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NDS George - Der aus dem Dschungel kam
 
 
George - Der aus dem Dschungel kam - NDS
Kilian Pfeiffer (07.04.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: dtp entertainment
GENRE: Jump'n Run
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.40 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Das Jump’n Run-Genre ist eines der langlebigsten überhaupt. Seit Menschengedenken, also zumindest so lange wie es Videospiele gibt, existiert diese Kategorie der Unterhaltungsspiele, oftmals trat sie auf der Stelle, häufig entwickelte sie sich durch innovatives Gameplay fort. „George der aus dem Dschungel kam" für den Nintendo DS ist ein weiterer Vertreter des Genres im Jahr 2008. Dem einen oder anderen dürfte der Name des Titels nicht unbekannt sein, denn im TV ist der Tarzan-Verschnitt ein gern gesehener Akteur. Ob sein Abenteuer auf dem Handheld ebenso erfolgversprechend ist, wie seine Karriere bislang, wollen wir im heutigen Review zum Spiel klären.

Menus und die Story....

Der von „Ignition Entertainment" entwickelte Titel richtet sich klar an die jüngere Klientel, denn nicht nur der Schwierigkeitsgrad ist relativ niedrig angesetzt, sondern ebenfalls der Umfang, welcher bei gestandenen Jump’n Run-Leckermäulern wohl eher mit einem müden Lächeln quittiert würde. Elf Levels gilt es während des Spielverlaufs zu bereisen, nach rund ein (Profis) bis zwei Stunden (Anfänger) läuft bereits der Abspann über den Bildschirm. Bedauerlich, denn immerhin handelt es sich bei „George der aus dem Dschungel kam" um einen Vollpreistitel, der nicht einmal durch freispielbare Boni punkten kann. Weder Extralevels noch eine Galerie. Das hätten wir uns hingegen schon erwartet. Aber sei’s drum, was zählt ist der inhaltliche Aspekt samt des Gameplays.

George ist im wahrsten Sinne des Wortes Naturbursche durch und durch. Als König des Dschungels gilt er als positiv gestimmter Freund und Helfer, weder lässt sich sein Charakter als dominant, noch als herrschsüchtig beschreiben. Trotz seiner hohen Position, die George so manchen Vorteil verschafft, müssen die menschlichen Wehwehchen, die von Zeit zu Zeit anfallen, gelindert werden. Bei unserem Dschungelkönig steht erneut der Zahnarztbesuch auf dem Programm, allerdings gibt es ein Problem: Doktor Wodu und Doktor Scott verlangen als Zahlungsmittel magische Steine, die George erst einmal einsammeln muss. Diese liegen in den Levels verstreut, allerdings ist George nicht der Hellste, denn nach stundenlanger Hetzjagd nach den wertvollen Steinchen stellt sich heraus, dass er die ganze Zeit über Habichteier eingesammelt hat. Und das will erst einmal vor der erzürnten Habichtmama erklärt sein...

Technik und Gameplay....

Ein Jump’n Run im klassischen Stile – mehr ist „George der aus dem Dschungel kam" im Grunde genommen nicht. Wobei: Angereichert ist der Titel durch einige Minispiele, die zur Abwechslung beitragen, allerdings bei den elf Levels bereits inkludiert sind. Somit ist der Hüpfpart im Spiel relativ dürftig, die Levels vom Aufbau strikt linear und meist in zwei Ebenen unterteilt. Alles was George kann, ist hüpfen – mehr nicht. Weder besitzt der Dschungelregent einen Angriff (außer er findet eine rote Banane!), noch eine Spezialfähigkeit, die ihn als das was er nun mal ist, auszeichnen würde. Das Ziel eines jeden Levels ist es, den Ausgang der Welt zu erreichen. Bis Ihr dort ankommt, gilt es eine ganze Horde von Feinden per Kopfsprung auszuschalten. Die einen benötigen mehr, die anderen weniger Treffer, um virtuell auf den Boden zu gehen. Steinewerfende Vögel zählen zu den Widersachern, ebenso wie dickbäuchige Watschelgeschöpfe, die keiner Beschreibung bedürfen, sondern selbst gesehen werden müssen ;-) . Georges Lebensenergie ist begrenzt, jedoch werdet Ihr so gut wie nie im direkten „Kampf" mit den Gegnern zugrunde gehen, vielmehr gilt es auf Abgründe und Wassertümpel zu achten. Bei unbegrenzten Spielversuchen ist dies aber soweit kein wirkliches Problem, obwohl die Tatsache nervt, dass kein Checkpoint innerhalb eines Abschnitts existiert. Somit muss jede Welt bei Lebensverlust von Anfang an gestartet werden. Grüne und orangefarbene Bananen schenken Euch Energie und kurzfristige Unbesiegbarkeit, wesentlich wichtiger ist es allerdings, sich nach den überall herumliegenden Eiern umzusehen, um eine möglichst gute Levelwertung einheimsen zu können. Hin und wieder stoßt Ihr auf blaue Hinweistafeln, die Euch signalisieren, dass George an Ort und Stelle einen Urwaldruf vom Stapel lassen soll. Ist dies geschehen, kommt eine „helfende Hand" in Form eines tierischen Dschungelbewohners (Giraffe, etc.), die dem Spieler kurzzeitig beisteht. Weitläufige Wassertümpel könnt Ihr mit deren Hilfe überqueren, der Kopf der Giraffe dient als fahrbarer Untersatz. Sobald Ihr den Ausgang einer Stage erreicht habt, dürft Ihr entweder die Umgebung verlassen, oder nochmals zurück, um möglichst alle 50 Eier zu finden. Im Grunde ist es aber gleichgültig, wie viele Ihr nun eingesammelt habt, da dies nur etwas an der Bewertung des Levels ändert. Spielerische Auswirkungen haben die Eier hingegen nicht.

Abwechselnd zu den gewöhnlichen Hüpfparts warten kurze Minispiel-Einlagen darauf, gemeistert zu werden. So vertreibt Ihr einen Bienenschwarm, indem Ihr diesen mit Honig befeuert, selbst aber nicht gestochen werden dürft. Wesentlich witziger gestalten sich die von 2D-Weltraumshootern inspirierten Vogel- und Elefantenabschnitte mit dem Flattertier Tookie-Tookie und dem animalischen Dickhäuter Shep, die aus der Vogelperspektive dargestellt werden und in welchen Ihr unentwegt Eier verschießt. Eure Gegner sind umherflatternde Vögel, fette Hennen und im Sturzflug herabschießende Habichte. Obwohl auch diese unterhaltsamen Abschnitte sehr einfach umgesetzt wurden, dienen sie zur allgemeinen Unterhaltung sehr gut. Auch wenn sie alles andere als umfangreich ausfallen. Am besten gefiel uns der letzte Abschnitt, in welchem es gilt, dem Habicht seine Eier zurückzugeben.

Grafik & Sound....

Grafisch erweist sich „George der aus dem Dschungel kam" als comicartige Umsetzung, die baukastengleiche Levels vorgibt. Innovationsarm ist deren Gestaltung, dafür knallbunt und in jeder Hinsicht für Freunde der nachmittäglichen Zeichentrick-Unterhaltung geeignet. Sonderlich ansprechend kann man die verwendete Optik allerdings nicht titulieren, da sie gezielt eine gewisse Klientel anspricht und nicht als allgemeingültige Referenz angesehen werden kann.

Die Soundkulisse ist passend zum Setting ausgewählt, teils etwas stressig in der Abfolge der Klänge, größtenteils aber fängt die Musikuntermalung die dargestellten Schauplätze perfekt ein und spiegelt das wider, was man sich als Freund des Dschungelkönigs eben von diesem auch erwartet.

Fazit....

Das Jump’n Run-Genre ist gewaltig, betrachtet man allein alle bislang erschienen Vertreter – gleichgültig ob für Handhelds oder stationäre Heimkonsolen. Klassiker wie der dickbäuchige Klempner revolutionierten das Genre, taten aber bereits erste Schritte in den Adventure-Bereich, denn die Rätsellastigkeit stieg zunehmend an. Bei „George der aus dem Dschungel kam" verhält es sich leicht anders, denn von Rätseln findet man keine Spur, ebenso wenig von innovativen Aspekten, die vorliegende Spielkategorie voranbringen würde. Dafür sei gesagt, dass sich der Titel für Einsteiger bestens eignet, da weder der Anspruch noch der Umfang sehr groß sind. Wobei letzterer, allein schon wegen des Vollpreises, deutlich einladender hätte ausfallen müssen. Weder eine Bonussektion noch Zusatzlevels gilt es zu bestaunen, der Titel ist nach ein bis zwei Stunden beendet. Genre-Einsteiger im juvenilen Alter dürfen einen Blick wagen, gestandene Spieler sind bei dem Titel allerdings an falscher Stelle.

 

+ sehr einsteigerfreundlich
+ Minispiele
- einer der kürzesten Titel überhaupt
- innovationslose Hüpfkost
- gewöhnungsbedürftige Optik

GRAFIK: 56%

SOUND/EFFEKTE: 63%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 55%

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