt: Warum sollte man hierfür den Vollpreis zahlen? Der Ansatz stimmt, andere Spiele – wie etwa „Cake Mania" - haben dies schließlich auch schon geschafft. Recht gut sogar. „Happy Bakery" gelingt der Ansatz allerdings nicht sehr reibungsfrei. Nicht einmal ein Mehrspieler-Modus wurde implementiert. Vielleicht hätte dieser den Titel aufgewertet.

 

+ 40 Brot- und Kuchenrezepte
+ einsteigerfreundliches Gameplay
- sehr monoton
- „Baby-Grafik"
- kurzer Umfang
- fehlender Mehrspieler-Modus
- Vollpreis-Titel

GRAFIK: 35%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 41%

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