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NDS Finde die Unterschiede - Foto Frenzy
 
 
Finde die Unterschiede - Foto Frenzy - NDS
Kilian Pfeiffer (19.02.2009)

SYSTEM: NDS
PUBLISHER: bhv Software
GENRE: Denkspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Ja
SCHWIERIGKEIT: 1-10+
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: K.E.
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.30 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Zwei im ersten Moment identische Fotos auf Unterschiede hin zu untersuchen, gehört mit zu jenen Dingen, die man im Laufe seiner Jugend des Öfteren macht. Sei es in einem Rätselheft oder wenn man mal wieder bei einem der unzähligen Call-In-Fernsehsender vorbei zappt. Überall stößt man auf den scheinbar nicht tot zu kriegenden Zeitvertreib. Hin und wieder war dieser auch Teil in diversen Videospielen: als Minispiel-Zeitvertreib. Nun gibt es das Ganze auch in einer Vollversion, als Vollpreistitel. „Finde die Unterschiede – Foto Frenzy" für den Nintendo DS heißt das Programm, dessen angepeilte Zielgruppe schon ein besonderes Faible für den Abgleich zweier Bilder mitbringen muss. Denn dieser Tätigkeit widmet der Titel nun mal einen Großteil seines Augenmerks.

Menus und die Story....

„Sanuk Games" nennt sich der Entwickler des vorliegenden Spiels. Bekannt ist dieser in unseren Breitengraden nicht gerade, was aber nichts heißen soll. „Original und Fälschung" gilt zwischenzeitlich als moderner Klassiker. Hier musste man offensichtliche aber auch kaum erkennbare Unterschiede finden, um zwei Fotos letztlich miteinander vergleichen zu können. Eine gewisse Beobachtungsgabe gehört schon dazu, wenn man innerhalb der vier zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgrade ein Erfolgserlebnis vorweisen möchte. Was uns zusagt: Dass sowohl Einsteiger, als auch Fortgeschrittene sowie Profis auf ihre Kosten kommen. Wenngleich die „spielerische" Abwechslung eher bescheiden ausfällt.

Summa summarum haben wir es in „Finde die Unterschiede – Foto Frenzy" mit 240 Bildern in sechs unterschiedlichen Themengebieten („Landschaften", „Haustiere", „Spielzeit", „Sport", „Wildtiere", „Lecker") zu tun (jeweils 40 Bilder pro Thema). Zu jedem einzelnen Bild haben die Entwickler vier Sätze in das Spiel eingebunden. Vier Sätze mit jeweils fünf Unterschieden. Vier Schwierigkeitsgrade (Anfänger, Amateur, Kenner und Experte) gilt es zu bestehen. Umgerechnet macht das im Gesamten 4.800 Spielrunden aus. Klingt ziemlich viel, ist es auch. Aber wie gesagt: Ob es wirklich dauerhaft Spaß macht, am Stück Bilder auf Unterschiede hin zu untersuchen?

Technik und Gameplay....

Der „Foto Frenzy Modus" kann als der Hauptmodus des Spieles angesehen werden. In diesem Menüpunkt folgt Ihr einem vorgegebenen Weg, schlagt Euch durch alle vier Schwierigkeitsgrade, durch alle 240 Bilder mit jeweils fünf offensichtlichen und weniger offensichtlichen Abweichungen. Wie es sich gehört, sitzt Euch ein Zeitlimit im Rücken, das immerzu an den eigenen Nerven nagt. Zu Beginn werdet Ihr wenige Probleme haben, die sechs unterschiedlichen Themenbereiche auf Differenzen hin zu untersuchen. Denn jeder Unterschied ist anfangs noch deutlich erkennbar und fällt sofort ins Auge. Einhergehend mit den folgenden Schwierigkeitsgraden wird die Sache eine Stufe diffiziler, denn die Unterschiede sind keinesfalls mehr deutlich, sondern verlieren sich in bunten Landschaftsdarstellungen, in hübschen Tieraufzeichnungen sowie in sportlichen Illustrationen. Es ist schon ein Argusauge vonnöten, um gegen das Zeitlimit zu bestehen und alle fünf Abweichungen finden zu können.

Einfacher als die hier umgesetzte Steuerung hätte diese nicht ausfallen können: Ein Tipp mittels des Stylus reicht aus und der Unterschied ist markiert. Wenn Ihr vor lauter Wald die Bäume nicht mehr seht, hat man seitens der Entwickler ein Herz für Spieler. Eine interne Hilfsfunktion bietet auf Knopfdruck die Darstellung eines der fünf Fehler. Zu Beginn stehen Euch drei Hilfen zur Verfügung. Die Auswahl der 240 Bilder ist optimal für ein Such- und Findespiel. Warum? Weil jedes Bild mit vielen Farben aufwarten kann, zusätzlich mit vielfältigsten Details, so dass genügend Raum besteht, zu suchen und zu finden.

Neben dem „Foto Frenzy Modus" gibt es noch einen weiteren, das „Custom Game", sozusagen das individuelle Spiel, in dem drei weitere Untermodi warten: „Unterschiede finden", „Frantic extrem" und „Puzzle". Ersterer entspricht einem Standardspiel, dieses Mal jedoch komplett ohne Tipps. Etwas kreativer hätte „Sanuk Games" hier schon sein dürfen. Bei „Frantic extrem" wird die Sachlage etwas abgeändert. Hier gilt es zwar auch, Unterschiede zu finden, allerdings nur jeweils einen pro Bild. Außerdem gibt es dieses Mal ein Zeitlimit von insgesamt drei Minuten, innerhalb derer Ihr so viele Abweichungen als möglich aufzeigen solltet. Nur dann erscheint Euer Namen in der Rangliste, die allerdings nicht online gestellt werden darf. Tippt Ihr aus Versehen eine verkehrte Stelle auf dem Screen an, wird Euch eine Strafe von zehn Sekunden vom Zeitkonto abgezogen. Als letzter Modus im Bunde wartet das „Puzzle", was letzten Endes nichts anderes als ein Verschieberätsel ist. Ein Verschieberätsel dürfte den meisten Spielern insofern bekannt sein, als diese in den meisten spielerischen Umsetzungen auftauchen und bereits einem großen Teil der Spieler den letzten Nerv geraubt haben.

Grafik & Sound....

Wir haben es in „Finde die Unterschiede – Foto Frenzy" mit sechs thematischen Gebieten zu tun. Jene sind abwechslungsreich gewählt worden. Besser gesagt die jeweiligen Einzeldarstellungen. Das reicht zwar nicht aus, um eine gute Wertung abstauben zu können. Wie auch? Man hat es ja nur mit statischen Darstellungen zu tun. Weder gibt es Animationen zu vermelden, noch optische Effekte. Alles was wir im Laufe des Spieles zu Gesicht bekommen, sind darstellende Fotoaufnahmen. Und diese zu bewerten, fällt logischerweise alles andere als schwer aus. Weil kein Aufwand betrieben wurde (muss auch nicht sein!), ist die Wertung sehr niedrig ausgefallen.

Hinsichtlich des Sounds sind wir zufrieden. Die Melodien gehen gut ins Ohr, haben fröhlichen Charakter und untermalen die Atmosphäre recht angenehm. Allerdings ist der Abwechslungsreichtum nicht der größte, aber für einen solchen Titel hätten wir – wenn überhaupt – weniger erwartet. Demnach hat uns das Musikrepertoire angenehm überrascht.

Multiplayer....

Maximal vier Spieler dürfen sich im Einzelkarten-Spiel zusammenfinden, um entweder mit- oder gegeneinander anzutreten. Miteinander agieren zwei bis vier Teilnehmer. Zusammen geht man dann auf die Suche nach Unterschieden. Entdeckte Abweichungen werden farblich markiert, je nachdem, wer den Fehler entdeckt hat. Im Modus gegeneinander ist eine Runde auf 60 Sekunden beschränkt, Tipps werden ausgespart. Mithilfe von Zaubersprüchen färbt Ihr Euch gegenseitig die Bildschirme schwarz-weiß. Oder Ihr generiert ein paar Blasen, die auf dem Screen erscheinen. Als letztes Mittel verwackelt man den Schirm fünf Sekunden lang.

Fazit....

„Finde die Unterschiede – Foto Frenzy" ist kein wirkliches Spiel, sondern im Grunde eine Bilderrätselei, die als solche tagtäglich im Fernsehen, im Internet oder in diversen Zeitschriften verfolgt werden darf. Nur wirkliche Fans werden sich darüber erfreuen können, denn Langzeitspielspaß ist hier nicht unbedingt gegeben. Weshalb? Weil man nicht mehr machen muss, als Unterschiede aufzuzeigen, das war’s. Weiterhin warten ein paar Verschiebepuzzles sowie ein ganz nett gelungener Mehrspieler-Part samt Zaubersprüchen. Als mittelmäßig ist also der Spielspaß anzusehen. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings ist es schwer zu vertreten, diesem Vollpreistitel eine durchschnittliche Wertung zu geben. Zu begrenzt ist die angesprochene Zielgruppe.

 

+ 240 Bilder
+ 4 Schwierigkeitsgrade
+ 4.800 Spielrunden
+ netter Mehrspieler-Modus
- kein Langzeitspielspaß
- sehr zielgruppenspezifisch
- mehr ein umfangreicheres
Minispiel

GRAFIK: 10%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: 52%

GESAMTWERTUNG: 40%

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