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NDS Gardening Mama
 
 
Gardening Mama - NDS
Kilian Pfeiffer (19.10.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: 505Games
GENRE: Minispiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-2
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Nach dem Verkaufsschlager „Cooking Mama" folgt „Gardening Mama"? Ist darin eine logische Folge zu erkennen? Leider können wir das nicht beantworten, wissen aber, dass ein indirekter Nachfolger zum Erfolgshit „Cooking Mama" logische Konsequenz war. Erneut hilft Euch Eure Mama in brenzligen Situationen, dieses Mal spielt sich aber alles im hauseigenen Garten ab, nicht mehr in der Küche.

Menus und die Story....

Diesen Kritikpunkt haben wir schon bei „Cooking Mama" angeführt und er trifft auch bei der Garten-Variante wieder zu: Eine Story fehlt, ein roter Faden, der den Spieler durch den Titel führen würde. Leider ist das ein deutliches Manko, denn so setzt sich das Spiel aus einer ganzen Reihe von Minispielen zusammen, die zusammenhanglos – innerhalb eines Gartens – aneinandergereiht wurden. Damals musste man sich in der Küche zu helfen wissen, umrühren, abwiegen, mit Wasser füllen, Zwiebeln schneiden, Fleisch klopfen, schälen etc. Nun befindet Ihr Euch im Garten, nehmt die Utensilien in die Hand und buddelt was das Zeug hält.

Technik und Gameplay....

Zunächst besitzt Ihr einen Blumengarten, später im Spiel folgen unter anderem Obst-, Rosen- und Gemüsegarten. An all jenen Plätzchen gibt es eine Vielzahl von Dingen zu tun – so viele, um die Konkurrenz in die Röhre schauen zu lassen. Denn abwechslungsreich sind die spielerischen Einlagen allemal, auch wenn sie sich ähneln. Leider bleibt das Gameplay – auch wegen fehlender Story – oberflächlich, aber spaßig für all jene, die sich gerne im Garten tummeln und denen Gärtneraufgaben nicht fremd sind. Wenn doch, dürft Ihr jederzeit üben oder direkt eingreifen. Immerhin gilt es den Erntespeicher mit leckeren Dingen aus der Natur zu füllen. Je besser Euch das Züchten gelingt, desto größer werden etwa Eure Obst-Erzeugnisse und desto bessere Medaillen-Ergebnisse folgen. Je nachdem welche Blumenart Ihr züchtet - ob Sonnenblume, Rose oder Stiefmütterchen - müsst Ihr andere Vorgehensweisen einschlagen. In unterschiedlich viele Schritte ist ein Zuchtgang aufgeteilt, ab und an müsst Ihr einzelne Gewächse auch einfach nur nachgießen, um sie vor dem Verwelken zu bewahren.

Häufig sind die ersten Schritte im Garten logischer Natur, etwa das Umgraben der Erde, das Graben von Löchern, das Ziehen von Kuhlen, das Abzählen der Samen. Ihr schaufelt, grammgenau, Erde, füllt damit Blumentöpfe, bohrt kleine Vertiefungen mit dem Finger, gießt den Boden, werft im rechten Moment Samen auf vorgegebene Stellen oder lockert Wurzeln per Touchscreen-Berührung auf. Ihr messt exakt Düngemittel ab, zeichnet den Düngevorgang im Bildschirm ein und schaufelt gegrabene Löcher wieder zu. Die spielerischen Einlagen sind wirklich witzig und sehr eingängig umgesetzt worden. Hinzu kommt, dass es zu jedem Minispiel eine Erklärung gibt, die Ihr Euch verinnerlichen könnt.

Aber nicht nur das Gärtnern ist in „Gardening Mama" Aufgabe, sondern auch das eigene Outfit, das Ihr mit freigeschalteten Kleidungsgegenständen verändern dürft. Deko-Gegenstände verteilt Ihr großzügig im Garten, schafft so Idylle pur – vor allem junge Mädels werden ihre Freude mit der Software haben. Mit Freunden tauscht Ihr gefundene Gegenstände über die drahtlose Verbindungsmöglichkeit des Nintendo DS aus oder begebt Euch in ein waschechtes Multiplayer-Spiel.

Grafik & Sound....

Grafisch erinnert „Gardening Mama" an eine Packung Bonbons. Es überwiegt der japanisch angehauchte, quietschbunte Grafikstil. Realismus ist etwas anderes, keine Frage. Insbesondere Eure virtuelle Mutter, die die spielerischen Anweisungen gibt, ist kaum von einer blutjungen Fantasy-Protagonistin zu unterscheiden. Die Gärten könnten quietschbunter nicht sein. Es ist eine wahre Freude, in solch einem lebendig wirkenden Garten „arbeiten" zu dürfen. Kindlich ist die Optik aber in jeder Hinsicht zweckmäßig

Der Sound des Titels gefällt hinsichtlich seiner Klaviermelodie recht gut, aber auch hier hätte man für weitere akustische Hörerlebnisse sorgen müssen. Zwar wird das Gärtnern von passender, etwas hektisch wirkender Musik untermalt, dennoch wird man als Spieler im Großen und Ganzen zufrieden gestellt. Immerhin ist der Titel ein Programm, dem man sich nicht stundenlang widmet – hierfür wurde der Sound einfach nicht ausgelegt. Eigentlich genau die gleichen Aspekte, die schon in „Cooking Mama" vorherrschend waren.

Multiplayer....

Bis zu vier Spieler können an einer Session „Gardening Mama" teilnehmen – und zwar auch per Download-Spiel. Hier gilt es dann zu beweisen, wer der beste Gärtner ist und wer sich im direkten Duell gegen die anderen Kandidaten durchzusetzen weiß. Witzig in jedem Fall!

Fazit....

„Gardening Mama" ist für all jene ein Muss, die schon „Cooking Mama" – und seinen Nachfolger - Wert geschätzt hatten. Unzählige Gärtnerarbeiten erwarten Euch, alle relativ oberflächlich angesiedelt, denn eine Story gibt es nicht. Kommt Ihr in eine brenzlige Situation, kommt Mama (siehe der Titel des Spieles!) und hilft Euch. 28 verschiedene Blumen-, Obst- und Gemüsearten erwarten Euch. Der Umfang bleibt also übersichtlich. Zusatz-Features wie das Dekorieren des eigenen Gartens und das Einkleiden bringen zusätzliche Unterhaltung, auf Dauer ist das aber zu wenig, um langfristig zu motivieren. Als witzige Minispiel-Garten-Umsetzung kann sich „Gardening Mama" aber durchaus sehen lassen.

 

+ 28 pflanzbare „Gewächse"
+ bonbonbunte Aufmachung
+ verschiedene (kurze) Minispiele
- oberflächliches Spielprinzip
- fehlende Hintergrundgeschichte
- fehlender spielerischer Anspruch

GRAFIK: 59%

SOUND/EFFEKTE: 63%

MULTIPLAYER: 64%

GESAMTWERTUNG: 62%

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