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NDS Fantastic 4: Rise of the Silver Surfer
 
 
Fantastic 4: Rise of the Silver Surfer - NDS
Kilian Pfeiffer (29.04.2008)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: 7 Studios
GENRE: Action
SPIELER: 1 Spieler
HANDBUCH: Mehrsprachig
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-4
SECRETS: Nein
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: 7+
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.20 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
LESERMEINUNGEN: Nein

   
Einleitung....

Fantasy-Charaktere erfreuen sich größter Beliebtheit. Das haben wir kürzlich erst wieder an „Ben 10 – Protector of Earth" feststellen können. Gemein hat der Titel mit „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer" nicht nur das Heldensetting samt unterschiedlicher Spezialfertigkeiten, sondern hinsichtlich der Charaktere auch einen namensgleichen Mitstreiter: Ben! Im vorliegenden „Marvel"-Abenteuer ist damit Ben Grimm alias „Das Ding" gemeint, der andere Ben, ein Junge, ist Hauptdarsteller des namensgleichen Abenteuers, das über „Koch Media" gepublished wird. Heute beschäftigen wir uns allerdings mit der DS-Version des zwischenzeitlich seit einiger Zeit auf dem Markt befindlichen „Marvel"-Weltenretter-Szenarios.

Menus und die Story....

Vier Superhelden an der Zahl sind die Würze des von „2K" veröffentlichten Lizenztitels. Jeder der vier Heroen besitzt individuelle Fähigkeiten, die im Kampf, aber auch zum Lösen von problematischen Levelstellen angewendet werden müssen. Erneut scheint das Universum in Gefahr zu sein: Der Silver Surfer nimmt Kurs auf den Erdball, im Gepäck zerstörerische Energien, die das gesamte Leben vom Globus wischen wollen. Dass eine Gefahr aber meist nie alleine kommt, ist nicht nur ein bloßes Sprichwort, sondern oftmals Realität. Wie auch im „Marvel"-Szenario. Dr. Doom, seines Zeichens Erzfeind der vier Haudegen, hat ebenso seine Rückkehr angekündigt, was nichts Gutes heißen mag. Unheil will er mit sich bringen, allerdings hat er nicht mit dem Vierertrupp gerechnet, der gemäß seiner Durchschlagskraft mächtig aufgestockt hat.

Das Hauptmenü des Spieles ist übersichtlich strukturiert, ein „Bonus"-Bereich macht im Laufe der Zeit einige Cover begehrter „Marvel"-Comic-Hefte zugänglich. Interessantes Bonusmaterial bietet der Titel aber nicht. Im Grunde dürft Ihr Euch gleich daran machen, in die Weltenrettung einzusteigen – Ihr solltet keine Zeit verstreichen lassen. Die Menschheit setzt auf Euch und Eure Fertigkeiten!

Technik und Gameplay....

Vier Charaktere – Reed Richards, Ben Grimm sowie Sue und Johnny Storm. Nachdem sie allesamt der kosmischen Strahlung ausgesetzt waren, erkennen sie, dass ihr weiteres Leben von diesem Zeitpunkt an in einem anderen Licht steht. Reed Richards ist es seitdem möglich, seine Gliedmaßen zu strecken und als Mr. Fantastic die waghalsigsten Manöver auszuführen. Weit entfernte Widersacher werden sich nach einem kräftigen Magenhieb vor Schmerzen krümmen. Die DNS der Geschwister Sue und Johnny wurde ebenso verändert: Sue besitzt nun die Fertigkeit der Unsichtbarkeit und Johnny als „Menschliche Fackel" rauscht in Windeseile durch die Luft. Heiß ist nun nicht nur sein Atem, sondern auch die Herangehensweise Probleme zu lösen – auf ganz spezielle Art, versteht sich! Abgerundet wird das Quartett von Ben Grimm, ein mutierter, mit unmenschlichen Kräften ausgestattetet Superheroe, der mit ein paar Hieben alles in Schutt und Asche legen kann. Im Herzen vollkommen friedliebend, ist Ben die ultimative Zerstörungsmaschine, wenn es darauf ankommt.

"Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer" für Nintendo DS ist ein klassisches 2D-Abenteuer, das als Jump’n Run angesiedelt wurde. Dennoch trefft Ihr immer wieder auf weitere Inhalte, die den Titel abwechslungsreicher gestalten, als zuvor angenommen wird. Neben Shooter-Missionen warten nett umgesetzte Boss-Fights auf den Spieler, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Einsatz der Superhelden-Fertigkeiten während des Spieles liegt. Futuristische Szenarien, dunkle, höhlenartige Basen, die in den Tiefen des Planeten in das Gestein gehauen wurden, sind unter anderem Schauplatz des vorliegenden Abenteuers. Bedauerlicherweise ist der Ausflug kein recht langer, nach zwei bis drei Stunden ist bei geübter Spielweise der Abspann erreicht. Da es den Titel zwischenzeitlich aber für deutlich unter 20 Euro zu kaufen gibt, dürfen Fans mal einen Blick auf die Handheld-Software werfen.

Jedem Level wird grundsätzlich ein eigener Spielcharakter zugeordnet. Mit Sue schwebt Ihr in der Regel durch die Landschaften, ab und an macht Ihr Halt und beharkt Euer Gegenüber mit schmerzhaften Energiestößen. Pro ausgeschaltetem Gegner füllt sich Eure Energieanzeige, die im Folgenden wiederum für Spezialangriffe dient. Sue erzeugt heftige Druckwellen auf Knopfdruck und reißt den Opponenten sprichwörtlich die Füße unter dem Hintern weg, wobei Reed Richards nicht nur lästige Komboschläge, sondern auch als zu einem Ball verwandelte Turboattacken ausführen darf. Recht nützlich, aber im Endeffekt nicht wirklich vonnöten sind die drei Kristalle, die pro Level einzusammeln sind. Mit ihnen im Gepäck führt Ihr kosmische Angriffe durch einen Druck mit dem Stylus auf den Touchscreen aus.

Ben erzeugt dadurch eine kosmische Druckwelle, welche die Feinde vom Bildschirm fegt. Ab und an gilt es lediglich den Levelausgang zu erreichen, was Euch aber durch Plattform- und Schalterrätsel erschwert wird. Jedoch sind diese meist sehr einfach zu lösen: Ein Druck auf einen Schalter setzt eine bewegliche Ebene in Gang, die Ihr im Idealfall benutzen müsst. Manchmal verschwinden sie nach wenigen Sekunden wieder, um dann prompt ein weiteres Mal aufzutauchen. Über den Touchscreen aktiviert Ihr ebenso Unverwundbarkeits- und Gesundheits-Boni, die Ihr mancherorts im Spiel auffindet. Wegen unzähliger Gefahren, seien es mutierte Feinde, giftige Stacheln oder Abgründe, werdet Ihr des Öfteren von Ihnen Gebrauch machen, beziehungsweise einen zweiten Versuch starten. Besonders gelungen sind die Boss-Kämpfe, bei welchen alle Kräfte gebündelt werden – dies geschieht als Touchscreen-Kampfeinsatz. Werdet Ihr attackiert, rubbelt Ihr über die Bildfläche oder tippt bei massiven Gesteins- und Elementattacken diese an, um sie zurück zu ihrem Absender zu leiten. Anspruchsvoll ist das größtenteils nicht, freilich solltet Ihr aber Reaktionsvermögen und Schnelligkeit an den Tag legen, um erfolgreich bestehen zu können. Zuvor hatten wir es bereits angesprochen: Die aus klassischen Von-oben-Weltraum-Shootern bekannten Scharmützel sind mit von der Partie, allerdings entweder in Form der „Menschlichen Fackel" oder als Transportraumschiff „verkleidet". Wild ballernd geht es dort gegen Feindesmassen, die mit wenigen Treffern in hübschen Explosionen zugrunde gehen. Jedoch gibt es nur einen einzigen Feuerschuss, was auf Dauer etwas eintönig sein dürfte.

Grafik & Sound....

Die Präsentation des „Marvel"-Abenteuers hält sich angesichts veralteter Technik in Begeisterungsgrenzen. Bieder wirken die Figürchen und das lächerliche Gekloppe, ganz ansprechend hingegen die Shooter-Einlagen aus der Vogelperspektive. Antiquiert könnte man dies nennen, ebenso könnte man die Optik in Game Boy Advance-Zeiten verorten.

Unterschwellig läuft die Soundkulisse am Spieler vorbei, wobei hier weniger Wert auf Ohrwürmer, als auf effekthaltigen Sound gelegt wurde. Treibende Beats, teils akustische, an orchestrale Werke angelehnte Kompositionen führen die Science-Fiction-Hatz bis zum Abspann. Sprachausgabe gibt es keine, die wenigen Texte wurden mit deutschen Untertiteln unterlegt.

Fazit....

„Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer" ist ein Lizenzspiel wie es im Buche steht. Der Umfang ist symptomatisch dürftig, die verwendete Technik ebenso. Zwar machen die gelegentlichen Fertigkeitseinsätze Spaß, allerdings wird man als Spieler nicht gefordert. Auch die Schalterrätsel hat man in dieser Art schon tausendmal gesehen. Man kann dem Titel den Launefaktor nicht vollständig verwehren, denn insbesondere die Boss-Fights sind ideenreich umgesetzt, wenngleich man wiederum einen Mehrspieler-Modus ausgespart hat. Für den derzeit äußerst günstigen Preis kann man als Fan der Lizenz aber einen Blick darauf werfen.

 

+ die „Fantastischen Vier"-Lizenz
+ unterschiedliche Fähigkeiten
+ nette Endgegner-Kämpfe
- zwei bis drei Stunden Spielzeit
- technisch veraltet
- wenige Innovationen
- fehlender MP

GRAFIK: 56%

SOUND/EFFEKTE: 66%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 59%

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