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NDS Fifa 11 DS
 
 
Fifa 11 DS - NDS
Jens Morgenschweiss (08.11.2010)

SYSTEM: NDS
ENTWICKLER: Electronic Arts
GENRE: Sport
SPIELER: 1-4 Spieler
HANDBUCH: Deutsch
SPEICHER: Batterie
1MODUL MP: Nein
SCHWIERIGKEIT: 2-6
SECRETS: Ja
SPRACHHÜRDE: Keine
MIKRO SUPPORT: Nein
ALTERSFREIGABE: USK0
TERMIN: Erhältlich
VIRTUAL SURROUND: Nein
PREIS: ca.35 Euro
KOMPLETTLÖSUNG: Nein
CHEATS / TIPPS: Nein
ONLINE: Ja

   
Einleitung....

Auch wenn es wie ein "Weihnachtsjingle" klingt, aber alle Jahre wieder, bekommen wir eine brandneue Fußballsimulation präsentiert. Wie immer duellieren sich die Etablierten der Branche mit ihren Neuheiten - Fifa gegen PES. Voriges Jahr war EA´s Fifa 10 ja grausam für alle Simulationsfreunde. Zumindest was die Wii Version betraf. Die DS Version war da noch "normal". Schauen wir uns mal an, was man zur Vorgängerversion gravierendes geändert hat.

Menus und die Story....

Das Hauptmenu ist eigentlich wie immer recht übersichtlich. Neben dem Sofortspiel, welches sich hinter dem "Anstoss" verbirgt und in der klassischen Variante ,oder dem Be a Pro, kann man hinter der Rubrik "Spielmodi" noch ein paar weitere Leckerbissen auftun. So finden wir beispielsweise den Managermodus hier, den Be a Pro und das Ultimate 11. Aber auch das Training und das Elfmeterschießen finden wir hier. Das Training ist für Neueinsteiger eine gute Gelegenheit, sich mit den Abläufen auf dem Platz vertraut zu machen. Ob man nun ein freies Training fährt, oder sich mit den Freistößen und Eckbällen beschäftigt, bleibt dem Spieler selbst überlassen. Die Rubrik Minispiele beherbergt 6 Szenarien, die vom perfekten Freistoß und Eckstoß über Passspiel und abfangen der Pässe bis hin zum dribbeln um Hütchen reichen. Hier lohnt sich schon mal das üben, denn das sind die gleichen Trainingsspielchen, wie im Managermodus. Im Managermodus kann man so seine Spielerstatistiken pushen oder eben auch nach unten rangieren.

Mein Fifa 11 ist das Optionsmenu, wo man sein Profil bearbeiten kann, das Spielsetup einstellen kann, oder im Erstellungsbereich eigene Formationen und Standards kreieren kann. Das Spielsetup legt die Grundlagen für den Spieler offen. Die Spieleinstellungen beziehen sich auf Halbzeitlänge, die CPU Stärke und diverse Grundlagen, wie Verletzungen, Karten, Abseits u.s.w. Die Grafikoptionen lassen neben den Kameraeinstellungen, auch Spielernamen ein- und ausblenden. In den Soundoptionen kann jeder für sich selbst festlegen, ob er die Menumusik hören will (empfohlen) oder den Kommentator nicht nur in deutsch, sondern auch in englisch laufen lassen will - oder ihm ganz den Hahn abdrehen. Die Spielsteuerung ist eigentlich nur noch einmal ein grober Überblick, wie welche Tasten belegt sind. Nur ist es ziemlich klein von der Schrift her ausgefallen. Wer die recht aktuellen Mannschaftskader doch noch überarbeiten will, oder sich nur noch den einen oder anderen starken Spieler für lau in sein Team beordern will, kann das unter der Teamverwaltung. Unser Profil gibt uns einen Überblick, über die gemeisterten Partien. Mit der Anzahl an Siegen, Spiele ohne Gegentor und sogar verhinderte Tore. Das ganze geht dann auch noch für den Multiplayer, WiFi Verbindungen und Freundes Matches.

Technik und Gameplay....

Der Managermode verspricht erst einmal den meisten Spielspaß. So kann man seine eigene Formation basteln, einzelne Positionen verschieben und Spieler für diese Positionen verpflichten. Dabei hat man aber wichtige Einzelheiten einfach außen vor gelassen. Das Alter des Spielers spielt gar keine Rolle und auch nicht, was er im Monat verdient. Ganz zu schweigen von einer Vertragslaufzeit. Auch die Eintrittspreise oder das Merchandise und Stadionausbau sind de facto nicht vorhanden. Das sind eigentlich unabdingbare Grundlagen für einen Managerspiel. Das Transfervolumen ist sehr großzügig und wenn es nicht für einen Star reicht, es gibt auch noch Spieler auf dem freien Markt, die gar nix kosten. Eigene Spieler kann man eigentlich nur in Zahlung geben, wenn man einen neuen holt. Angebote für diese Leute kommen keine. Nachdem man nun sein Team punktuell verstärkt hat und im Team Management die Positionen neu besetzt hat, kann man seine Leute über das Training noch weiter verbessern - oder verschlechtern. Je nach dem, wie man sich anstellt. Aller fünf Wochen kann man trainieren, so lange und was man will. Ob nun die Balleroberung, Zweikampfverhalten, Standards oder den Torhüter. Diese verschiedenen Übungen haben Einfluss auf die Fitness, die Kopfballstärke oder das Freistoß Gameplay. Man hat jeweils 5 Versuche bei jeder Übung.

Ist man dabei 5 mal erfolgreich, bekommen die teilgenommenen Akteure (Verteidigung, Mittelfeld und Angriff) 10 Punkte gutgeschrieben, auf die zu fördernde Eigenschaft. Bei vier Erfolgen sind es noch 5 Punkte, während es bei keinem Erfolg schon mal Abzüge geben wird. Also man kann sich auch selbst schwächen. Das danach die Feststellung kommt, dass die Spieler unzufrieden waren mit dem Training, hilft uns am allerwenigsten. Da eine Saison ziemlich lang sein kann, hat man uns die Möglichkeit des Simulierens gegeben. Gerade wenn es gegen schwächere Teams im Pokal geht, kann man sich das Spiel von weit außerhalb ansehen. Sollte es schwierig werden, kann man sofort und jederzeit eingreifen. Bei Be a Pro kann man sich entweder in die Persönlichkeit eines bereits bestehenden Spielers einbringen oder man gestaltet seinen eigenen Akteur. Dabei können wir neben der Hautfarbe und weiteren äußerlichen Erscheinungsformen, auch die vorhandenen Attribute aufwerten. Die vorhandene Punktzahl ist natürlich nicht ausreichend für einen Star. Also müssen wir klein anfangen. So im Schnitt bekommen wir einen Spieler mit einer knappen 70´er Wertung. Doch das Ende der Fahnenstange ist das noch lange nicht. Man kann im Spiel Erfahrungspunkte sammeln, die es uns zu gegebener Zeit ermöglichen, unsere Spielattribute zu steigern. Dazu bekommt man im Spiel für diverse Aktionen Wertungen.

Die Skala reicht von 1,0 bis 10. Je besser man dribbelt, Torvorlagen spielt oder selbst einnetzt, steigt die Wertung bis auf maximal 10. Für jedes Foul, verlorenen Zweikampf und so weiter fällt die Wertung nach und nach. Schlecht ist bei Be a Pro, das sich der Blickwinkel auf Höhe Grasnabe befindet. Man kann auch nicht nach links oder rechts schauen, was die Kollegen gerade so treiben. Man kann sich nur an der Farbe des Ballsymbols orientieren, welches Team gerade im Ballbesitz ist. Ist die eigene Mannschaft im Angriff, kann man den Ball fordern oder selbst kluge Pässe spielen. Leider sind die Mitspieler nicht immer die cleversten, was das Abspiel betrifft. Je höher der CPU Stärke eingestellt ist, desto mehr fällt es auf, was für "Heinis" in unserem Team agieren. Da werden Fehlpässe auf 3 Meter gespielt, dass ist dann wirklich nicht mehr schön. Auf den Screens kann man oben das aktuelle Spielgeschehen beobachten, während auf dem Touchscreen das Radar die Spielerposition aller Akteure anzeigt. Gut gemeint ist die Variante mit den Touchtaktiken. Nur schlecht umsetzbar für Menschen mit nur zwei Armen. So kann man seine Mannschaft per Touch zum aufrücken, Konter- oder Flügelspiel animieren. Nur wenn man seinen Spieler mit dem Steuerkreuz auf dem Feld steuert und mit der rechten Hand einen Pass spielen will, hat man keine Hand mehr frei um diverse Aktionen zu fordern.

Beim Ultimate 11 müsst ihr euch durch vier große Turniere kämpfen, um die Ultimate 11 endlich vom Platz zu fegen. Anhand von Kartensets stellt ihr euch nach uns nach die beste Mannschaft der Welt zusammen. Die angebotenen Spieler steigen natürlich in ihrer Wertigkeit, je besser das gespielte Turnier ist.

Grafik & Sound....

Grafisch kommt der Spielspaß nicht zu kurz. Natürlich ärgern einen die kleinen Unzulänglichkeiten. So erinnert einen mancher Trikotsatz an die vorige Saison. Auch sind die Stadien im Vergleich zum Vorjahr nicht größer geworden. Und das, obwohl wir in Deutschland die besten Stadien weltweit besitzen. Dennoch ist der optische Eindruck für eine Fußballsimulation auf der DS Plattform durchaus akzeptabel. Zumindest ich erwarte bei einem DS Spiel keinen Wiedererkennungswert bei Spielergesichtern oder Trikotwerbung. Dennoch heißt es nicht, das man sich technisch nicht weiter nach vorn orientieren kann.

Wie in der letzten Version „betören" uns die Herren Hellmann und Küpper mit ihren Weißheiten rund um den Fußball. Das war schon bei der 2010´er Variante nervig und wird dieses Jahr nicht besser. Die Wiederholungen der Aussagen sind wirklich anstrengend und motivieren beim Spiel nicht wirklich. Aber dafür weiß die Menumusik sehr zu überzeugen. Sie geht gut ins Ohr und man wird dieser nicht sehr schnell überdrüssig. Auch die Atmosphäre im Stadion ist durchaus realistisch, was die Fangesänge und Jubelorgien angeht.

Fazit....

Die Verbesserungen zu der Vorjahresversion sind eigentlich nur marginal. Der Managermodus ist immer noch unzulänglich, was die Tiefe anbelangt. Mit Ultimate 11 kann man schon einige Zeit rum bringen, genauso wie mit dem Be a Pro. Doch gewisse Finessen fehlen mir immer noch. So kann man zum Beispiel beim Freistoß schön mit dem Stylus zaubern, was bei den Ecken gänzlich fehlt. Auch die mangelhafte KI zehrt an den Nerven. Wenn der Gegner bis zu einem gewissen Grad blöd ist, kann man das ja noch verschmerzen ( ;-) ), aber die Teamkollegen - das geht gar nicht. Ein Highlight von Fifa 11 sind wieder mal die Lizenzen, die reichlich vorhanden sind. Aber so langsam können die auch nicht mehr alles herausreißen. Man muss wieder am Spiel selber arbeiten, um seine Fans zufrieden zu stellen.

 

+ Viele Lizenzen
+ Gelungene Musik
+ Großer Umfang
+ Spürbare Schwierigkeitsgrade
- Kommentatoren
- Mangelhafte KI
- Schmaler Manager Modus

GRAFIK: 65%

SOUND/EFFEKTE: 60%

MULTIPLAYER: --

GESAMTWERTUNG: 65%

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