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NDS Final Fantasy CC: Ring of Fates
 
 
Final Fantasy CC: Ring of Fates - NDS
Matthias Engert (17.06.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: SquareEnix
GENRE: Rollenspiel
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 1-7
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 12+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
WI-FI: Ja (Mogu Tausch)

   
Einleitung....

Square Enix und im positiven Sinne kein Ende in Sicht. So könnte man mittlerweile schon seit Monaten Testberichte zu Spielen der RPG Schmiede beginnen. Das gilt auch für diesen Test, bei dem auch schon wieder mit FF Tactics ein weiterer Titel seine Schatten voraus wirft. Übrigens einer meiner 3 Most Wanted in diesem Jahr, wenn ich an den GBA Vorgänger denke. Doch alles zu seiner Zeit und wir beschäftigen uns heute erstmal mit dem DS Ableger der Crystal Chronicles Reihe, die viele Spieler schon vom GCN her kennen. Dabei bringt Square Enix mit Ring of Fates mal wieder etwas Abwechslung ins RPG Programm und Ihr dürft hier wie seinerzeit beim 3er mal wieder in Echtzeit Kämpfen und Leveln. Das Massen Gameplay eines Revenant Wings oder die Rundenbasierten Kämpfe warten hier nicht auf euch. Wie immer erwarten euch dabei Einflüsse verschiedener RPG Feature, die man hier vermischt hat. Spielerisch ein Titel, der die RPG Geschichte nicht neu schreibt, aber dennoch einige einmalige und bemerkenswerte Feature für DS Verhältnisse mitbringt. Für welchen Final Fantasy Crack das Spiel nun das richtige ist, soll euch der folgende Test zeigen.

Menus und die Story....

Eines kann man Square Enix eigentlich bei keinem ihrer DS Teile absprechen. Die Mühe beim Drumherum und der Technik ist aller Ehren wert und wird auch in Ring of Fates um ein weiteres Kapitel ergänzt. Neben dem obligatorischen Batteriespeicher, der euch 3 gleichzeitig nutzbare Speicherplätze offeriert, wartet neben einem Story Modus ein Mission Modus auf euch, sowie ein Multiplayer für bis zu 4 Spieler. In technischer Hinsicht zeigt sich auch Ring of Fates von einer edlen Seite. Neben der sehr gelungenen Grafik, ist vor allem das Thema Sprache und Sequenzen ein ganz wichtiges Thema. Sprachlich erwartet euch was Texte angeht zunächst ein komplett deutsches Spiel, das sowohl durch Render als auch in InGame Grafik gehaltene Sequenzen glänzt. Komplettiert wird das ganze allerdings durch die bisher mit Abstand gelungenste und vor allem emotionalste Sprachausgabe auf dem DS. Nicht nur die Menge, sondern vor allem die professionelle Betonung ließ mich mehr als nur einmal Gänsehaut bekommen. Im Zusammenspiel mit den Sequenzen atmosphärisch ein absoluter Gewinn. Das man dabei die Sprachausgabe in Englisch belassen hat, stört da weniger. Textlich verständlich begleitet ist man immer am Zweifeln ob diese auf Deutsch ebenfalls so gelungen wäre. So kommen also auch jüngere Gamer in den Genuss der Story. Dabei schließt Ring of Fates als Nachfolger an den GCN Teil von Crystal Chronicles an. Auch hier dreht sich zunächst alles um das Thema Kristall. Der Große Kristall beschützt das Land vor den Strahlen des Scharlachmondes, doch seine Macht droht zu schwinden. Um das Gleichgewicht wiederherzustellen, wird ein Zwillingspaar geboren, das von einer geheimnisvollen Kraft erfüllt ist. Die beiden Charaktere Yuri und Celinka erlebt Ihr dabei im Spiel in verschiedenen Alters Epochen und werdet für ein Spiel dieser Art recht viele und „hart" in Szene gesetzten Familientragödien erleben. Allein durch diese Begebenheiten in Form der Sequenzen samt Sprachausgabe, erhöhen die Entwickler den emotionalen Aspekt des Spiels um einiges. Wie bei vielen Spielen dieser Art entfaltet die Story erst nach vielen Spielstunden ihren ganzen Reiz. Bleiben anfänglich viele Fragen offen, schließt sich der Kreis, je länger man spielt.

Bevor man sich Menutechnisch betätigen kann, wartet gleich nach dem Einschalten eine der auch hier imposanten Render Sequenzen, für die Square Enix auf dem DS mittlerweile im positiven Sinne berühmt berüchtigt ist. Danach habt Ihr für Square Enix Verhältnisse ein recht ausladendes Hauptmenu. Hier findet man an wählbaren Menupunkten das Hauptspiel für einen Spieler, den Mission Modus für 2-4 Spieler, sowie den Punkt Mogu Senden. Hier spielen sie wieder eine Rolle und decken neben Minispiel und Stempelaction im Hauptspiel auch den Wi-Fi Punkt ab. Allerdings beschränkt auf den Austausch mit Freunden, so das wir diesen Modus diesmal nicht extra vorstellen. Ohne Freunde und deren Codes geht hier natürlich nichts, bringt aber auch spielerisch keinen Gewinn und ist in meinen Augen eher Beiwerk. Wichtiger sind da schon die Einstellungen als letzter Hauptmenu Punkt. Neben den soundtechnischen Punkten bietet man euch hier 2 Steuersetups an. Allerdings ebenfalls weniger ausladend als erwartet werden hier nur 2 Tasten Aktionen vertauscht. So kann man bestimmen ob man mit der A-Taste Angreifen will oder mit der Y-Taste. Im Gegenzug landen die Halten/Legen und Werfen Aktionen auf der getauschten Taste. Mehr ist es hier zunächst nicht und wir können uns zunächst dem Abenteuer und damit Einzelspieler Modus widmen.

Technik und Gameplay....

Startet ihr ein neues Spiel beginnt auch die Story mit der Geschichte. Dabei startet alles an einem verregneten Abend in der Siedlung der beiden Helden Yuri und Celinka. Zu Beginn noch im Kindesalter, werden sie hier von ihrem Vater beschützt und wissen noch nicht was und wozu sie eigentlich bestimmt sind. So beginnt das Spiel zunächst wie ein gewöhnliches Rollenspiel und die Entwickler legen hier erstmal den Fokus auf das Kennenlernen der Grundsteuerung und der Sichtweise auf das Geschehen. Wie schon erwähnt spielt sich Ring of Fates eher vergleichbar wie der 3er. Nichts mit führenden Monsterhorden oder Rundenbasierten Auftritten. Abspielen tut sich alles dabei in reinen 3D Umgebungen, die Ihr sofern von den Entwicklern vorgesehen frei erkunden könnt. Begleitet wird das ganze von einer Iso Kamera, die aber recht dynamisch umgesetzt ist. Sprich sie zeigt euch zwar meist erhöht und schräg von der Seite. Je nach Location und Action auf dem Screen zieht diese auch mal auf, oder ändert die Höhe und den Winkel. Steuern tut Ihr als Spieler dabei immer eine, oder besser gesagt sichtbar eine Person. Denn Yuri und Celinka bilden immer eine Einheit, nur das man im Spiel selber immer nur Yuri sieht. Klar aufgeteilt ist dabei auch das Screenhandling. Während der Top Screen die eigentliche Action zeigt, dient der Touch Screen für alle möglichen Menus, das Inventory, die Ausrüstungen und später auch sämtliche Shop Aktionen. Dennoch kommt der Top Screen natürlich nicht ohne Anzeigen aus. Neben der Lebensleiste und einem Gegenstück für die Specials wartet hier auch eine kleine Kartenanzeige. Im Touch Screen zwar auch als Bildschirmfüllende Variante aufrufbar, hilft die kleine Version oben dennoch um vor allem Wege zu finden. Dabei geben verschiedenfarbige Punkte an, wo und ob man einen Ausgang aus einem Areal gehen kann. Ebenfalls zu Beginn des Spiels bekommt Ihr für Yuri ein Beil als Waffe und wir können uns zumindest der Grundsteuerung widmen, die so in vielen Rollenspielen oder Adventures zum Einsatz kommt.

Innerhalb der Areale bewegt Ihr Yuri mittels des Steuerkreuzes durch die Gegend. Die Zeiten wo Ihr wie auf dem GCN einen Kelch tragen musstet sind hier also vorbei. Freies Agieren ist Trumpf und spielt sich dadurch auch um einiges flüssiger. Überhaupt erinnert vieles zunächst an ein gewöhnliches Adventure mit einem Haudrauf Gameplay. Wie schon erwähnt bewegt Ihr euch durch diverse aneinander grenzende Areale, die in sich immer eine Gesamtlocation im Spiel darstellen. Davon gibt es mehrere, die später immer wieder besucht werden können und am Ende immer einen Boss Kampf bieten. Zudem verschlägt es euch aber auch an entfernte Orte, die auf der Weltkarte so nicht zu sehen sind. Bestes Beispiel ist die Sünderinsel, übrigens ein sehr gelungener Ort im spielerischen Sinne. Klar abgesteckt bieten die Areale dennoch genug Platz zum Erkunden und vor allem Jumper Action. Denn im Gegensatz zu anderen Titeln dieser Art bietet Ring of Fates eine Sprungfunktion mit der B-Taste, die im Falle eines späteren Zeitpunktes auch eine Doppelsprung Variante bietet. Doch dazu später mehr. Weitere wichtige Grundaktionen sind die Y-Taste um Dinge und auch Gegner aufzuheben und werfen zu können, sowie die X-Taste um die Magie einzusetzen, welche alle im Spiel enthaltenen Charaktere beherrschen. Beim Thema Heben und Werfen gilt das Ganze auch für die eigenen Team Mitglieder, die man so z.b. auch an entfernte Orte werfen könnte. Ist hier und da durchaus hilfreich. Wichtigste Taste im gesamten Spiel ist aber die A-Taste. Sie dient einerseits zur Kommunikation, aber eben auch für das reine Kämpfen. Auch hier spielt sich das ganze wie viele gewöhnliche Action Titel. Gegner, egal welche Schwierigkeit tauchen als sichtbare Opfer auf und Ihr könnt euch frei um sie bewegen und per A-Taste auf sie einhauen. Anfänglich mit simplen und einfachen Schlägen zieht man diesen Energie ab, was euch in Zahlenform sehr motivierend dargestellt wird. Immer schön wenn man so sieht was z.b. eine neue Waffe rein an TP beim Gegner abzieht. Erledigte Gegner zerbröseln vor euch und bringen euch neben Erfahrungspunkten für das obligatorische Aufleveln auch reichlich Items und Geld zum Einsammeln. So langsam kommen nun die einzelnen Menupunkte auf dem Touch Screen zu ihrem Recht.

Dabei ist der Touch Screen nun mit vielen Anzeigen und Untermenus gespickt, wobei viele erst im Verlauf richtig wichtig werden. Die Grundeinteilung während des Spiels ist dabei das der oder die eigenen Charaktere links dargestellt werden. Dazu als Anzeige noch mal die Lebensleiste und das gerade angelegte Item oder genutzte Magie. In der Mitte hat man Zugriff auf die große Karte, das Inventory samt Ausrüstungsbildschirmen und die einmalig vorhandene Spezialfähigkeit jedes Charakters, was man im Spiel auch per R-Taste aktivieren kann. Auf der rechten Seite findet man nun weitere wichtige Anzeigen. 6 davon betreffen die Klassen und Heilkristalle und die unteren beiden dienen im Form von Flaschen dem Auffüllen der Lebens und Specials Leiste. Hier spielt nun das Thema Magie mit hinein. Denn das gesamte Magie System, das hier alle Charaktere beherrschen ist angenehm übersichtlich gestaltet und erfordert keinen Abschluss auf der Magieschule. ;-) Ein paar einfache Beispiele soll euch das vermitteln. Die einzelnen farbigen Kristalle rechts entsprechen neben der Wiederbelebungsvariante den bekannten Elementen wie Feuer, Eis, Erde oder Blitz. Tippt man nun z.b. per Pen den roten Kristall an, so wandert dorthin die X-Taste und eine entsprechende Anzeige ist zu sehen. Im Spiel selber bedeutet das nun das Ihr die X-Taste gedrückt halten könnt. Jetzt erscheint ein Fadenkreuz das Ihr frei bewegen könnt. Habt Ihr es am gewünschten Ort platziert, was ein Gegner oder auch ein Objekt sein kann, lässt man die X-Taste los und löst einen Feuerzauber aus. Mit anfangs maximal 10 gleichzeitig getragenen Kristallen dieser Art seid Ihr limitiert und es wird euch danach sofort einer abgezogen. Unendlich kann man diese also nicht benutzen. Allerdings lassen z.b. viele Gegner genau diese fallen und man kann immer wieder Nachschub einsammeln. Genauso kann man also mit dem Heilzauber aus der Kristall Variante per Fadenkreuz mitten im Kampf einen oder mehrere Mitspieler anvisieren und so Heilen. Das kann also jeder. Drückt man nun einmal die Starttaste, gelangt man zum Inventory des aktiven Charakters.

Hier findet man neben RPG typischen Stats wie Level und den Werten für Angriff und Verteidigung auch 4 verschiedene Unterpunkte. Während einer das Thema Ausrüstung abdeckt, beinhaltet der Punkt Fundus alle möglichen Materialien, die Ihr als Spieler einsammeln könnt. Davon gibt es im Verlauf Massen und man hört irgendwann auf diesen spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Erst später wird das Thema wieder interessant. Hier spielt auch der Punkt Bonus Effekte mit hinein, der die Stats bestimmter Ausrüstungen und damit des Charakters selber um einiges erhöhen können. Letzter Punkt sind die Fertigkeiten, was nichts anderes als Kampftechniken sind, die man FF like mit verschiedenen Level Ups erlernt. Anfangs wie gesagt ohne diese, erhöht man so z.b. die Anzahl der Schläge in einer Combo oder man lernt den Fokus, was nichts anderes darstellt als ein aufgeladener Rundumschlag mittels gedrückter A-Taste. Soweit so gut, mit all diesen Fakten hat man ein einfaches Single RPG zur Hand. Nun geht es aber auch in Ring of Fates maximal zu viert (Celinka nicht mitgezählt) zur Sache. Hier spielt nun wieder die Story ihre Stärke aus und ihr werdet im Verlauf des Spiels von 3 weiteren Charakteren begleitet. Dabei kommt dem Volk Feature wieder eine wichtige Bedeutung zu. Sind Yuri und Celinka vom Volk der Clavats, so begleiten euch im Verlauf der Yuke Alhanalem, Gnash von den Selkies und Meeth von den Liltys. Der Grundgedanke ist zunächst das die reine Kampfkraft steigt. Denn beim Durchqueren der Locations laufen alle immer sichtbar hinter dem geführten Charakter her. Das muss nicht zwingend Yuri sein und Ihr könnt per simplem Antippen des Charakterbildes auf dem Touch Screen bestimmen, wer das sein soll. Mittels der L-Taste könnt ihr außerdem jederzeit die anderen Team Mitglieder direkt rufen und so schnell hinter euch platzieren. Ein feines Feature, wenn man z.b. mit einem Charakter voraus eilt und die anderen irgendwo hängen geblieben sind, was leider oft mal vorkommt. Dann einfach die L-Taste betätigt und schwupps sind sie da.

Auch sonst bietet das Teamplay einige Vorteile und Stärken, aber auch eine Schwäche. Zu den Stärken gehören nun die speziellen Fähigkeiten. So kann nur Gnash z.b. per Doppelsprung höhere Plattformen erklimmen. Bedingt durch die L-Tasten Funktion kann man so auch flüssig mit allen Charakteren durch schwierige Jumper Bereiche kommen. Meeth hat die Fähigkeit durch Alchemie die Kristalle auch selber herzustellen. Trotz immer wieder zu findendem Nachschub gibt es doch hier und da mal Momente wo sie einem ausgehen. Umgesetzt als Minispiel könnt ihr so also diese immer wieder „nachproduzieren". Alhanalem kann mittels R-Tasten Funktion an bestimmten Orten unsichtbare Plattformen sichtbar machen, während Yuri in diesen grafisch imposant in Szene gesetzten Momenten Gegner wie in einem Script zu attackieren. Hierzu benötigt man allerdings die zweite Energieleiste, die man immer im Auge behalten sollte. Und zu guter letzt ist das Teamplay auch dazu wichtig um nicht all zu schnell das „Harte Game Over" zu erleben. Sind bei allen die Lebensleisten leer, muss man sein letztes Savegame laden. Ausnahme sind die Boss Kämpfe, wo man eine Continue Funktion eingebaut hat. Lebt mindestens einer, kann man über den Wiederbelebungskristall Team Mitglieder wieder beleben. Das man dies öfters mal tun muss liegt nun an einer der wenigen wirklichen Schwächen im Spiel. Die KI der nicht gesteuerten Team Mitglieder hätte um einiges höher sein dürfen. Sie kämpfen zwar mit, aber sehr dezent und oft stehen sie sogar nur blöd in der Gegend herum. Besonders bei den Boss Kämpfen, die imposant in Szene gesetzt sind ärgert das schon, wenn man gefühlt irgendwie doch alles allein mit dem gesteuerten Charakter erledigt. Hier hätte die Aggressivität viel höher sein müssen.

Um so ärgerlicher dann wenn man endlich mal das Shop und Ausrüstungsfeature anfängt zu nutzen. Dieses ist dafür sehr schön gemacht, wenn auch teils etwas umständlich in der Menu Bedienung. Es gibt hier 2 Varianten. Die einfache ist das reine Kaufen von Waffen und Ausrüstungen, die man auf 4 Slots verteilen kann. Vorteil, man hat es gleich und kann es nutzen. Die viel bessere Variante bringt nun die Materialien wieder ins Spiel. Lange sammelt man sie ohne Sinn bis man den Shop endlich nutzen kann. Einfach gesagt kann man hier nun Waffen und Ausrüstungen selber herstellen lassen. Dazu findet man ebenfalls in den einzelnen Arealen mal mehr oder weniger gut versteckt Skizzen. Hat man eine Skizze z.b. zu einem imposanten Schwert für Yuri gefunden, geht man nun zum Shop und gibt diese neben den benötigten Materialien ab. So kann man schon mal eine spezielle und seltene Waffe bekommen. Aber das war noch nicht alles. Habt Ihr zudem einen der ebenfalls nicht so häufigen Kristall Splitter im Beutel, könnt Ihr alles was man herstellen kann auch veredeln und bekommt Bonus Stats. Je mehr und höherwertiger diese Splitter, von denen es ebenfalls einige verschiedene gibt, um so mehr bringt das Ganze. So kann man alles mögliche an Stats erhöhen und die Angriffskraft verbessern oder z.b. den Magieeffekt verstärken. Mit der Zeit strebt man so nach jeder Skizze und allen möglichen, vor allem seltenen Materialien. Das gefällt mir gut und belohnt vor allem die Sucher unter den Spielern, die jedes Areal wirklich komplett absuchen und nicht nur linear dem Storyweg folgen. Wer dies konsequent verfolgt hat in Sachen Schwierigkeit im Spiel selten ein Problem. Denn auf diesem Wege erhält man bessere Waffen und Ausrüstungen, so das man ab einem frühen Zeitpunkt im Spiel den Gegner Stats imaginär davon eilt. Wer also auf dieses Feature steht wird hier auf jeden Fall glücklich. Weniger glücklich werden Rätselfreunde, die hier eher selten damit konfrontiert werden. Meist sind es Schalter Spielchen, die man auch mal in verschiedenen Arealen aktivieren muss oder bestimmte Items finden muss um Wege damit zu öffnen. Ist aber auch nicht der Fokus im Spiel. Das bleibt des reine RPG samt dem Leveln und Ausrüsten. Erreicht man dann im Spiel die Sünderinsel, wird man noch mal belohnt.

Dann gibt es den speziellen Mogy Shop, bei dem man für jeden Charakter einzeln Stats Verbesserungen direkt kaufen kann. Das geht nur dort und belohnt wieder den Vielspieler, da Geld eine Rolle spielt das man ebenfalls nur durch viele Kämpfe oder viel Sammeln erhält. Denn im Shop kann man z.b. auch Materialien verkaufen. Und bei vielen bringt es einfach die Masse. Viele gelungene Kleinigkeiten die gefallen. Nicht hinweg täuschen kann aber all dies auch nicht darüber, das Ihr mit Ring of Fates im Vergleich einen eher seichteren RPG Titel spendiert bekommt, der in vielen Bereichen bekannte Feature bietet. Kein Selbstläufer, aber mit 15 -20 Stunden für einen FF Titel fast schon wenig. ;-) Fast…. Im Vergleich zu vielen anderen Möchtegern RPG‘s ist Ring of Fates natürlich immer noch eine Granate. Im eigenen Hause würde ich den 3er klar vorziehen. Wer wie ich fast schon närrisch auf das Rüsten, Klassen und Berufe steht, sollte wohl noch ein paar Tage warten. Denn dann wartet mit Tactics wohl der nächste Überknaller auf alle FF DS Spieler.

Grafik & Sound....

Grafisch reiht sich Ring of Fates in die Phalanx der gelungenen Square Enix Titel auf dem DS ein. Das beginnt auch hier bei den zwar seltenen, aber sehr schönen Render Sequenzen, geht weiter über viele verschiedene InGame Gestaltungen und Detailfreude allerorten. Viele Bereiche haben so ihren eigenen Stil, wobei mir die Sünderinsel besonders gefallen hat. Der Wüsten und Feuertouch ist hier ein echter Hingucker. Kaum verpixelte Umgebungen bieten die Areale viele Details und Animationen. Das gilt sowohl für die Kämpfe, als auch für die reinen Charakter Gestaltungen. Hier gibt es ein weiteres richtig schönes Highlight. Egal was Ihr den 4 Charakteren an neuen Rüstungen oder Helmen spendiert. Alles ist sichtbar umgesetzt und jedes neue Ausrüstungsteil ist visuell verschieden. Hier zeigen die Entwickler viel Liebe zum Detail. Technisch gibt es wenig auszusetzen. Die Schwäche das die CPU Mitglieder gerne mal hier und da hängen bleiben kann man durch die L-Tasten Funktion minimieren, so das sich hier ärgerliche Momente in Grenzen halten. Viel schwerer wiegt hier die schwache KI in der Kampfaction. Abgerundet wird der gute Eindruck von den vielen Sequenzen, welche die Story auf eine passende Art und Weise erzählen.

Beim Thema Atmosphäre trägt der Sound seinen Teil zum sehr guten Gesamtbild bei. Neben den immer wieder melodischen und verschiedenen Stücken im Hintergrund punktet der Soundteil weiterhin durch viele verschiedene Effekte und vor allem durch die Sprachausgabe, die es mir hier angetan hat. Zwar sind leider nicht alle Sequenzen vertont, wo man diese aber hört entwickeln alle Charaktere ihren eigenen Reiz und man erhöht den Bezug zu ihnen beim Spieler. Besonders Celinka ist hier sehr emotional umgesetzt. In diesem Bereich gibt es also viel Lob für Ring of Fates.

Multiplayer....

Der Multiplayer im Spiel ist unter dem Hauptmenu Punkt Missionen versteckt. Sehr schade das man gerade diesen Punkt nicht als Wi-Fi Variante anbietet. Hätte so ein echtes Killer Feature werden können. So ist der Mission Modus, den man übrigens auch allein Spielen kann, nur als Offline Multiplayer zu gebrauchen. Maximal 4 Spieler können sich hier verbinden, wobei logischerweise jeder über eine Karte verfügen muss. Der Hintergrund ist hier das jeder Spieler ein Volk wählt und Ihr danach wie im Einzelspieler Modus die bekannten Areale des Spiels unsicher machen könnt. Einfach gesagt werden nun die CPU Mitstreiter durch menschliche Mitstreiter ersetzt, was allein die Kampfkraft um einiges erhöht. Leider ist es nicht als Co-ob für das Hauptspiel enthalten, auch wenn man durch bekannte Areale läuft. Hier ist die Aufgabe durch das Lösen von Missionen im Rang zu steigen und wie gewohnt zu Leveln. Den Hauptcharakter aus dem Single Player steuert man hier nicht und beginnt erstmal bei Null was die eigenen Stats angeht. Haben sich die Spieler verbunden kann man beim König Missionen annehmen. Diese bestehen meist darin nach Zeit Gebiete zu säubern. Je nach Level und Fortschritt werden diese Aufgaben immer schwerer. Anfangs mit total leeren Taschen unterwegs, steht euch aber mit der Zeit das Kristall und auch Shop Feature zur Verfügung, so das der große Unterschied mit der Zeit eben die fehlende Story ist. Das Gameplay in den Arealen selber ist das gleiche und macht dann Spaß wenn man dauerhaft mit Freunden unterwegs sein kann. Für ein kurzes Multiplayer Vergnügen ist das ganze eher nicht geeignet. Wirklich schade das man hier das ganze nicht in einer Wi-Fi Variante vorfindet.

Fazit....

Ring of Fates steht innerhalb der FF Reihe fast ein wenig Abseits. Mit seichterem Gameplay, vielen guten aber nicht neuen Features gespickt ist der Titel eher für den FF Einsteiger geeignet. Diese Zielgruppe erhält einen sehr flüssig spielbaren Titel, der das RPG Genre auf verständliche Weise an den Gamer bringt. Dank des sehr schönen Ausrüstungsfeature samt der Bonus Effekte ist die Motivation auch abseits der gelungenen Story immer vorhanden. Das Teamplay bietet im Spiel viele Vorteile, aber auch mit der schwachen CPU KI eine entscheidende Schwäche. Gerade in großer Action wünscht man sich hier wesentlich aggressivere Mitstreiter, die hier oft genug nur blöd in der Gegend herum stehen. Einer der ganz wenigen, aber entscheidenden Kritikpunkte. Als Multiplayer durchaus zu gebrauchen sollte man aber längere Sessions mit Freunden einplanen. Nur dann lohnt dieser auch. Genial wäre ein Wi-Fi Modus für die Missionen gewesen. Grafisch und soundtechnisch gerade durch die Sprachausgabe ein atmosphärisch wieder sehr gelungener Final Fantasy Teil. Spaß macht auch Ring of Fates allemal und alle Fans sollten trotz seichterem Gameplays durchaus zugreifen. Wer aber wirklich eine kleine Wissenschaft aus diesen Genre haben möchte, sollte lieber zum 3er oder Revenant Wings greifen. Oder Ihr wartet gleich auf Tactics in 2 Wochen. ;-)

 

+ Klassische Steuerung
+ Viele Gameplayfacetten
+ Charaktere mit versch.Specials
+ Gelungene Story
+ Skins/Kleidung/Umgebungen
+ Atmosphärisch und Emotional
+ Beste DS Sprachausgabe
+ Komplett deutsch
+ Ausrüstungs Boni
- Wi-Fi Modus Beiwerk
- Menuhandling hier und da
- KI der Gruppenmitglieder
- Nicht der schwerste FF Teil
- "Hartes" Game Over

GRAFIK: 87%

SOUND/EFFEKTE: 90%

MULTIPLAYER: 73%

GESAMTWERTUNG: 73%

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