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NDS Hannah Montana 2 - Music Jam
 
 
Hannah Montana 2 - Music Jam - NDS
Kilian Pfeiffer (^20.07.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Disney Interactive
GENRE: Musikspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Ja
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Blond, hübsch und noch ziemlich jung – das ist Hannah Montana, eine äußerst beliebte Disney-Kreation, die im TV für Furore sorgt und einige Millionen – meist junge – Fans unter sich vereinen kann. Vor einiger Zeit beehrte uns das Girlie bereits auf dem Nintendo DS, nun folgt ihr zweiter Streich, der als Rundumschlag angesetzt ist und die Spieler in die musikalische Ecke befördert. In „Hannah Montana – Music Jam" darf nämlich Musik gemacht werden, wenngleich dies nach einem minimalistischen Grundprinzip zustande kommt. Aber immerhin! In Minispieleinlagen werden Hannahs Freunde vielleicht ihre Erfüllung finden.

Menus und die Story....

Der „Music-Jam-Online-Video"-Wettbewerb steht wieder einmal vor der Tür und Hannah Montana freut sich bereits darauf, ihr Können dort zum Besten zu geben. Allerdings wartet dieses Mal harte Konkurrenz in Form von Savannah Starr auf das Starlet, das im wirklichen Leben als Miley bekannt ist und eigentlich gar kein Interesse daran hat überall aufzufallen. Hinzu kommt, dass eine neue Schülerin Miley nach und nach die Freundinnen wegschnappt. Jedoch bleibt kaum Zeit sich auch noch um diesen Schauplatz zu kümmern, denn Hannah muss üben was das Zeug hält. Alle Instrumente für den anstehenden Wettbewerb müssen perfektioniert werden, was gar keine einfache Aufgabe darstellt. Gemeinsam ist man meistens erfolgreicher und demnach werdet Ihr in dem „Disney"-Game auf klassische Art und Weise mit kinderfreundlicher Kost verwöhnt werden.

Das Hauptmenü von „Hannah Montana – Music Jam", das demnächst auch für die Wii erhältlich sein wird, setzt sich aus vier Menüpunkten zusammen, wobei sich das „Abenteuer" als für die Spieler bedeutendster Punkt herauskristallisieren dürfte. Die „Extras" versammeln unter sich ein Sammelsurium aller bereits freigeschalteten Minispiele sowie Songs und Videos, die es im Laufe des Spieles zu erstellen gilt. Weniger bedeutend sind die „Einstellungen", allerdings trefft Ihr unter „Freies Spiel" auf ein simples Bearbeitungsprogramm, bei dem Ihr an Songs und Videos Hand anlegen dürft.

Technik und Gameplay....

Im Stile eines Adventures, bei welchem es kaum Aufgaben zu erledigen gilt, steuert Ihr Miley respektive Hannah mit dem Steuerkreuz durch die statischen Hintergrundlandschaften. Viel zu tun gibt es in Hannahs Umgebung leider nicht, eine Aufgabenliste informiert Euch jederzeit über noch ausstehende Aufträge: So sollt Ihr dem Einkaufszentrum mal einen Besuch abstatten, zu Hause ein wenig Instrumente üben oder in der Schule vorbeischauen. Sieben Schauplätze mit weiteren Umgebungen erwarten Euch. Miteinander verbunden sind diese durch glitzernde Bodenplatten, die Ihr betreten müsst, um einen Raum weiter zu kommen. Wegen der meist sehr ähnlich gehaltenen Aufträge könnte man dem Titel ein wenig Monotonie ankreiden, auch wenn es noch zusätzliche spielerische Möglichkeiten zu verbuchen gibt. Was es zu beachten gilt, ist die persönliche Thermometer-Anzeige, die Euch darüber aufklärt, wie Ihr als Miley bei ihren Freunden (oder als Hannah bei ihren Fans) ankommt. Je mehr Aufgaben Ihr erledigt, desto mehr Punkte verbucht Ihr auf Eurem Konto und desto schneller wird es Euch gelingen die Konkurrenz – was Freunde aber auch den Wettbewerb betrifft – einzuholen.

Immer und überall wo Hannah anstatt Miley erwartet wird (beispielsweise bei einem Auftritt!) finden sich Umkleidekabinen, die Ihr betreten könnt. Als Hannah ist es Euch nicht immer möglich, sich komplett frei zu bewegen, da überall Paparazzi auf den besten Schnappschuss warten – möglichst in delikater Montur oder in peinlicher Situation. Mit diversen Outfits, die nach und nach zugänglich werden, schmückt Ihr die zwei Protagonistinnen in ein- und derselben Person. Speziell für die Videoaufnahmen aber auch zur allgemeinen Erheiterung dienen unzählige Kleidungsstücke, die in Farbe und Form variiert werden dürfen. Weil das gewöhnliche Umherlaufen mit der Zeit ein wenig eintönig wird, solltet Ihr Euch nach und nach auf die Musikinstrumente versteifen, die allerlei Möglichkeiten bieten, ein wenig Abwechslung in das Geschehen zu bringen. Auch wenn „Hannah Montana – Music Jam" ohne Gitarrenaufsatz wie bei „Guitar Hero – On Tour" daherkommt, ist das Spiel mit der Klampfe unerlässlich und macht auch durchaus auch Spaß. Ob Rhythmus-, Bass- oder Sologitarre: Im rechtzeitigen Moment solltet Ihr den Touchpen über den Touchscreen sausen lassen und im selben Augenblick die angezeigte Tastaturrichtung drücken. Schon spielt Ihr den korrekten Ton und sammelt fleißig Erfolgspunkte. Allerdings trifft dies nur bei der Rhythmusgitarre zu, bei der Bassgitarre wollen einzelne Saiten gezupft oder eben angetippt werden, bei der Sologitarre kommt erschwerend hinzu, dass sich gespielte Noten auch „biegen" lassen und dadurch einen besonderen Effekt verpasst kriegen. Neben den Saiteninstrumenten wartet auch ein waschechtes Schlagzeug auf seinen Einsatz: Mit Hilfe des Steuerkreuzes, aber auch mit Hilfe des Stylus gelingt es Euch, aufeinander zukommende Teile eines Kreises im richtigen Moment anzutippen, sobald dieser sich bildet.

Das in einzelne Kapitel aufgeteilte Abenteuer lässt es zunächst lediglich zu bestimmte Örtlichkeiten der Stadt auszukundschaften, erst im späteren Spielverlauf wird auch der Rest des Spieles zugänglich. Zum Abschluss eines Kapitels erwartet Euch das Erstellen eines Videoclips, um Eurer ärgsten Konkurrentin Paroli im Kampf um den musikalischen Wettbewerb liefern zu können. Bis zu zwölf Szenen legt Ihr vor und dürft jede einzelne mit bereits fertiggestellten, aber auch eigens komponierten Songs „veredeln". Diverse Kulissen, wie ein urlaubsreifer Meereshintergrund, tragen dazu bei, dass das perfekte Video entsteht – auch, um Stimmungen einzufangen und sich dem Tonfall der Musik anzupassen. Mit speziellem, in zahlreichen Mustern erhältlichem Scheinwerferlicht und ergebnisliefernden Nebelmaschinen wertet Ihr die Clips auf. Auch Pose und Outfit von Hannah sind essentiell, um letzten Endes eine glanzvolle Show auf’s Parkett zu legen und gegen Savannah Starr zu punkten.

Zur allgemeinen Abwechslung tragen einige Minispiele bei, die zwar alles andere als Dauerbrenner sind, allerdings mehr Kurzweil bieten, als wären sie nicht im Titel integriert worden. Hannahs Posen vergleicht Ihr dann mit verschiedenen Farbsilhouetten, entwerft mit dem Stylus Plakate, backt Pizzen um die Wette, lauft ein wenig auf dem glasklaren Eis oder nehmt an einem Rennen mit ferngesteuerten Fahrzeugen teil. Witzig umgesetzt ist der Gesangsunterricht: Über das Mikrofon steuert Ihr den Schläger mit hoher oder tiefer Stimme, je nachdem ob er nach links oder nach rechts wandern soll. Nur so fangt Ihr die herabfallenden Noten auf, allerdings ist schon etwas Übung vonnöten.

Grafik & Sound....

Hannah Montana ist für pubertierende Knaben genau die passende Augenkost. Auch jungen Mädels wird die klamottentechnisch weitläufige Pseudo-Designschule gefallen. Die Landschaften sind zwar statischer Natur, aber farbenfroh kreiert worden, die Animationen der Protagonistin gehen voll in Ordnung, auch das Instrumentenspiel kann überzeugen, wenngleich man sich keine exklusiven Grafikspielereien erwarten darf. Gute Handwerksfertigkeiten allemal, zu mehr reicht es aber auch nicht.

Was uns auf Dauer leider zu nerven begann, war der fröhliche, aber leider zu häufig auf derselben beschwingten Welle mitschwimmende Sound. Sprachausgabe hat der Titel nicht vorzuweisen, dafür aber eine ganz in Ordnung gehende Umsetzung der Gitarren und des Schlagzeuges.

Multiplayer....

Kein Ziel vor Augen im Multiplayer, aber dennoch kann man guter Dinge sein. Auch wenn eine „Jam Session" mit bis zu vier Teilnehmern nicht gerade umwerfend ist. Ein Spielziel gibt es, wie gesagt, nicht, vielmehr unterstützt Ihr Euch gegenseitig im Gitarren- und Schlagzeugspiel, auch „Live-Auftritte" sind mit von der Partie. Letztere lassen sich gar aufnehmen und auf der Spielkarte abspeichern. Für ein kurzes Spielchen zwischendurch vollkommen in Ordnung, wird der Mehrspieler-Modus aber bisweilen nach dem dritten Versuch langweilig!

Fazit....

„Hannah Montana – Music Jam" gefällt uns besser als der direkte Vorgänger, der ebenfalls auf dem Nintendo DS erschienen war, in unseren Breiten aber nicht für Furore sorgen konnte. Wegen der einfach gehaltenen Umsetzung können selbst Einsteiger – vornehmlich weiblicher Provenienz – mitmachen, sei es beim Üben der Instrumente oder aber während der netten Minispielumsetzungen. Aufgesetzt wirkt das Mehrspieler-Jammen, wenngleich man auch im Einzelspieler-Teil, der sich nach und nach wiederholt, etwas mehr Abwechslung fordern hätte können. Für die Zielgruppe aber dennoch eine grundsolide Leistung!

 

+ "Hannah Montana"-Lizenz
+ Abwechslung gegenüber Teil 1
+ Mikro und TS Nutzung
- kein Tiefgang
- teils zuviel Wiederholungen

GRAFIK: 69%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: 55%

GESAMTWERTUNG: 66%

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