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NDS How the Grinch stole Christmas
 
 
How the Grinch stole Christmas - NDS
Kilian Pfeiffer (16.02.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Zoo Digital
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-3
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Weihnachten ist schon wieder eine ganze Zeit lang vorbei, der weihnachtliche Schmuck hat aus den Innenstädten zwischenzeitlich "Lebewohl!" gesagt und sich in die Pappkartons verabschiedet, um nächstes Jahr auf's Neue eine festliche Stimmung in die Welt zu tragen. In Sachen Handheld-Kost schwingt allerdings auch heute noch ein wenig feierliche Stimmung mit, auch wenn diese nur aus dem kleinen Städtchen Whoville herrührt. Der Grinch dürfte dem einen oder anderen unter Euch bekannt sein: ein widerwärtiger, starrköpfiger Zeitgenosse, der nichts mehr hasst, als das Weihnachtsfest. Als titelgebender Spielheld schwingt Ihr Euch in dessen Rolle und versucht den Tag der Tage den Whos madig zu machen. Als 2D-Umsetzung kommt der Titel daher, was er taugt, lest Ihr bei uns im Test.

Menus und die Story....

Lizenzspiele haben bekanntlich nicht den besten Ruf unter langjährigen Zockern. Oftmals als sehr oberflächlich verpönt, ist es häufig der geringe Wiederspielwert samt eines dürftigen Umfangs, der sauer aufstößt. "Dr. Seuss - How the Grinch stole Christmas!" ist ein solches Lizenzspiel, hinzukommt, dass der zugrunde liegende Film bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Damals spielte Jim Carrey die Rolle des Grinch und mimte seinen Charakter in perfekter Weise als dargestellter Unsympath. Bei vorliegendem Titel kommt diese Rolle bedauerlicherweise kaum zum Tragen, jedoch agiert Ihr als geschenkestehlender Miesepeter, um das Weihnachtsfest als eines der armseligsten überhaupt in die Geschichte eingehen zu lassen.

Es weihnachtet und die Leute in Whoville freuen sich bereits seit Monaten auf die verschneite, familiäre Zeit, auf Geschenke und ein saftiges Abendmahl. Doch der Grinch heckt bereits seit langem einen hinterhältigen Plan aus, um besagten Tag regelrecht zu stehlen und die Stimmung - passend zu den Außentemperaturen - auf den Nullpunkt zu bringen. Da Ihr die Rolle des grünen Jähzorns übernehmt, bleibt Euch nichts anderes übrig, als für schlechte Stimmung innerhalb der Who-Gemeinschaft zu sorgen. Passend dazu das Zitat: "Aber oben auf dem Berg Crumpit lebte ein Grinch, grün und bös, der hasste Weihnachten und es machte ihn nervös! […] Dem Grinch wurde es endlich zuviel, er beschloss das Fest zu stehlen, mit Stock und Stiel!"

Technik und Gameplay....

So kommt es, dass Ihr dem Grünling helfend zur Hand geht und seinen Plan in die Tat umzusetzen versucht. Drei Schwierigkeitsgrade stehen Euch hierbei zur Verfügung, wobei sich diese nicht im Gegneraufkommen oder abgeänderten Levels unterscheiden, sondern einfach nur in der Anzahl der einzusammelnden Geschenkpakete. Im ersten der drei Härtegrade ("Etwas unangenehm") gilt es sechs Pakete einzusammeln, um durch den Levelausgang gehen zu können, bei "Total gemein" wollen gar zehn Pakete im Sack des Grinchs ein Zuhause finden. Weitere Unterschiede konnten wir während unseres Tests nicht feststellen, lediglich soviel, dass der dritte Schwierigkeitsgrad erst freigeschaltet wird, sobald Ihr den zweiten beendet habt. Als Herausforderung würden wir keine der Stufen ansehen, denn zum einen unterschieden sie sich so gut wie nicht, zum anderen seid Ihr in gut 45 Minuten beim Abspann angelangt. Sechs Levels sind eindeutig zu wenig! Was man sich bei den Entwicklern hierbei gedacht hat, ist unmissverständlich wohl nicht viel, anderenfalls hätte man den Titel durchaus mit einigen sinnvollen Ideen bereichern und damit aufwerten können.

Der Grinch als zu steuernder Charakter hat bedauerlicherweise keine großartigen Fertigkeiten vorzuweisen, um den Spieler beeindrucken zu können. Logisch, er kann sich gehenderweise fortbewegen, weiterhin gelingt es ihm seinen mitgeführten Geschenksack gelenkig über die Schulter zu werfen und somit den Schein von Weihnachten geschickt im baumwollenen Behältnis sprichwörtlich einzusacken. Jedes Haus, in welchem sich der Grinch bewegt gleicht den anderen von der Gestaltung her. Allerdings ist der Aufbau ein anderer. Nicht nur Treppen befinden sich je nach Villa an anderer Stelle, auch die Kaminschächte, die vom Grinch als Aufzüge "missbraucht" werden. Auf jeder der Ebenen patrouillieren die Bewohner des Hauses, beispielsweise die kleine Cindy Lou Who, die nachtwandlerische Schlafwandel-Oma oder der so genannte Wach-Who, der mit späherischen Äuglein nach dem Weihnachtsmann Ausschau hält und über die Gänge huscht. Selbstverständlich müsst Ihr den Bewohnern ausweichen, was bedeutet, dass Ihr geschickt Treppen nutzt oder Euch in Kaminschächten und sonstigen Ecken versteckt. Um das gesamte Haus vom weihnachtlichen Schmuck zu befreien, solltet Ihr das komplette Anwesen erkunden, jede Ebene auskundschaften, jeden Winkel von Girlanden, Weihnachtsbäumen und ausgepackten Geschenken "säubern". Jede Dekoration entspricht dabei einem bestimmten Prozentsatz - somit seid Ihr bestrebt, möglichst alle Kleinigkeiten, die auch nur im Entferntesten an Weihnachten erinnern, mitgehen zu lassen. Grinchs Aufgabe, den Whos das Fest zu stehlen gelingt nur, wenn Ihr insbesondere die grünen Geschenkpakete abgreift - je nachdem für welchen Schwierigkeitsgrad Ihr Euch entschieden habt, eine andere Anzahl. Es gilt also, sich an den Whos vorbei zu schleichen, die Inneneinrichtung zu neutralisieren und schlussendlich durch den Kamin wieder in's Freie zurückzukehren.

Solltet Ihr allerdings von einem der Whos erblickt respektive berührt werden, startet ein kurzes Minispiel, in welchem Ihr - Glück vorausgesetzt - die Flucht ergreifen könnt. Einmal müsst Ihr sich nähernden Jungs und Mädels den Laufpass geben, indem Ihr sie mit dem Stylus antippt und verscheucht, ein anderes Mal mit dem Touchpen den schlafwandelnden Omas ausweichen. Als drittes im Bunde gilt es herabfallende Fußabdrücke zu erwischen, um sich aus dem Staub zu machen. In spielerischer Hinsicht gibt es leider nichts Weiteres zu berichten, denn wie sollte man einen Titel, den man in weniger als einer Spielstunde beendet hat, auch ausführlicher beschreiben können? Der Umfang ist schlichtweg unverschämt - beachtet man den Vollpreis, sollte man verstehen, wovon wir schreiben. Grundsätzlich wäre das Potenzial ansatzweise vorhanden, allerdings ist es einfach zu wenig, wenn man mit einem Sack "bewaffnet" durch immergleiche Gebäude streift, um dort ein wenig Dekokrams einzusammeln.

Grafik & Sound....

Leider ist die optische Darstellung nicht sehr ausgereift und beinahe in jedem Level identisch. Der Grinch ist grün, der Himmel blau, das Anwesen pink, die Wände orange. Das war es dann auch schon. Weder grafische Effekte noch abwechslungsreiche Hintergründe, nichts dergleichen. Da nach kurzer Zeit sowieso schon wieder Schluss ist, fällt die bedauerliche Gesamtoptik, von der wir uns etwas mehr versprochen hatten, nicht so in's Gewicht, kann aber auch nicht für positive Überraschungen sorgen.

Vor allem im Hauptmenü ist der Sound weihnachtlich gestimmt und erinnert ein wenig an den dem Spiel zugrunde liegenden Hollywood-Streifen. Innerhalb der Levels wendet sich das Blatt aber und die Musik bleibt in jeder Stage die gleiche. Zwar passt sie zu der schleichlastigen Weihnachtsstehlerei recht gut, hätte aber ein wenig Abwechslung vertragen können.

Fazit....

"Dr. Seuss - How the Grinch stole Christmas!" ist bedauerlicherweise eine Lizenz-Versoftung der misslungeneren Art. Allein die schlappe Spielzeit mit den kaum voneinander zu unterscheidenden Schwierigkeitsgraden zeugt von einer schnellen Programmierweise. Armselig sind die wenigen Möglichkeiten, die mit dem Grinch durchführbar sind - sei es das Herumlaufen sowie das Einsacken der Weihnachtsüberbleibsel. Mehr gibt es nicht zu vermelden. Ob man sich nun Fan des grünen Widerlings schimpft oder strikter Anti-Freund, ist im Grunde gleichgültig. Weder der einen, noch der anderen Zielgruppe gelingt es sich vom Spiel überzeugen zu lassen.

 

+ Nichts
- 1 Stunde bis zum Abspann
- fertigkeitsloser Grinch
- immergleiche Anwesen
- Schwierigkeitsgrade

GRAFIK: 49%

SOUND/EFFEKTE: 58%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 31%

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