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NDS Fish Tycoon
 
 
Fish Tycoon - NDS
Kilian Pfeiffer (04.04.2008)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: Eidos
GENRE: Simulation
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-8
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 3+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Die Aquaristik ist ein Feld, welches man mit äußerster Vorsicht genießen sollte. Nicht falsch verstehen: Aquarien samt dem darin sich tummelnden Leben sind schön anzusehen und interessant, sofern man sich dafür begeistert. Allerdings ist das Hobby ein kostenintensives, das mitunter viel Geld verschlingen kann – Fische kosten zeitweilig einen schönen Batzen Geld, speziell dann, wenn man Besitzer eines Salzwasseraquariums ist. Ist das ökologische Gleichgewicht auch nur ein bisschen gestört, kann es sein, dass dies den Tod bedeutet und somit Fisch samt investierten Moneten futsch ist. Traurig, aber wahr… Um den Bogen zu kriegen sei gesagt, dass „Eidos" für Abhilfe sorgt. Zwar nicht mit einer realistischen Fischsimulation, dafür anhand einer zugänglichen Software, die durchaus einen Blick wert ist. Voraussetzung ist allerdings, dass der Hang zu den Wassergeschöpfen gegeben sein sollte.

Menus und die Story....

Als Tycoon hat man in der Regel Macht. Im Spiel zwar „nur" über 750 Fischzüchtungen, aber immerhin. Geld wird in „Fish Tycoon" mit dem Verkauf von Kiemenbesitzern gemacht; nicht viel, aber immerhin ;-) . Dennoch müsst Ihr das Geschäft am Laufen halten, Eure Kosten decken und womöglich etwas in die eigene Tasche erwirtschaften. Dennoch steht im Hintergrund des Titels eine ganz andere, ziemlich abstruse Geschichte, die sich um sieben magische Fische dreht: Auf einer Insel, ihr Name ist Isola, gab es einst eine Lagune, in der die prächtigsten Flossenschwimmer umher schwammen. Besagte Magiefische hielten das Gleichgewicht im Wasser und sorgten für eine ausbalancierte Lebensweise. Allerdings verschwanden die Sieben. Die Frage lautet: Warum? Ihr werdet das zu klären haben! Seid gespannt, was für Auswirkungen ein magischer Fisch bei Euch im Becken haben wird...

„Fish Tycoon" ist keine Simulation, dazu sind allein die Zuchtmöglichkeiten zu immens. Denn gewöhnlich lässt sich nicht jeder Fisch mit einer anderen Art kreuzen – in vorliegendem Fall aber schon. Nichtsdestotrotz hat man es mit einem Titel zu tun, der vor allem auf lange Sicht zu gefallen weiß. „Weshalb?", fragt Ihr Euch? Weil man als alter Aquaristiker bestrebt ist, möglichst alle Stammbäume aller Fische freizuschalten, alle Kreuzungen zu entdecken und deren individuelle Schönheit kennenzulernen. Auf geht’s ins Becken!

Technik und Gameplay....

Ein an die Wirklichkeit angelehntes Spiel läuft in Echtzeit. „Fish Tycoon" tut dies ebenso. Dies bedeutet letzten Endes, dass selbst wenn der Nintendo DS ausgeschaltet sein sollte, Eure Aquarienbewohner weitergedeihen, Hunger bekommen und sich vermehren. Vergleichbar mit einem Tamagotchi. Individuell dürft Ihr das Tempo aber an Eure Spielweise angleichen. Ob Ihr nun lediglich auf halber Geschwindigkeit Fische züchtet, oder das doppelte Tempo einschlagt, bleibt Euch überlassen. Bevor es aber losgeht, sollte ein Blick in die „Hilfe" geworfen werden, sozusagen eine virtuelle Anleitung, die Euch das Spielgeschehen näher bringt und Unklarheiten von vorneherein aus dem Weg räumt. Bis zu zwei gewöhnliche Becken nennt Ihr Euer eigen, in welchen die Fische wachsen und gedeihen, hinzu kommt ein Verkaufsbecken, das nur dann interessant wird, sobald Ihr eines der Tiere wieder verkaufen wollt. Aber dazu später mehr! Zu allererst sei gesagt, dass maximal 20 Fische pro Aquarium Platz finden, was bedeutet, dass die Fluktuation im Becken relativ hoch sein sollte, um genügend Geld verdienen zu können. Mit dem Stylus scrollt Ihr durch das Becken, ein kurzer Druck reicht aus, um in ein anderes zu wechseln. Jeden einzelnen der Fische, die sich zu Beginn hier tummeln, dürft Ihr antippen und erfahrt in welcher Verfassung sich derjenige befindet, um welche Art es sich hierbei handelt und inwiefern er bereits ausreichend Nahrung erhalten hat. Das Füttern gehört zu den grundlegenden Dingen, denn wenn Ihr dieser Aufgabe nicht sorgfältig nachgeht, werden Eure Fische elendig verenden – auch dann, wenn der DS ausgeschaltet ist. Das Aquarium auf diese Weise zu betrachten, ist äußerst unterhaltsam, die Unterwasserwelt wirkt dank Pflanzen, Wurzeln und gekaufter Ausstattung äußerst lebendig. Wagt Ihr es, für Nachwuchs zu sorgen, solltet Ihr einen Fisch ins Quarantänebecken verlagern, der dann von einem anderen befruchtet wird – je nach Wunsch des Spielers.

Fischbedarf gibt es käuflich zu erwerben, wobei gegen akute Krankheiten ebenso Mittelchen vertreten sind, wie Wachstumsbeschleuniger, die lange Wartephasen geschickt überspringen, jedoch aber nicht ganz billig sind. Temperaturregler und Belüftungssystem gehören zum Standard, Schnecken und Seepferdchen sorgen dafür, dass es der Fischzucht „seelisch" besser geht. Solltet Ihr nicht der natürlichen Vermehrung zugetan sein, tun es auch Fischeier, die, je nach Preis, seltene Arten zu Tage befördern. Logisch, dass diese dann auch für mehr Geld im Portemonnaie sorgen. Diverse Pflanzen sorgen für Fruchtbarkeit und erhöhte Überlebenschancen, Beckeninterieur wie Schiffswracks oder antike Säulen für einen optischen Blickfang, der auch den Fischen als Ort der Behausung gut gefallen dürfte. Durch Forschung verbessert Ihr die Lebensbedingungen im Becken und helft durch Marketingstrategien, dass Euer Geschäft stadtbekannt wird. Um an das dafür benötigte Geld zu kommen, bedarf es eines geschickten Verkäufers, der seine Arten namentlich zu bestimmen weiß und ein Händen für die Preiskalkulation hat, wobei Euch die Software hierzu Vorschläge unterbreitet. Über das Menü gelangt Ihr in den Laden, der von unzähligen Kunden frequentiert wird. Allerdings sind diese nur dann bereit etwas zu kaufen, wenn die Qualität und der Preis stimmen. Dies erkennt Ihr anhand kleiner Symbole oberhalb des Kunden. Hat er den Fisch seiner Wahl gefunden, schlägt er zu. Selbst müsst Ihr dazu nichts beisteuern, denn der Verkauf funktioniert vollkommen automatisch. Jedoch ist es relativ zeitaufwendig Geld zu verdienen, da die Fische gewöhnlich nicht viel einbringen und nur etwas über die Menge zu machen ist. Auf der anderen Seite stehen die hohen Verkaufspreise für zuvor genannten Fischbedarf, der nach und nach zwangsläufig benötigt wird.

Grafik & Sound....

Optisch bietet der Titel eine zweischneidige Angelegenheit, denn die Aquarien für sich sind hübsch in Szene gesetzt, man spürt das dortige Leben förmlich, speziell dann, wenn Ihr reichlich Beckenbewohner Euer Eigen nennt. Alle Fischarten sind farbenfroh gestaltet, bieten einen Blickfang und man erfreut sich immer wieder, wenn eine neue Züchtung geglückt ist, die sich gewinnbringend verhökern lässt oder immer wieder für Nachwuchs sorgt. Beinahe schon hässlich ist der Verkaufsraum, in welchem Sprites (!) alias Kunden wuseln. Hier hat es nicht einmal für animierte 3D-Körper gereicht – sehr bedauerlich, denn das Sprites-Zeitalter ist nun wirklich schon seit vielen Jahren vorbei…

Die musikalische Untermalung innerhalb in den Becken ist insofern gelungen, als dass die ruhige Atmosphäre, die durch den chilligen Sound erzeugt wird, für Entspannung sorgt. So, wie man es aus dem echten Leben von einem Aquarium gewohnt ist. Hintergründige Klänge, die die Seele streicheln, bringen Ruhe in den Alltag – dies gefiel uns. Im Verkaufsraum wird die Musikunterstützung hingegen etwas peppiger, passt aber dennoch gut in das Gesamtkonzept des Spieles.

Fazit....

Ein Spiel, das sich vornehmlich innerhalb eines Aquariums abspielt, ist ein Novum. Der DS macht es möglich, „Majesco Entertainment" steuert die dazugehörige Software bei und fertig ist der „Fish Tycoon". Über 750 Kreuzungen einzelner Arten sind ausführbar, das Spiel bietet Euch ausreichend Gelegenheit das Verhalten der Fische zu studieren, auch wenn es sich hierbei nicht um eine Simulation im klassischen Sinne handelt. Deutlich sei angemerkt, dass man die Thematik mögen sollte, um bei „Fish Tycoon" glücklich zu werden. Hinzu kommt, dass es relativ anspruchsvoll ist, sein tägliches Brot zu verdienen, da Fische nur wenig einbringen, im Gegenzug das Zubehör für den Fischbedarf aber eine ganze Menge kostet. Auch wenn der Titel nicht den Anspruch erhebt ein Allerweltsspiel zu sein, ist es erfreulich, dass es ihn gibt.

 

+ über 750 Fischzüchtungen
+ viele Zubehörartikel
+ Aquarium Atmosphäre
- klarer Zielgruppentitel
- diffizil, Geld zu verdienen
- immer der gleiche Spielablauf

GRAFIK: 63%

SOUND/EFFEKTE: 71%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 67%

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